Altes Spiel, neue Karten – #besserunbequem in der Tarifrunde ÖD 2016

Wir wünschen euch viel Erfolg und Kraft für euren Tarifkampf und sichern euch unsere vollste Unterstützung zu!
Wir wünschen euch viel Erfolg und Kraft für euren Tarifkampf und sichern euch unsere vollste Unterstützung zu!

Seit Jahren heißt es bei Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst: Unsere Töpfe sind leer. In der letzten Tarifrunde nannte de Maizière Eure Forderungen gar maßlos #überzogen und kommentierte, dass niemand sich einen solchen Abschluss leisten könne. Wie Ihr vermutlich bemerkt habt, war dieses Argument in der letzten Tarifrunde Pustekuchen. Wieso sollte es sich in diesem Jahr ändern?

Noch bevor Eure Forderungen beschlossen waren, hieß es Ihr solltet nicht so #dreist sein. Bund und Kommune hätten schon genug mit der „Flüchtlingskrise“ zu stemmen. De Maizière benannte sogar wichtige Aufgaben, denen sich alle gesellschaftlichen Kräfte zuwenden müssen. Dass allerdings genügend finanzielle Mittel vorhanden sind, sehen wir an den verschiedensten Investitionsprogrammen, Aufrüstungen, Diätenerhöhungen und vielen anderen Dingen. Wer Milliarden für die Rüstung ausgibt hat keine leeren Kassen: Er gibt das Geld nur an den falschen Stellen aus.

Wir erklären uns solidarisch mit Euch und Euren Forderungen nach höherem Lohn. Eine Lohnerhöhung von 6% und die Erhöhung der Auszubildendenvergütung um 100 Euro ist mehr als berechtigt. Der öffentliche Dienst ist die Branche mit der höchsten Befristungsrate. In keinem anderen Zweig werden mehr KollegInnen befristet angestellt. Wir finden dies #unerhört. Ein Berufsleben muss planbar sein und Sicherheit geben. Mit ständigen Befristungen ist dies nicht zu machen, deswegen muss auch diese Befristungspraxis ein Ende haben!

Die Genossinnen und Genossen aus Bochum haben ein kurzes Soli-Video erstellt.

Die Forderung nach einem Sockelbetrag, die aus vielen Landesbezirken der ver.di kam, ist dieses mal nicht durchgekommen. Wir sind jedoch der Meinung, dass  in Zukunft auch hierfür weiter gestritten werden muss, damit gerade die unteren Lohngruppen gestärkt werden und die Schere nicht noch weiter aufgeht.

Seien wir einfach mal mal wieder etwas #utopisch. In vielen Gremien innerhalb der ver.di Jugend laufen momentan Diskussionen über eine Arbeitszeitverkürzung bei vollem Lohn- und Personalausgleich. Es ist an der Zeit wieder darüber nachzudenken, denn wem von uns würde eine 30-Stunden Woche nicht sehr gefallen?

Es kommt nun darauf an, Eure Forderungen gegen die Angriffe der Arbeitgeber zu verteidigen – gemeinsam und solidarisch. Je mehr KollegInnen sich für Eure Forderungen einsetzen, desto mehr Druck könnt Ihr aufbauen – sei es in kleinen betrieblichen Aktionen, bei lokalen Aktivitäten oder beim Warnstreik. Umso wichtiger ist eine Laufzeit von nur 12 Monaten. Denn dann könnt ihr gemeinsam mit den KollegInnen im öffentlichen Dienst der Länder noch mehr Druck aufbauen. Die Aufspaltung der Tarifverhandlungen war ein gezielter Angriff zur Schwächung Eurer Kraft, vor allem zu Lasten der KollegInnen der Länder. Lasst Euch nicht in Bund & Kommunen und Länder aufspalten – kämpft gemeinsam für Eure Forderungen!

Wir wünschen euch viel Erfolg und Kraft für euern Tarifkampf und sichern euch unsere vollste Unterstützung zu! Bleibt besser #Unbequem für

  • 100 Euro mehr, 30 tage Urlaub und eine verbindliche Übernahme für Auszubildende!
  • 6% mehr Lohn für alle!
  • Einschränkung befristeter Arbeitsverhältnisse!
  • Keine Absenkung der Zusatzversorgung!

 

3572039379_3b7b7d71c6_oDie SDAJ ist bei vielen Tarifkämpfen und betrieblichen Auseinandersetzungen dabei. Wir stehen konsequent für kämpferische Auseinandersetzungen.

In unserem 2011 beschlossenen Zukunftspapier haben wir die wichtigsten Forderungen für eine Ausbildung nach unseren Interessen zusammengefasst:

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