Solidarität ist unsere stärkste Waffe!

Aktionen, Cuba-Brigadentagebuch 2013

Wir fühlten uns selbst fast wie in der Sierre Maestra

Wir fühlten uns selbst fast wie in der Sierre Maestra


Santa Clara, die Stadt der Revolution, die Stadt von Che. Das sollte heute das Ziel unseres Ausflugs sein.
Die Stadt Santa Clara ist ein wichtiger Ort für die Geschichte der Revolution. Den Revolutionstruppen gelang mit der Befreiung der Stadt ein entscheidender Sieg gegen Batista – und er machte den Weg auf Havanna frei.

Die Geschichte der Revolution ist dann heute auch unser Thema. Es ist beeindruckend, wie eine so kleine Truppe Guerilleros es geschafft hat, eine so große und organisierte Armee wie die Batistas zu schlagen.
In der Schlacht um Santa Clara waren die Guerilleros, angeführt von Che Guevara, weit in der Unterzahl: 300 von ihnen standen 3000 von Batistas Soldaten gegenüber. Dass sie es schafften, die Stadt innerhalb von vier Tagen einzunehmen, erscheint vor dem Hintergrund wie ein Wunder.

Auf einem Berg nahe der Stadt waren Batistas Soldaten in Besitz eines strategisch wichtigen Punktes, von dem aus sie die ganze Stadt überblicken konnten. Ein geplanter Angriff auf diese Stadt wäre sofort bemerkt worden.

Doch durch einen Trick schafften es die revolutionären Truppen, den Berg einzunehmen. Ein Teil von ihnen griff einen nahegelegenen Munitionszug an, andere rückten an an deren Punkten an die Stadt heran und verwickelten sie in Kämpfe. Batistas Soldaten wurden so dazu gezwungen, sich zurückzuziehen und z.B. den Zug zu verteidigen. Der so dadurch schlechter geschützte Berg konnte dann leicht eingenommen werden.

Klugheit und taktisches Geschick waren wichtig für den Sieg der Revolution. Doch das Entscheidende war etwas anderes:
Nach der Schlacht von Santa Clara wandte sich Che mit einem offenen Brief an die Bevölkerung Santa Claras, um sich für ihre Hilfe zu bedanken. Denn ohne den großen Rückhalt in der Bevölkerung hätte die Stadt nicht eingenommen werden können, hätte insgesamt die Revolution nicht siegen können.

Revolutionäre Wandbilder in Santa Clara

Revolutionäre Wandbilder in Santa Clara


Der überwiegende Teil der cubanischen Bevölkerung stand hinter der Revolution. In Santa Clara rissen die Bewohner die Wände ihrer eigenen Häuser ein, wo dies strategisch sinnvoll war. Die Ankunft von Che in Santa Clara wurde mit Jubel begrüßt. Sogar innerhalb von Batistas Armee hatte die Parteinahme der Bevölkerung für die Revolution ihre Wirkung. Viele verstanden, dass sie für das Falsche kämpften, für eine Diktatur im Interesse der kleinen korrupten cubanischen Oberschicht, die Land und Leute im Interesse der nordamerikanischen Banken und Konzerne hemmungslos ausbeutete. In der Armee griff Demoralisierung um sich, es gab massenhaft Deserteure und Überläufer.

Auf den ersten Blick scheinen die Guerilleros sehr wenige gewesen zu sein, aber hinter ihnen stand fast ganz Cuba. Die Solidarität zwischen der Bevölkerung und den Guerilleros war die stärkste Waffe der Revolution – das und noch viel mehr nehmen wir von unserem Ausflug nach Santa Clara mit.

Lina, Havanna

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