Erhalt aller Stellen! Opel Bochum muss bleiben!

Die GenossInnen vom SDAJ-Landesverband Ruhr-Westfalen nehmen in einer Pressemitteilung Stellung zu den geplanten Entlassungen beim Bochumer Opel-Werk.

Nach Angaben des Betriebsrates droht zum ersten Mai 1.200 KollegInnen die Kündigung bei Opel Bochum. Im Rahmen der internationalen Finanzkrise beschloss die Mutterfirma General Motors einen Sanierungsplan, der nicht etwa ein Kürzen der Renditen der Aktionäre oder der Managergehälter vorsah, sondern das Streichen von 8.000 Arbeitsplätzen in Europa. 1.800 von ihnen sollten aus Bochum gehen, wobei einigen wenigen eine Ausweichmöglichkeit im Werk Kassel angeboten wurde. Nur 70 KollegInnen nahmen das Angebot inkl. der 25.000€ Wechselprämie an. Etwa 530 KollegInnen entschieden sich für eine Abfindung in Höhe von 100.000€.

Der Verbleib in einem Beruf am Wohnort bei Freunden und Familien ist ihnen wichtig, denn ein fester Arbeitsplatz ist Grundlage der Lebensplanung. “Leider ist im Kapitalismus kein Job sicher.” meint Stefan Reicht von der SDAJ Bochum. “Die KollegInnen pochen auf ihr gutes Recht, jetzt werden sie darum kämpfen müssen.”

Die SDAJ wünscht den KollegInnen von Opel viel Erfolg und einen langen Atem für den Kampf um den Erhalt der Arbeitsplätze. Die KollegInnen dürfen sich jetzt nicht gegenseitig den schwarzen Peter zuspielen, sondern müssen geschlossen handeln. “Die SDAJ ist solidarisch mit den betroffenen KollegInnen und bietet ihre Unterstützung für die anstehenden Kämpfe an.” erklärt Daniel Zimmermann vom Landesverband Ruhr-Westfalen.

Die Opelaner schauen auf eine lange und kämpferische Tradition und haben eine enorme Bedeutung für die gesamte Arbeiterklasse im Ruhrgebiet. Weder Standortlogik, noch Krisengejammer der Konzernleitung dürfen jetzt das Geschehen bestimmen. Denn nicht die Arbeitenden haben die Krise herauf beschworen, sondern sie ist Teil der kapitalistischen Produktion.

Wir zahlen eure Krise nicht!

Glück auf!