WFS-Tagebuch, letzter Tag: «That’s why I’m a communist!»

veröffentlicht am: 30 Dez, 2010
Der «March of Peace», die große Abschlussdemonstration der Weltfestspiele 2010

Der «March of Peace», die große Abschlussdemonstration der Weltfestspiele 2010

Der letzte Tag der Weltfestspiele begann mit einem großen «March of Piece» zu den Union Buildungs, den Regierungsgebäuden in Pretoria. Mehr als zehntausend Jugendliche aus über 100 Ländern der Welt demonstrierten gemeinsam gegen Imperialismus und Krieg.

Die am Anfang noch existierenden Länderblocks lösten sich bald in einem einzigen, internationalen Block auf. Dafür sorgten insbesondere die südafrikanischen GenossInnen, die mit ihrem Lied «My mother was a kitchengirl,.my father was a gardenboy, that’s why I’m a communist!» durch die Demo zogen.

Gegen Mittag erreichten wir den Ort der Abschlussveranstaltung, vor dem Garten des Präsidentenpalastes. In der am Eingang ausliegenden bürgerlichen Presse wurde abermals versucht, die erfolgreichen Weltfestspiele zu verteufeln: Die WFS seien nur herausgeschmissenes Geld, die Veranstaltungen wären kaum besucht worden, die Organisation sei ein Disaster. 10 Tage WFS in Pretoria haben das Gegenteil bewiesen: Es gibt wohl kaum einen besseren Ort, an dem sich fortschrittliche Jugendliche aus aller Welt über ihre Kaempfe austauschen, gemeinsam diskutieren und auch feiern können. Anfängliche organisatorische Probleme haben die OrganisatorInnen schnell in den Griff gekriegt.

Vor dem abschließenden Kulturprogramm, mit Musik aus Vietnam, Nordkorea und von lokalen DJs, wurde die Abschlussdeklaration des WBDJ verlesen. Auch die Situation in Deutschland bekam hier ihren eigenen Abschnitt: Bolognaprozess, Sozialabbau und wachsender Antikommunismus stehen immer stärkeren Protesten der Jugend, z.B. gegen Bildungsabbau und Naziaufmärsche gegenüber. Gleichzeitig wird Deutschlands Rolle in der EU verdeutlicht, die ein Instrument der imperialistischen Mächte, insbesondere Deutschlands und Frankreichs ist.

«Die Zukunft ist in unserer Hand und es hängt von der Jugend der Welt und ihrer Stärke ab, eine Welt des Friedens und der Solidarität aufzubauen, in der die Macht und der produzierte Wohlstand den Menschen und der Jugend gehört. […] Lasst uns uns auf die 18. WFS der Jugend und Studenten vorbereiten.»
– Abschlusserklärung des WBDJ

Seta & Max, Frankfurt

Mit den 17. Weltfestspielen geht auch unser Online-WFS-Tagebuch 2010 zuende. Wir bedanken und bei allen GenossInnen, die für die SDAJ in Südafrika waren und natürlich auch beim WBDJ für das tolle Festival! Wir freuen uns schon auf die nächsten Weltfestspiele der Jugend und Studenten!

«Für eine Welt des Friedens, der Solidarität und des Sozialen Wandels!»

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