Solidarität mit der EVG!

veröffentlicht am: 8 Dez, 2016

Die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) verhandelt mit der Deutschen Bahn über einen neuen Tarifvertrag. Wir als SDAJ unterstützen die Forderung der EVG nach weniger Arbeitszeit oder mehr Urlaub. Um das zu erreichen können die Signale auch mal auf Halt bleiben. Hier könnt ihr unsere Solidaritätserklärung nachlesen:

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

ihr verhandelt gerade mit der DB AG über neue Tarifverträge.

Wir unterstützen eure Forderung nach einem einheitlichen Abschluss mit der Bahn, bei dem alle Mitarbeiter, unabhängig vom Geschäftsfeld, profitieren.

Überstunden, Stress und Hektik führen immer häufiger zu Ausfällen und Verspätungen bei der Bahn.

Während Grube, Pofalla und Co. sich immer mehr Boni einstecken dürfen, werden durch ständigen Personalabbau und Überalterung die Probleme bei der Bahn immer weiter gesteigert.

In Zeiten des technischen Fortschritts kommt es gerade aktuell immer mehr zur Vernichtung von Arbeitsplätzen. Umso wichtiger wird daher der Kampf nach Arbeitszeitverkürzung bei vollem Lohnausgleich.

Eure aktuellen Forderungen nach mehr Urlaub oder weniger Wochenarbeitszeit sollen die Deutsche Bahn dazu zwingen mehr Mitarbeiter einzustellen.

Die Folge daraus wären der Abbau von Überstunden und weniger Stress für die Mitarbeiter, doch all das muss erkämpft werden, denn von alleine wird ein profitorientierter Konzern wie die Bahn dies nicht zulassen, da der Profit im Widerspruch mit der Lebensqualität steht.

Die bisherigen Ausflüchte des Konzerns wegen der aktuellen wirtschaftlichen Situation, teilen wir nicht. Guter Bahnverkehr geht für uns vor allem über gute Arbeitsbedingungen und Löhne für die Bahnangestellten.  In diesem Zusammenhang stellen wir uns die Frage, ob die Entwicklung der DB AG mit den Milliardenverlusten im vergangenen Jahr, nicht deutlich macht, dass an der Frage der Organisation des Konzerns gerüttelt werden muss. Es wird doch offensichtlich, dass der Schienenverkehr  nicht nach wirtschaftlichen Kennzahlen betrachtet werden kann. Kurz: Wir sind der Meinung, dass wir eine Organisationsform finden müssen, die den Schienenverkehr wieder stärker als öffentliche Daseinsvorsorge betrachtet. Wir wollen eine Bahn als Teil der öffentlichen Daseinsfürsorge und keinen profitorientierten Konzern.

 

Doch dafür heißt es zu Kämpfen und zu Streiken in Gewerkschaft, auf der Straße, im Betrieb!

Mit kämpferischen Grüßen,

 

Jan Meier (Bundesvorsitzender der SDAJ)

Florian Hainrich (Leiter AG Betrieb und Gewerkschaft der SDAJ)

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