Krieg verhindern heißt für die eigenen Interessen kämpfen

veröffentlicht am: 16 Aug, 2016

Kriege verhindern heißt Kampf auf der Straße, in den Schulen, Betrieben und Unis

pos_betriebDie Bundesrepublik ist mit der Bundeswehr und der NATO an ca. 20 Kriegseinsätzen beteiligt. Aber einen Krieg hier bei uns fürchten noch die wenigsten. Das solidarische Staatenbündnis Europa schützt uns vor Krieg und Leid im Herzen der westlichen Wertegemeinschaft, so zumindest Angela Merkel und Co. Schaut man näher hin, so entlarvt sich die vermeintliche Friedenspolitik des „Friedensengel“ Merkel als platte Lüge. Die Interessen, die hinter Kriegen und aggressiver Außenpolitik der BRD stehen, sind weder Demokratie noch der Schutz der deutschen Bevölkerung. Um die Profite der deutschen Banken und Konzerne zu vermehren, geht auch die BRD buchstäblich über Leichen. Frieden in Europa wird es nur so lange geben, so lange es im Interesse des deutschen Kapitals ist. Und auch wenn sich Politiker wie Angela Merkel in Friedensrhetorik und humane Phrasen hüllen, wird ihre Politik uns nicht vor Kriegen und Leid schützen, sondern uns geradewegs in die nächste kriegerische Auseinandersetzung steuern. Nur indem wir für unsere Interesse im Betrieb, in der Schule und Hochschule kämpfen, können wir die aggressive Außenpolitik Deutschlands schwächen und Kriege in aller Welt auch vor unserer Haustür verhindern. Ob mit der SV in der Schule gegen den nächsten Besuch der Bundeswehr, in der Uni für eine Zivilklausel und gegen militärische Forschung oder mit der JAV im Betrieb gegen Vorhaben der Rüstungsproduktion.

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Nur wenn wir gemeinsam für unsere Interessen kämpfen und geschlossen auf die Straße gehen, können wir der Kriegstreiberei und seinen Folgen effektiv etwas entgegensetzen. Krieg ist dabei nie im Interesse der arbeitenden und lernenden Jugend. Im Gegenteil – wir die arbeitende Bevölkerung – sind, wenn man einen Blick in die Geschichte wagt, immer die Bevölkerungsklasse, welche die Folgen von Krieg am meisten zu spüren bekommt. Deshalb müssen wir Frieden fordern, denn in letzter Konsequenz kann es nur die arbeitende Bevölkerung sein, die einen konsequenten und dauerhaften Frieden im Interesse der Menschen erkämpfen wird – einen Frieden, dessen Bestehen unabhängig von Profitinteressen ist. Deshalb müssen wir uns als Klasse organisieren! In den Gewerkschaften, den SchülerInnenvertretungen und an der Uni!

Katha, Leipzig

Dieser Artikel erschien in
POSITION #3/2016
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