Bildungsstreikkonferenz in Köln ruft zu neuen Streiks im Herbst auf!

veröffentlicht am: 22 Jul, 2011

Bundesweite Streiks für den 17. November geplant.

Am 16.-17.07.2011 trafen sich ca. 70 Schülerinnen und Schüler im Kölner Schillergymnasium, um über Perspektiven und weitere Aktionen der Bildungsstreikbewegung zu beraten. Darunter befanden sich unter anderem auch VertreterInnen der LSV-NRW, verschiedener Schulstreikbündnisse, des SDS, Revolution, der Jusos und der SDAJ. Nachdem eine Konferenz der Studierenden im Mai ergebnislos geblieben war, ruft nun die Kölner Konferenz zu neuen Bildungsstreiks auf:

„…noch immer leiden wir unter einer Bildungspolitik, die eigentlich eine Sparpolitik ist. Während Banken und Konzerne wieder Rekordgewinne verbuchen und die deutschen Kriegseinsätze Milliarden von Euro vernichten, kommt vom Aufschwung an unseren Schulen nichts an. Unsere Klassenzimmer verschimmeln, unsere Bücher zerfallen zu Staub und die Bahnfahrt zur Schule wird immer teurer. Noch immer werden wir nach der Grundschule aufgeteilt, noch immer bestimmt unsere Herkunft auf welcher Schule wir landen werden…“

heißt es unter anderem in der beschlossenen Abschlussresolution. Zusätzlich wurde von den Schülerinnen und Schülern eine Handlungsorientierung beschlossen, die als Diskussionsbeitrag in die Bildungsstreikbewegung gehen soll. Diese schlägt z. B. vor,

  • die Bewegung besser an den Schulen zu verankern, indem an möglichst vielen Schulen Strukturen geschaffen werden, die sich der Bildungsstreikbewegung verbunden fühlen, z.B. SVen oder Schulstreikkomitees
  • Stärker den Zusammenschluss mit Azubis, Eltern, ArbeiterInnen, Lehrkräften und Studierenden zu suchen und sich als einen gemeinsamen Widerstand verstehen

Beschlossen wurde auf der Konferenz auch ein bundesweiter Mobilisierungstag am 15.11, an dem in möglichst vielen Städten Vollversammlungen und andere mobilisierende Aktionen stattfinden sollen.

Noch immer fehlen mindestens 100.000 Lehrkräfte, Sanierungen von Schulen und neues Lernmaterial. Das gegliederte Schulsystem zementiert die soziale Ordnung und sortiert systematisch Kinder und Jugendliche aus der Arbeiterklasse und anderen einkommensschwachen Schichten aus. So wird uns der Zugang zu höherer Bildung verwehrt und in die Perspektivlosigkeit entlassen, weil gleichzeitig bundesweit hunderttausende Ausbildungsplätze fehlen. Gleichzeitig versuchen Jugendoffiziere der Bundeswehr diese Situation auszunutzen und uns als Kanonenfutter in Afghanistan zu werben. Das wollen wir uns nicht länger gefallen lassen, daher fordern wir:

„…alle SchülerInnen und Jugendorganisationen auf, den Widerstand gegen Missstände im Bildungssystem gemeinsam mit StudentInnen und den Gewerkschaften zu organisieren und vorzubereiten. Gründet dafür Bündnisse in euren Städten! Organisiert den Protest an eurer Schule durch die SchülerInnenvertretung und Streikkomitees!“

  • Weg mit dem gegliederten Schulsystem – Eine Schule für alle!
  • Mehr LehrerInnen – kleinere Klassen mit maximal 20 Schülern! Für die Neueinstellung von 100.000 LehrerInnen bundesweit!
  • Weg mit der Schulzeitverkürzung(G8)!
  • Stoppt die Kriegspropaganda – Bundeswehr raus aus den Schulen!
  • Bildung muss von Anfang bis Ende kostenlos sein! – Kein Kopiergeld! Kein Büchergeld! Kostenloses Mittagessen!
  • Mehr Geld für die Bildung statt für Banken und Konzerne!
  • Volles Aktions- und Streikrecht für SchülerInnen, Studierende, Azubis und LehrerInnen
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POSITION #5/2019

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