Feldjäger gegen Demonstranten an Münchner Schule

veröffentlicht am: 23 Jun, 2010

Feldjäger gegen Demonstranten an Münchner Schule Am Dienstag plante die Bundeswehr, mit ihrem Bundeswehrtruck an dem Münchner Lion-Feuchtwanger-Gymnasiums eine Propagandaveranstaltung abzuhalten. Den SchülerInnen wurde dieser Auftritt erst einen Tag vorher angekündigt, womöglich um massive Proteste zu verhindern. Einige dieser SchülerInnen wandten sich an das Münchner AntiMil-Bündnis, welches sofort Gegenproteste organisierte. Am Morgen verteilte die Sozialistische Deutsche Arbeiterjugend München (SDAJ) schließlich Flugblätter und erwirkte Aufmerksamkeit durch ein Transparent mit der Aufschrift: »Bundeswehr raus aus Schulen«. Relativ schnell kam der Rektor des Gymnasiums, um den legitimen Protest zu verhindern. Als sich die Gegendemonstranten nicht beeindrucken ließen, wurde die Polizei angefordert, die sehr rasch kam. Die Demonstranten hielten nun vor dem Eingang der Schule eine Spontankundgebung ab und wurden viele Flyer verteilt.

Wir erhielten deutlichen Zuspruch von den SchülerInnen, die sich alle sehr abgeneigt von der Bundeswehrpräsenz zeigten. Der sogenannte »Karrieretruck« konnte für die Veranstaltung der Bundeswehr nicht genutzt werden. Anscheinend stinkt Kriegspropaganda so stark, dass ein Benutzen dieses Lastwagens nicht mehr möglich war. Auch fiel zeitweise der Strom aus bzw. hatten die Propagandaoffiziere wohl vergessen, ihre Stromkabel auch richtig einzustecken. Das Glück scheint nicht auf der Seite der Bundeswehr gewesen zu sein.

Feldjäger gegen Demonstranten an Münchner Schule

Ein Jugendoffizier schien sich so stark an den AntiMilitaristischen Protesten zu stören, dass er kurzerhand zusätzlich zu den 6 Polizeibeamten und den zwei Beamten der politischen Polizei einen Trupp Feldjäger verständigte, der umgehend mit zwei Fahrzeugen anrückte. Es zeigte sich wiedereinmal, wie bereits heutzutage die Bundeswehr im Inneren eingesetzt wird. Die Demonstranten konnten die Polizeibeamten noch etwas beschäftigen, z.B. damit, dass der Bundeswehroffizier seine Fotos von den Gegendemonstranten löschen musste.

Insgesamt ist gerade wegen der äußerst kurzen Mobilisierungszeit dieser Protest als äußerst erfolgreich einzuschätzen. Das AntiMilitaristische Bündnis München wird weiterhin allen Aktivitäten der Bundeswehr entschlossen entgegentreten. Keinen Cent, keinen Menschen, kein Fußbreit der Bundeswehr! Bundeswehr wegtreten! NATO auflösen!

Quelle: SDAJ München
Mehr infos auf www.bundeswehrfreie-zone.de

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