Umwelt und Energie

Wofür wir kämpfen: Umweltpolitik im Interesse der Jugend

Die globale ökologische Krise unserer Gesellschaft ist nicht mehr wegzureden. Das Ausmaß des Schadstoffausstoßes und des auf Profit gerichteten gigantischen Ressourcenverbrauches führt immer mehr zu einer lebensbedrohlichen Lage. Große Konzerne verpesten die Umwelt, bringen das Klima aus dem Gleichgewicht und wälzen die Kosten und Risiken auf die Bevölkerung ab.

Gleichzeitig sehen wir, dass der Atomausstieg und die Abkehr von fossilen Brennstoffen faktisch machbar sind. Auch die SDAJ tritt dafür ein, ohne jedoch die KollegInnen zu vergessen, deren Arbeitsplätze durch die Schließung von Atomkraftwerken bedroht sind. Denn klar ist: Jeder Schritt in Richtung Nachhaltigkeit darf nicht auf Kosten, sondern nur mit den betroffenen Menschen getan werden.

Wir sind überzeugt: Bio-Konsum und und das Appellieren an den Staat können nicht die gesellschaftlichen Probleme von Öko-Katastrophe und Klimawandel lösen. Wir müssen für die Durchsetzung unserer Interessen kämpfen – gemeinsam und organisiert. Diesen Kampf müssen wir überall führen: In der Stadt, wenn mal wieder die Preise im öffentlichen Nahverkehr steigen, in der Kommune, wenn ein neuer Braunkohle-Meiler direkt nebenan gebaut wird, der Luft und Wasser verpestet, im Betrieb, wenn die „ach-so-tollen“ Unternehmen der EE-Branche miese Löhne zahlen oder im ganzen Land, wenn mal wieder der Strompreis angehoben wird. Letztlich wissen wir aber, dass wir nur dann wirklich nachhaltig mit unserer Umwelt umgehen können, wenn wir den Kapitalismus abgeschafft und an seine Stelle eine neue Gesellschaftsform gesetzt haben: Eine, deren Produktion sich wirklich an unseren Interessen und Bedürfnissen orientiert.

Daher fordern wir:

  • Enteignung und demokratische Kontrolle der Energiekonzerne!
  • Keine Erhöhung der Strompreise!
  • Den sofortigen Ausstieg aus der Atomindustrie bei Erhalt aller Arbeitsplätze!
  • Umstellung auf EE, aber nicht auf dem Rücken der Bevölkerung!
  • Vollkommene Abkehr von fossilen Energieträgern, bei Erhalt aller Arbeitsplätze!
  • Keine Preiserhöhung im öffentlichen Nahverkehr!

Eure Gewalt macht uns nur stärker (POSITION #04/19)

Die Politik reagiert zunehmend mit Repression auf die Klimaproteste. Warum ist das so? Und was bedeutet das für uns?     Erst Wien, dann Aachen, dann Paris: Fast im Wochentakt werden Angriffe von Polizei und anderen Behörden auf die Klimabewegung bekannt. Ende Juni fuhr mir ein Polizeiauto bei einer Straßenblockade in Wien beinahe über den Kopf, während ich fixiert am Boden… Read more →

Unsere Lunge brennt (POSITION #04/19)

Kommentar: Kapitalisten weltweit verdienen an der Umweltzerstörung Der „neoliberale Jair Bolsonaro ist Wunschkandidat der Märkte“ twitterte die Deutsche Bank im Oktober vergangenen Jahres, kurz vor Machtantritt des neuen brasilianischen Präsidenten. Die aktuellen Brände im Amazonas zeigen: Bolsonaro und seine Regierung scheißen auf den Klimawandel zu Gunsten des Profits, was an sich ja nichts Neues für die Herrschende Klasse eines kapitalistischen… Read more →

Der Offene Brief an Katrin Göring-Eckardt

Liebe Katrin, das Leben ist nicht fair. Seit die SPD Martin Schulz als Kanzlerkandidaten nominiert hat, geht es dort wieder bergauf. Fast so, als hätte es die letzten Regierungsjahre der Sozialdemokraten, die voller Angriffe auf den Sozialstaat zugunsten des deutsche Kapitals waren, nie gegeben. Dies geht zu Lasten der kleinen Parteien, insbesondere deines Bündnis90/Die Grünen. Seit dem Hype um Schulz… Read more →

TTIP – Freiheit für das Kapital

Von absurden Rezepten mit Chlor bis zur Wahrheit darüber wer nun wirklich gewinnt beim neuen „freien Handel“ Chlorhühnchen bald im Supermarkt? Abschaffung der guten europäischen Verbraucherstandards? Die Kritik am Freihandelsabkommen TTIP nimmt zeitweise recht absurde Formen an. Das Freihandelsabkommen zwischen den USA auf der einen Seite und dem Staatenbündnis EU auf der anderen Seite dient aber nicht nur dem „bösen… Read more →

Energiekonzerne enteignen – Kapitalismus abschalten!

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Ostermarsch Rhein-Ruhr 2011: Hunderte gegen Krieg und Atomkraft

Die GenossInnen und Genossen der SDAJ Bochum berichten auf ihrer Website vom Ostermarsch Rhein-Ruhr am vergangen Montag: Zum 25. Jahrestag von Tschernobyl zogen heute hunderte Friedensaktivistinnen und Aktivisten von Bochum-Werne in die Dortmunder Nordstadt. Ein buntes Publikum, von PazifistInnen bis AnarchistInnen, folgte dem Aufruf des Ostermarsches Rhein-Ruhr, um für eine Welt ohne Waffengewalt und Nutzung von Atomenergie zu protestieren. Auch… Read more →

Der Gletscher und der Klassenkampf: Warum Bolivien sich gegen den Klimawandel wehren muss

Bolivien stand ziemlich alleine da. Ende 2010 fand in Mexiko mal wieder ein „Klimagipfel“ statt. In Cancun trafen sich Regierungsvertreter aus der ganzen Welt, um eben diese zu retten. Vor allem ging es darum, verbindliche Maßnahmen zu beschließen, um die Treibhausgase zu verringern und damit den Klimawandel aufzuhalten. Und genau das ist natürlich nicht passiert. Deshalb weigerte sich der Vertreter… Read more →

München: Energiekonzerne enteignen

Atomkonzerne abschalten! Knapp eine Viertel Million Menschen sind gestern gegen die Atompolitik der Herrschenden auf die Straße gegangen. In München waren es knapp 50.000 Menschen – und das bei Regen und Kälte. Auch wir als SDAJ waren vor Ort und verteilten tausende Flugblätter, in denen vor allem eins gefordert wurde: Energiekonzerne enteignen! Sie bekamen sehr gute Resonanz von vielen Jugendlichen,… Read more →