Wer profitiert am Krieg?

veröffentlicht am: 5 Mrz, 2022
Im Krieg stehen sich bis über die Zähne hinaus hochgerüstete SoldatInnen gegenüber und müssen sich gegenseitig töten.
Aber immer wieder werden auch ZivilistInnen in Kampfhandlungen gezerrt, oder werden sogar bewusst als taktischen Masse ausgenutzt. Wirklich freiwillig kann aber niemand in die Gefechte involviert sein.
Die Aktienkurse steigen
Nach der Ankündigung der massiven Aufrüstungskampagne der Bundesregierung hat sich in den letzten Tagen vor allem eines getan: Die Aktienkurse deutscher Rüstungskonzerne sind massiv gestiegen und entpuppen sich als die Hauptprofiteure des Krieges in der Ukraine.
Aussicht: Noch mehr Aufrüstung und Waffenlieferungen
Während in der Bundesregierung schon über weitere Waffenlieferungen an die ukrainische Armee nachgedacht wird, denken die Rüstungskonzerne schon nach, wie sie in Zukunft die steigende Nachfrage bewältigen können.
So sollen etwa 3000 neue MitarbeiterInnen beim Rüstungskonzern Rheinmetall für die Bewältigung der neuen Aufträge eingestellt werden.
Sind die Mitarbeiter Schuld an der Aufrüstung?
Nein, natürlich nicht. An der Aufrüstung sind die Bosse und Bonzen und die von ihnen finanzierten PolitikerInnen verantwortlich. Aber anstatt das Geld in zivile Jobs zu stecken, entscheiden sie sich für Jobs die unser aller Sicherheit akut gefährden! Deswegen wird in den Gewerkschaften auch immer wieder das Konzept der Rüstungskonversion auf die Tagesordnung gesetzt.
Was ist Rüstungskonversion?
Das Konzept, das in den DGB Gewerkschaften entwickelt und immer wieder diskutiert wird, hat das Ziel, dass Rüstungskonzerne ihre Produktion diversifizieren, also nicht nur Rüstungsgüter herstellen, und langfristig nur zivile Produkte, also nicht-Rüstungsgüter, herstellen.
Sind also nur die Rüstungskonzerne das Problem?
Leider haben aber außer den Rüstungskonzernen auch Banken und andere Konzerne ein Interesse an Aufrüstung und Krieg. Denn sie profitieren von Kriegskrediten und dem Kampf um Absatzmärkte, Handelsrouten und Rohstoffquellen.
Für uns ist klar:
Wir haben kein Bock auf Krieg und Aufrüstung und wollen auch nicht im Krieg sterben!
Rüstungskonversion jetzt!
Geld für zivile Jobs und Ausbildungen!
Sofortige Deeskalation statt Aufrüstung und Kriegsrhetorik!

Gruppenkarte

finde die SDAJ Gruppe in deiner Nähe!

mehr zum Thema

G7 – Kleiner Club der Imperialisten

G7 – Kleiner Club der Imperialisten

In diesem Jahr übernimmt der deutsche Staat wieder die Präsidentschaft des sogenannten G7-Gipfels, soll bedeuten: Deutschland ist Gastgeber der „Gruppe der Sieben“. Seit 1975 treffen sich sieben der weltweit mächtigsten Industriestaaten, bestehend aus Deutschland,...

mehr lesen
Wir wollen eine sichere Zukunft – wir wollen Frieden!

Wir wollen eine sichere Zukunft – wir wollen Frieden!

Am Samstag, den 23. April sind wir mit über 250 Jugendlichen aus ganz Deutschland zusammengekommen. Wir sind Mitglieder verschiedener politischer Jugendorganisationen und Einzelpersonen und haben gemeinsam darüber diskutiert, was wir dem Aufrüstungsprogramm der...

mehr lesen
Schwere Waffen werden erst recht keinen Frieden schaffen

Schwere Waffen werden erst recht keinen Frieden schaffen

Was ist am 27.04.22 passiert? Der Deutsche Bundestag hat sich am 27.04. mit einer großen Mehrheit für die Lieferung schwerer Waffen in die Ukraine ausgesprochen. Der Antrag dazu stammte von der Union und der regierenden Ampel-Koalition. 586 Abgeordnete stimmten dem...

mehr lesen
× Schreib uns!