Jahrestag der Reichsprogromnacht

veröffentlicht am: 9 Nov, 2020

Heute ist der Jahrestag der Reichsprogromnacht

An diesem Tag kam es ausgelöst und organisiert durch die NSDAP zu massiven Gewalttaten gegen die jüdische Bevölkerung in Deutschland. SA-Männer und andere stramme Nazis zogen auf die Straße um Mitbürgerinnen und Mitbürger, ihre eignen Nachbarn, zu terrorisieren. Die Reichspogromnacht diente zur Zementierung der Herrschaft der Faschisten und zur Bereicherung am Eigentum der Jüdinnen und Juden in Deutschland. Die Ausführenden waren aber nur die Bluthunde der Klasse, die die Welt in den Ersten Weltkrieg stürzte, den Mussolini- und Hitlerfaschismus finanzierte und auch heute noch am Hebel sitzt: Der Monopolbourgeoisie.

In einer Zeit in der antisemitische Angriffe und Faschistisches Gedankengut weltweit zunehmen, müssen wir stärker den je allen faschistischen Umtrieben und Propagandisten aller Art Einhalt gebieten. Antifaschismus darf nicht bloße Floskel bleiben.
Die Parole: „Nie wieder Krieg! Nie wieder Faschismus!“ muss praktisch werden.
Die Ausrottung des Faschismus mitsamt seinen Wurzeln ist eine klare Aufforderung zum Handeln. Denn wie Bert Brecht in seinem Stück „Der aufhaltsame Aufstieg des Arturo Ui“ treffend formulierte:

„So was hätt einmal fast die Welt regiert!
Die Völker wurden seiner Herr, jedoch
Dass keiner uns zu früh da triumphiert –
Der Schoß ist fruchtbar noch, aus dem das kroch!“

Der Schoß ist der Kapitalismus, der den Faschismus immer wieder hervorbringen kann, wenn es den Herrschenden in den Kram passt. Und wie die Geschichte zeigt weiß man wo die Herren in Parlament und Verfassungsschutz im Zweifelsfall stehen.
Den Faschismus werden keine feinen Herren, Politiker oder die Polizei für uns aufhalten.
Damals wie heute: konsequenter Antifaschismus braucht eine starke Front aller werktätigen und demokratischen Gruppen und Organisationen.

Die Vernichtung des Nazismus mit seinen Wurzeln ist unsere Losung. Der Aufbau einer neuen Welt des Friedens und der Freiheit ist unser Ziel.

(Aus dem Schwur von Buchenwald, 1945)

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