Zur Anerkennung Jerusalems als Hauptstadt Israels durch die USA

veröffentlicht am: 10 Dez, 2017

Erklärung des WBDJ (Weltbund der Demokratischen Jugend) in Bezug auf die Entscheidung der USA, Jerusalem als Hauptstadt Israels anzuerkennen

Der Weltverband der Demokratischen Jugend verurteilt die Entscheidung der Vereinigten Staaten von Amerika, Jerusalem als Hauptstadt Israels anzuerkennen und weist sie zurück. Es ist in der Tat eine Erklärung, die Resolutionen und Entscheidungen der Vereinten Nationen verletzt. Der Status von Jerusalem ist ein kritisches und wichtiges Thema für eine friedliche Lösung der palästinensischen Frage. Wir stellen fest, dass ihr eine Entscheidung der internationalen Gemeinschaft vorausgeht, in der Ost-Jerusalem als Hauptstadt eines unabhängigen und freien Palästina erklärt wird.

Die nicht akzeptable Entscheidung der USA und ihrer neuen Regierung stellt eine eklatante Verletzung des palästinensischen Rechts dar. Es ist eine klare Unterstützung für die israelische Besatzung und ein weiteres Zeichen, das die imperialistische Beziehung der beiden Kräfte beweist. Darüber hinaus untergräbt sie die Möglichkeit einer friedlichen Lösung, in dem sie Raum für weitere Konflikte nicht nur innerhalb Palästinas, sondern gleichzeitig auch in der gesamten Region des Nahen Ostens schafft.

Der Weltbund der Demokratischen Jugend, der immer auf der Charta der Vereinten Nationen sand, fordert die internationale Gemeinschaft auf, ihre früheren Entscheidungen und Gesetzesgrundsätze zu verteidigen. Wir rufen die ganze Welt dazu auf, das Recht des palästinensischen Volkes auf einen unabhängigen Staat zu respektieren. Wir wiederholen die Position des WBDJ für die Beendigung der israelischen Besatzung und rufen die Mitglieder der Vereinten Nationen dazu auf, sich dieser Forderung anzuschließen, zusammen mit der Anerkennung des unabhängigen palästinensischen Staates mit Ost-Jerusalem als Hauptstadt.

[…]

Der WBDJ fordert seine Mitglieder und Aktivisten auf, zu solidarischen und unterstützenden Aktionen für das palästinensische Volk überzugehen und auch die einseitige und nicht akzeptierte Entscheidung der USA laut und stark zurückzuweisen.

Im Namen des WBDJ
Der Koordinierungsrat Budapest 8.12.2017

SDAJ Aachen
SDAJ Augsburg
SDAJ Barsbüttel
SDAJ Berlin
SDAJ Bochum
SDAJ Bonn
SDAJ Bremen-Oldenburg
SDAJ Cottbus
SDAJ Dresden
SDAJ Düsseldorf
SDAJ Essen
SDAJ Frankfurt
SDAJ Göttingen
SDAJ Hamburg
SDAJ Hannover
SDAJ Kassel
SDAJ Kiel
SDAJ Köln
SDAJ Landau
SDAJ Leipzig
SDAJ Limburg-Weilburg
SDAJ Lübeck Süd/Ost-Holstein
SDAJ Mainz
SDAJ Mannheim
SDAJ Marburg
SDAJ München
SDAJ Neumarkt
SDAJ Neuss
SDAJ Nürnberg
SDAJ Osnabrück
SDAJ Ostwestfalen-Lippe
SDAJ Rostock
SDAJ Schwerin
SDAJ Siegen
SDAJ Solingen
SDAJ Stuttgart
SDAJ Trier
SDAJ Tübingen
SDAJ Ulm
SDAJ Witten
SDAJ Würzburg

POSITION #5/2019

mehr zum Thema

Krisenzeiten in Israel und Palästina

Krisenzeiten in Israel und Palästina

Wahlen, Corona und Besatzung Am 20. April einigten sich der bisherige israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und Oppositionsführer Benny Gantz letztendlich darauf eine gemeinsame Einheitsregierung zu bilden. Dem vorausgegangen war über ein Jahr politisches...

mehr lesen
Kanonenfutter gesucht

Kanonenfutter gesucht

Bundeswehr wirbt Minderjährige mit Briefsendungen Knapp 700.000 Jugendliche, darunter viele 16-und 17-jährige haben in den letzten Wochen wieder personalisierte Anwerbeschreiben der Bundeswehr per Post erhalten. Betroffene und Eltern beklagen den mangelnden Daten- und...

mehr lesen
Tödlicher Rassismus: zum Polizeimord von Minneapolis

Tödlicher Rassismus: zum Polizeimord von Minneapolis

Uniformierte Rassisten „Ich kann nicht atmen, bitte tötet mich nicht“ – diese schockierenden Worte werden in die durch reichlich Hass und Gewalt geprägte Geschichte der Vereinigten Staaten von Amerika (USA) eingehen. Gesprochen wurden sie am Montagabend mit letzter...

mehr lesen