Festival der Jugend 2012: Erste Informationen über die politischen Runden!

Das Festival rückt näher, und inzwischen steht fest, zu welchen Themen politischen Runden stattfinden werden.

So steht beispielsweise eine der vier zentralen Runden unter dem Titel: „Alles muss man selber machen – Was NSU-Terror, Extremismusklausel und die Diskussion ums NPD-Verbot für unsere antifaschistische Arbeit bedeuten“:

Der NSU/VS Skandal hat gezeigt, dass man sich mit Nichten auf staatliche Strukturen bei antifaschistischer Arbeit verlassen kann. AntifaschistInnen werden bei jeder Aktion, Demo oder Veranstaltung Steine in den Weg gelegt, sie müssen sich mit dem Vorwurf, sie seien „Extremisten“ auseinandersetzen und sind in ihrer politischen Arbeit immer von Repressionen bedroht. Gelder für antifaschistische Arbeit werden mit der „Extremismusklausel“ gekürzt, während der Verfassungsschutz den Aufbau rechter Strukturen mitfinanziert.

Die Schwerpunkte der Podiumsdiskussion sind die Analyse von Naziaktivitäten und ihre Propaganda und wie wir als AntifaschistInnen darauf reagieren können. Dabei soll es sowohl um allgemeine Fragen, wie die Diskussion um das NPD Verbot und die Extremismusdebatte als auch um unsere konkrete Strategie gehen.

Ebenso wird es eine Diskussionsrunde zum Thema „Weniger Lohn, weniger Sicherheit, weniger Chancen – Die Erwerbssituation junger Frauen” geben:

„In unserer Gesellschaft gibt es nichts, was eine Frau nicht werden kann.“ Spätestens seit der Wahl Angela Merkels zur Bundeskanzlerin ist diese Meinung vorherrschend. Doch wie steht es wirklich um die Gleichberechtigung der Frau? Was für Chancen haben junge Frauen? In wieweit ist die Emanzipation der Frau im Kapitalismus überhaupt möglich? Was bedeutet der Kampf um die Befreiung der Frau für unsere konkrete politische Arbeit? Und sind es wirklich nur Frauen, die ein Interesse an der Verbesserung ihrer Situation haben?

Das und viel mehr wollen wir gemeinsam mit Erika Baum und einer erwerbstätigen Mutter diskutieren.

Auch die Lage von KollegInnen mit Migrationshintergrund wird von uns in der Runde „Rassismus im Betrieb? Nicht mit mir!“ diskutiert:

Gibt es Probleme, die vor allem oder ausschließlich unsere KollegInnen mit migrantischem Hintergrund haben? Welche sind das? Nutzen Vorgesetzte das aus? Wenn ja, wie und mit welcher Absicht?
Diese und weitere Fragen rund um das Thema Rassismus im Betrieb werden wir mit VertreterInnen der DIDF-Jugend und der Gewerkschaft diskutieren. Zusammen wollen wir Handlungsoptionen entwickeln, wie man sich erfolgreich dagegen wehrt!

Mehr Informationen und eine Liste aller politischen Runden findet ihr hier.