Bildungsaktionstag in NRW: Jetzt erst recht!

veröffentlicht am: 23 Apr, 2010

Schulstreik, Bildungsstreik, Aktionstag am 22. April 2010 – Jetzt erst recht!Bereits 3 Mal haben sich zehntausende Jugendliche am Schulstreik, am Bildungsstreik in NRW beteiligt. Jetzt vor der Landtagswahl am 9. Mai werden wir zeigen, dass man uns nicht ignorieren kann. Und wir werden weitermachen: Der nächste Streik und Aktionstag steht schon fest. Am 9. Juni ist wieder bundesweiter Bildungsstreik. Gemeinsam mit der Landesschülervertretung, der DGB Jugend, den Studierendenvertretungen und vielen weiteren Bündnispartnern kämpfen wir für unsere Rechte. Schülerinnen und Schüler, Azubis und Studierende, alle zusammen!

Weg mit den Kopfnoten
Weg mit dem dreigliedrigen Schulsystem
Weg mit G8: Nein zum Turboabi
Her mit mehr LehrerInnen und kleineren Klassen: Max. 20 SchülerInnen pro Klasse
Kostenloses gutes Mittagessen für alle SchülerInnen und Schüler
Her mit kostenlosen Büchern, Lehrmitteln und Nachhilfe für Alle
Allgemeinpolitisches Mandat für die SV
Mehr Demokratie: 50% für SchülerInnen in allen Schulgremien

Her mit unserm Recht auf bezahlte betriebliche Ausbildungsplätze!
Her mit der Übernahme im erlernten Beruf!

Weg mit den Studiengebühren!

Unsere Schule, unsere Arbeit, unsere Uni! Nicht die der Banken und Konzerne!

Immer mehr Stress und Druck: Ständig Vergleichsarbeiten, Zentrale Abschlussprüfungen, Schulzeitverkürzung mit G8, Kopfnoten, Trainingsräume, überfüllte Klassen mit über 30 SchülerInnen, keine Demokratie an der Schule, Pauken statt Lernen, Konkurrenzkampf und Selektion.

Gleichzeitig fehlen vernünftige Schulkantinen oder es gibt teures, meist schlechtes Essen. Es fehlen vernünftige Aufenthaltsräume zum Erholen. Bücher, Kopien und Unterrichtsmaterial fehlen, sind veraltet oder kosten viel Geld. So manches Schulgebäude ist marode und kaputt. Die hohe Benachteiligung von Kindern aus Arbeiterfamilien, sowie von Kindern mit ausländischer Abstammung ist statistisch erwiesen. Immer mehr private Unternehmen nutzen den Geldmangel der Schulen aus und spielen sich als Sponsoren auf, nutzen ihr Geld um Werbung zu machen und Einfluss in der Schule zu gewinnen.

So geht das nicht weiter. Dagegen wollen wir uns wehren. Am Bildungssystem wurde konsequent gespart. Es wurden Druckmittel wie die Kopfnoten eingeführt, Demokratische Rechte der SV abgebaut und die Selektion beispielsweise durch die Schulzeitverkürzung verschärft. All dies nützt vor allem den Unternehmerverbänden, den Banken und Konzernen. Die Funktion liegt in der verschärften Auswahl für den Arbeitsmarkt, der Zerstörung demokratischen Bewusstseins und dem erhöhten Einfluss privater Unternehmen auf die Schule. Obendrein bleibt für die Wirtschaft mehr vom Steuergeld.

Nach der Schule wird es eng: Betriebliche Ausbildungsplätze fehlen. Studieren kostet. Für viele heißt das: Warteschleife, Praktika, verschwendete Lebenszeit, befristete Arbeit, Leih- und Zeitarbeit. Kein Geld, nur Kosten. Das ist auch der Grund für den Druck in der Schule.

Wir sind aber gegen noch höheren Notendruck, Willkür, Duckmäuserei und mehr Konkurrenzkampf unter den Schülerinnenn und Schülern. Wir sind für ein demokratisches Schulsystem und die Perspektive auf ein gutes Leben danach. Dafür gilt es zu kämpfen!

Hinein in deine SV!
Es kommt darauf an, dran zu bleiben. Es braucht schlagkräftige SVen, die den Austausch mit jeder Klasse und jedem Schüler herstellen. Wir brauchen Sven die bereit sind auch Widerstand gegen Schulleitung und Politik zu organisieren. Wenn SchulstreikaktivistInnen der Schule verwiesen werden, neue Straf- und Druckmittel eingeführt werden, wenn Klassen aus allen Nähten platzen, Demokratie eingeschränkt wird, es an Büchern, Kantine oder Erholungsraum fehlt, dann muss vor Ort gekämpft werden. Daher: Mach mit in deiner SV! Nix mit Kuschelkurs!

Hinein in deine Gewerkschaft!
Wer stark sein will muss sich organisieren. Gemeinsam mit den Kolleginnen und Kollegen Aktionen planen, kämpfen und auch feiern. Wer allein bleibt, hat schon verloren. Für Übernahme und gute Ausbildung müssen wir auf der Straße und im Betrieb kämpfen. Auch hier gilt: Mund aufmachen, sich nichts gefallen lassen! Unsichere oder keine Übernahme, Ausbeutung als Billigarbeitskraft, Willkür vom Chef, schlechte Ausbildungsmittel: Solange du Angst haben musst deine Ausbilung oder Übernahme zu verlieren ist es schwer sich zu wehren. Daher: Bleib nicht allein, werde Aktiv in deiner Gewerkschaft!

Aktionen, Demonstrationen in vielen Städten von NRW. In deiner nicht? Dann werde aktiv!

Mehr Infos unter www.sdaj-rheinland.de

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POSITION #5/2019

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