Kein Angebot für die Beschäftigten im Tarifvertrag der Länder

veröffentlicht am: 10 Nov, 2023

Rücken krumm? Tasche leer? TdL – danke sehr!

Außer Spesen nix gewesen

Das ist die Bilanz der ersten beiden Verhandlungsrunden um den Tarifvertrag der Länder. Der Arbeitgeberverband, die Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL), um ihren Verhandlungsführer Andreas Dressel hat an den bisher drei Verhandlungstagen die Forderung der Gewerkschaft abgelehnt und bisher kein Gegenangebot vorgelegt. Schon im Vorfeld hatte die TdL wochenlang Krokodilstränen darüber vergossen, wie viel die Forderungen der Beschäftigten kosten sollen. Statt eines Angebots glänzen die Arbeitgeber mit Frechheiten. So wollen sie auf jeden Fall einen Abschluss durchsetzen, der schlechter ist als im TVÖD von Anfang des Jahres. Das heißt: Aus ihrer Sicht sollen die Beschäftigten einen fetten Reallohnverlust hinnehmen!

 

Krise auf unsere Kosten

Dass für die Beschäftigten kein Geld da sein soll, ist eine dreiste Lüge. Derselbe Andreas Dressel, der die recht bescheidenen Forderungen in der Tarifrunde für unbezahlbar verkaufen will, hatte als Hamburger Finanzsenator kein Problem damit, ohne Ausschreibung 9 Millionen Euro für die Firma seines Parteifreunds Nico Lumma klarzumachen. Als Regierungspartei war es seine SPD, die 2022 zusammen mit Grünen und FDP sofort 100 Milliarden Euro für die Bundeswehr locker machen konnte. Die Pläne der Bundesregierung, die Kosten dafür bei der Bevölkerung wieder rauszuschlagen, scheinen Dressel und seine Amtskollegen bei der TdL mit dem größten Eifer umsetzen zu wollen.

 

Heraus zum Streik!

Die Gewerkschaften werden jetzt die einzig richtige Konsequenz ziehen und ab dieser Woche bundesweit zu Warnstreiks aufrufen. Eine andere Sprache verstehen die Arbeitgeber nicht. Wir sagen: Volle Solidarität mit den Beschäftigten! Geht zu den Streiks und unterstützt die Kolleginnen und Kollegen! Geht in die Gewerkschaften! Macht es wie die Beschäftigten im öffentlichen Dienst in Großbritannien und lasst euch nicht mehr länger gefallen, dass auf eure Kosten die Profite von Banken und Konzernen durch die Decke gehen!

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