Solidarität mit den Streikenden in Indien!

veröffentlicht am: 7 Dez, 2020

An die 250 Millionen Menschen folgten am vorletzten Donnerstag dem Aufruf der Gewerkschaftsverbände des Landes die Arbeit niederzulegen und sich an Protestaktionen zu beteiligen. Unterstützt wurde dieser Aufruf auch von zahlreichen Organisationen der Bauernschaft und sozialen Bewegungen. Allen voran die Kommunistischen Parteien – darunter die CPI (M) und die CPI – sorgten mit ihrer landesweiten Mobilisierung dafür, dass in einigen Bundesstaaten wie Kerala oder Odisha das öffentliche Leben nahezu vollständig stillstand.

Grund für dieses gewaltige Ereignis – der aktuell größte Generalstreik der Menschheitsgeschichte – war die sich erneut verschärfende arbeiter– und bauernfeindliche Politik der hindu-nationalistischen Regierung unter Premierminister Narendra Modi. Seit 2014 wurden unter Modi demokratische Rechte eingeschränkt und der reaktionäre Staatsumbau vorangetrieben. Damit einher gehen beständige Angriffe auf soziale Errungenschaften und ein aggressiver Sozialabbau im Sinne der Herrschenden.

Während Millionen Menschen während der Corona-Pandemie im Stich gelassen worden sind, soll es nun erneut Zugeständnisse an in- wie ausländische Konzerne geben. Darunter fallen eine Liberalisierung des Agrarmarkts, die Weiterführung von Privatisierungen und die Einschränkung von Arbeitsrechten. Die Streikenden verlangen nicht nur die Rücknahme dieser Beschlüsse, sondern fordern auch monatlich kostenlose Lebensmittelverteilungen und Auszahlungen an bedürftige Familien sowie die Erhöhung der Ausgaben für Renten, Gesundheit und Bildung.

Die von der hindu-nationalistischen BJP geführte Zentralregierung und die ihr jeweils loyal gesinnten Regionalregierungen reagierten auf den Generalstreik mit umfassenden Repressionen. Proteste wurden verboten, Aktivisten verhaftet und auf Kundgebungen und Demonstrationen gingen Sicherheitskräfte brutal gegen die Streikenden vor. Trotz der staatlichen Gewalt gelang es den Herrschenden nicht die Protestwelle einzudämmen und den Druck auf der Straße zu brechen.

SDAJ Aachen
SDAJ Augsburg
SDAJ Bamberg
SDAJ Barsbüttel
SDAJ Berlin
SDAJ Blankenfelde-Mahlow
SDAJ Bochum
SDAJ Bonn
SDAJ Bremen-Oldenburg
SDAJ Cottbus
SDAJ Dresden
SDAJ Düsseldorf
SDAJ Essen
SDAJ Frankenberg
SDAJ Frankfurt
SDAJ Freiburg
SDAJ Gießen
SDAJ Göttingen
SDAJ Hamburg
SDAJ Hannover
SDAJ Karlsruhe
SDAJ Kassel
SDAJ Kiel
SDAJ Köln
SDAJ Landau
SDAJ Leipzig
SDAJ Limburg-Weilburg
SDAJ Lübeck Süd/Ost-Holstein
SDAJ Mainz
SDAJ Mannheim
SDAJ Marburg
SDAJ Mu?nster
SDAJ München
SDAJ Neumarkt
SDAJ Neuss
SDAJ Nürnberg
SDAJ Osnabrück
SDAJ Ostwestfalen-Lippe
SDAJ Rostock
SDAJ Schwerin
SDAJ Siegen
SDAJ Solingen
SDAJ Stralsund
SDAJ Stuttgart
SDAJ Trier
SDAJ Tübingen
SDAJ Ulm
SDAJ Witten
SDAJ Würzburg

POSITION #5/2019

mehr zum Thema

Solidarität mit den Berliner Krankenhausstreiks!

Solidarität mit den Berliner Krankenhausstreiks!

Seit Donnerstag, dem 9. September befinden sich Beschäftigte der Berliner Charité und des Vivantes-Konzerns im unbefristeten Streik. Sie kämpfen für einen Entlastungstarifvertrag, an der Charité ist das nach 2015 der zweite Anlauf. Im befristeten Streik sind außerdem...

mehr lesen
Unserer Genossin Tamara zum Todestag

Unserer Genossin Tamara zum Todestag

In einem Brief vom 30. Oktober 1962, während der sog. Oktoberkrise schreibt sie aus Havanna an ihre Eltern Nadja und Erich Bunke in Berlin/DDR: »Liebe compañeritos Mama und Papa! Bestimmt seid Ihr wieder sehr beunruhigt; ja, jetzt sieht es auch wirklich ernst aus ...,...

mehr lesen
Kabul ist gefallen – ein Erbe des Imperialismus!

Kabul ist gefallen – ein Erbe des Imperialismus!

Die afghanische Hauptstadt Kabul ist in den vergangenen Stunden kampflos an die islamistischen Taliban gefallen - der Tiefpunkt imperialistischer Politik der Region. Die afghanische Armee (ANA) konnte, ohne die Schützenhilfe westlicher Verbände, den Vormarsch nicht...

mehr lesen
× Schreib uns!