Solidarität in Zeiten der Pandemie

veröffentlicht am: 1 Apr, 2020

Der Virus „Covid-19“ und die damit verbundenen Maßnahmen nehmen Ausmaße an, die viele von uns sich vor einigen Wochen noch nicht hätten vorstellen können. Gerade jetzt müssen wir solidarisch zusammenhalten und da gemeinsam durch!

Was heißt das aber konkret?

Zunächst einmal kann man in seinem Umfeld aktiv werden, beispielsweise durch die Organisation von Nachbarschaftshilfe, sodass man Menschen aus Risikogruppen mit alltäglichen Aufgaben wie Einkaufen, Botengänge und Ähnlichem unter die Arme greift. Das ist notwendig, da sich der Staat offensichtlich nicht verantwortlich fühlt. Auf der einen Seite macht er Milliarden für die Konzerne locker, auf der anderen Seite nichts für die Risikogruppen oder für die, die nicht zu den reichen Wenigen zählen, jedoch nichts. Keine Versorgung, kein Interesse, keine Hilfe an und für der Mehrheit der Bevölkerung. Deshalb tut die Solidarität mit unseren Nachbarn Not! Das sollte aber nicht isoliert passieren, sondern das sollte organisiert werden. Denn: Je mehr mitmachen, desto größer ist der Kreis an Menschen, denen geholfen werden kann!

Doch auch SchülerInnen sind von der Schließung der Schulen und dem damit verbundenen Druck den Stoff zuhause selbst zu lernen betroffen. Oftmals werden Aufgaben willkürlich verteilt, es ist unfassbar viel und für den/die Einzelne/n kaum zu schaffen. Lasst euch gegenseitig nicht allein! Ihr Alle habt Aufgaben aufbekommen, ihr alle kämpft vielleicht mit ähnlichen Problemen, gerade wenn ihr nicht zu denen gehört, die sich regelmäßig teure Nachhilfe leisten könnt. Vor zukünftig anstehenden Prüfungen, aber auch sonst lohnt es sich für euch gemeinsame Lerngruppen zu bilden (über Whatsapp, Skype, Discord, was auch immer ihr am liebsten habt.). Helft euch untereinander- Da kann das Geschichts-Ass die Nachkriegszeit erklären und der Mathe-Profi im Gegenzug Integrale- und Allen ist geholfen.

Wenn jetzt aber grad keine Prüfungen anstehen könnt ihr auch gemeinsam darüber nachdenken gegebenenfalls ein Übermaß an Aufgaben zu boykottieren. Mit dem Pensum, das viele Schulen ihren SchülerInnen abfordern kommt man als normaler Mensch ohnehin kaum klar, geschweige denn ohne irgendwelche Hilfestellungen. Es ist die Aufgabe der Schulen euch zu unterrichten, also auch weiterhin Unterricht, aktuell bspw. in digitaler Form stattfinden zu lassen. Wenn das Bildungssystem in Deutschland seinen Aufgaben nicht nachkommt, warum müsst ihr es dann tun? Was sollen die den großartig tun wenn ihr die Aufgaben nicht macht? Wichtig ist zusammenzuhalten, dann kann euch Keiner was!

Aber warum ist die Situation eigentlich so beschissen?

Primär weil Alles, was uns eigentlich nützen sollte massiv unterfinanziert wurden! Ob Krankenhäuser, Schulen, Universitäten- Überall fehlt es an Geld. Teils findet kein digitaler Unterricht statt, dort wo er stattfindet sind wiederum oft die Server überlastet, teils die Programme kostenpflichtig und so weiter. Und auch ein Computer steht oft nicht selbstverständlich zur Verfügung, gerade wenn auch die Eltern im Homeoffice sind. Wir sehen: Wie gut nachgearbeitet werden kann ist letztlich auch eine Kostenfrage- die einen können sich Nachhilfe, zusätzliche Materialien und Programme leisten, viele aber halt nicht. Das führt zu einem massiven Gefälle- mal wieder zwischen Arm und Reich, gerade auch während der Zeit des digitalen Unterrichts. Während also unsere Zukunft den Herrschenden mal wieder keinen müden Cent wert ist, werden die Unternehmen in diesem Land mit Endloskrediten, Fördermaßnahmen- und Geldern geradezu zugeschüttet! Das zeigt doch wo in diesem Land die Prioritäten liegen!
Rechteabbau und Überwachung, der Beschluss der Weiterführung von Kriegseinsätzen, Vorbereitungsmaßnahmen auf die Höhepunkte der Wirtschaftskrise- das Alles passiert im Schatten der Corona-Krise!
Wo Geld für die Unternehmen, Banken und Konzerne zusammengeschafft wird, wird es bei uns genommen! Freiwillig werden uns Politik und Wirtschaft nichts zurückgeben, also lasst uns aufpassen, was gerade passiert- Wir werden uns das Alles zurückholen müssen!
Also zeigen wir, dass wir auch in diesen Zeiten solidarisch sein können und wollen! Halten wir Kontakt, passen wir auf, organisieren wir uns und bleiben auch organisiert!

Wenn die Herrschenden offensichtlich nicht auf unserer Seite sind, müssen wir uns selbst und gegenseitig helfen!
Unsere Zukunft, unsere Solidarität statt ihre Profite!

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POSITION #5/2019

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