Solierklärung der SDAJ mit den beschäftigten der Systemgastronomie

veröffentlicht am: 12 Nov, 2014

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

Wir wünschen euch viel Kraft und Ausdauer im Tarifstreit mit dem Arbeitgeberverband BdS. Eure Forderungen sind in unserem Augen mehr als berechtigt!

Zum einen ist es immer richtig dafür zu kämpfen, dass die Gewinne in die Taschen von denen fließen, die diese Gewinne erarbeitet haben. Das sind nicht die Anteilseigner der McDonalds Inc., oder der Autobahn Tank und Rast GmbH sondern das seid ihr!

Außerdem geht es um die Verteidigung des Mindestlohns. Seit Jahren haben wir in Gewerkschaften um einen Mindestlohn gekämpft und herausgekommen ist ein mehr als unbefriedigendes Ergebnis. Durch massig Ausnahmeregelungen ist der Mindestlohn eher ein Schweizer Käse als eine Runde Sache. Und auch das, was am Ende rauskommt ist eher ein Armuts- als ein Mindestlohn. Und trotzdem soll sogar dass noch durch Beschneidung der Weihnachts- und Urlaubsstandards weiter verschlechtert werden. Euer Kampf wird also wegweisend sein für alle die den gesetzlichen Mindestlohn als Fortschritt brauchen.

In der Systemgastronomie sind die Arbeitsbedingen besonders Prekär. Betroffen sind oft Frauen, MigrantInnen und sehr junge ArbeitnehmerInnen (SchülerInnen und Studierende) die wenig Erfahrung im führen von Arbeitskämpfen haben und deswegen die ärmsten Schichten unserer Gesellschaft bilden. Dem könnt ihr jetzt etwas entgegn setzen und für Kampferfahrung und –erfolge sorgen.

Für Erfolge in euren Kämpfen ist eine Organisierung überaus Notwendig! Also werden so schnell wie möglich Mitglied in eurer Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG). Denn gemeinsam kämpft es sich besser und erfolgreicher! So wird auch eine Austragung des Konflikts einfacher. Signalisiert eure Streikbereitschaft, sonst werden sich die Arbeitgeber durchsetzen!

Die Arbeitgeber haben keinen Grund zu Jammern sie machen durch eure Arbeit dicke Profite. Allein im Jahr 2012 machten die 10 größten Systemgastronomen in Deutschland mehr als 6,6 Milliarden Umsatz. Geld ist also genug da, die Frage ist nur wer es kriegt.

 

– Für die Durchsetzung des Mindestlohns ohne Abstriche!

– Für die Beibehaltung des Tarifgitters der Lohngruppen!

– Stopp der Benachteiligung der KollegInnen in den neuen Bundesländern!

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