Rostock: „An alle Fahrgäste!“

veröffentlicht am: 8 Jul, 2011

Egal ob SchülerIn, Azubi, ArbeiterIn oder ArbeitsloseR, fast alle sind wir auf die öffentlichen Verkehrsmittel der Stadt Rostock und der näheren Umgebung angewiesen, um zur Arbeit, zum Amt oder zur Party zu fahren. Doch nun schon das dritte Mal innerhalb von vier Jahren erdreistete sich die RSAG, die Fahrpreise massiv zu erhöhen und Tickets, wie das Kurzstreckenticket, abzuschaffen. Stillschweigend wurde dies bisher hingenommen, Murren und Meckern allein bringt nicht viel – das dachten wir uns und haben am Donnerstag Nachmittag auf den Weg gemacht um eine Transpiaktion zu starten um der Öffentlichkeit mitzuteilen, was wir fordern.

Am Betriebsbahnhof Rostock der RSAG und an einer vielbefahrenden Straße befestigten wir ein Transpi mit der Losung „Lohnerhöhung statt Fahrpreiserhöhung“ – es soll dabei nicht nur gezeigt werden, dass uns immer mehr aus der Tasche gezogen wird, sondern auch Arbeitsbedingungen generell immer mieser werden und wir uns mit dem Beförderungspersonal solidarisieren.

Bei der Haltestelle Marienehe, einem Knotenpunkt zwischen Straßenbahn und S-Bahn, befindet sich ebenfalls ein Depot für Straßenbahnen, wo wir ein weiteres Transpi mit der Forderung „Kostenloser Nahverkehr!“ aufhängten.

Doch nicht nur unsere beiden SDAJ-Transparente wurde in der Stadt präsentiert. Wir verteilten ebenfalls unseren dazugehörigen Flyer, in dem positive Beispiele genannt werden, in welchen Städten der Öffentliche Nahverkehr kostenlos gestaltet wurde (da es sich bei einigen um mehrjährige Pilotprojekte handelte) bzw. wird und welche positiven Effekte damit erzielt wurden. Weiterhin wurden dargestellt, inwieweit sich die Preise teilweise erhöht haben, dass u.a. Personen, die HartzIV beziehen, mit ihrem Budget, das für die Inanspruchnahme vom Öffentlichen Nahverkehr vorgegeben ist (22,78€) bei Weitem nicht damit zurechtkommen können, wenn eine Monatskarte 38,00€ kostet.

Jedoch prangerten wir nicht nur die unverschämten Fahrpreise an, sondern auch die immer mehr werdende Bundeswehrwerbung in den Zügen der RSAG. So wird der Bundeswehr Werbefläche angeboten, mit deren Hilfe sie sich versuchen, als cooler und vor allem normaler Arbeitgeber zu gebärden. Diese schleichende Militarisierung der Bevölkerung muss ein Ende finden! Rekrutiert doch die Bundeswehr mehrheitlich junge Leute aus dem Osten der BRD für ihre Zwecke, da oftmals bei uns Perspektiv- und Arbeitslosigkeit herrschen.

Wir werden weiterhin Missstände aufdecken und versuchen, die Rostocker Jugend und Bevölkerung für diese zu sensibilisieren.

SDAJ Aachen
SDAJ Augsburg
SDAJ Barsbüttel
SDAJ Berlin
SDAJ Bochum
SDAJ Bonn
SDAJ Bremen-Oldenburg
SDAJ Cottbus
SDAJ Dresden
SDAJ Düsseldorf
SDAJ Essen
SDAJ Frankfurt
SDAJ Göttingen
SDAJ Hamburg
SDAJ Hannover
SDAJ Kassel
SDAJ Kiel
SDAJ Köln
SDAJ Landau
SDAJ Leipzig
SDAJ Limburg-Weilburg
SDAJ Lübeck Süd/Ost-Holstein
SDAJ Mainz
SDAJ Mannheim
SDAJ Marburg
SDAJ München
SDAJ Neumarkt
SDAJ Neuss
SDAJ Nürnberg
SDAJ Osnabrück
SDAJ Ostwestfalen-Lippe
SDAJ Rostock
SDAJ Schwerin
SDAJ Siegen
SDAJ Solingen
SDAJ Stuttgart
SDAJ Trier
SDAJ Tübingen
SDAJ Ulm
SDAJ Witten
SDAJ Würzburg

POSITION #5/2019

mehr zum Thema

Unsere neue Kampagne

Unsere neue Kampagne

Am Pfingstwochenende gab es bundesweit Aktionen zum Thema #GesundheitStattProfite, unserer neuen Kurzkampagne, zu welcher wir auch die kommenden Wochen noch aktiv sein werden. Mit Aktionen wie #GesundheitGehtBaden wollten wir Aufmerksam darauf machen, in was für einem...

mehr lesen
Pfingstcamps fallen coronabedingt aus

Pfingstcamps fallen coronabedingt aus

Nachdem wir letztes Jahr an Pfingsten unser Festival der Jugend in Köln veranstaltet haben, sollten dieses Wochenende eigentlich unsere vier regionalen Pfingstcamps stattfinden. Dort hätten uns Musik, Workshops, Vorträge, Kreatives, Sport und vor allem ganz ganz viel...

mehr lesen
SDAJ in Aktion – München

SDAJ in Aktion – München

Dieses Jahr jährt sich am 8. Mai die Befreiung der Welt vom deutschen Faschismus zum 75. Mal. Ein Grund für uns zu feiern und der Roten Armee für ihren besonderen Verdienst daran zu danken. Doch auch um zu zeigen, wohin der Kapitalismus in seiner brutalsten Ausprägung...

mehr lesen