Stapel Scheine statt  »Starke Schiene« – Onkel Lutz gönnt sich

veröffentlicht am: 15 Apr, 2023

Liebe Kollegen, es war einmal ein Bahnchef namens Onkel Lutz. Der sagte grinsend auf einem Fototermin an irgendeinem kaputtgesparten Konzernstandort:

„Bei der Deutschen Bahn sind wir eine Familie.“

Hach, wie schön das klingt! Leider quält sich die Masse seiner Sippe mit der durch Corona und den Ukraine-Krieg angestiegenen Inflation – sollen sie lieber an der Heizung, Miete oder beim Einkauf sparen?

Onkel Lutz grinst verständnisvoll, denn er schien 2022 auch nicht zu wissen, ob und wie er sich sein Leben leisten soll. Deshalb haben der Vorstand und er sich drauf geeinigt, dass sie sich belohnen mit Millionen für ihre harte Arbeit: „Alte Gleise, Baustellen, mehr Reisende: Im vergangenen Jahr war die Deutsche Bahn im Fernverkehr so unpünktlich wie seit mehr als zehn Jahren nicht.“ (Spiegel)

Eine bemerkenswerte Leistung! Natürlich kein Wunder, denn es fehlt überall bei der Infrastruktur an Investitionen, bei den Beschäftigten an Bezahlung. Ohweia! Da hilft Humor, denken sich Onkel Lutz und seine Klassenbrüder vom Vorstand: Kennt ihr schon den Witz der aktuellen Tarifrunde? „Fünf Prozent Lohnerhöhung auf 27 Monate Laufzeit“. Ha. Ha. Ha.

Es bleibt einfach wenig übrig nach den 2,24 Millionen für Lutz, 1,41 Millionen für Onkel Huber oder den 1,39 für Tante Seiler.

Kollegen, wie ihr seht, denken Onkel Lutz und seine paar Geschwister nicht an die „Starke Schiene“ für alle, sondern an große Stapel Scheine für sich — auf Kosten der Beschäftigten, der Fahrgäste und der Steuerzahler.

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