Lügen in Zeiten des Krieges.

veröffentlicht am: 13 Jan, 2009

Krieg im Gaza StreifenVOR FAST 70 Jahren wurde während des zweiten Weltkriegs in Leningrad ein abscheuliches Verbrechen begangen. Länger als tausend Tage hielt eine Gang von Extremisten, die „Rote Armee“ genannt wurde, Millionen von Einwohnern der Stadt als Geiseln und provozierte aus den Bevölkerungszentren heraus die deutsche Wehrmacht zu Vergeltungsschlägen. Die Deutschen hatten keine andere Möglichkeit, als die Bevölkerung zu bombardieren und sie einer totalen Blockade auszusetzen, was den Tod von Hunderttausenden verursachte.
Nicht lange zuvor wurde in England ein ähnliches Verbrechen begangen. Die Churchillbande versteckte sich inmitten der Londoner Bevölkerung und missbrauchte Millionen von Bürgern als menschliche Schutzschilde. Die Deutschen waren so gezwungen, ihre Luftwaffe zu schicken und die Stadt widerwillig in Schutt und Asche zu legen.

Dies ist die Darstellung, die jetzt in den Geschichtsbüchern stünde – wenn die Deutschen den Krieg gewonnen hätten.
Absurd? Nicht absurder als die täglichen Schilderungen unserer Medien, die bis zum Gehtnichtmehr wiederholt werden: die Hamas-Terroristen halten die Bewohner des Gazastreifen als „Geiseln“ und benützen die Frauen und Kinder als „menschliche Schutzschilde“, sie lassen uns keine andere Wahl, als massive Bombardements durchzuführen, in denen zu unserm großen Bedauern Tausende von Frauen, Kinder und unbewaffneten Männer verletzt oder getötet werden.

IN DIESEM KRIEG – wie in allen modernen Kriegen – spielt die Propaganda eine große Rolle. Das reale Kräfteverhältnis zwischen der israelischen Armee mit ihren Kampfflugzeugen, Drohnen (unbemannte Flugmaschinen), Kriegsschiffen, Panzern, ihrer Artillerie einerseits und den paar Tausend leicht bewaffneten Hamaskämpfer ist 1.000:1, wenn nicht sogar 1.000.000:1. Auf der politischen Ebene ist der Unterschied sogar noch größer. Aber im Propagandakrieg ist der Unterschied grenzenlos.
Fast alle westlichen Medien wiederholten anfangs die offizielle israelische Propaganda. Sie ignorierten fast völlig die palästinensische Seite der Geschichte, von den täglichen Demonstrationen des israelischen Friedenslagers ganz zu schweigen. Die Argumentation der israelischen Regierung („Der Staat muss seine Bürger gegen die Qassam-Raketen schützen“) wurde als die reine Wahrheit akzeptiert. Die Sicht der anderen Seite, dass die Qassams nämlich nur eine Antwort auf die Belagerung seien, die anderthalb Millionen Menschen im Gazastreifen aushungert, wurde überhaupt nicht erwähnt.
Erst als die schrecklichen Szenen aus dem Gazastreifen auf den westlichen Bildschirmen zu erscheinen begannen, fing die öffentliche Meinung der Welt an, sich allmählich zu verändern.

Die westlichen und israelischen Fernsehkanäle zeigten zwar nur einen winzigen Teil des entsetzlichen Geschehens, das jeden Tag 24 Stunden lang auf dem arabischen Aljazeera-Kanal zu sehen ist, aber ein Bild eines toten Babys in den Armen seines in Angst und Schrecken versetzten Vaters ist mächtiger als tausend elegant formulierte Sätze des israelischen Armeesprechers. Und das ist letztendlich entscheidend.

Der Krieg – jeder Krieg – ist ein Lügenreich. Ob dies nun Propaganda oder psychologische Kriegsführung genannt wird, jeder akzeptiert, dass es richtig ist, für sein Land zu lügen. Jeder, der die Wahrheit sagt, riskiert, als Verräter gebrandmarkt zu werden.
Das Problem ist, dass Propaganda zuerst und vor allem den Propagandisten selbst überzeugt. Und nachdem man sich selbst davon überzeugt hat, dass die Lüge die Wahrheit und die Verfälschung die Realität ist, kann man keine vernünftigen Entscheidungen mehr treffen.

Ein Beispiel für diesen Prozess lieferte die bis jetzt erschreckendste Gräueltat dieses Krieges: das Beschießen der UN-Fakhura-Schule im Jabaliya-Flüchtlingslager.
Kurz nachdem dieser Vorfall weltweit bekannt wurde, „enthüllte“ die Armee, dass Hamaskämpfer von einem Vorplatz der Schule aus Mörsergranaten abgeschossen hätten. Als Beweis veröffentlichte man eine Luftaufnahme, auf der tatsächlich die Schule und der Mörser zu sehen waren. Aber innerhalb kurzer Zeit musste der offizielle Armeelügner zugeben, dass das Photo über ein Jahr alt war. Eine Fälschung also.
Später behauptete der offizielle Lügner, dass „unsere Soldaten aus dem Inneren der Schule beschossen worden“ seien. Aber kaum einen Tag später musste die Armee dem UN-Personal gegenüber zugeben, dass auch dies eine Lüge gewesen war. Keiner hatte aus der Schule geschossen, keine Hamaskämpfer waren in der Schule, die voll verängstigter Flüchtlinge steckte.

Aber das Eingeständnis wurde kaum mehr wahrgenommen. Zu diesem Zeitpunkt war die israelische Öffentlichkeit vollkommen davon überzeugt, dass „aus der Schule geschossen worden war“, und Fernsehsprecher zitierten dies als einfache Tatsache.
Genau so ging es mit den anderen Gräueltaten. Jedes Baby wurde durch seinen Tod zu einem Hamas-Terroristen. Jede zerbombte Moschee wurde sofort zu einer Hamasbasis; jedes Wohngebäude ein Waffenversteck; jede Schule ein Terrorkommandoposten; jedes zivile Regierungsgebäude ein „Herrschaftssymbol der Hamas“. Auf diese Weise blieb die israelische Armee die „moralischste Armee der Welt“.

DIE WAHRHEIT ist, dass die Gräueltaten eine direkte Folge des Kriegsplanes sind. Dies wirft ein Licht auf die Persönlichkeit Ehud Baraks – eines Mannes, dessen Denk- und Handlungsweisen ein klarer Beweis für das sind, was „moralische Unzurechnungsfähigkeit“ genannt wird, eine soziopathische Funktionsstörung.
Das wirkliche Ziel (abgesehen davon, mehr Sitze bei den kommenden Wahlen zu gewinnen) ist die Beendigung der Hamasherrschaft im Gazastreifen. In der Vorstellung der Kriegsplaner ist die Hamas ein Eindringling, der ein fremdes Land unter seine Kontrolle gebracht hat. Die Wirklichkeit sieht natürlich ganz anders aus.
Die Hamasbewegung hat bei den völlig demokratischen Wahlen, die 2006 in der Westbank, in Ostjerusalem und im Gazastreifen stattgefunden haben, die Mehrheit der Stimmen gewonnen. Sie gewann, weil die Palästinenser zu dem Schluss gekommen waren, dass das friedliche Herangehensweise der Fatah bei Israel nichts erreichte – weder den Stopp des Siedlungsbaus noch die Freilassung der Gefangenen noch irgendeinen bedeutsamen Schritt in Richtung eines Endes der Besatzung oder der Schaffung des palästinensischen Staates. Die Hamas ist tief in der Bevölkerung verwurzelt – nicht nur als Widerstandsbewegung, die den fremden Besatzer bekämpft so wie einst die (jüdische) Irgun und die Sterngruppe, sondern auch als eine politische und religiöse Körperschaft, die auf sozialem, schulischem und medizinischem Gebiet aktiv ist.
Vom Standpunkt der Bevölkerung sind die Hamaskämpfer keine Fremdkörper, sondern die Söhne einer jeden Familie im Gazastreifen wie in den anderen palästinensischen Gebieten. Sie verstecken sich nicht „inmitten der Bevölkerung“, die Bevölkerung sieht sie als ihre einzigen Verteidiger an.

Deshalb basiert die ganze Operation auf irrigen Annahmen. Das Leben in eine Hölle zu verwandeln, wird die Bevölkerung nicht dazu bringen, sich gegen die Hamas zu erheben, sondern das Gegenteil erreichen: sie vereinigt sich hinter der Hamas und stärkt deren Entschlossenheit, sich nicht zu ergeben. Die Einwohner Leningrads haben sich nicht gegen Stalin erhoben, so wenig wie die von London gegen Churchill.
Wer den Befehl zu solch einem Krieg mit solchen Methoden in einem dicht bevölkerten Gebiet gibt, weiß, dass das ein entsetzliches Gemetzel unter der Zivilbevölkerung anrichten wird. Anscheinend hat ihm dies nichts ausgemacht. Oder er glaubte, „sie werden ihr Verhalten ändern“ und „es wird sie entmutigen“, so dass sie künftig Israel nicht mehr zu widerstehen wagen würden.

Eine Hauptsache für die Kriegsplaner war, die Verluste unter den eigenen Soldaten so gering wie möglich zu halten, da sie wussten, dass die Stimmung eines großen Teils der Pro-Krieg-Öffentlichkeit umschlagen würde, sobald Berichte über eigene Todesopfer kommen. So war es beim ersten und zweiten Libanonkrieg.
Diese Überlegung spielte eine besonders wichtige Rolle, weil der ganze Krieg ein Teil der Wahlkampagne ist. Ehud Barak, der bei den Umfragen in den ersten Kriegstagen hinzugewann, wusste, dass seine Werte fallen würden, sobald Bilder mit toten Soldaten die Fernsehschirme füllen.
Deshalb wurde eine neue Doktrin angewandt: um Verluste unter unseren Soldaten zu vermeiden, müsse alles, was ihnen im Weg steht, total zerstört werden. Die Planer waren also nicht nur bereit, 80 Palästinenser zu töten, um einen israelischen Soldaten zu retten, wie schon geschehen, sondern auch 800. Die Vermeidung von Verlusten auf unserer Seite ist der vordringlichste Befehl, der Rekordzahlen von zivilen Toten auf der andern Seite verursacht.
Dies bedeutet die bewusste Entscheidung für eine besonders grausame Kriegsführung – und das war ihre Achillesferse.

Eine Person ohne Phantasie wie Barak (sein Wahlslogan: „Nicht ein netter Kerl, sondern ein Führer“) kann sich nicht vorstellen, wie anständige Leute rund um den Globus auf solche Aktionen reagieren wie die Tötung ganzer Großfamilien, die Zerstörung der Häuser über den Köpfen ihrer Bewohner, wie sie reagieren auf die Reihen von Jungen und Mädchen in Leichensäcken, auf die Berichte über Menschen, die tagelang zu Tode verbluten, weil die Krankenwagen nicht zu ihnen durchgelassen werden, auf das Töten von Ärzten und Sanitätern, die auf dem Weg sind, Leben zu retten, auf Berichte über das Erschießen von UN-Fahrern, die Lebensmittel bringen. Die Fotos aus den Krankenhäusern mit den Toten, Sterbenden und Verletzten, die aus Platzmangel alle zusammen auf dem Fußboden liegen, haben die Welt erschüttert. Kein Argument hat die Kraft des Bildes von einem verwundeten kleinen Mädchen, das dort auf dem Boden liegt, sich vor Schmerzen krümmt und „Mama! Mama“! schreit.
Die Kriegsplaner dachten, sie könnten die Welt daran hindern, solche Bilder zu sehen, wenn sie die Presse gewaltsam davon abhalten, zum Schauplatz der Kämpfe zu gelangen. Die israelischen Journalisten waren zu ihrer Schande damit einverstanden, die Berichte und Fotos zu bringen, die sie vom Armeesprecher erhalten, als ob dies authentische Nachrichten wären, während sie selbst meilenweit von den Ereignissen entfernt blieben. Ausländische Journalisten wurden gar nicht erst zugelassen, bis sie protestierten und dann zu kurzen Trips in ausgewählten und überwachten Gruppen mitgenommen wurden. Aber in einem modernen Krieg kann eine solch sterile und fabrizierte Sicht nicht vollständig alle anderen Sichtweisen ausschließen: die Kameras sind im Gazastreifen, inmitten der Hölle, und können nicht kontrolliert werden. Der arabische Sender Aljazeera bringt die Bilder rund um die Uhr und erreicht jedes Haus.

DIE SCHLACHT um den Fernsehschirm ist eine der entscheidenden Schlachten des Krieges.
Hunderte Millionen Araber von Mauretanien bis zum Irak, mehr als eine Milliarde Muslime von Nigeria bis Indonesien sehen diese Bilder und sind geschockt. Dies hat eine große Auswirkung auf den Krieg. Viele der Fernsehzuschauer sehen in den Herrschern Ägyptens, Jordanien und der Palästinensischen Behörde Kollaborateure Israels bei der Ausübung dieser Gräueltaten gegen ihre palästinensischen Brüder.

Die Sicherheitsdienste der arabischen Regime registrieren eine gefährliche Unruhe in der Bevölkerung. Hosni Mubarak, der exponierteste arabische Politiker, da er den Rafah-Grenzübergang angesichts verängstigter Flüchtlinge schloss, begann Druck auf die Entscheidungsträger in Washington auszuüben, die bis dahin alle Aufrufe zu einer Feuerpause blockiert hatten. Diese begriffen allmählich die Gefahr für die amerikanischen Interessen in der arabischen Welt und veränderten plötzlich ihre Haltung, was unter den selbstzufriedenen israelischen Diplomaten Bestürzung hervorrief.

Leute mit moralischer Unzurechnungsfähigkeit können die Motive normaler Menschen nicht verstehen und müssen ihre Reaktionen erraten. „Wie viele Divisionen hat der Papst?“, spottete Stalin. „Wie viele Divisionen haben die Menschen mit Gewissen?“ mag Ehud Barak nun wohl fragen.
Wie sich herausstellt, haben sie einige. Nicht sehr viele. Und sie reagieren auch nicht sehr schnell. Sie sind auch nicht stark und gut organisiert. Aber in einem bestimmten Moment, wenn die Gräueltaten überhand nehmen und die Massen der protestierenden Demonstranten zusammenkommen, kann dies einen Krieg entscheiden.

DAS VERSAGEN, das Wesen der Hamas zu begreifen, hat auch ein weiteres Versagen verursacht, nämlich die voraussagbaren Folgen zu verstehen: Nicht nur kann Israel den Krieg nicht gewinnen – Hamas kann ihn auch nicht verlieren.
Selbst wenn es der israelischen Armee gelänge, jeden Hamaskämpfer bis zum letzten Mann zu töten, selbst dann würde die Hamas siegen. Die Hamaskämpfer würden als Vorbilder der arabische Nation verstanden, als die Helden des palästinensischen Volkes, als Ideale, denen jeder junge Mensch in der arabischen Welt nachzueifern bestrebt ist. Die Westbank würde wie eine reife Frucht in die Hände der Hamas fallen. Die Fatah würde in einem Meer der Verachtung untergehen, die arabischen Regime wären in Gefahr zusammenzubrechen.

Und falls die Hamas den Krieg übersteht, blutend aber unbezwungen – angesichts einer so mächtigen Militärmaschine wie der israelischen –, dann wird dies wie ein phantastischer Sieg aussehen, ein Sieg des Geistes über die Materie.

In das Bewusstsein der Welt aber wird sich ein Bild von Israel als blutrünstigem Monster einprägen, eines Monsters, das bereit ist, jeden Augenblick Kriegsverbrechen zu begehen, und keinerlei moralische Skrupel kennt. Dies wird schwerwiegende Folgen für unsere weitere Zukunft haben, für unsere Position in der Welt und für unsere Chance, Frieden und Ruhe zu erlangen.

Am Ende ist dieser Krieg auch ein Verbrechen gegen uns selbst, ein Verbrechen gegen den Staat Israel.

Dieser Text erschien in der Tageszeitung Junge Welt, am 13. Januar 2009. Wir dokumentieren ihn.
Uri Avnery ist Mitbegründer des israelischen Friedensblocks Gush Shalom. Vollständige Fassung seines Artikels: www.uri-avnery.de.
Übersetzung aus dem Englischen: Ellen Rohlfs und Christoph Glanz

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