Arbeiterjugendpolitik

veröffentlicht am: 10 Dez, 2008

Für ein Ausbildungsplatzgesetz
Die Unternehmer versprechen jedes Jahr mehr Ausbildungsplätze, aber es wurden in den letzten Jahren 15% aller Ausbildungsplätze vernichtet. Jedes Jahr erhalten Zehntausende keine Lehrstelle und der Bedarf steigt weiter an. Die Unternehmer wollen ihre Fachkräfte fertig bereitgestellt bekommen und kein Geld mehr für Ausbildung ausgeben. Dies ist ganz in ihrem Profitinteresse, schon heute werden 60% der Ausbildungskosten vom Staat bezahlt.
Wir setzen uns ein für ein Lehrstellengesetz, daß die Unternehmer zwingt, Ausbildungsplätze zu schaffen und die Übernahme im erlernten Beruf zu garantieren.
Das allein reicht aber nicht aus, deshalb treten wir für eine umfangreiche Arbeitszeitverkürzung ein und fordern die 30h-Woche für mehr Arbeitsplätze und das grundsätzliche Recht auf Arbeit und Ausbildung.
Die SDAJ fordert ein Ausbildungsplatzgesetz:

  • Jeder Jugendliche hat ein Recht auf einen Ausbildungsplatz
  • Jeder Betrieb muß 10% der Arbeitsplätze als Ausbildungsplätze zur Verfügung stellen
  • Wer nicht ausbildet muß zahlen! Gezahlt wird in einen Ausbildungsfond, aus dem neue Lehrstellen finanziert werden.
  • Das Recht auf eine unbefristete Übernahme im erlernten Beruf wird garantiert.
  • Quotierte Vergabe von Lehrstellen an Mädchen entsprechen den Bewerbungen
  • Keine Diskriminierung von Jugendlichen ausländischer Herkunft
  • Keine Diskriminierung von Behinderten
  • Erhöhung der Auszubildendenvergütung, damit ein eigenständiges Leben möglich ist
  • Breite Grundausbildung und Erhalt des dualen Systems

Kontakt zur AG Arbeiterjugendpolitik: ajp_at_sdaj.org

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POSITION #5/2019

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