„The iconic Tank Killer“ – Über die Geschichte von Dynamit Nobel Defence GmbH

veröffentlicht am: 12 Okt., 2024

Wenn wir an Rüstungskonzerne denken, kommen einem sofort die ganz großen Namen in den Kopf: Rheinmetall, KMW oder Thyssen-Krupp. Doch die deutsche Rüstungsindustrie ist mehr als nur diese großen Namen. Im beschaulichen Städtchen Burbach im Kreis Siegen- Wittgenstein befindet sich eine „kleinere“ Waffenschmiede: Dynamit Nobel Defence GmBH, oder kurz DND.

Begonnen haben sie ihr mörderisches Geschäft bereits im ersten und zweiten Weltkrieg (damals noch als Dynamit AG), wo sie als Chemie- und Rüstungsunternehmen mit Sprengstoffen das große Geschäft machten. Und – wie bei deutschen Unternehmen zur damaligen Zeit üblich – setzte auch die Dynamit AG auf Zwangsarbeit durch Kriegsgefangene des deutschen Faschismus. Die Dynamit AG profitierte also schon zu diesen Zeiten massiv vom Geschäft mit dem Tod.

Doch auch nach dem vom deutschen Faschismus entfesselten Weltenbrand ging das große Geschäft von nun an als „Dynamite Nobel AG“ weiter, welche zu großen Teilen zum Flick Konzern gehörte. Bereits an der Wiederbewaffnung der BRD profitierten sie wieder – diesmal durch den massenhaften Verkauf von Panzerminen.

Entschädigungszahlungen wurden von Friedrich Flick persönlich blockiert, so dass bis zu seinem Tod 1972 keine Zahlungen erfolgten. Im Januar 1970 ließ er zu diesem Thema eine abschließende Erklärung veröffentlichen, in der er „[…] nicht zu erkennen (vermag), dass humanitäre oder moralische Gründe eine Auszahlung rechtfertigen könnten.“

2004 wurde die Dynamit Nobel AG aufgespalten. Das staatliche israelische Rüstungsunternehmen „Rafael“ kaufte Teile des Unternehmens, welche nun unter dem Namen Dynamite Nobel Defence GmbH weiterläuft. Seitdem ist DND bekannt für die Herstellung der Panzerfaust 3 und diese wird mit dem perfiden Namen „THE ICONIC TANK KILLER“ beworben. Rafael produziert nicht lediglich Panzerabwehrwaffen, sondern auch Marschflugkörper und Raketenabwehrsysteme.

Und die Nachfrage nach diesen Waffen steigt. Im Zuge des Ukraine-Kriegs lieferte DND rund 5000 hochmoderne Panzerabwehrwaffen an die ukrainische Armee. Und auch die jüngsten Eskalationen durch Israel werden mit Hilfe dieser Waffen bewerkstelligt. Waffen aus Burbach im Siegerland sind also im Genozid in Gaza im Einsatz.

Für DND sind diese Zeiten jedoch der reinste Gewinn: das Unternehmen expandiert und will seinen Standort noch weiter ausbauen. Das heißt: sie wollen auch in großem Maße von der neuen Zeitenwende profitieren. Alle Zeichen stehen darauf, dass sich das Geschäft mit dem Tod für DND weiter lohnen wird. Die BRD hält am Kriegskurs gegen Russland fest. In der Ukraine geht das Sterben weiter und auch nach dem israelischen Angriff auf den Libanon stehen die Zeichen auf reichlich Profit.

Damals wie heute gilt also:

Den Rüstungskonzernen in den Rücken fallen!

Ein Stopp aller Rüstungsexporte in Kriegsgebiete!

Diplomatie statt Kriegseinsätze!

Kriege an der Wurzel packen!

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