¡No pasarán!

Vor 80 Jahren begann der Spanische Bürgerkrieg

Am 17. Juni 1936, vor 80 Jahren, putschten Teile des spanischen Militärs gegen die junge Republik. Der Staatsstreich war der Beginn eines blutigen Bürgerkrieges. Der Spanische Bürgerkrieg fällt in eine Zeit der faschistischen Diktaturen in Deutschland, Italien und Portugal. Dagegen schließen sich in der spanischen Volksfront „Frente Popular“ Liberale, Linke und Kommunisten zusammen, um geeint gegen die Faschisten um Franco und für die Republik zu kämpfen. 1936 gewinnt die Volksfront die Wahlen. Sehr ähnliche Entwicklungen gehen zeitgleich in Frankreich vor sich.
Die Spanische Volksfront ist schnell mit der militärischen Auseinandersetzung gegen die Franco-Faschisten und Nationalisten konfrontiert: Die faschistischen Regierungen Portugals, Italiens und Deutschlands unterstützten mit Militär z.B. durch Abgesonderte der GeStaPo oder durch die deutsche „Legion Condor“, welche am Massaker in Málaga oder dem Angriff auf Gernika beteiligt war. Auch Geld fließt, z.B. aus Deutschland über die IG Farben oder über SIEMENS.
Die Sowjetunion und die Kommunistische Internationale reagierten mit dem Aufbau von internationalen Brigaden, in deren Reihen sich neben sowjetische Experten auch zehntausende Freiwillige befanden. Diese Freiwilligen schließen sich aus ihrer Überzeugung des proletarischen Internationalismus zusammen. Als bewusster Teil der Arbeiterklasse ihrer Länder stehen sie in den entscheidenen Stunden an der Seite der Menschen in Spanien.
Von den Geschehnissen in Spanien wurde Menschen auf der ganzen Welt berührt. Es wurde in Musik, Kunst und Kultur aufgegriffen und in verschiedenen Werken verarbeitet. Eine kleine Auswahl seht ihr hier.

Mit den achtzehn Aquatinta-Radierungen Traum und Lüge Francos (Songe et mesonge de Franco, gemalt ab 8. Januar 1937) bezog der Kommunist und Maler Pablo Picasso erstmals Stellung gegen den Faschisten Franco.
Mit den achtzehn Aquatinta-Radierungen Traum und Lüge Francos (Songe et mesonge de Franco, gemalt ab 8. Januar 1937) bezog der Kommunist und Maler Pablo Picasso erstmals Stellung gegen den Faschisten Franco.

 

Guernica ist Picassos bekanntestes eindeutig politisches Kunstwerk. Sechs Tage nach der Bombardierung der kleinen Stadt Guernica am 26. April 1937 durch deutsche und italienische Faschisten begann Picasso mit der Arbeit an dem dreieinhalb mal acht Meter großen Wandbild. Das grelle Glühbirnenlicht, das Gräulich-bllau, das Schwarz dominieren das Bild - oder wie Paul Eluards in seinem begleitenden Gedicht Der Sieg von Guernica schreibt, habe das „Abscheuliche unserer Feinde“ „die schale Farbe unserer Nacht“
Guernica ist Picassos bekanntestes eindeutig politisches Kunstwerk. Sechs Tage nach der Bombardierung der kleinen Stadt Guernica am 26. April 1937 durch deutsche und italienische Faschisten begann Picasso mit der Arbeit an dem dreieinhalb mal acht Meter großen Wandbild. Das grelle Glühbirnenlicht, das Gräulich-bllau, das Schwarz dominieren das Bild – oder wie Paul Eluards in seinem begleitenden Gedicht Der Sieg von Guernica schreibt, habe das „Abscheuliche unserer Feinde“ „die schale Farbe unserer Nacht“

 

Pablo Picasso, 1952
Pablo Picasso, 1952

 

Joris Ivens, Ernest Hemingway und Ludwig Renn, einem Schriftsteller, der im Generalstab der XI. Internationalen Brigaden im Bürgerkrieg kämpfte.
Joris Ivens, Ernest Hemingway und Ludwig Renn, einem Schriftsteller, der im Generalstab der XI. Internationalen Brigaden im Bürgerkrieg kämpfte.

 

Der niederländische Kommunist und Dokumentarfilmer Joris Ivens drehte den Propagandafilm The Spanish Earth, um die republikanischen Kräfte zu unterstützen. Geschrieben wurde das Skript von John dos Passos und Ernest Hemingway, dieser sprach auch eine englischsprachige Version ein.
Der niederländische Kommunist und Dokumentarfilmer Joris Ivens drehte den Propagandafilm The Spanish Earth, um die republikanischen Kräfte zu unterstützen. Geschrieben wurde das Skript von John dos Passos und Ernest Hemingway, dieser sprach auch eine englischsprachige Version ein.

 

Das Lied Spaniens Himmel oder Die Thälmann-Kolonne stammt von Gudrun Kabisch (Text) und ihrem Mann Paul Dessau (Musik), welche es unter dem Eindruck des spanischen Bürgerkriegs im Pariser Exil in Solidarität mit dem roten Thälmann-Bataillon geschrieben. Bekannt wurde es durch Ernst Busch, der die Canciones de las brigadas internacionales als Liederbuch herausgab und vor den Internationalen Brigaden sang.
Das Lied Spaniens Himmel oder Die Thälmann-Kolonne stammt von Gudrun Kabisch (Text) und ihrem Mann Paul Dessau (Musik), welche es unter dem Eindruck des spanischen Bürgerkriegs im Pariser Exil in Solidarität mit dem roten Thälmann-Bataillon geschrieben. Bekannt wurde es durch Ernst Busch, der die Canciones de las brigadas internacionales als Liederbuch herausgab und vor den Internationalen Brigaden sang.

 

Joan Miró entwarf 1937 eine Briefmarke, die zwar nie gedruckt, aber neben Picassos Guernica im spanischen Pavillon der Weltausstellung 1937 gezeigt wurde. Der abgebildete Katalane auf Aidez l‘espagne ist mit Referenz auf die republikanische Fahne vornehmlich in rot und gelb dargestellt. In der Bildunterschrift bekennt Miró eindeutig Stellung gegen den Faschismus mit seinen „vorgestrigen“ Kräften
Joan Miró entwarf 1937 eine Briefmarke, die zwar nie gedruckt, aber neben Picassos Guernica im spanischen Pavillon der Weltausstellung 1937 gezeigt wurde. Der abgebildete Katalane auf Aidez l‘espagne ist mit Referenz auf die republikanische Fahne vornehmlich in rot und gelb dargestellt. In der Bildunterschrift bekennt Miró eindeutig Stellung gegen den Faschismus mit seinen „vorgestrigen“ Kräften
Dieser Artikel erschien in
POSITION #3/2016
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