Rostock: Öffentlicher Personennahverkehr muss bezahlbar bleiben!

veröffentlicht am: 2 Feb, 2011

Die GenossInnen von der SDAJ Rostock berichten auf ihrer Website über die Fahrpreiserhöhungen im ÖPNV und ihre Kämpfe dagegen:

Seit dem 1. Februar 2011 gelten im Verkehrsverbund Warnow der Rostocker Straßenbahngesellschaft (kurz auch RSAG) neue Fahrpreise, was natürlich farbenfroh und toll versucht wird zu vermarkten. So gibt es jetzt das Ticket 60+ für die sogenannten wilden Sechziger, das möchte man auch nicht verübeln und ist an sich auch eine gute Sache, doch fällt auf der anderen Seite das Kurzstreckenticket vollständig weg. Nachdem die Preise auf einem gleich hohen Niveau blieben, kam die erste drastische Erhöhung im Jahre 2008. Im Jahr 2009 blieben wir verschont doch 2010 und nun 2011 gibt es gleich zwei Preiserhörungen in zwei Jahren. Natürlich hat man darauf aufgepasst, dass die Ticketpreise, die man 2008 erhöht hatte nicht anrührt, sondern hat die restlichen nachgezogen. Sicherlich wird dieses Hin-und-Her-Spiel weitergeführt in den nächsten Jahren. Dabei ist es ein soziales und ökologisches Muss den Öffentlichen Personennahverkehr attraktiver zu gestalten.

Wenn man hört, dass zu DDR-Zeiten eine Straßenbahnfahrkarte 10 bis 20 Pfennig gekostet hat und das noch in D-Mark umrechnet ist man so gut wie kostenlos, was viele auch durch den Nichtkauf einer Fahrkarte taten, von A nach B gekommen.

Auch in Rostock sind es die üblichen Rechtfertigungen die zur Erhöhung der Kosten angeführt werden. Aber warum immer beim kleinen Mann? Warum wird immer unten gespart? Ist es denn gerechtfertigt, dass wir nun für eine Wochenkarte in einer Rostocker Zone im Vergleich zu 2008 jetzt 28% mehr für diese ausgeben müssen? Leider sind die meisten, vor allem junge Leute auf die Öffentlichen angewiesen und sind dem Sachzwang des Fahrkartenkaufes ausgeliefert. Auch junge Arbeitslose sind betroffen. Ist der festgelegte Regelsatz vom monatlichen HartzIV für den öffentlichen Verkehr bei 22,78€ festgelegt so kostet die Monatskarte für Gesamt-Rostock 38,00€!

Wir fordern:
★Keine weiteren Fahrpreiserhöhungen!
★Eine Rücknahme der Erhöhungen und die Senkung auf das Preisniveau von 2008!
★Die Wiedereinführung des Kurzstreckentickets!
★Die Halbierung der Preise der Monats- und Wochenkarten für Empfänger von HartzIV und Sozialhilfe

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