Post von der SDAJ: Offener Brief an Hannelore Kraft

veröffentlicht am: 7 Mai, 2012

Liebe Hanni,

seit zwei Jahren bist du nun unsere Ministerpräsidentin in NRW, ach was, unsere Landesmutter! Und das hat man dir gar nicht so leicht gemacht: Da war zuerst einmal das schwere Erbe von Rüttgers aus der CDU. Der hat nicht nur gerne mal die faulen Rumänen beschimpft, dem seine Sautruppe hat auch noch jede Menge Schulden angehäuft. Mehr als alle anderen Regierungen zuvor. Millionensummen sind in der Zeit versumpft. Da hat der Rüttgers wohl das ein oder andere krumme Ding gedreht, z.B. mit dem Tiggemann, dem Chef vom landeseigenen Bau- und Liegenschaftsbetrieb. Aber halt…ist der Tiggemann nicht in der SPD? Ach was, schwarze Schafe gibt’s überall!

Jedenfalls haben die von der CDU so viel Miese gemacht, das lässt sich gar nicht mehr überbieten. Schlechter Start für eine Ministerpräsidentin, wenn man den alten Präsi nicht überbieten kann. Das Schlimmste ist aber, die sind dann auch noch so dreist und ziehen vor’s Verfassungsgericht, weil du angeblich zu viel Schulden in 2011 gemacht hast. Unverschämt, wo du doch nur in unser aller Zukunft investiert hat und Zukunft ist schließlich gut für uns alle. War das nicht mal ein CDU-Slogan…?

Egal, was also tun? Vor allem weil die blöden Wähler eine Sozi-Nase zu wenig in den Landtag gewählt hatten. Du musstest dir schon 2011 den Haushalt mit der Enthaltung der LINKEN genehmigen lassen. Wie herabwürdigend! So konnte es jedenfalls nicht weitergehen, ständig auf diese Bande angewiesen zu sein. Mit der FDP ging’s auch nicht – schlecht für’s Image, auf ein sinkendes Schiff zu setzen. Also hast du die Schuldenbremse nun ganz allein gezogen und was ist der Dank? Alle stimmen sie gegen deinen Haushalt!

Da hast du den Landtag sich einfach auflösen lassen und das passt ja schon wie Arsch auf Eimer. Denn eine Zukunft ohne die LINKE im Landtag und ohne die FDP, das wäre schön. Richtig durchregieren können, nur mit der CDU in der Opposition. Na gut und den PIRATEN, irgendwo im Parlaments-Chatroom. Das ist ein guter Plan, gut für das Land und alle…„Sozial trotz Schuldenbremse“!

Wer’s glaubt? Wir jedenfalls nicht. Dein Konzept ist und war: Sozialabbau durch Schuldenbremse, da helfen auch keine Currywürste! Und mit ein bisschen Pech, ziehen die LINKEN wieder in den Landtag ein. So ist das mit dem Neoliberalismus, der verspekuliert sich halt gerne! Wir setzen derweil auf konsequente Opposition zur bürgerlichen Verelendungspolitik und drücken der LINKEN die Daumen. Jedenfalls solange, wie sie sich nicht darauf einlässt, eurer Kahlschlagpolitik den sozialen Deckmantel zu liefern.

Daniel (Dortmund) & das Zeitungskollektiv

SDAJ Aachen
SDAJ Augsburg
SDAJ Bamberg
SDAJ Barsbüttel
SDAJ Berlin
SDAJ Blankenfelde-Mahlow
SDAJ Bochum
SDAJ Bonn
SDAJ Bremen-Oldenburg
SDAJ Cottbus
SDAJ Dresden
SDAJ Düsseldorf
SDAJ Essen
SDAJ Frankenberg
SDAJ Frankfurt
SDAJ Freiburg
SDAJ Gießen
SDAJ Göttingen
SDAJ Hamburg
SDAJ Hannover
SDAJ Karlsruhe
SDAJ Kassel
SDAJ Kiel
SDAJ Köln
SDAJ Landau
SDAJ Leipzig
SDAJ Limburg-Weilburg
SDAJ Lübeck Süd/Ost-Holstein
SDAJ Mainz
SDAJ Mannheim
SDAJ Marburg
SDAJ Mu?nster
SDAJ München
SDAJ Neumarkt
SDAJ Neuss
SDAJ Nürnberg
SDAJ Osnabrück
SDAJ Ostwestfalen-Lippe
SDAJ Rostock
SDAJ Schwerin
SDAJ Siegen
SDAJ Solingen
SDAJ Stralsund
SDAJ Stuttgart
SDAJ Trier
SDAJ Tübingen
SDAJ Ulm
SDAJ Witten
SDAJ Würzburg

POSITION #5/2019

mehr zum Thema

Die Legende vom „importierten Antisemitismus“

Die Legende vom „importierten Antisemitismus“

Die Bundesregierung ist sehr schnell dabei, realen und vermeintlichen Antisemitismus bei Pro-Palästina-Demos zu finden. Bei antisemitischen faschistischen Netzwerken und ihren Rekrutierungsbecken in Polizei-, Bundeswehr- und Geheimdienststrukturen tut sie sich...

mehr lesen
Ich krieg‘ die Krise!

Ich krieg‘ die Krise!

Die Scheiße ist Kapitalismus gemacht Da bekommt man doch das Kotzen. Obwohl die Wirtschaftskrise sich schon vor zwei Jahren anbahnte, der massive Stellenabbau bereits Ende 2019 angekündigt wurde und der Schrei der Herrschenden nach Kurzarbeit und Konjunkturpaket über...

mehr lesen
× Schreib uns!