<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Leiharbeit Archive - SDAJ</title>
	<atom:link href="https://www.sdaj.org/thema/leiharbeit/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://www.sdaj.org/thema/leiharbeit/</link>
	<description>Sozialistische Deutsche Arbeiterjugend</description>
	<lastBuildDate>Sun, 06 Sep 2020 08:30:54 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=6.8.12</generator>

<image>
	<url>https://www.sdaj.org/wp-content/uploads/2019/12/cropped-Icon-J-02-02-32x32.png</url>
	<title>Leiharbeit Archive - SDAJ</title>
	<link>https://www.sdaj.org/thema/leiharbeit/</link>
	<width>32</width>
	<height>32</height>
</image> 
	<item>
		<title>Klassenkampf übers Handelsregister</title>
		<link>https://www.sdaj.org/2020/09/14/klassenkampf-uebers-handelsregister-2/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 14 Sep 2020 10:10:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ausgabe 3/2020]]></category>
		<category><![CDATA[Betrieb und Gewerkschaft]]></category>
		<category><![CDATA[POSITION – Magazin der SDAJ]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeiterklasse]]></category>
		<category><![CDATA[Coronakrise]]></category>
		<category><![CDATA[Gemeinschaftsbetrieb]]></category>
		<category><![CDATA[Kapitalinteressen]]></category>
		<category><![CDATA[Kapitalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Klassenkampf]]></category>
		<category><![CDATA[Leiharbeit]]></category>
		<category><![CDATA[neue Position]]></category>
		<category><![CDATA[POSITION]]></category>
		<category><![CDATA[Werkvertrag]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.sdaj.org/?p=14518</guid>

					<description><![CDATA[<p>Die rechtliche Spaltung der Arbeiterklasse schreitet voran Seit im Zuge der Corona-Pandemie plötzlich die menschenunwürdigen Arbeits- und Lebensbedingungen osteuropäischer ArbeiterInnen in der Fleischindustrie ein öffentliches Thema wurden, sind Werkverträge in aller Munde. Unabhängig davon, dass miese Wohn-, Lebens- und Arbeitsverhältnisse kein Alleinstellungsmerkmal von „Fremdbeschäftigten“ sind, sondern „Stammbeschäftigte“ genauso betreffen können (und allzu häufig auch betrifft), [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.sdaj.org/2020/09/14/klassenkampf-uebers-handelsregister-2/">Klassenkampf übers Handelsregister</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.sdaj.org">SDAJ</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h6><span style="font-family: Arial, serif"><i>Die rechtliche Spaltung der Arbeiterklasse schreitet voran</i></span></h6>
<p align="justify"><span style="color: #000000"><span style="font-family: Gill Sans MT, serif"><span style="font-size: small"><span style="font-family: Arial, serif">Seit im Zuge der Corona-Pandemie pl</span>ötzlich die menschenunwürdigen Arbeits- und Lebensbedingungen osteuropäischer ArbeiterInnen in der Fleischindustrie ein öffentliches Thema wurden, sind Werkverträge in aller Munde. Unabhängig davon, dass miese Wohn-, Lebens- und Arbeitsverhältnisse kein Alleinstellungsmerkmal von „Fremdbeschäftigten“ sind, sondern „Stammbeschäftigte“ genauso betreffen können (und allzu häufig auch betrifft), wird das Ausmaß von Belegschaftsspaltung in der heutigen Wirtschaftsordnung dabei gerne verschwiegen. </span></span></span></p>
<h6><span style="color: #000000"><span style="font-family: Gill Sans MT, serif"><span style="font-size: small"><b>Die Drohung der Auslagerung sitzt immer mit am Tisch</b></span></span></span></h6>
<p align="justify"><span style="color: #000000"><span style="font-family: Gill Sans MT, serif"><span style="font-size: small">Das Prinzip hinter Werkverträgen ist einfach. Ein Kapitalist gibt einem anderen Kapitalisten den Auftrag, für ihn Aufgaben zu erledigen, was dieser dann mit „seinen“ ArbeiterInnen macht. Läuft zwar auch die einmalige Reparatur eines Wasserrohrs unter dem Label „Werkvertrag“, ist von Interesse vor allem die Vergabe von Daueraufgaben. Während die allermeisten Reinigungs-, Sicherheits-, Küchen- oder Wartungsdienste bereits auf dieser Basis ablaufen, hat sich das Prinzip im vergangenen Jahrzehnt auch mehr und mehr bei sog. „Kernaufgaben“ etabliert. Offiziell dient es der Qualitätssteigerung, tatsächlich geht es in den meisten Fällen um zweierlei: Spaltung der Arbeiterinnen und Verlagerung von Verantwortung auf einen wesentlich kapitalschwächeren Kapitalisten, bei dem dann im Falle der Nichtzahlung von Lohn oder Nichteinhaltung von Arbeitsstandards nicht viel zu holen ist. Das Ausmaß solcher Werkvertragsnutzung ist enorm: 91 % aller Unternehmen in Deutschland sind in irgendeiner Form als Werkvertragsgeber tätig, 88 % aller Unternehmen lagern mindestens einen Kernprozess und gut die Hälfte mindestens sowohl einen Kern- als auch einen Randprozess aus. Die Auslagerungsquote, d.h. das Verhältnis von selbstausgeführten zu „outgesourceten“ Aufgaben, liegt bei etwas mehr als 25 %. Die Drohung, dass bestimmte Tätigkeiten ausgelagert werden, sitzt bei Tarifverhandlungen also stets mit am Verhandlungstisch.</span></span></span></p>
<h6><span style="color: #000000"><span style="font-family: Gill Sans MT, serif"><span style="font-size: small"><b>Einfallsreiche Kapitalisten</b></span></span></span></h6>
<p align="justify"><span style="color: #000000"><span style="font-family: Gill Sans MT, serif"><span style="font-size: small">Ist es dann nicht aber begrüßenswert, dass Werkverträge und Leiharbeit zur Erfüllung von Kernaufgaben in der Fleischindustrie ab 2021 verboten sind? Definitiv. Aber stellt das Problem einen Baum dar, dann wurde damit nicht an die Wurzel gegangen, sondern ein Blatt abgezupft. Denn mehr als ein Fünftel aller Kernerwerbstätigen sind inzwischen atypisch beschäftigt, von allen Beschäftigungsverhältnissen sind es sogar 40%. Bisher hat es den Kapitalisten nie an Ideenreichtum gefehlt, wenn es darum ging, eine Spaltungsmethode durch eine andere zu ersetzen. So erfreut sich im Baugewerbe, wo Leiharbeit seit den 1980ern verboten ist, die Solo-Selbständigkeit größter Beliebtheit. Am Frankfurter Flughafen wurde Leiharbeit nach den letzten Gesetzesverschärfungen durch die Konstellation des „Gemeinschaftsbetriebs“ ersetzt, was die Belegschaftsspaltung nur in ein neues Gewand hüllt.</span></span></span></p>
<p>Der Kampf gegen jede Form der Belegschaftsspaltung, auf rechtlicher Ebene, vor allem aber in den Betrieben, sollte oberste Priorität haben. Ein Ende wird den Spaltungs- und Auslagerungsorgien des Kapitals aber erst dadurch gemacht werden können, dass die „Verantwortung“ für die ArbeiterInnen in andere Hände gelegt wird – nämlich ihre eigenen.</p>
<p><span style="font-family: Arial, serif">Daniel, Trier</span></p>
<p>Dieser Artikel erschien in der aktuellen Position, dem Magazin der SDAJ.</p>
<p>Zur genaueren Background-Info:</p>
<p><span style="font-family: Arial, serif"><strong>Gemeinschaftsbetriebe</strong> </span></p>
<p align="justify"><span style="color: #000000"><span style="font-family: Gill Sans MT, serif"><span style="font-size: xx-small"><span style="font-family: Calibri, sans-serif"><span style="font-size: small">Noch ist es eine Art </span></span><span style="font-family: Calibri, sans-serif"><span style="font-size: small">„Geheimtipp“ in den lichtdurchfluteten Frankfurter Designerbüros der Kapitalanwälte, Leiharbeit und Werkverträge durch die sicherere Variante der „gemeinsamen Betriebe“ zu ersetzen. Worum handelt es sich dabei? Wenn ein Kapitalist einem anderen nicht nur Arbeitskräfte zu dessen freier Verfügung bereitstellt, sondern mit diesem zusammen die Verantwortung sowohl für dessen als auch die eigenen ArbeiterInnen übernimmt, liegt rechtlich weder Leiharbeit noch ein Werkvertrag vor. Die Beschäftigten arbeiten Seite an Seite, haben aber unterschiedliche Arbeitgeber, d.h. es gilt weder der allgemeine arbeitsrechtliche Gleichbehandlungsgrundsatz noch haften die Kapitalisten z.B. für einen etwaigen Sozialplan gemeinsam. Zwar kann die Belegschaft anders als bei Leiharbeit einen gemeinsamen Betriebsrat wählen und es gilt ein unternehmensübergreifender Kündigungsschutz, aber das ist den Kapitalisten die Anwendung verschiedener Tarifverträge oder die Spaltung bei Weihnachts- und Urlaubsgeld im Zweifel wert. GewerkschafterInnen sollten diese Konstellation also besser im Auge behalten.</span></span> </span></span></span></p>
<h2><span style="color: #000000"><span style="font-family: Gill Sans MT, serif"><span style="font-size: xx-small"> </span></span></span></h2>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.sdaj.org/2020/09/14/klassenkampf-uebers-handelsregister-2/">Klassenkampf übers Handelsregister</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.sdaj.org">SDAJ</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Prekär-Beschäftigte &#8211; Die großen Verlierer der Corona-Krise</title>
		<link>https://www.sdaj.org/2020/04/02/prekaer-beschaeftigte-die-grossen-verlierer-der-corona-krise/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 02 Apr 2020 17:10:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Betrieb und Gewerkschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Stellungnahmen]]></category>
		<category><![CDATA[Corona]]></category>
		<category><![CDATA[Coronakrise]]></category>
		<category><![CDATA[Covid-19]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Kapitalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Kurzarbeit]]></category>
		<category><![CDATA[Leiharbeit]]></category>
		<category><![CDATA[Lohn]]></category>
		<category><![CDATA[Lohnkürzungen]]></category>
		<category><![CDATA[Pandemie]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.sdaj.org/?p=13326</guid>

					<description><![CDATA[<p>Die am schwersten von der Corona-Krise betroffenen Beschäftigten in Deutschland sind diejenigen, die sich in Befristung, Leih- oder Zeitarbeit und anderen prekären Arbeitsverhältnissen befinden. Sie sind es, die als aller erstes mit Lohnverzicht oder gar einem Arbeitsplatzverlust konfrontiert werden. Besonders betroffen sind alleinerziehende Mütter und MigrantInnen. Das Fehlen einer betrieblichen Interessenvertretung (wie einem Betriebsrat oder [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.sdaj.org/2020/04/02/prekaer-beschaeftigte-die-grossen-verlierer-der-corona-krise/">Prekär-Beschäftigte &#8211; Die großen Verlierer der Corona-Krise</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.sdaj.org">SDAJ</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die am schwersten von der Corona-Krise betroffenen Beschäftigten in Deutschland sind diejenigen, die sich in Befristung, Leih- oder Zeitarbeit und anderen prekären Arbeitsverhältnissen befinden. Sie sind es, die als aller erstes mit Lohnverzicht oder gar einem Arbeitsplatzverlust konfrontiert werden. Besonders betroffen sind alleinerziehende Mütter und MigrantInnen.<br />
Das Fehlen einer betrieblichen Interessenvertretung (wie einem Betriebsrat oder einer Jugendvertretung), einer Arbeitsplatzsicherheit oder gewerkschaftlicher Verankerung im Betrieb, macht es den Kolleginnen und Kollegen in prekären Beschäftigungsverhältnissen ungemein schwierig, sich gegen die Angriffe ihrer Bosse zur Wehr setzen zu können.</p>
<p>Hinzu kommt die finanzielle Unsicherheit, die ein schlecht bezahlter und befristeter Job meist mit sich bringt. Finanzielle Reserven sind kaum möglich, an Kredite zu guten Konditionen ist nicht zu denken, und in einer Krisen-Situation (wie der jetzigen), ist man voll aufgeschmissen.</p>
<p>Arbeitet man in Bereichen, die von der Corona-Krise besonders betroffen sind (z.B. der Gastronomie), wird man sehr häufig ohne Lohnfortzahlung Nachhause geschickt. Insgesamt ist die prekäre Arbeitswelt von sozial- und arbeitsrechtlicher Willkür geprägt. Den Beschäftigten werden sog. Aufhebungsverträge zum Unterzeichnen „aufgezwungen“, die bewirken, dass das Arbeitsverhältnis vorzeitig beendet wird. Gerade bei Migrantinnen und Migranten werden vorhandene Sprachbarrieren von Arbeitgebern ausgenutzt, um Rechtsnormen zu umgehen oder sich den Beschäftigten mittels solcher Aufhebungsverträge zu entledigen.</p>
<p>In Bereichen wie der Gesundheitsbranche oder dem Einzelhandel, die durch die Corona-Pandemie besonders beansprucht werden, wird ein hoher Arbeitsaufwand von den Beschäftigten eingefordert. Flexibilisierung der Arbeitszeit, lange Arbeitstage und Stress auf der Arbeit sind hier die Folgen für Beschäftigte. Eine bessere Vergütung springt meist aber nicht dabei raus.</p>
<p>Die Existenzgefährdung ist für viele Prekär-Beschäftigte in Deutschland zur Realität geworden. Aus Abhängigkeit und Angst vor dem Arbeitsplatzverlust, hält man gegenüber seinem Chef lieber den Mund und hofft, dass man es irgendwie durch diese schwierige Zeit schafft.</p>
<p>Gerade jetzt jedoch gilt es, sich zusammenzuschließen und gegen die Angriffe des Kapitals zu kämpfen! Der Klassengegensatz ist in Zeiten von Corona nicht aufgehoben, er hat sich verschärft.<br />
Tretet in die Gewerkschaften ein, solidarisiert euch mit euren Kolleginnen und Kollegen, helft euch gegenseitig!</p>
<p>Wir fordern:<br />
• Starke finanzielle Unterstützung für alle ArbeitnehmerInnen und besonderer Kündigungsschutz in Zeiten von Corona!<br />
• Verbot von Leih-, Zeit-, und Kurzarbeit!<br />
• Für die „kurze Vollzeit“ &#8211; 30 Stundenwoche bei vollem Lohn- und Gehaltsausgleich!<br />
• Erhöhung des Mindestlohns auf mind. 12€/Std.!</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.sdaj.org/2020/04/02/prekaer-beschaeftigte-die-grossen-verlierer-der-corona-krise/">Prekär-Beschäftigte &#8211; Die großen Verlierer der Corona-Krise</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.sdaj.org">SDAJ</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Buckeln bis zum krank werden (POSITION #05/19)</title>
		<link>https://www.sdaj.org/2019/11/25/buckeln-bis-zum-krank-werden-position-05-19/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 25 Nov 2019 11:05:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ausgabe 5/2019]]></category>
		<category><![CDATA[Betrieb und Gewerkschaft]]></category>
		<category><![CDATA[POSITION – Magazin der SDAJ]]></category>
		<category><![CDATA[Leiharbeit]]></category>
		<category><![CDATA[POSITION]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.sdaj.org/?p=11360</guid>

					<description><![CDATA[<p>Sven ist 27 und Sozialarbeiter &#160; Vor kurzem habe ich noch im KiTa-Verbund der KJSH Stiftung gearbeitet. Hier gehörte es zur Tagesordnung, dass zu wenig Angestellte für zu viele Kinder da waren. Auch Leiharbeit wurde dann mal eingesetzt. Das hat aber nichts gebracht, da zunächst ein Bezug zu den Kindern aufgebaut werden muss um wirklich [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.sdaj.org/2019/11/25/buckeln-bis-zum-krank-werden-position-05-19/">Buckeln bis zum krank werden (POSITION #05/19)</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.sdaj.org">SDAJ</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><em>Sven ist 27 und Sozialarbeiter</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Vor kurzem habe ich noch im KiTa-Verbund der KJSH Stiftung gearbeitet. Hier gehörte es zur Tagesordnung, dass zu wenig Angestellte für zu viele Kinder da waren. Auch Leiharbeit wurde dann mal eingesetzt. Das hat aber nichts gebracht, da zunächst ein Bezug zu den Kindern aufgebaut werden muss um wirklich das Team auch entlasten zu können. Für die Chefinnen zählte aber nur, dass der Betreuungsschlüssel eingehalten wird, alle Kinder abgegeben werden können und die Kassen klingeln.</p>
<p>Durch die hohe Arbeitsverdichtung war es dann auch normal, dass früh am Morgen das Telefon geklingelt hat, weil mal wieder jemand krank geworden ist (wen wundert es?) und nun Ersatz gebraucht wurde, damit der Betreuungsschlüssel stimmt. Ebenso kam es dann dazu, dass Angestellte unterschreiben sollten, dass sie zur Not auch krank zur Arbeit gehen, bis dann eine Vertretung für sie da ist. Dass dann Kinder und andere Angestellte angesteckt werden ist da wohl nicht so schlimm. Wie wäre es mal damit: Mehr Leute fest und unbefristet einstellen und eine richtige Vertretungsstruktur aufbauen. Davon wollten die Chefs aber nichts wissen, weil das ja nicht refinanziert wird. Dann lieber doch die Angestellten buckeln lassen bis sie krank werden. So sozial sind Arbeitgeber im sozialen Bereich.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Dieser Artikel ist aus der aktuellen POSITION, dem Magazin der SDAJ. Du kannst es für 10€ jährlich abonnieren unter &#112;&#111;&#x73;i&#116;&#x69;&#x6f;n&#64;&#x73;&#x64;a&#106;&#x2e;&#x6f;r&#103;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.sdaj.org/2019/11/25/buckeln-bis-zum-krank-werden-position-05-19/">Buckeln bis zum krank werden (POSITION #05/19)</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.sdaj.org">SDAJ</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Working Whistleblower</title>
		<link>https://www.sdaj.org/2017/11/14/working-whistleblower/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 14 Nov 2017 06:00:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[POSITION – Magazin der SDAJ]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeit]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeitskrampf]]></category>
		<category><![CDATA[Betrieb und Gewerkschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Betriebs- und Gewerkschaftspolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Leiharbeit]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.sdaj.org/?p=8266</guid>

					<description><![CDATA[<p>Lasse ist 23 und im 3.Lehrjahr seiner Ausbildung zum Tischler &#8211; ohne Ausbildungsvergütung „Unter der Rubrik „Vergütung“ steht in meinem Ausbildungsvertrag „0 Euro“. Ich mache meine Ausbildung beim Berufsbildungswerk in Neumünster, Träger ist dort die Diakonie. Da wir nicht regulär betrieblich, sondern in einer Lehrwerkstatt ausgebildet werden, ist das einzige Einkommen, auf das wir grundsätzlich [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.sdaj.org/2017/11/14/working-whistleblower/">Working Whistleblower</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.sdaj.org">SDAJ</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Lasse ist 23 und im 3.Lehrjahr seiner Ausbildung zum Tischler &#8211; ohne Ausbildungsvergütung<img decoding="async" class=" wp-image-8264 alignright" src="/wp-content/uploads/2017/11/Memes-POSITION5_11.jpg" alt="" width="300" height="300" srcset="https://www.sdaj.org/wp-content/uploads/2017/11/Memes-POSITION5_11.jpg 1792w, https://www.sdaj.org/wp-content/uploads/2017/11/Memes-POSITION5_11-150x150.jpg 150w, https://www.sdaj.org/wp-content/uploads/2017/11/Memes-POSITION5_11-300x300.jpg 300w, https://www.sdaj.org/wp-content/uploads/2017/11/Memes-POSITION5_11-768x768.jpg 768w, https://www.sdaj.org/wp-content/uploads/2017/11/Memes-POSITION5_11-1024x1024.jpg 1024w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></strong></p>
<p>„Unter der Rubrik „Vergütung“ steht in meinem Ausbildungsvertrag „0 Euro“. Ich mache meine Ausbildung beim Berufsbildungswerk in Neumünster, Träger ist dort die Diakonie. Da wir nicht regulär betrieblich, sondern in einer Lehrwerkstatt ausgebildet werden, ist das einzige Einkommen, auf das wir grundsätzlich Anspruch haben, die Berufsausbildungsbeihilfe (BAB) von 114 Euro, welche uns von der Bundesagentur für Arbeit bezahlt wird. Wenn jemand wie ich unter 25 Jahre ist und noch bei seinen Eltern lebt, gibt es unter Umständen auch gar kein Geld. Ein weiteres Problem ist die Qualität der Ausbildung, die an vielen Stellen ungenügend ist. Der gesamte Bereich Bautischlerei, zum Beispiel der Ein- und Ausbau von Fenstern oder Türen, findet gar nicht statt. Das soll durch betriebliche Praktika in der freien Wirtschaft aufgefangen werden, in denen man jedoch häufig nur billige Arbeitskraft und Schleppesel ist. „Selbstverständlich“ sind diese unbezahlt und auch nicht ausreichend, um die nötige Realitätsnähe der Ausbildung herzustellen. Als Folge daraus bekommen diejenigen, die bei uns eine Ausbildung machen, zwar ihren regulären Gesellenbrief, in den Augen zukünftiger Chefs sind unsere Abschlüsse aber nicht gleichwertig mit den regulären.“</p>
<p><strong>Johannes (21) berichtet von seinen Erlebnissen als Arbeiter im Hafen</strong></p>
<p>„Um nach dem Ende meiner Schulzeit erst einmal Geld zu verdienen, habe ich eine Stelle als ungelernter Hafenarbeiter in Vollzeit angenommen. In der Firma, in der ich angestellt war, wurden prinzipiell Verträge vergeben, die lediglich 25-30 Stunden die Woche beinhalten. Die bedingungslose Bereitschaft zu Überstunden wurde allerdings so gut wie immer vorausgesetzt und so waren auch 50 oder 60 Stunden pro Woche keine Seltenheit. Die Lohnabrechnungen waren regelmäßig falsch und so konnte es manchmal trotz mehrmaligen Nachhakens zwei Monate dauern, bis das fehlende Geld auf dem Konto war. Einsatzpläne gab es zwar, allerdings waren kurzfristige Änderungen sogar noch am Vortag die absolute Regel. Das Sozialleben leidet unter solchen Umständen natürlich erheblich, trotzdem wurde von uns Arbeitern stets Anpassung an die Änderungen erwartet. Auch die vorgeschriebenen Ruhezeiten wurden oft völlig ignoriert und so kam es immer mal wieder vor, dass zwischen einer Spät- und Nachtschicht nur 5 Stunden lagen, die natürlich keinesfalls zur Erholung genügen. Bei Krankmeldungen versuchte der Betrieb sogar in Einzelfällen auf die Länge der Krankschreibung einzuwirken. Desweiteren hat sich der Betrieb vehement geweigert die Zeit zu vergüten, die für das Anlegen der geforderten Sicherheitskleidung und den Weg übers Hafengelände zum jeweiligen Einsatzgebiet benötigt wurde. Erwartungshaltung war, dass alle Arbeiter jeweils eine Viertelstunde von ihrer Freizeit vor und nach der Schicht dafür verwenden. Und zu guter letzt lag die Bezahlung für diese teils miserablen Arbeitsbedingungen natürlich auf Mindestlohnniveau und somit am Minimum. Das war auch ein großes Problem für viele meiner Kollegen, die mit dem geringen Einkommen ihren gesamten Lebensunterhalt bestreiten müssen oder noch zusätzlich eine Familie zu versorgen haben.“</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><b>Das nächste Mal wieder zur Gewerkschaft </b></p>
<p>Was „neutrale“ Bildungsträger unter Interessensvertretung verstehen</p>
<p>Man ist während der Ausbildung nicht gezwungen, sich alles gefallen zu lassen. Auch Auszubildende haben Rechte, beispielsweise das Recht gemäß dem Ausbildungsrahmenplan unterrichtet und ausgebildet zu werden. Um eine Ansprechperson speziell für die Interessen der Auszubildenden zu haben, gibt es in Betrieben mit mindestens fünf Jugendlichen und/oder Auszubildenden, die das 25. Lebensjahr noch nicht vollendet haben und in dem außerdem ein Betriebsrat existiert, die Möglichkeit eine JAV (Jugend-und Auszubildendenvertretung) zu gründen. Je nachdem, wie entschlossen diese Auszubildendenvertretung die Interessen der Jugendlichen vertritt, sind sie Ausbildern und Chefs oft ein Dorn im Auge. Wir haben mit Nick über seine Erfahrungen als Teil der JAV bei Siemens gesprochen.</p>
<p><b>POSITION: Was machst du im Betrieb?<br />
</b>Nick: Ich bin Auszubildender im 2.Lehrjahr bei Siemens und bei uns am Standort stellvertretender JAV-Vorsitzender. In dieser Funktion ist es wichtig, dass man darüber Bescheid weiß, was die Rechte eines JAV-Gremiums sind und natürlich auch, was die Auszubildenden für Rechte haben, um mit ihnen gemeinsam dafür kämpfen zu können, dass sie auch eingehalten werden. Zu diesem Zweck war es für uns als JAV wichtig, uns nach Bildungsangeboten für JAVen umzusehen, um unsere Aufgabe gut erledigen zu können. Ich bin Gewerkschaftsmitglied bei der IGMetall, aber als uns eine Kollegin aus dem Betriebsrat vorschlug, an einem Kongress von Poko, einem kommerziellen Anbieter für JAV-Seminare teilzunehmen, haben wir uns zunächst nichts dabei gedacht und sind hingefahren.</p>
<p><b>Wie waren deine Erfahrungen?<br />
</b>Nick: Das war wirklich krass. Poko schreibt sich groß auf die Fahnen „neutral“ zu sein. Das heißt aber in deren Augen im Grunde nichts anderes als Probleme klein zu reden und unter den Teppich zu kehren. Permanent wird einem vermittelt, dass Konzernleitung und Belegschaft ja eigentlich die gleichen Interessen haben und am gleichen Strang ziehen sollten. Das ist aber überhaupt nicht sinnvoll, da du als JA-Vertreter ja auf der Seite der Auszubildenden zu stehen hast. Als ich erzählt habe, mit welchen Ausbildern ich worüber streite, um die Rechte der Auszubildenden durchzusetzen, wurde mir vorgeworfen, ich sei zu konfrontativ. Dabei geht es da um Sachen, wie dass ein Ausbilder SchülerInnen öfter sexistisch und rassistisch behandelt. Da muss man doch was dagegen sagen! Allgemein war dieses Seminar eine Beleidigung für alle, die sinnvolle JAV-Arbeit machen wollen. Ich kann nur jedem raten für eine Vorbereitung auf die JAV-Tätigkeit stattdessen lieber die Seminare der Gewerkschaft zu besuchen.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.sdaj.org/2017/11/14/working-whistleblower/">Working Whistleblower</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.sdaj.org">SDAJ</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Der offene Brief an Jörg Hofmann</title>
		<link>https://www.sdaj.org/2017/09/05/der-offene-brief-an-joerg-hofmann/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 05 Sep 2017 13:11:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[POSITION – Magazin der SDAJ]]></category>
		<category><![CDATA[Betrieb und Gewerkschaft]]></category>
		<category><![CDATA[IG Metall]]></category>
		<category><![CDATA[Leiharbeit]]></category>
		<category><![CDATA[Tarifverhandlungen]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitarbeit]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.sdaj.org/?p=8037</guid>

					<description><![CDATA[<p>Post von der SDAJ Lieber Jörg, die IG Metall hat ja vor kurzem einen neuen Tarifvertrag zur Leiharbeit mit den Metall-Arbeitgeberverbänden verhandelt. Klingt vielleicht erst mal ganz gut, ist aber ziemlich kacke. Warum? Naja, zum einen ist Leiharbeit von unserem Standpunkt aus, aus Sicht von ArbeiterInnen und Angestellten, grundsätzlich abzulehnen. Leiharbeitsplätze sind extrem prekär. Unsere [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.sdaj.org/2017/09/05/der-offene-brief-an-joerg-hofmann/">Der offene Brief an Jörg Hofmann</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.sdaj.org">SDAJ</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Post von der SDAJ</strong></p>
<div id="attachment_8038" style="width: 310px" class="wp-caption alignright"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-8038" class="size-medium wp-image-8038" src="/wp-content/uploads/2017/09/POSITION4_17_fb_KW35_offener_brief-300x300.jpg" alt="Jörg Hofmann ist Bundesvorsitzender der Industriegewerkschaft Metall und Mitglied der SPD. Chris ist in der SDAJ und der IG-Metall-Jugend Nürnberg aktiv. Er arbeitet in einem Autohaus im Teiledienst" width="300" height="300" srcset="https://www.sdaj.org/wp-content/uploads/2017/09/POSITION4_17_fb_KW35_offener_brief-300x300.jpg 300w, https://www.sdaj.org/wp-content/uploads/2017/09/POSITION4_17_fb_KW35_offener_brief-150x150.jpg 150w, https://www.sdaj.org/wp-content/uploads/2017/09/POSITION4_17_fb_KW35_offener_brief-768x768.jpg 768w, https://www.sdaj.org/wp-content/uploads/2017/09/POSITION4_17_fb_KW35_offener_brief.jpg 800w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /><p id="caption-attachment-8038" class="wp-caption-text"><span class='media-license__caption'>Jörg Hofmann ist Bundesvorsitzender der Industriegewerkschaft Metall und Mitglied der SPD. Chris ist in der SDAJ und der IG-Metall-Jugend Nürnberg aktiv. Er arbeitet in einem Autohaus im Teiledienst</span></p></div>
<p>Lieber Jörg,</p>
<p>die IG Metall hat ja vor kurzem einen neuen Tarifvertrag zur Leiharbeit mit den Metall-Arbeitgeberverbänden verhandelt. Klingt vielleicht erst mal ganz gut, ist aber ziemlich kacke. Warum?</p>
<p>Naja, zum einen ist Leiharbeit von unserem Standpunkt aus, aus Sicht von ArbeiterInnen und Angestellten, grundsätzlich abzulehnen. Leiharbeitsplätze sind extrem prekär. Unsere Kolleginnen und Kollegen, die über eine Leiharbeitsfirma eingestellt sind, können jederzeit wieder gekündigt werden und verdienen meistens weniger Geld für die gleiche Arbeit. Das wird durch kleine Tricks ermöglicht, z.B. weil kein Anspruch auf Sonderzahlungen etc. besteht. Leiharbeit wird schon lange nicht mehr benutzt, um sogenannte Auftragsspitzen bewältigen zu können, sondern ist inzwischen gang und gäbe. Leiharbeit wird in Deutschland auch für den ganz normalen Arbeitsablauf eingesetzt. Aber auch das Argument mit den Auftragsspitzen zählt ja nicht so ganz. Jörg, wir zwei Gewerkschafter sollten doch nachdenklich werden, dass das unternehmerische Risiko auf die Beschäftigten abgewälzt wird, aber die Boni nicht. Versteht sich von selbst? Versteht sich von selbst!</p>
<p>Worum geht es dann also bei der Leiharbeit? Leiharbeit dient den Unternehmern als Spaltungsinstrument gegenüber den sogenannten „Arbeitnehmern“. Gleiche Arbeit und gleicher Lohn oder gar gleiche Rechte? Von wegen! Die Belegschaften, also wir, die wir ihnen unsere Arbeitskraft geben, werden gespalten in Leiharbeiter und Stammbelegschaft.<br />
Dass man gemeinsam für die gleichen Interessen kämpfen muss und die Gegner nicht die Leiharbeiter sind, sondern die Gegner in der Chefetage sitzen, kann so leicht verschleiert werden. Dieses Problem kann auch nicht mit einem Tarifvertrag gelöst werden. Gewerkschaften sollten sich deshalb für ein Verbot von Leiharbeit einsetzen, statt zu versuchen diese zu regeln.</p>
<div id="attachment_8002" style="width: 224px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-8002" class="size-medium wp-image-8002" src="/wp-content/uploads/2017/08/cover-214x300.png" alt="Dieser Artikel ist aus unserem Magazin POSITION, Ausgabe #4/17. Du kannst das Heft einzeln bestellen (1,70€) oder abonnieren (ab 10€/Jahr): posi&#116;&#105;&#111;&#110;&#64;&#115;&#100;&#x61;&#x6a;&#x2e;&#x6f;&#x72;&#x67;" width="214" height="300" srcset="https://www.sdaj.org/wp-content/uploads/2017/08/cover-214x300.png 214w, https://www.sdaj.org/wp-content/uploads/2017/08/cover-768x1077.png 768w, https://www.sdaj.org/wp-content/uploads/2017/08/cover-730x1024.png 730w" sizes="(max-width: 214px) 100vw, 214px" /><p id="caption-attachment-8002" class="wp-caption-text"><span class='media-license__caption'>Dieser Artikel ist aus unserem Magazin POSITION, Ausgabe #4/17. Du kannst das Heft einzeln bestellen (1,70€) oder abonnieren (ab 10€/Jahr): &#x70;&#x6f;&#x73;&#105;&#116;io&#x6e;&#x40;&#x73;&#100;&#97;j&#46;&#x6f;&#x72;&#x67;</span></p></div>
<p>Also, was genau wird eigentlich mit dem neuen Tarifvertrag geregelt? Mit dem neuen Gesetz zur Leiharbeit, das seit dem 1. April gilt und immer noch vollkommen unzureichend ist, wird die maximale Ausleihdauer von Leiharbeitern in einem Betrieb ersteinmal auf 18 Monate begrenzt. Der Tarifvertrag der IG Metall erlaubt es jedoch, die Ausleihdauer auf 48 Monate zu verlängern. Das geht dann aber nur mit einer Betriebsvereinbarung (BV), die der Betriebsrat mit der Geschäftsleitung vereinbaren muss. Nach diesen 48 Monaten (also nach vier Jahren!) besteht dann ein Anspruch auf eine feste Übernahme. Wie allerdings verhindert werden soll, dass die Kolleginnen und Kollegen vorher abgemeldet werden – schließlich sprechen wir hier ja von Leiharbeit!!! – bleibt ein Rätsel. Feste Übernahme also am Arsch… Hoffen wir mal, dass sich nicht allzu viele Betriebsratsgremien für die zweifelhaften Abmachungen hergeben.</p>
<p>Lieber Jörg, du denkst wohl, wer für die Stammbelegschaft das Beste rausholen will, muss eben bei den Leiharbeitern Abstriche und Zugeständnisse machen. Da irrst du dich! Nur zur Erinnerung: Gewerkschaften sind stark durch ihre Einigkeit. Wer meint, bei den Leiharbeitern kann man ja Zugeständnisse machen, sollte aufpassen, dass die losgetretene Welle nicht als Bumerang zurückkommt. Wir bleiben dabei: Solidarität ist unsere Waffe!</p>
<p><em>Chris, Nürnberg</em><br />
<em> und das Zeitungskollektiv</em></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.sdaj.org/2017/09/05/der-offene-brief-an-joerg-hofmann/">Der offene Brief an Jörg Hofmann</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.sdaj.org">SDAJ</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Zum Mitarbeitermangel der Deutschen Bahn</title>
		<link>https://www.sdaj.org/2017/04/27/zum-mitarbeitermangel-der-deutschen-bahn/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 27 Apr 2017 08:07:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Betrieb und Gewerkschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Stellungnahmen]]></category>
		<category><![CDATA[DB]]></category>
		<category><![CDATA[Deutsche Bahn]]></category>
		<category><![CDATA[Leiharbeit]]></category>
		<category><![CDATA[Outing]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.sdaj.org/?p=7320</guid>

					<description><![CDATA[<p>Jedes Jahr stellt die Deutsche Bahn tausende neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ein. Doch dieses Jahr sucht die DB AG rekordverdächtige 8000 neue Fachkräfte und Auszubildende. Als Grund für den aktuellen Personalmangel denken sich die Arbeitgeber eine Vielzahl von Ausreden aus. Schuld sei der neue Tarifvertrag, die mangelnde Bereitschaft Überstunden zu leisten, oder die Freistellung von [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.sdaj.org/2017/04/27/zum-mitarbeitermangel-der-deutschen-bahn/">Zum Mitarbeitermangel der Deutschen Bahn</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.sdaj.org">SDAJ</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Jedes Jahr stellt die Deutsche Bahn tausende neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ein. Doch dieses Jahr sucht die DB AG rekordverdächtige 8000 neue Fachkräfte und Auszubildende. Als Grund für den aktuellen Personalmangel denken sich die Arbeitgeber eine Vielzahl von Ausreden aus.</p>
<p>Schuld sei der neue Tarifvertrag, die mangelnde Bereitschaft Überstunden zu leisten, oder die Freistellung von Betriebsräten. Durch solche falschen Argumente spaltet der Bahn-Konzern gezielt die Belegschaft und versucht somit Betriebsräte und Gewerkschaften bei dem nicht organisierten Teil der Belegschaft zu diffamieren. Daneben versucht die Führung der DB immer noch das Image der Bahn als große Familie aufrechtzuerhalten, um so die Belegschaft zur Selbstausbeutung zu bewegen und die Spaltung zwischen ArbeiterInnen und Betriebsräten zu fördern. Zusätzlich wird hierfür der Bahnkunde als Begründung und Totschlagargument missbraucht.</p>
<p>Beginn der Personalmisere waren die Sparmaßnahmen des ehemaligen Bahn-Chefs Hartmut Mehdorn Anfang der Nuller-Jahre. Die Deutsche Bahn sollte profitabel gemacht werden, um diese in private Hände zu geben. Genau in diejenigen Hände die uns als ArbeiterInnen Tag täglich Ausbeuten und gigantische Profite auf dem Rücken der Beschäftigten machen.</p>
<p>Auch mithilfe des Widerstandes der Belegschaft wurde der Bahn-Konzern nicht an die Börse gebracht und bleibt bis heute zu 100 Prozent in staatlicher Hand. Anstatt jedoch in das Sozialsystem, Bildung oder in den öffentlichen Personenverkehr zu investieren, sichert der Deutsche Staat mit Milliarden Euros die Macht der Großkapitalisten. Es ist also nicht der neue Tarifvertrag, durch den nun plötzlich, und völlig unerwartet tausende neuer Stellen besetzt werden müssen, sondern es ist die Deutsche Bahn selber, die auf Profite orientiert, anstatt die Bahn als öffentliche Daseinsvorsorge anzusehen. Durch dieses profitorientierte Handeln des Bahnvorstandes wird es immer einen Personalmangel geben. Letztendlich ist es nämlich günstiger für den Arbeitgeber seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Überstunden leisten zu lassen, anstatt mehr Personal einzustellen. Darüber hinaus setzt sich der Trend durch, eigens ausgebildete Fachkräfte durch die betriebseigene Leiharbeitsfirma einzustellen. Die aktuelle Arbeitszeitverkürzung des neuen Tarifvertrages der EVG von 6 Tagen mehr Urlaub zeigt deutlich auf, welchen Personalbedarf die Deutsche Bahn eigentlich schon immer hatte. Denn Urlaub kann nicht durch Überstunden ausgeglichen werden. Und an dieser Stelle kommt die Führung der Bahn an ihre Grenzen und muss sich mit wahllosen Behauptungen aus der Affäre ziehen.</p>
<p><strong>Als Bahner in der SDAJ fordern wir Arbeitszeitverkürzung statt Überstunden, reguläres Personal statt Leiharbeit und den öffentlichen Personenverkehr als Daseinsvorsorge unabhängig von Profiten.</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.sdaj.org/2017/04/27/zum-mitarbeitermangel-der-deutschen-bahn/">Zum Mitarbeitermangel der Deutschen Bahn</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.sdaj.org">SDAJ</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Erklärung zur Tarifrunde Leiharbeit</title>
		<link>https://www.sdaj.org/2016/12/09/erklaerung-zur-tarifrunde-leiharbeit/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 09 Dec 2016 08:29:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Betrieb und Gewerkschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Stellungnahmen]]></category>
		<category><![CDATA[Ausbildung]]></category>
		<category><![CDATA[Betriebs- und Gewerkschaftspolitik]]></category>
		<category><![CDATA[DGB]]></category>
		<category><![CDATA[Leiharbeit]]></category>
		<category><![CDATA[Tarifkampf]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.sdaj.org/?p=7071</guid>

					<description><![CDATA[<p>In der dritten Verhandlungsrunde der DGB-Tarifgemeinschaft Leiharbeit mit dem Bundesarbeitgeberverband der Personaldienstleister e.V. (BAP) und dem Interessenverband Deutscher Zeitarbeitsunternehmer e.V (iGZ) wurden in den letzten Tagen ein Abschluss erzielt. Klingt erstmal gut, allerdings gibt es dabei ein paar Probleme. Tarifverträge sind dazu da, bestimmte Dinge die in Gesetzten nicht oder unzureichend geregelt sind, zu regeln [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.sdaj.org/2016/12/09/erklaerung-zur-tarifrunde-leiharbeit/">Erklärung zur Tarifrunde Leiharbeit</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.sdaj.org">SDAJ</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: Arial,sans-serif"><span style="font-size: medium">In der dritten Verhandlungsrunde der DGB-Tarifgemeinschaft Leiharbeit mit dem Bundesarbeitgeberverband der Personaldienstleister e.V. (BAP) und dem Interessenverband Deutscher Zeitarbeitsunternehmer e.V (iGZ) wurden in den letzten Tagen ein Abschluss erzielt.</span></span></p>
<p><span style="font-family: Arial,sans-serif"><span style="font-size: medium">Klingt erstmal gut, allerdings gibt es dabei ein paar Probleme. Tarifverträge sind dazu da, bestimmte Dinge die in Gesetzten nicht oder unzureichend geregelt sind, zu regeln und zu präzisieren. Dabei gilt, dass in einem Tarifvertrag nichts festgeschrieben werden darf, was für die Arbeiter und Angestellten eine schlechtere Regelung wäre als das Gesetz.</span></span></p>
<p><span style="font-family: Arial,sans-serif"><span style="font-size: medium">Ohne den Leiharbeitstarifvertrag vom DGB würde das Prinzip „gleicher Lohn für gleiche Arbeit“ (equal pay) gelten. Das heißt, dass Leiharbeiter für die gleiche Arbeit nicht schlechter bezahlt werden dürfen als ihre Kollegen aus der Stammbelegschaft. Der Tarifvertrag des DGB verhindert allerdings genau das. Hinzu kommt unsere generelle Kritik an dem System der Leiharbeit. Mit 961.000 Leiharbeitern gab es im letzten Jahr einen neuen Höchststand. Im Jahr 2014 waren es noch 50.000 weniger. Die Tendenz ist weiter steigend. </span></span></p>
<p><span style="font-family: Arial,sans-serif"><span style="font-size: medium">Leiharbeit spaltet. Sie spaltet die Kolleginnen und Kollegen in Stammbelegschaft und Leiharbeiter. Das schwächt den Kampf für die gemeinsamen Interessen und freut die Führungsetage der Betriebe. Außerdem diszipliniert sie die Stammbelegschaft. Denn der Verlust des Arbeitsplatzes kann einen schnell selbst in die Leiharbeit bringen. So dient Leiharbeit auch als abschreckung für alle die einen festen Arbeitsvertrag haben und ihn nicht verlieren möchten. Viele Jugendliche die nach der Ausbildung nicht übernommen werden, finden nur in der Leiharbeit eine Möglichkeit ihren Lebensunterhalt zu verdienen.</span></span></p>
<p><span style="font-family: Arial,sans-serif"><span style="font-size: medium">Das Konzept der Leiharbeit, nur so viele Menschen zu beschäftigen wie eben gerade benötigt werden und bei schlechter Auftragslage alle wieder schnell rauszuschmeißen die nicht mehr gebraucht werden, nutzt nur den Besitzern der Betriebe, den Chefs und Aktionären der Banken und Konzerne.</span></span></p>
<p><span style="font-family: Arial,sans-serif"><span style="font-size: medium">Wir fordern:</span></span></p>
<ul>
<li><span style="font-family: Arial,sans-serif"><span style="font-size: medium">Das Verbot von Leiharbeit!</span></span></li>
<li><span style="font-family: Arial,sans-serif"><span style="font-size: medium">Einen garantierten Ausbildungsplatz für alle Jugendlichen!</span></span></li>
<li><span style="font-family: Arial,sans-serif"><span style="font-size: medium">Die unbefristete Übernahme nach der Ausbildung!</span></span></li>
</ul>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.sdaj.org/2016/12/09/erklaerung-zur-tarifrunde-leiharbeit/">Erklärung zur Tarifrunde Leiharbeit</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.sdaj.org">SDAJ</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Verbot von Leiharbeit und Werkverträgen!</title>
		<link>https://www.sdaj.org/2016/04/09/verbot-von-leiharbeit-und-werkvertraegen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 09 Apr 2016 06:28:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Betrieb und Gewerkschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Stellungnahmen]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeiterjugendpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[DGB]]></category>
		<category><![CDATA[IG Metall]]></category>
		<category><![CDATA[Leiharbeit]]></category>
		<category><![CDATA[München]]></category>
		<category><![CDATA[ver.di]]></category>
		<category><![CDATA[Werkvertrag]]></category>
		<category><![CDATA[Werkverträge]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.sdaj.org/?p=6439</guid>

					<description><![CDATA[<p>Zum 9. April ruft der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) unter dem Motto „Wir lassen uns nicht spalten! Gleicher Lohn für gleiche Arbeit – den Missbrauch von Leiharbeit und Werkverträgen beenden!“ bundesweit zu einer zentralen Kundgebung in München auf. Die Sozialistische Deutsche Arbeiterjugend (SDAJ) begrüßt diese Aktivitäten. Während die CSU nur Blockadehaltung an den Tag legt, sieht [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.sdaj.org/2016/04/09/verbot-von-leiharbeit-und-werkvertraegen/">Verbot von Leiharbeit und Werkverträgen!</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.sdaj.org">SDAJ</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><em><a href="/wp-content/uploads/2016/04/160408_Leiharbeit.png" rel="attachment wp-att-6442"><img decoding="async" class="alignright size-medium wp-image-6442" src="/wp-content/uploads/2016/04/160408_Leiharbeit-300x300.png" alt="160408_Leiharbeit" width="300" height="300" srcset="https://www.sdaj.org/wp-content/uploads/2016/04/160408_Leiharbeit-300x300.png 300w, https://www.sdaj.org/wp-content/uploads/2016/04/160408_Leiharbeit-150x150.png 150w, https://www.sdaj.org/wp-content/uploads/2016/04/160408_Leiharbeit-768x768.png 768w, https://www.sdaj.org/wp-content/uploads/2016/04/160408_Leiharbeit.png 979w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a>Zum 9. April ruft der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) unter dem Motto „Wir lassen uns nicht spalten! Gleicher Lohn für gleiche Arbeit – den Missbrauch von Leiharbeit und Werkverträgen beenden!“ bundesweit zu einer zentralen Kundgebung in München auf. Die Sozialistische Deutsche Arbeiterjugend (SDAJ) begrüßt diese Aktivitäten.</em></p>
<p>Während die CSU nur Blockadehaltung an den Tag legt, sieht der Koalitionsvertrag der Regierungsparteien SPD und CDU/CSU minimale Einschränkungen von Leiharbeit und Werkverträgen vor. Doch das geht nicht weit genug: Gerade wir als Jugendliche sind besonders stark von Leiharbeit und Werkverträgen betroffen. Die meisten Azubis wissen nicht, ob sie nach ihrer Ausbildung übernommen werden. Vielen von ihnen wird statt einer Festanstellung ein Vertrag bei einer Zeitarbeitsfirma angeboten.</p>
<p>LeiharbeiterInnen müssen immer öfter Arbeit verrichten, für die Vollzeitstellen gestrichen wurden. Am Städtischen Klinikum sowie am Klinikum der Universität München  zum Beispiel wird Leiharbeit für Springertätigkeiten und Krankenvertretung eingesetzt. Leiharbeit und Werkverträge werden also nicht „missbraucht“, sondern erfüllen ihren Zweck für’s Kapital: Den Unternehmern geht es dabei vor allem um Lohndumping, die Spaltung von Belegschaften und damit die Schwächung von betrieblicher Mitbestimmung und gewerkschaftlicher Durchsetzungsmacht.</p>
<p>Wenn der DGB nun gegen die Blockadehaltung mobil macht, unterstützen wir das. Falsch ist allerdings, sich auf die Versprechungen von CDU und SPD auszuruhen. Egal wie Leiharbeit und Werkverträge gestaltet werden: Sie bedeuten Abbau von Vollzeitstellen und Prekarisierung. Soziale Angriffe wie die Hartz-Reformen, die Tarifeinheit und die Freihandelsabkommen wie TTIP zeigen, für welche Interessen diese Regierung steht: Für die Interessen der Banken und Konzerne.</p>
<p>Bei dieser Gewerkschaft-feindlichen Politik waren bzw. sind Kanzler oder Minister mit sozialdemokratischem Parteibuch federführend. Dabei sind diese Reformen nie sozial gewesen. Und spätestens mit den Freihandelsabkommen zeigt sich wie wenig demokratisch es läuft. Als Kolleginnen und Kollegen, als Gewerkschaftsmitglieder können wir uns also nicht an der SPD-Führung orientieren: Mit dieser Partei kann keine Politik im Interesse der arbeitenden und lernenden Jugend gemacht werden.</p>
<p>Lasst uns stattdessen selber wieder lernen zu kämpfen. Wir müssen in den Gewerkschaften, in konkreten Auseinandersetzungen und Kämpfen klar machen, gegen wen wir gemeinsam streiken, gegen wen wir gemeinsam demonstrieren und protestieren. Gegen das Kapital, das versucht uns mittels Leiharbeit, Rassismus und Standortideologie zu spalten. Das wollen wir nicht hinnehmen. Denn der Kapitalismus hat uns nichts zu bieten. Wir brauchen ein System nach unseren Interessen!</p>
<p>Lasst uns unabhängig von den Regierungsparteien CDU, SPD und CSU <strong>für höhere Löhne</strong>, <strong>unbefristete Übernahme</strong> und ein System in dem es nicht um Profit geht kämpfen!</p>
<p>Setzen wir uns gemeinsam ein <strong>für die umfassende Schaffung von Vollzeitstellen</strong>! Und lasst uns heute laut und deutlich fordern: <strong>Leiharbeit und Werkverträge umgehend verbieten!</strong></p>
<p><a href="/wp-content/uploads/2016/04/160408_Leiharbeit-verbieten_web.pdf" rel="attachment wp-att-6456"><img decoding="async" class="alignleft wp-image-6458" src="/wp-content/uploads/2016/04/160408_Leiharbeit-verbieten_website3.png" alt="" width="600" height="270" srcset="https://www.sdaj.org/wp-content/uploads/2016/04/160408_Leiharbeit-verbieten_website3.png 1250w, https://www.sdaj.org/wp-content/uploads/2016/04/160408_Leiharbeit-verbieten_website3-300x135.png 300w, https://www.sdaj.org/wp-content/uploads/2016/04/160408_Leiharbeit-verbieten_website3-768x346.png 768w, https://www.sdaj.org/wp-content/uploads/2016/04/160408_Leiharbeit-verbieten_website3-1024x461.png 1024w" sizes="(max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.sdaj.org/2016/04/09/verbot-von-leiharbeit-und-werkvertraegen/">Verbot von Leiharbeit und Werkverträgen!</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.sdaj.org">SDAJ</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>„Wie auf der Hühnerstange“</title>
		<link>https://www.sdaj.org/2014/06/24/wie-auf-der-huehnerstange/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 24 Jun 2014 09:00:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Hintergrund]]></category>
		<category><![CDATA[Unsere Zukunft statt eure Profite!]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Leiharbeit]]></category>
		<category><![CDATA[WISAG]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitarbeit]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.sdaj.org/?p=5426</guid>

					<description><![CDATA[<p>Jannik*, 22 Jahre alt, über seine Zeit bei der WISAG Hallo Jannik! Du hast 10 Monate bei dem Dienstleistungskonzern WISAG gearbeitet. Wie kam es dazu? Ich habe mich für eine Stelle als Fachinformatiker beworben und habe einer Firma geschrieben, die in der Jobbörse war. Erst als sie zurückgeschrieben haben, habe ich erfahren, dass das eine [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.sdaj.org/2014/06/24/wie-auf-der-huehnerstange/">„Wie auf der Hühnerstange“</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.sdaj.org">SDAJ</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Jannik*, 22 Jahre alt, über seine Zeit bei der WISAG<a href="http://www.sdaj.org/wp-content/uploads/2014/06/wisag.jpg"><img decoding="async" class="alignright wp-image-5427 size-medium" src="http://www.sdaj.org/wp-content/uploads/2014/06/wisag-300x300.jpg" alt="wisag" width="300" height="300" srcset="https://www.sdaj.org/wp-content/uploads/2014/06/wisag-300x300.jpg 300w, https://www.sdaj.org/wp-content/uploads/2014/06/wisag-150x150.jpg 150w, https://www.sdaj.org/wp-content/uploads/2014/06/wisag-1024x1024.jpg 1024w, https://www.sdaj.org/wp-content/uploads/2014/06/wisag.jpg 1181w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a></p>
<p><em><strong>Hallo Jannik! Du hast 10 Monate bei dem Dienstleistungskonzern WISAG gearbeitet. Wie kam es dazu?</strong></em></p>
<p>Ich habe mich für eine Stelle als Fachinformatiker beworben und habe einer Firma geschrieben, die in der Jobbörse war. Erst als sie zurückgeschrieben haben, habe ich erfahren, dass das eine Zeitarbeitsfirma ist.</p>
<p>Da habe ich schon etwa zwei Monate eine Stelle gesucht und diese Zeitarbeitsfirma hat mir zugesichert, dass sie eine Stelle für mich finden. Innerhalb von 2, 3 Tagen habe ich diesen Job dann vermittelt bekommen und direkt angefangen zu arbeiten.</p>
<p><em><strong>Warst du der einzige Zeitarbeiter bei der WISAG?</strong></em></p>
<p>Nein, die meisten Mitarbeiter waren über Zeitarbeit beschäftigt oder sind zumindest über Zeitarbeit gekommen. In meiner Abteilung war ein großer Teil Leiharbeiter – wir haben in einem ziemlich kleinen Büro mit knapp 10 Leuten gesessen. „Wie auf der Hühnerstange“, haben die Kollegen aus den anderen Abteilungen immer gesagt. Und die Leiharbeit hat einen Teil von uns schon sehr gespalten, das hat ganz schön Druck gemacht. Es war sehr wichtig, wer wie schnell arbeitet.</p>
<p><em><strong>Wie ist man mit dir als Leiharbeiter umgegangen?</strong></em></p>
<p>Am Anfang wurde mir gesagt, dass ich dort ein halbes Jahr arbeiten müsse und dann übernommen werde. Nach einem halben Jahr habe ich dann mal nachgefragt – und da hat man mir Druck gemacht: Ich müsse mich mehr anstrengen und solle nicht mehr danach fragen.</p>
<p>Zwei Monate später habe ich dann doch wieder nachgefragt – und dann gab es immer irgendwelche ausreden, jetzt würden wir erstmal umziehen, der Chef würde es nicht wollen oder so.</p>
<p>Und man hat von Anfang an klargestellt: Der Lohn wird als Festangestellter noch schlechter – obwohl die WISAG schon sehr schlecht bezahlt. Bei der WISAG ging es vielen so wie mir: Große Unsicherheit, schlechte Löhne, hoher Druck.</p>
<p>Nach einem Umzug hat mir die Zeitarbeitsfirma dann gesagt, ich brauche am Montag nicht mehr kommen.</p>
<p><em> *Name geändert</em></p>
<p>Du willst mehr Infos zur WISAG? Dann schau doch mal<a href="http://www.sdaj-hessen.de/2014/06/19/wisag-frankfurter-ausbeutungsverein/"> hier </a>und schaue in ein paar Tagen nochmal auf unserer Homepage vorbei!</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.sdaj.org/2014/06/24/wie-auf-der-huehnerstange/">„Wie auf der Hühnerstange“</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.sdaj.org">SDAJ</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Frankfurt: WISAG heißt Billiglohn und Unsicherheit als Geschäftsmodell!</title>
		<link>https://www.sdaj.org/2014/06/24/frankfurt-wisag-heisst-billiglohn-und-unsicherheit-als-geschaeftsmodell/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 24 Jun 2014 09:00:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Outings]]></category>
		<category><![CDATA[Unsere Zukunft statt eure Profite!]]></category>
		<category><![CDATA[Ausbeuter]]></category>
		<category><![CDATA[Frankfurt]]></category>
		<category><![CDATA[Leiharbeit]]></category>
		<category><![CDATA[Outing]]></category>
		<category><![CDATA[WISAG]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.sdaj.org/?p=5431</guid>

					<description><![CDATA[<p>Die WISAG ist Frankfurts größter Arbeitgeber, schreibt über sich selbst: “WISAG ist Wertschätzung! WISAG heißt Einsatz! WISAG ist bunt!” – wie es real aussieht, damit beschäftigen wir uns. „reine Verarschung der Mitarbeiter!!!“, so beschreiben es die Kolleginnen und Kollegen der WISAG selber unter dem frechen Youtube-Video, das die WISAG-Leitung hochgeladen hat. Nach mehreren öffentlichen Berichten [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.sdaj.org/2014/06/24/frankfurt-wisag-heisst-billiglohn-und-unsicherheit-als-geschaeftsmodell/">Frankfurt: WISAG heißt Billiglohn und Unsicherheit als Geschäftsmodell!</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.sdaj.org">SDAJ</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die WISAG ist Frankfurts größter Arbeitgeber, schreibt über sich selbst: “WISAG ist</strong><a href="http://www.sdaj.org/wp-content/uploads/2014/06/wisag2.jpg"><img decoding="async" class="alignright size-medium wp-image-5432" src="http://www.sdaj.org/wp-content/uploads/2014/06/wisag2-300x300.jpg" alt="wisag2" width="300" height="300" srcset="https://www.sdaj.org/wp-content/uploads/2014/06/wisag2-300x300.jpg 300w, https://www.sdaj.org/wp-content/uploads/2014/06/wisag2-150x150.jpg 150w, https://www.sdaj.org/wp-content/uploads/2014/06/wisag2-1024x1024.jpg 1024w, https://www.sdaj.org/wp-content/uploads/2014/06/wisag2.jpg 1181w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><strong> Wertschätzung! WISAG heißt Einsatz! WISAG ist bunt!” – wie es real aussieht, damit beschäftigen wir uns.</strong></p>
<p>„reine Verarschung der Mitarbeiter!!!“, so beschreiben es die Kolleginnen und Kollegen der WISAG selber unter dem frechen Youtube-Video, das die WISAG-Leitung hochgeladen hat.</p>
<p>Nach mehreren öffentlichen Berichten über die unglaublich schlechten Arbeitsbedingungen  für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der verschiedenen WISAG-Abteilungen, tat sie das, um ihr Image aufzubessern.</p>
<p>Arbeitsverträge werden grundsätzlich auf ein Jahr befristet erteilt, im Bereich Flugzeugreinigung zum Beispiel mit einem Stundenlohn von 9€ brutto. Oft werden nur Teilzeitverträge abgeschlossen, so dass die Menschen gezwungen sind, mehrere Jobs gleichzeitig anzunehmen, um über die Runden zu kommen.</p>
<p>Es gibt mehrere Berichte darüber, das die WISAG-Leitung an manchen Standorten systematisch dafür sorgt, dass alle Arbeiterinnen und Arbeiter aufProbezeit anfangen sollen, dann aber einige Tage bevor diese endet gekündigt werden</p>
<p>Die WISAG aber ist nicht bloß ein „Ausbeuterverein“, wie es der oder die Kolleg/in sehr treffend beschreibt, sie stellt auch Ausbildungsplätze.</p>
<p>Faktisch verrichten die Azubis die gleiche Arbeit wie die Angestellten, aber für eine noch geringere Entlohnung.</p>
<p>In dieser Kleinzeitung findest du auch ein Interview mit einem ehemaligen WISAG-Angestellten, den wir kennenlernen durften und der von seinen Problemen und Situationen berichtet.</p>
<p>Diese Probleme sind keine Einzelfälle, sie betreffen alle Angestellten der WISAG, außer den Herrn Wisser, den Eigentümer der WISAG. Während wir die die eigentliche Arbeit machen, stopft er sich dafür die Profite in die Tasche.</p>
<p>Wir wollen mit diesen Erfahrungsberichten die WISAG in der Öffentlichkeit als Ausbeuter outen, um Druck aufzubauen und Verbesserungen zu erkämpfen. Dafür brauchen wir deine Hilfe! Melde dich bei uns – über Facebook, an &#105;&#x6e;&#102;&#x6f;&#64;&#x73;d&#97;&#x6a;&#45;&#x68;e&#x73;s&#101;&#x6e;&#46;&#x64;e, bei deiner SDAJ-Gruppe vor Ort!</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Wir fordern:</strong></p>
<p><strong>&#8211; Einen Mindestlohn von 12€!</strong></p>
<p><strong>&#8211; Das Verbot von Leiharbeit!</strong></p>
<p><strong>&#8211; Unbefristete Übernahme nach der Ausbildung!</strong></p>
<p><strong>&#8211; Weg mit unbezahlten Überstunden – stattdessen Arbeitszeitverkürzung und hin zur 35-Stunden-Woche!</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.sdaj.org/2014/06/24/frankfurt-wisag-heisst-billiglohn-und-unsicherheit-als-geschaeftsmodell/">Frankfurt: WISAG heißt Billiglohn und Unsicherheit als Geschäftsmodell!</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.sdaj.org">SDAJ</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
