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	<title>Telekom Archive - SDAJ</title>
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	<description>Sozialistische Deutsche Arbeiterjugend</description>
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	<title>Telekom Archive - SDAJ</title>
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		<title>Kein Netz im Entwicklungsland Deutschland &#8211; es führt kein Weg an der Telekom vorbei</title>
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		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 30 Mar 2020 09:47:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ausgabe 1/2020]]></category>
		<category><![CDATA[POSITION – Magazin der SDAJ]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ein Leben ohne Internet wäre heute nicht mehr vorstellbar, wenn man bedenkt, welche Rolle es in unserem Alltag spielt. Es nimmt Einfluss auf unsere Freizeitgestaltung, ist wichtiger Bestandteil in Schule, Uni und Betrieb und selbst beim Behördengang wären wir ohne den Anschluss an das World Wide Web aufgeschmissen. Dabei wird die Monopolstellung von Konzernen nirgends [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Leben ohne Internet wäre heute nicht mehr vorstellbar, wenn man bedenkt, welche Rolle es in unserem Alltag spielt. Es nimmt Einfluss auf unsere Freizeitgestaltung, ist wichtiger Bestandteil in Schule, Uni und Betrieb und selbst beim Behördengang wären wir ohne den Anschluss an das World Wide Web aufgeschmissen. Dabei wird die Monopolstellung von Konzernen nirgends so deutlich, wie bei großen IT-Konzernen. Google bestimmt, was wir finden, Facebook, mit wem wir kommunizieren und die Telekom bestimmt, wann, wie und wo Daten überhaupt übertragen werden. Denn die Telekom zählt zur sogenannten Netzwerk-Kategorie „Tier 1“ und bildet damit einer der elf Netzwerk-Knotenpunkte unseres Planeten. Das heißt, die Deutsche Telekom deckt einen der höchsten Vernetzungsbereiche ab und ist mit großen Unterseekabeln mit anderen Telekommunikations-Riesen verknüpft, muss sich also nicht in die Nutzung anderer Datenstraßen einkaufen. Jede Information, die deinen Computer verlässt, wird früher oder später durch die Leitungen der Telekom fließen. Vielleicht mag das für dich nichts Neues sein, es zeigt aber ganz gut auf, dass in Sachen Internet kein Weg an der Telekom vorbeiführt, noch nicht einmal für deren Konkurrenten. Was wir auch beachten müssen, ist, dass sie zu einem Drittel dem deutschen Staat gehört. Im Zuge der Postreform von 1995 wurde die ehemalige Deutsche Bundespost nämlich zum Großteil privatisiert. Viele Dinge, wie zum Beispiel der vermeintliche Netzwerkausbau, werden durch den Staat subventioniert, die dabei erwirtschafteten Gewinne fließen aber größtenteils in die Tasche privater Aktionäre.<br />
<strong><br />
Entwicklungsland in Sachen Breitband</strong><br />
Dabei bringen diese staatlichen Förderungen dem Großteil der Bevölkerung gar nichts. Deutschland ist in Sachen Glasfaserverkabelung Entwicklungsland. Nur etwa 3,2 % aller stationären Breitbandanschlüsse sind mit einem Glasfaserkabel verbunden und Grund dafür ist vor allem die sogenannte „Letzte Meile“, der Bereich zwischen dem Grauen Verteilerkasten in deiner Straße und deinem Keller. Diese letzte Meile besteht nämlich zum Großteil aus teilweise bis zu 80 Jahren alten Kupferkabeln, die weitaus weniger Daten pro Sekunde übermitteln können, als Kabel aus Glasfaser. Die Anbindung an das Glasfasernetz ist kostspielig und wenig lukrativ. Stattdessen setzt die Telekom auf eine wesentlich günstigere Methode, dem sogenannten „Vectoring“, eine Methode die noch einmal alles aus den Kupferkabel herausholt, indem sie die Störungseinflüsse auf den Leitungen reduziert. Vorausgesetzt, sie ist im Besitz der Telekom, was deren Machtstellung nur noch weiter stärkt. <strong>Wie wir wissen, werden Daten nicht nur per Kupfer- oder Glasfaser übermittelt, sondern auch mittels Funk-Frequenz und wie jeder von uns tagtäglich schmerzhaft erfährt, wimmelt es in Deutschland von Funklöchern.</strong> Der flächendeckende Ausbau von Funkmästen kostet nur, bringt keinen Gewinn und schneidet vor allem den ländlichen Teil gerne mal vom Rest der Bevölkerung ab. Investiert wird nur da, wo Industrie ist.</p>
<p><strong>Profit geht wie immer vor</strong><br />
<strong>Dabei ist eine schnelle Internetanbindung wichtig: Nicht nur zum schnellen Downloaden von Spielen oder zum einwandfreien Streamen von Netflixserien, sondern auch für den Datenverkehr von Krankenhäusern, kleinbürgerlichen Unternehmen oder Landwirte.</strong> Und auch für Kommunen, die durch schlechte Internetanbindung eine Abwanderung der Menschen und der Industrie erleben. Doch das interessiert Staat und Telekom recht wenig. Industrielle Ballungszentren und Großstädte &#8211; also Gegenden, in denen sich der Ausbau des Netzes lohnen &#8211; werden gefördert, der ländliche Raum bleibt auf der Strecke. Der Profit geht vor, wie das im Kapitalismus eben ist.</p>
<p><strong>5 G &#8211; die Lösung?</strong><br />
Gespannt dürfen wir deshalb auf den vielversprochenen Netzausbau warten. Seit über zehn Jahren macht die Regierung uns Versprechungen und nimmt die Digitalisierung auf ihre Agenda, jährlich wird zurückgerudert. Aktuell wird uns versprochen, dass wir 2025 mit flächendeckendem schnellem Internet rechnen können, vor fünf Jahren noch sprach man von diesem Jahr als erklärtes Ziel. Und nun ist das sogenannte 5 G-Netz in aller Munde, ein Ausbau des Funknetzes, welches hohe Übertragungsraten verspricht und in vielen Ländern der Erde schon Alltag ist. Nur Deutschland schläft wieder. Denn der Konzern, der 5G möglich macht, sitzt ausgerechnet in China. Das passt der USA gar nicht, die der BRD sogar mit Sanktionen droht, sollte Sie mit Huawei Geschäfte machen. Mal davon abgesehen, dass 5G wieder vor allem der Industrie nutzen wird, die das Ziel hat, damit beispielsweise autonomfahrende LKWS auf die Straßen zu bringen und nicht dem Bezirkskrankenhaus am Arsch der Welt, dass schnelles Internet vermutlich dringender benötigt: Die Thematik macht wieder einmal die Interessenskonflikte der Herrschenden deutlich. Auf die europäischen aber deutlich teureren Netzanbieter pochen, wie Nokia und Ericsson? Dem großen Bruder USA ans Bein pinkeln und doch Geschäfte mit China machen, die ebenfalls Erfahrung haben, vergleichsweise günstige Technologie anbieten und damit auch ein wenig die Abhängigkeit von den Amerikanern bricht? Die Interessen der Telekom durchsetzen, die aufgrund der Kosten gerne mit Huawei zusammenarbeiten würden? Vermutlich werden diese Spielchen noch eine ganze Weile gehen. Eines bleibt klar, wir – die wir in den ländlicheren Gegenden wohnen – werden erst einmal kein schnelleres Internet bekommen. Dafür müssten wir den Netzausbau schon selbst in die Hand nehmen und als fleißigeR LeserIn der Position weißt du natürlich, dass wir dafür für die Revolution streiten müssen.</p>
<p>Domi, Neumarkt</p>
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		<title>Standortdaten: nicht anonym, aber wirkungslos!</title>
		<link>https://www.sdaj.org/2020/03/25/standortdaten-nicht-anonym-aber-wirkungslos/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 25 Mar 2020 18:05:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Corona]]></category>
		<category><![CDATA[Coronakrise]]></category>
		<category><![CDATA[Covid-19]]></category>
		<category><![CDATA[Datenschutz]]></category>
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		<category><![CDATA[Internet]]></category>
		<category><![CDATA[Pandemie]]></category>
		<category><![CDATA[Telekom]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Anonymisierte Standortdaten sind weder anonym noch Sinnvoll!</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.sdaj.org/2020/03/25/standortdaten-nicht-anonym-aber-wirkungslos/">Standortdaten: nicht anonym, aber wirkungslos!</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.sdaj.org">SDAJ</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Seit einer Woche wird über die Nutzung von Standortdaten zur Coronabekämpfung berichtet. Was das bringen soll und welche Problem dabei entstehen, wird aber kaum diskutiert.</p>
<h2>Bitte Abstand halten: 1,5 Meter</h2>
<p>Dieser Abstand reicht aus um eine Übertragung des Coronavirus zu verhindern. Die Abstandsregel, von der zur Zeit überall geredet wird, ist nicht 10 Meter und auch nicht 30 Meter. Warum ist das relevant?<br />
In etwa so genau erfassen GPS bzw. Funkzellen den Standort eines Smartphones. In Städten und geschlossenen Räumen ist das meist sogar noch ungenauer. Wer das nicht glaubt, kann das zumindest für GPS auch leicht nachprüfen und sich den blauen Kreis um den eigenen Standort in Google Maps ansehen. Ein Beispiel: ich sitze aktuell in meinem Zimmer &#8211; alleine also ohne jede Ansteckungsgefahr. Der Kreis reicht aber bis auf die Straße. Im Haus unter mir ist ein Supermarkt, auch der befindet sich im Kreis. Aus Sicht meines Standorts habe ich also gerade sicherlich mit einigen Menschen Kontakt – anstecken werde ich aber keinen davon.<br />
In Israel sollten diese Techniken zur Kontaktnachverfolgung von Coronafällen verwendet werden. Auch in Deutschland kam letzte Woche die Forderung auf. Angeblich können dadurch Kontaktpersonen wesentlich schneller nachverfolgt werden. Der Großteil von angeblichen „Kontaktpersonen“ ist dabei aber nichts als Datenmüll. Standortdaten zur Coronabekämpfung sind also vor allem eins: wirkungslos</p>
<h2>Anonymisierung?! Gibt es nicht!</h2>
<p>Also alles halb so wild? Man könnte meinen die Preisgabe so unpräziser Daten ist dann also zumindest kein Problem. Außerdem sollen sie ja auch anonymisiert sein wie das Datenpaket, dass die großen Telekommunikationskonzerne Anfang letzter Woche „gespendet“ haben. Aber was bedeutet anonymisiert? Mein Name und meine Telefonnummer wurde vielleicht gelöscht und durch irgendeine zufällige Nummer ersetzt. Aber sind Daten, insbesondere Bewegungsdaten, deshalb schon anonym? Was nicht ausreicht um reale Kontaktpersonen zu identifizieren, reicht trotzdem aus um den Besitzer zu identifizieren. Bewegungsmuster sind eben sehr aussagekräftig. Nachts sind die aller meisten Menschen normalerweise bei sich zu Hause, tagsüber in der Arbeit. Wie viele Menschen gibt es die im gleichen Haus wohnen und die gleiche Arbeitsstelle haben? Und wie viele davon sind einmal die Woche z.B. beim gleichen Fußballtraining? Diese wenigen Informationen über einen Menschen reichen meist schon aus um herauszufinden, wer hinter angeblich „anonymen“ Daten steckt. Ab dann ist jeder Schritt nachverfolgbar und persönlich zuortbar. Die einzige Lösung die Daten weniger leicht rückverfolgbar zu machen ist ihre Genauigkeit zu reduzieren. Also beispielsweise nicht auf 30 Meter genau, sondern nur auf mehrere hundert Meter genau. Damit sinkt aber auch der eh schon geringe Nutzen zur Coronabekämpfung, denn hier kommt es ja auf eine möglichst hohe Genauigkeit an. Anonyme Bewegungsdaten gibt es also nicht.</p>
<h2>In der Coronakise ist der Politik jedes Mittel recht</h2>
<p>Das alles hat die Bundesregierung und das Robert-Koch-Institut jedoch nicht daran gehindert schon mal Interesse anzumelden. Anfang letzter Woche hielt der RKI Präsident die Nutzung von Standortdaten noch für „technisch und datenschutzrechtlich“ möglich und berichtete stolz von einem Team das entsprechende Auswertungen vorbereitet. Was genau der Nutzen der Daten sein soll? Wie eine tatsächliche Anonymisierung sichergestellt wird? Eine Debatte dazu war nicht vorgesehen. Stattdessen schickte die Telekom die ersten Daten los.<br />
Nach einiger Kritik an den Plänen rudern sie nun zurück. Seit dem Wochenende hat man die Möglichkeit der Datenweitergabe individuell zu widersprechen. Das ist sicher sinnvoll, nur reicht das nicht aus. Auch in der Coronakrise muss man dem Staat auf die Finger schauen, wenn er nach unseren Rechten greift. Nicht jede Maßnahme ist unbedingt sinnvoll, geschweige denn von der Gesellschaft gewollt. Beim Durchdrücken der Polizeigesetze hat der Staat auch schon gezeigt, dass er sich im Zweifel auch über Widerstand hinwegsetzt. Ohne unseren Widerstand, wird er also beim nächsten Versuch sicher nicht aufzuhalten sein. Staatliche Überwachung bliebt staatliche Überwachung &#8211; trotz Corona.</p>
<p>Zu der Frage der Genauigkeit von Standortdaten:</p>
<blockquote class="wp-embedded-content" data-secret="hWryl2Jyif"><p><a href="https://netzpolitik.org/2020/zeig-mir-deinen-standort-und-ich-sage-dir-ob-du-vielleicht-krank-bist/">Zeig mir deinen Standort und ich sage dir, ob du vielleicht krank bist</a></p></blockquote>
<p><iframe class="wp-embedded-content" sandbox="allow-scripts" security="restricted"  title="&#8222;Zeig mir deinen Standort und ich sage dir, ob du vielleicht krank bist&#8220; &#8211; netzpolitik.org" src="https://netzpolitik.org/2020/zeig-mir-deinen-standort-und-ich-sage-dir-ob-du-vielleicht-krank-bist/embed/#?secret=oV5c78TYEW#?secret=hWryl2Jyif" data-secret="hWryl2Jyif" width="600" height="338" frameborder="0" marginwidth="0" marginheight="0" scrolling="no"></iframe></p>
<p>Zur Frage der Anonymisierbarkeit von Standortdaten:</p>
<blockquote class="wp-embedded-content" data-secret="JNI4YwNFmp"><p><a href="https://netzpolitik.org/2020/unverhofftes-datengeschenk/">Unverhofftes Datengeschenk</a></p></blockquote>
<p><iframe class="wp-embedded-content" sandbox="allow-scripts" security="restricted"  title="&#8222;Unverhofftes Datengeschenk&#8220; &#8211; netzpolitik.org" src="https://netzpolitik.org/2020/unverhofftes-datengeschenk/embed/#?secret=hmhWu5hUkv#?secret=JNI4YwNFmp" data-secret="JNI4YwNFmp" width="600" height="338" frameborder="0" marginwidth="0" marginheight="0" scrolling="no"></iframe></p>
<p>Zur Frage der Nützlichkeit von Standortdaten:<br />
https://www.neues-deutschland.de/artikel/1134510.datenschutz-corona-app-nein-danke.html</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.sdaj.org/2020/03/25/standortdaten-nicht-anonym-aber-wirkungslos/">Standortdaten: nicht anonym, aber wirkungslos!</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.sdaj.org">SDAJ</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>#erlebenwasverschwindet zu #erkämpfenwaswirbrauchen</title>
		<link>https://www.sdaj.org/2016/02/03/erlebenwasverschwindet-zu-erkaempfenwaswirbrauchen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 03 Feb 2016 10:11:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Betrieb und Gewerkschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Printmaterial]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeitszeitverkürzung]]></category>
		<category><![CDATA[Personalabbau]]></category>
		<category><![CDATA[Streik]]></category>
		<category><![CDATA[Tarifkampf]]></category>
		<category><![CDATA[Telekom]]></category>
		<category><![CDATA[ver.di]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Tarifrunde 2016 Die deutsche Telekom läuft auf Hochtouren. 2014 verdreifacht sie ihre Gewinne, und auch 2015 steht sie mit fast zweistelligem Umsatzwachstum außerordentlich gut da – die Aktionäre freuen sich. Doch bei euch sieht es anders aus: Im März stehen wie jedes Jahr die Tarifauseinandersetzungen zwischen ver.di und der Geschäftsleitung an – es geht um [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.sdaj.org/2016/02/03/erlebenwasverschwindet-zu-erkaempfenwaswirbrauchen/">#erlebenwasverschwindet zu #erkämpfenwaswirbrauchen</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.sdaj.org">SDAJ</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h2>Tarifrunde 2016</h2>
<p>Die deutsche Telekom läuft auf Hochtouren. 2014 verdreifacht sie ihre Gewinne, und auch 2015 steht sie mit fast zweistelligem Umsatzwachstum außerordentlich gut da – die Aktionäre freuen sich.</p>
<p>Doch bei euch sieht es anders aus: Im März stehen wie jedes Jahr die Tarifauseinandersetzungen zwischen ver.di und der Geschäftsleitung an – es geht um ein Lohnplus von 5%, eine stärkere Anhebung der unteren Lohngruppen und den Ausschluss von Beendigungskündigungen. Denn trotz Gewinne droht die Telekom mit Personalabbau in einigen Geschäftsbereichen – alles in allem Gründe genug, dass ihr selbst aktiv in die Auseinandersetzung einzugreifen: Bei Warnstreiks, Verhandlungsrunden und in der Diskussion mit den Kollegen und Kolleginnen.</p>
<p><strong>Ausbildungsplatzabbau trotz Gewinne</strong></p>
<p>Auch bei der Jugend zeigt  die Geschäftsführung harte Kante: Zwar konnte im Zusammenhang mit #erlebenwasverschwindet die massive Senkung der Ausbildungsplätze abgemildert werden – deutlich weniger als vorher sind es aber dennoch. Als Ausgleich fordert ver.di im Ausbildungsbereich  die Erhöhung der Vergütung für Auszubildende und Dual Studierende und der Einmalprämie für „EQs“ (Einstiegsqualifizierung) um 60 Euro. Außerdem wird die Anhebung der Unterhaltsbeihilfe für Auszubildende, die für die Ausbildung umziehen müssen, gefordert. Die geforderte Erhöhung für die Einmalprämie für „EQs“ ist gut und richtig, wir sollten aber dennoch nicht die Augen davor verschließen, wohin die Geschäftsführung will: Weniger Ausbildungsplätze, mehr „EQs“: Denn die sind wesentlich günstiger und wer nach dem Jahr für gut befunden wurde kann einen der nun weniger gewordenen Ausbildungsplätze bekommen – und braucht etwas weniger Anleitung und kann mehr für den Gewinn des Unternehmens arbeiten.</p>
<p><strong>Gemeinsam konsequent kämpfen – Gegen Personalabbau und für Arbeitszeitverkürzung!</strong></p>
<p>Es heißt also, sich nicht in „EQs“ und Azubis spalten zu lassen, sondern gemeinsam das Erkämpfen was nötig ist: Ein Ende des Ausbildungsplatzabbaus und einen Lohn, der zum Leben reicht! Das wird aber mit Sicherheit nicht in noch so geschickten Verhandlungen zu erreichen sein.Die Aktionen während des #erlebenwasverschwindet waren gut, doch letztlich müssen wir einen Schritt weiter gehen. Denn das Unternehmen verfolgt das Ziel, die Erwartungen der Aktionäre – der Eigentümer des ehemaligen Staatsunternehmens – auf Teufel komm raus zu befriedigen. Ohne Arbeitskämpfe und die Bereitschaft zum Streik werdet ihr den Kürzeren ziehen.</p>
<p>Es kommt also darauf an, dass ihr euch alle, ob Angestellte, Beamte, Auszubildende oder Studierende, in der Gewerkschaft organisieren und dort ein entschlossenes und kämpferisches Vorgehen einfordern!</p>
<p>Vor dem Hintergrund des andauernden Personalabbaus und der Einschnitte bei Ausbildung und Übernahme wird es auch Zeit, den Kampf um die Verkürzung der Wochenarbeitszeit aufzunehmen. Denn langfristig können so Stellenabbau, Befristung und prekäre Jobs gebremst werden – wenn jeder und jede von uns bei gleichem Lohn weniger arbeitet, müssen die Unternehmen mehr Menschen einstellen und Teilzeit und Befristung in unbefristete Vollzeitstellen umwandeln. Daher:</p>
<p>30 Stunden bei vollem Lohn- und Personalausgleich!</p>
<p>Hier kannst du die Solierklärung als Flyer runterladen: [download id=&#8220;82&#8243;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.sdaj.org/2016/02/03/erlebenwasverschwindet-zu-erkaempfenwaswirbrauchen/">#erlebenwasverschwindet zu #erkämpfenwaswirbrauchen</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.sdaj.org">SDAJ</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Tarifticker #2-2014</title>
		<link>https://www.sdaj.org/2014/03/15/tarifticker-2-2014/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 15 Mar 2014 20:48:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[POSITION – Magazin der SDAJ]]></category>
		<category><![CDATA[Öffentlicher Dienst]]></category>
		<category><![CDATA[POSITION]]></category>
		<category><![CDATA[Tarifkampf]]></category>
		<category><![CDATA[Tarifverhandlungen]]></category>
		<category><![CDATA[Telekom]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Richtige Richtung, aber noch zu wenig Andi, Azubi bei der Telekom: Die Tarifforderung für festangestellte KollegInnen von 5,5 % mehr Lohn und 65 € mehr für die Auzubis ist notwendig, denn die Lebenserhaltungskosten steigen permanent. Für EQ-PraktikantInnen* gibt es 500€, wenn sie übernommen werden. Diese Forderung ist zwar immer noch zu wenig, aber trotzdem als [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.sdaj.org/2014/03/15/tarifticker-2-2014/">Tarifticker #2-2014</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.sdaj.org">SDAJ</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h2>Richtige Richtung, aber noch zu wenig</h2>
<h3>Andi, Azubi bei der Telekom:</h3>
<p><div id="attachment_5180" style="width: 310px" class="wp-caption alignright"><a href="http://www.sdaj.org/wp-content/uploads/2014/04/akt_tarifticker_1.jpg" class="broken_link"><img fetchpriority="high" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-5180" src="http://www.sdaj.org/wp-content/uploads/2014/04/akt_tarifticker_1-300x206.jpg" alt="Auf dem Weg zur Telekom. Telekom-Beschäftigte am Warnstreik am 9. April 2014 (Foto: ver.di / CC BY-SA)" width="300" height="206" class="size-medium wp-image-5180" srcset="https://www.sdaj.org/wp-content/uploads/2014/04/akt_tarifticker_1-300x206.jpg 300w, https://www.sdaj.org/wp-content/uploads/2014/04/akt_tarifticker_1.jpg 468w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p id="caption-attachment-5180" class="wp-caption-text"><span class='media-license__caption'>Auf dem Weg zur Telekom. Telekom-Beschäftigte am Warnstreik am 9. April 2014 (Foto: ver.di / CC BY-SA)</span></p></div>Die Tarifforderung für festangestellte KollegInnen von 5,5 % mehr Lohn und 65 € mehr für die Auzubis ist notwendig, denn die Lebenserhaltungskosten steigen permanent. Für EQ-PraktikantInnen* gibt es 500€, wenn sie übernommen werden. Diese Forderung ist zwar immer noch zu wenig, aber trotzdem als Schritt in die richtige Richtung zu werten! Denn EQ&#8217;ler erbringen die gleichen Leistungen wie andere Auszubildendende. Gerechter wäre es allerdings, wenn EQ&#8217;ler grundsätzlich das komplette 1. Ausbildungsjahr nachbezahlt bekommen würden. So wie es aktuell aussieht möchte die Telekom einen schnellen Tarifabschluss, um den geplanten Stellenabbau bei T-Systems möglichst ohne nennenswerte Gegenwehr durchziehen zu können.<br />
* siehe WessenWelt, Seite 14</p>
<h2>Jetzt Druck aufbauen und mehr erreichen</h2>
<h3>Tom, Aktiv in der ver.di Jugend München:</h3>
<p><div id="attachment_5177" style="width: 310px" class="wp-caption alignright"><a href="http://www.sdaj.org/wp-content/uploads/2014/04/akt_tarifticker_2.jpg"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-5177" src="http://www.sdaj.org/wp-content/uploads/2014/04/akt_tarifticker_2-300x200.jpg" alt="Machen ordentlich Druck. Azubis am Warnstreik am 26. März 2014 in München (Foto: Tom Talsky, ver.di München / CC BY-SA)" width="300" height="200" class="size-medium wp-image-5177" srcset="https://www.sdaj.org/wp-content/uploads/2014/04/akt_tarifticker_2-300x200.jpg 300w, https://www.sdaj.org/wp-content/uploads/2014/04/akt_tarifticker_2.jpg 1024w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p id="caption-attachment-5177" class="wp-caption-text"><span class='media-license__caption'>Machen ordentlich Druck. Azubis am Warnstreik am 26. März 2014 in München (Foto: Tom Talsky, ver.di München / CC BY-SA)</span></p></div>100 Euro mehr pro Monat fordert die Tarifkommission für alle Azubis in den Tarifverhandlungen im Öffentlichen Dienst. Mehr ein Tropfen auf den heißen Stein würde ich sagen, das sind nur 10 Euro mehr als wir das letzte mal erreicht haben. Im ersten Ausbildungsjahr würden Azubis damit 893,26 Euro im Monat verdienen – eine kleine Wohnung in München kostet locker 550 bis 600 Euro. Viel übrig fürs Leben bleibt da natürlich nicht. Meiner Meinung nach hätte da mehr gefordert werden müssen, ein selbstbestimmtes Leben finanziert sich nunmal nicht durch den Geldbeutel der Eltern. Aber am besten bekommen wir die Azubis durch die Forderung nach unbefristeter Übernahme auf die Straße, denn ohne Perspektive auf eine Übernahme in Vollzeit, ohne Leiharbeit und Werksvertrag, brauchen wir auch nicht über Münchner Mietpreise jammern. Dabei müssen wir acht geben und wirklich eine Übernahmegarantie erkämpfen – nicht nur „nach Bedarf“ oder „wenn es betrieblich zu verantworten ist“, denn das waren und sind Scheunentore, die am Ende nur den Dienstherren helfen und die in der letzten Tarifrunde nur ein Teilerfolg waren. Wir müssen diese Forderung aber auch mit einer verbindlichen Ausbildungsquote verknüpfen, sonst läuft sie irgendwann ins Leere. Positiv zu bewerten ist die Forderung nach 30 Urlaubstagen für alle, eben auch für Azubis, da gab es in der letzten Auseinandersetzung sehr viel Stunk aus den Betrieben, als ver.di sich aufgrund eines Urteils eines Arbeitsgerichts nicht traute, dies durchzusetzen. Klar ist allerdings: Wir müssen ordentlich Druck aufbauen und mit den Azubis die Warnstreiks und hoffentlich auch Streiks rocken. Das Motto der Jugend ist nicht umsonst YOLO², also „you only live once hoch zwei“, denn wir haben nur ein Leben und deshalb ist es jetzt an der Zeit für die unbefristete Übernahme, für eine Ausbildungsplatzgarantie und für eine Azubivergütung, die für ein selbstbestimmtes Leben reicht. Und nur im gemeinsamen Kampf, also im Streik, können wir den Dienstherren ordentlich Feuer unterm Hintern machen.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.sdaj.org/2014/03/15/tarifticker-2-2014/">Tarifticker #2-2014</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.sdaj.org">SDAJ</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Keine Servicestelle</title>
		<link>https://www.sdaj.org/2012/12/01/keine-servicestelle/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 01 Dec 2012 12:42:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[POSITION – Magazin der SDAJ]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeiterinnenjugendpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeiterjugendpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Ausbildung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Fight for your right! Die Interessensvertretungskolumne Sebastian hat keine Lust auf Kaffee und Kuchen mit der Geschäftsführung. In der Auszubildendenvertretung ist er trotzdem. „Gehst du zur AV-Wahl? Weißt du, wozu eine AV nötig ist?“ Die Wahl der Auszubildendenvertetung (AV) bei der Telekom steht an – auch im Ausbildungsstandort Kiel. Sebastian macht Werbung für die Wahl. [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h2>Fight for your right! Die Interessensvertretungskolumne</h2>
<h3>Sebastian hat keine Lust auf Kaffee und Kuchen mit der Geschäftsführung. In der Auszubildendenvertretung ist er trotzdem.</h3>
<p><strong>„Gehst du zur AV-Wahl? Weißt du, wozu eine AV nötig ist?“ Die Wahl der Auszubildendenvertetung (AV) bei der Telekom steht an – auch im Ausbildungsstandort Kiel. Sebastian macht Werbung für die Wahl. Und das ist auch nötig:  Außer der alten AV und den neuen KandidatInnen interessiert sich kaum jemand dafür.</strong></p>
<p>„Viele halten die AV für eine der tausend Servicestellen bei der Telekom, an die man sich wenden kann.“ Die alte AV ist daran nicht ganz unschuldig. Die Azubis kriegen nur wenig davon mit, was in der AV läuft. Trotzdem sitzt das Problem tiefer: „Bei der Telekom ist die Interessenvertretung sehr institutionalisiert. Es finden viele Gespräche statt – aber das ist eher, wie wenn zwei Behörden sich um einen Kuchen streiten. Da feilscht der Ober-AVler mit dem Ober-Geschäftsführer.“ In solchen Verhandlungen gibt es oft Erfolge und Verbesserungen für die Beschäftigten. Aber wie solche Verhandlungen ablaufen, davon bekommen die KollegInnen kaum etwas mit. Und das heißt auch: Sie sehen überhaupt keinen Grund, selbst für ihre Interessen aktiv zu werden. „Von der alten AV kam ganz viel Stellvertretergehabe: Wir kennen eure Probleme und kümmern uns drum.“ In der Gewerkschaft sieht das nicht viel anders aus. Die Beschäftigten der Telekom sind gut organisiert, es gibt eine offensive Mitgliederwerbung. Es ist selbstverständlich, bei ver.di zu sein. Ich habe den Wisch unterschrieben, ich zahle meine Beiträge, und wenn zum Streik aufgerufen wird, gehe ich mit. Aber mehr auch nicht, so sehen es die meisten – das ist mehr als in vielen anderen Betrieben. „Aber man könnte doch auch im Betrieb viel mehr machen“, sagt Sebastian. Zum Beispiel die Cafeteria – die gibt es nämlich nicht, obwohl insgesamt rund 300 Leute an dem Standort arbeiten. Oder die Übernahme.  Telekom bildet aus, übernimmt aber wenig, und wenn, dann oft in die unternehmenseigene Leiharbeitsfirma. Daran ließe sich nur etwas ändern, wenn die Azubis selbst aktiv werden, wenn sie Druck auf die Geschäftsführung aufbauen. An der Versammlung,  auf der die ver.di-Mitglieder die Liste für die AV-Wahlen bestimmt haben, waren diesmal 35 Leute, 20 Azubis haben für die AV kandidiert.Viel mehr als sonst. Die Diskussionen haben geholfen, das Interesse ist gestiegen. Auch Sebastian wurde gewählt. Warum er kandidiert hat? „Die AV-Arbeit ist keine schöne Arbeit – ich habe keine Lust, mich zu Kaffee und Kuchen mit der Geschäftsführung zu treffen. Aber es gibt Probleme, und wenn man Leute dahinter hätte, könnte man da auch was machen.“ Es geht darum, dass die KollegInnen selbst aktiv werden – denn so lernen wir,  auch höhere Forderungen durchzusetzen.<br />
„Wir müssen klarstellen, dass wir eine Interessenvertretung sind und keine Servicestelle“, sagt Sebastian. Zum Beispiel mit Aktionen für die Übernahme aller Azubis.</p>
<p><strong>Olaf, Frankfurt</strong></p>
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