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	<title>Film Archive - SDAJ</title>
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	<title>Film Archive - SDAJ</title>
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		<title>Likes und Dislikes #6/16</title>
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		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 29 Dec 2016 07:00:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ausgabe 6/2016]]></category>
		<category><![CDATA[POSITION – Magazin der SDAJ]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Präsidentin – düsterer Comicroman aus Frankreich mit gut recherchierten Hintergründen Mai 2017: Marine Le Pen, Führerin der rechtsradikalen Front National, gewinnt die Präsidentenwahl in Frankreich. Jetzt werden revolutionäre Neukaledonier, auf den französischen Inseln im Pazifik, von der Pariser Zentralarmee gekillt. Im Lehrplan sollen Kolonialverbrechen dem Nationalstolz weichen. Le Pen droht den Medien und intensiviert [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_7077" style="width: 160px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-7077" class="size-thumbnail wp-image-7077" src="/wp-content/uploads/2016/12/POSITION6_16_fbpost-150x150.jpg" alt="Dieser Artikel ist aus der aktuellen POSITION, dem Magazin der SDAJ. Du kannst es für 10€ jährlich abonnieren unter &#x70;&#x6f;&#115;i&#x74;&#x69;&#111;&#110;&#64;&#x73;&#x64;&#97;&#106;&#46;&#x6f;&#x72;&#103;" width="150" height="150" srcset="https://www.sdaj.org/wp-content/uploads/2016/12/POSITION6_16_fbpost-150x150.jpg 150w, https://www.sdaj.org/wp-content/uploads/2016/12/POSITION6_16_fbpost-300x300.jpg 300w, https://www.sdaj.org/wp-content/uploads/2016/12/POSITION6_16_fbpost-768x768.jpg 768w, https://www.sdaj.org/wp-content/uploads/2016/12/POSITION6_16_fbpost.jpg 800w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /><p id="caption-attachment-7077" class="wp-caption-text"><span class='media-license__caption'>Dieser Artikel ist aus der aktuellen POSITION, dem Magazin der SDAJ. Du kannst es für 10€ jährlich abonnieren unter &#112;&#x6f;s&#105;&#x74;&#105;&#x6f;n&#64;&#x73;d&#x61;&#x6a;&#46;&#x6f;r&#103;</span></p></div>
<p><strong>Die Präsidentin – düsterer Comicroman aus Frankreich mit gut recherchierten Hintergründen</strong><br />
Mai 2017: Marine Le Pen, Führerin der rechtsradikalen Front National, gewinnt die Präsidentenwahl in Frankreich. Jetzt werden revolutionäre Neukaledonier, auf den französischen Inseln im Pazifik, von der Pariser Zentralarmee gekillt. Im Lehrplan sollen Kolonialverbrechen dem Nationalstolz weichen. Le Pen droht den Medien und intensiviert die Überwachung. Arbeitslose, die aus dem Maghreb stammen, werden deportiert.<br />
Da folgen Massendemos gegen Sozialabbau, Abschiebung und den Spitzelstaat. Teil dieser Bewegung ist Steph, der bald den Blog résistance.fr gründet – zu Ehren seiner Oma Antoinette, einer Partisanin. Es kommt, wie es kommen muss: eines Tages stürmen die Bullen Stephs Bude. Und im Hintergrund stehen Identitäre bereit, die Macht im Staat zu übernehmen.<br />
François Dupraire und Farid Boudjellal legen mit Die Präsidentin einen düsteren Comicroman vor. Grundlage des Plots bildet das Parteiprogramm der Front National, besonders ihre Vorhaben für die ersten hundert Tage im Elysée-Palast. Die meisten Charaktere gibt es wirklich, die Hintergründe sind gut recherchiert, die Zeichnungen und Graphiken detailverliebt wie realistisch. Dupraire und Boudjellal kritisieren auch François Hollande, der Ausnahmezustand und Austerität nach Charlie Hebdo hip machte.<br />
Trotz einiger überholter Fakten ist das Werk lesbar. Allein die Randstory um Steph wirkt gestelzt, was das Vergnügen deutlich mindert. Fazit: Borgen statt bezahlen.<br />
<em> Tim, Marburg <span class="unitabchar"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/16.0.1/72x72/1f449.png" alt="👉" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></span></em><br />
<em> François Dupraire/Farid Boudjellal | Die Präsidentin | Jacoby&amp;Stuart, 2016 | 19,95€ oder bei Bekannten ausleihen</em></p>
<p><strong>Valiant Hearts – historisch korrektes Computerspiel zum Ersten Weltkrieg</strong><br />
Seit 2014 beschäftigen sich viele Medien mit dem 1. Weltkrieg. Auch Computerspiele: Mit Battlefield 1 und Verdun sind gleich zwei Ego-Shooter rausgekommen, die sich den „Great War“ vornehmen. Den Beginn machte das spielbare Graphic Novel Valiant Hearts, das im Jahr 2014 auf den Markt kam und einen anderen Ansatz verfolgte, als die Spieler mit dem Ziel möglichst vieler „Killls“ in die Schützengräben zu schicken.<br />
Die Geschichte, im Stil des französischen „bédé“ animiert, folgt Menschen in die Wirren des Krieges und zeigt, wie Familien auseinander gerissen werden. Nationalität, „Rasse“ und Klasse trennt die Menschen im Krieg, aber lässt sie auch vereint (leider nur auf individuellem Level) in Freundschaft und Liebe für Menschlichkeit und ums Überleben kämpfen.<br />
So spielen wir einen deutschen Landarbeiter in Frankreich, der von seiner jungen Familie getrennt gegen die Franzosen eingezogen wird und wir folgen einem Fremdenlegionär kreolischer Abstammung, der gegen Rassismus und für die Rache an deutschen Bomben kämpft.<br />
Fazit: Wer mal Pause von der mal mehr, mal weniger realistischen Balleraction braucht oder wem es nicht reicht, eine Geschichte nur zu lesen, dem sei dieses Anti-Kriegsspiel ans Herz gelegt. Die Logikrätsel sind nicht die aller schwersten, aber die mal heitere, mal äußerst tragische Geschichte mit ihren liebenswerten Charakteren wiegt das alle mal auf. Und eine Historikerkommission hat dem Spiel sogar einen Preis für seine historische Exaktheit verliehen.<br />
<em> Alan, Siegen<span class="unitabchar"> <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/16.0.1/72x72/1f44d.png" alt="👍" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></span></em><br />
<em> Simon Chocquet-Bottani/Yoan Fanise | Valiant Hearts – The Great War | Ubisoft, 2014, ab 12 Jahren | Zum Download für 14,95€</em></p>
<p><strong><img decoding="async" class="alignright size-medium wp-image-7093" src="/wp-content/uploads/2016/12/52.2_6-16_cb-likes-alle2-300x300.png" alt="52-2_6-16_cb-likes-alle2" width="300" height="300" srcset="https://www.sdaj.org/wp-content/uploads/2016/12/52.2_6-16_cb-likes-alle2-300x300.png 300w, https://www.sdaj.org/wp-content/uploads/2016/12/52.2_6-16_cb-likes-alle2-150x150.png 150w, https://www.sdaj.org/wp-content/uploads/2016/12/52.2_6-16_cb-likes-alle2-768x768.png 768w, https://www.sdaj.org/wp-content/uploads/2016/12/52.2_6-16_cb-likes-alle2-1024x1024.png 1024w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" />Einfach das Ende der Welt – intensives Filmdrama mit starken Charakteren</strong><br />
Nach jahrelanger Abwesenheit kommt Louis zu seiner Familie. Er will ihnen mitteilen, dass er mit 34 Jahren, beruflich erfolgreich und gefeiert, nicht mehr lange zu leben hat. Obwohl er mit seiner Familie kaum Kontakt hält, möchte er sich persönlich verabschieden. Obwohl der wortkarge Individualist so gut und zielstrebig durchs Leben und seine Karriere ging, fesselt auch ihn das fremde Zuhause. Nicht harmonisch oder gemütlich ist es da, sondern laut, cholerisch und unangenehm.<br />
Der 27-jährige Regisseur Xavier Dolan schafft es ohne Romantik und Sentimentalität das vertrakte Verhältnis zur eigenen Familie, die aufgezwungene und unausweichliche Enge der familiären Bindung, darzustellen. Abgeklärt und ergreifend inszeniert er fünf Charaktere, die sich hinter Selbstzweifel und Aggression verstecken. Die Facetten der Figuren sind zwar dick aufgetragen, jedoch nicht zu überzeichnet.<br />
Mit der Verfilmung des gleichnamigen Theaterstücks von Jean-Luc Lagarce hat Dolan erneut einen großen Film gemacht. Viele Kommentatoren lassen nichts gutes an dem Streifen, nennen ihn enttäuschend und unbefriedigend. Zwar bricht Dolan mit dem Stil seiner bisherigen Filme wie „I killed my mother“, „Herzensbrecher“, „Mommy“ und anderen Teeni-Dramen. Doch er zeigt mit der selben Intensität die schönen und schmerzlichen Seiten von Beziehungen. Der Film ist sicher nicht immer angenehm, wozu die ständigen Nahaufnahmen auch beitragen, aber sicherlich intensiv und sehenswert.<br />
<em>Mark, München<span class="unitabchar"> <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/16.0.1/72x72/1f44d.png" alt="👍" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></span></em><br />
<em> Xavier Dolan, nach einer Geschichte von Jean-Luc Lagarce | Einfach das Ende der Welt | Kanada/Frankreich 2016, ab 12 Jahren | 1 Std. 39 Min. | Kinostart: 29. Dezember 2016</em></p>
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		<title>Likes und Dislikes aus der POSITION #5/16</title>
		<link>https://www.sdaj.org/2016/11/10/likes-und-dislikes-aus-der-position-516/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 10 Nov 2016 11:53:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ausgabe 5/2016]]></category>
		<category><![CDATA[POSITION – Magazin der SDAJ]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Dieses Mal: Online-Messenger, das Buch &#8218;Die Aula&#8216; und der Film &#8218;Die Mitte der Welt&#8216; Die Mitte der Welt &#8211; Coming of Age statt Coming Out Die Verfilmung von „Die Mitte der Welt“ erzählt von Phil. Er wächst mitten im Nirgendwo mit seiner melancholisch-feindseligen Zwillingsschwester Dianne und seiner liebevollen aber unkonventionellen Mutter Glass auf. Phils beste [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><em>Dieses Mal: Online-Messenger, das Buch &#8218;Die Aula&#8216; und der Film &#8218;Die Mitte der Welt&#8216;</em></p>
<div id="attachment_7039" style="width: 310px" class="wp-caption alignright"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-7039" class="size-medium wp-image-7039" src="/wp-content/uploads/2016/11/45.1_5-16_cb_likes-doppelseite2-300x300.png" alt=" Die Mitte der Welt, Deutschland/Österreich, Regie: Jakob M. Erwa, 115 Minuten, Kinostart: 10. November. Nach einem Roman von Andreas Steinhöfel." width="300" height="300" srcset="https://www.sdaj.org/wp-content/uploads/2016/11/45.1_5-16_cb_likes-doppelseite2-300x300.png 300w, https://www.sdaj.org/wp-content/uploads/2016/11/45.1_5-16_cb_likes-doppelseite2-150x150.png 150w, https://www.sdaj.org/wp-content/uploads/2016/11/45.1_5-16_cb_likes-doppelseite2-768x768.png 768w, https://www.sdaj.org/wp-content/uploads/2016/11/45.1_5-16_cb_likes-doppelseite2-1024x1024.png 1024w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /><p id="caption-attachment-7039" class="wp-caption-text"><span class='media-license__caption'>Die Mitte der Welt, Deutschland/Österreich, Regie: Jakob M. Erwa, 115 Minuten, Kinostart: 10. November. Nach einem Roman von Andreas Steinhöfel.</span></p></div>
<p><strong>Die Mitte der Welt &#8211; Coming of Age statt Coming Out</strong><br />
Die Verfilmung von „Die Mitte der Welt“ erzählt von Phil. Er wächst mitten im Nirgendwo mit seiner melancholisch-feindseligen Zwillingsschwester Dianne und seiner liebevollen aber unkonventionellen Mutter Glass auf. Phils beste Freundin Kat scheint genauso speziell zu sein, wie Phils Familienkonstellation. Wechselnde Haarfarben, exzentrischer Kleidungsstil und Lebensfreude sind ganz anders, als die Nachbarn im Dorf. Ohnehin schon chaotisch, wird Phils Leben so richtig turbulent, als sein neuer Mitschüler Nicholas die Bühne betritt.<br />
Hier zeigt sich wie cool Buch und Film mit einer ganz entspannten Haltung gegenüber einem höchst problematischen Thema umgehen: Homosexualität. Problematisch ist nicht, dass der Phil auf Jungs steht. Doch sich zu outen ist, gerade in der Provinz, in dem meisten Fällen immer noch furchtbar. Doch auf Problematik verzichtet der Film. Hingegen zeichnet er eine Welt, die sich dadurch auszeichnet, mit Gelassenheit die Normalität von Liebe und Sexualität zwischen Menschen in Szene zu setzen. Dass der Schönling Nicolas sodann gar auf Phil, der ihn tagelang schüchtern beobachtet, zugeht und sie gemeinsam in die Sportumkleide gehen, ist so bald nicht mehr überraschend.<br />
Dabei ist der Film keineswegs Wohlfühlkino. Wer auf Coming-of-Age-Filme steht, sich an starken Frauenfiguren, Vater-Issues, dunklen Geheimnissen, ganz dicken Gefühlen und unkonventionellen Familienkonstellationen und hier und da mal Pipi in den Augen erfreut, dem sei der Film ans Herz gelegt: Voll süß und arg bitter.<br />
<em><strong>LIKE</strong> von Daniel, München</em></p>
<div id="attachment_7040" style="width: 192px" class="wp-caption alignright"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-7040" class="wp-image-7040 size-medium" src="/wp-content/uploads/2016/11/aula-182x300.jpg" alt="Hermann Kant: Die Aula. 12,99€. Aufbau Verlag Berlin." width="182" height="300" srcset="https://www.sdaj.org/wp-content/uploads/2016/11/aula-182x300.jpg 182w, https://www.sdaj.org/wp-content/uploads/2016/11/aula.jpg 303w" sizes="(max-width: 182px) 100vw, 182px" /><p id="caption-attachment-7040" class="wp-caption-text"><span class='media-license__caption'>Hermann Kant: Die Aula. 12,99€. Aufbau Verlag Berlin.</span></p></div>
<p><strong>&lt;3 Hermann Kant</strong><br />
Wer sich mit sozialistischer Literatur auseinander setzt, stößt unweigerlich auf Hermann Kant – einen der bekanntesten Schriftsteller der DDR. „Die Aula“ ist einer seiner bedeutendsten Romane, der sowohl in ost- wie auch in westdeutschen Schulen gelesen und in 15 Sprachen übersetzt wurde. Er erzählt die Geschichte von Robert Iswall, einem Journalisten der DDR, der gebeten wird anlässlich der Schließung seiner ehemaligen Schule, der Arbeiter-und-Bauern-Fakultät in Greifswald, eine Rede zu halten. Durch die Beschäftigung damit erlebt er immer wieder Rückblenden in die Zeit, die er dort mit seinen drei Zimmergenossen verbracht hat. Nach und nach sucht Iswall sie auf und erzählt somit die vier sehr unterschiedlichen Geschichten. Von Trullesand, der von der Parteileitung in die Volksrepublik China delegiert wird, über Filer, der vom ehemaligen Forstarbeiter zu einem führenden Parteifunktionär aufgestiegen ist, bis hin zu Riek, der trotz einem hervorragenden Abschluss an der AFB in den Westen gegangen ist. Hermann Kant beschreibt sehr ehrlich die manchmal holprigen Bemühungen der frühen DDR um ein besseres Bildungssystem und wirft dabei auch Diskussionspunkte zu verschiedensten Entscheidungen der Parteiführung auf. Gleichzeitig zeigt er aber immer wieder auf eine sehr klare Art und Weise wie notwendig diese meistens waren. Ein wunderschönes Buch, das es lohnt zu lesen!<br />
<em><strong> LIKE</strong> von Caro, Berlin</em></p>
<div id="attachment_7001" style="width: 310px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-7001" class="wp-image-7001 size-medium" src="/wp-content/uploads/2016/10/POSITION5_16_fbpost-300x300.jpg" alt="Dieser Artikel ist aus der aktuellen POSITION, dem Magazin der SDAJ. Du kannst es für 10€ jährlich abonnieren unter position&#64;&#115;&#100;&#97;&#106;&#46;&#111;&#114;&#103;" width="300" height="300" srcset="https://www.sdaj.org/wp-content/uploads/2016/10/POSITION5_16_fbpost-300x300.jpg 300w, https://www.sdaj.org/wp-content/uploads/2016/10/POSITION5_16_fbpost-150x150.jpg 150w, https://www.sdaj.org/wp-content/uploads/2016/10/POSITION5_16_fbpost-768x768.jpg 768w, https://www.sdaj.org/wp-content/uploads/2016/10/POSITION5_16_fbpost.jpg 800w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /><p id="caption-attachment-7001" class="wp-caption-text"><span class='media-license__caption'>Dieser Artikel ist aus der aktuellen POSITION, dem Magazin der SDAJ. Du kannst es für 10€ jährlich abonnieren unter &#x70;&#111;&#x73;&#x69;&#116;&#x69;&#x6f;&#110;&#x40;&#x73;&#100;&#x61;&#x6a;&#46;&#x6f;&#x72;g</span></p></div>
<p><strong>Facebook &#8211; Was ist das für 1 Datenkrake?</strong><br />
Endlich zahlt sich die 19 Mrd. Dollar teure WhatsApp-Übernahme durch Facebook aus: Seit kurzem teilt WhatsApp Daten von mehr als einer Milliarde Nutzern zu Werbezwecken mit dem US-Mutterkonzern. Der Werbenutzung kann man zwar widersprechen, der Übermittlung der Daten an Facebook aber nicht.<br />
Zwar werden die WhatsApp-Nachrichten selbst nicht weitergegeben. Allerdings sammelt der Konzern fleißig Informationen über das Nutzungsverhalten, d.h. wer wann mit wem kommuniziert. Solche Metadaten sagen oft mehr aus, als man denkt und können detaillierte Informationen über Persönlichkeit, Interessen und Beziehungen einer Person liefern. Der ehemalige CIA- und NSA-Direktor Michael Hayden bekannte 2014: &#8222;We kill people based on metadata.&#8220;<br />
Whatsapp erfordert außerdem Berechtigungen für die Ortung per GPS, dem Abrufen verfügbarer WLAN-Netze und aktiver Apps, den Zugriff auf Fotos, SD-Karte, Kamera und Mikrofon sowie das Lesen und ändern des Telefon-Adressbuchs. Letzteres wird regelmäßig an WhatsApp übermittelt &#8211; auch die Nummern von Kontakten, die selbst gar kein WhatsApp nutzen. „Du bestätigst, dass du autorisiert bist, uns solche Nummern zur Verfügung zu stellen&#8220;, sagen die AGB´s<br />
Zwar gibt es inzwischen gute Messenger-Alternativen wie die Open-Source-App Signal, aber grundsätzlich gilt: Daten auf dem Smartphone sind gefährdet, ob durch Datenkraken wie WhatsApp, Trojaner-Apps oder die nächste Polizeikontrolle.<br />
<em><strong> DISSLIKE</strong> von Jan, Bochum</em></p>
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		<title>Likes und Dislikes aus der POSITION (Ausgabe #4/16)</title>
		<link>https://www.sdaj.org/2016/10/02/likes-und-dislikes-aus-der-position-ausgabe-416/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 02 Oct 2016 11:00:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ausgabe 4/2016]]></category>
		<category><![CDATA[POSITION – Magazin der SDAJ]]></category>
		<category><![CDATA[Film]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Musik]]></category>
		<category><![CDATA[POSITION]]></category>
		<category><![CDATA[Serie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Glücksfabrik – Roman über das Lebenswerk eines Kapitalisten Das Buch von Saskia Goldschmidt ist ein Roman, erzählt aus der Perspektive eines sterbenden Großkapitalisten, der auf sein Lebenswerk zurückblickt. So schaffte es der junge Metzger aus dem Fleischereibetrieb seines Vaters einen weltweiten Pharmakonzern zu machen. Seine Methoden: aus allem rausholen so viel es geht, alle [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong><img decoding="async" class="alignright size-medium wp-image-6970" src="/wp-content/uploads/2016/09/39.4_4-16_cb_likes-300x300.png" alt="39-4_4-16_cb_likes" width="300" height="300" srcset="https://www.sdaj.org/wp-content/uploads/2016/09/39.4_4-16_cb_likes-300x300.png 300w, https://www.sdaj.org/wp-content/uploads/2016/09/39.4_4-16_cb_likes-150x150.png 150w, https://www.sdaj.org/wp-content/uploads/2016/09/39.4_4-16_cb_likes-768x768.png 768w, https://www.sdaj.org/wp-content/uploads/2016/09/39.4_4-16_cb_likes-1024x1024.png 1024w, https://www.sdaj.org/wp-content/uploads/2016/09/39.4_4-16_cb_likes.png 1250w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" />Die Glücksfabrik – Roman über das Lebenswerk eines Kapitalisten</strong><br />
Das Buch von Saskia Goldschmidt ist ein Roman, erzählt aus der Perspektive eines sterbenden Großkapitalisten, der auf sein Lebenswerk zurückblickt. So schaffte es der junge Metzger aus dem Fleischereibetrieb seines Vaters einen weltweiten Pharmakonzern zu machen. Seine Methoden: aus allem rausholen so viel es geht, alle ausbeuten so stark es geht, keine Schuldgefühle zulassen. Besonders spannend ist dabei die Rolle der Frauen. Sie sind für ihn persönlich unentbehrlich, aber in seiner Fabrik sind sie Arbeiterinnen und Versuchsobjekte zugleich. Denn in der „Glücksfabrik“ werden Hormone zur Schwangerschaftsermöglichung und -verhütung entwickelt. Obwohl die Autorin auf emotionale Empörung setzt, werden in diesem Buch auch ganz nüchtern und sehr klar die Mechanismen der kapitalistischen Konkurrenz herausgestellt. Noch eindrucksvoller macht dieses Werk, dass die Autorin durch familiäre Recherchen auf den Konzern Organon stieß, auf dessen Geschichte der Roman basiert. Nicht nur leicht zu lesen, sondern auch informativ. Eine Art Outing.<br />
<em> Saskia Goldschmidt: Die Glücksfabrik, Niederlande, 2014, 328 Seiten</em><br />
Hanna, Hamburg</p>
<p><strong>The Americans – US-Serie über sowjetische Agenten</strong><br />
Üblicherweise geht es in Spionagefilmen über den Kalten Krieg um das vorbildliche Verhalten westlicher Geheimagenten, die unter Einsatz ihres Lebens die „Freiheit“ gegen ein vermeintlich aggressives und diktatorisches System verteidigen – den „Sowjetkommunismus“.<br />
Ganz anders bei „The Americans“: Hauptfiguren sind Elizabeth und Philip Jennings, die Anfang der 80er mit ihren beiden Kindern ein auf den ersten Blick ganz „amerikanisches“, kleinbürgerliches Vorstadtleben in Washington DC führen. Nur: Die beiden heißen nicht wirklich Jennings, sie sind in der Sowjetunion geboren und arbeiten undercover für den sowjetischen Geheimdienst KGB.<br />
Die Serie stammt aus den USA und wird von Ex-CIA-Agent Joe Weisberg produziert. Trotzdem verzichtet sie weitgehend auf antikommunistische Klischees. Die Arbeit des KGB beinhaltet zwar immer wieder Betrug, Erpressung und auch Mord. Gutgeheißen wird all das in der Serie nicht. Aber die Sowjetagenten sind auch keine kaltblütigen Killermaschinen, die fraglos Befehle ausführen. Sie genießen die Schattenseiten ihres Jobs nicht und versuchen sie nach Möglichkeit zu vermeiden. Die beiden sind durchaus Sympathieträger und man muss kein Kommunist sein, um in den vielen brenzligen Situationen der Serie (zumindest heimlich) zu ihnen zu halten.<br />
Auch die Vorgesetzten beim KGB sind verantwortungsbewusste Menschen, denen es vor allem um das Wohl ihrer Agenten und die Sicherheit ihres Landes geht. Die politische Motivation der Handelnden wird immer wieder deutlich: Es geht ihnen um den Kampf gegen ein menschenverachtendes System, das Menschen verhungern lässt, rassistisch unterdrückt und in Afghanistan und Nicaragua seine schmutzigen Kriege führt. Die KGB-Agenten sehen sich als Soldaten im Kampf für eine bessere Welt, den Sozialismus. Ob man das sympathisch findet oder nicht, diese Entscheidung überlässt die Serie den Zuschauern.<br />
<em> The Americans, USA, 2013 bis 2016, 52 Episoden à 44 Minuten</em><br />
Thanasis, Tübingen</p>
<div id="attachment_6890" style="width: 160px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-6890" class="size-thumbnail wp-image-6890" src="/wp-content/uploads/2016/08/16-04_fb-meme-150x150.jpg" alt="Dieser Artikel ist aus der aktuellen POSITION, dem Magazin der SDAJ. Du kannst es für 10€ jährlich abonnieren unter &#x70;&#x6f;&#115;i&#x74;&#x69;&#111;n&#64;&#x73;&#x64;&#97;j&#x2e;&#x6f;&#114;&#103;" width="150" height="150" srcset="https://www.sdaj.org/wp-content/uploads/2016/08/16-04_fb-meme-150x150.jpg 150w, https://www.sdaj.org/wp-content/uploads/2016/08/16-04_fb-meme-300x300.jpg 300w, https://www.sdaj.org/wp-content/uploads/2016/08/16-04_fb-meme.jpg 403w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /><p id="caption-attachment-6890" class="wp-caption-text"><span class='media-license__caption'>Dieser Artikel ist aus der aktuellen POSITION, dem Magazin der SDAJ. Du kannst es für 10€ jährlich abonnieren unter &#x70;&#111;&#115;i&#x74;&#x69;&#111;n&#x40;&#x73;&#100;a&#x6a;&#x2e;&#111;r&#x67;</span></p></div>
<p><strong>Gegen Homophobie und Rassismus</strong><br />
Der Posthardcore-Band Boysetsfire war es seit ihrer Gründung 1994 wichtig auf politischer Ebene mit ihren Fans in Kontakt zu kommen. Entweder durch ihre häufig kritischen Songs (z.B. &#8222;Heads Will Roll&#8220;) gegen Krieg, Unterdrückung und Diskriminierung oder eben durch direkte Diskussionen über den US-Imperialismus, Umweltschutz oder Kommunismus. Wolf X Down, auch aus dem Hardcore-Genre, setzen eine klare linksradikale Kante in ihren Texten und Videos. Sie wollen sich von der typischen Hardcore-Szene abgrenzen: solidarisch und antifaschistisch z.B. mit dem Song &#8222;The Fortress&#8220;, der auch auf der Single zu finden ist. Laut Wolf X Down sei die Hardcore-Szene zwar in Ansätzen politisch, aber noch viel zu wenig. Das wird sie wohl auch dazu bewegt haben, eine gemeinsame Split-Single gegen Diskriminierung von Menschen auf Grund ihrer sexuellen Orientierung oder ihrer Herkunft zu veröffentlichen. Seit dem 17. Juni ist die Single digital und als limitierte CD erhältlich. Sämtliche Einnahmen der Single werden der Schwulenberatung Berlin e.V. gespendet. Beide Bands touren diesen Sommer durch Europa, einige Konzerte gibt es auch gemeinsam. Reinhören oder kräftig mitpogen lohnt sich auf jeden Fall!<br />
<em> Boysetsfire / Wolf X Down: LGBTI*Q-REFUGEE Benefiz-Picture 7&#8243; Single (End Hits Records)</em><br />
Josh, Gießen</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.sdaj.org/2016/10/02/likes-und-dislikes-aus-der-position-ausgabe-416/">Likes und Dislikes aus der POSITION (Ausgabe #4/16)</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.sdaj.org">SDAJ</a>.</p>
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