<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Preise Archive - SDAJ</title>
	<atom:link href="https://www.sdaj.org/thema/preise/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://www.sdaj.org/thema/preise/</link>
	<description>Sozialistische Deutsche Arbeiterjugend</description>
	<lastBuildDate>Tue, 09 May 2023 15:45:04 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=6.8.11</generator>

<image>
	<url>https://www.sdaj.org/wp-content/uploads/2019/12/cropped-Icon-J-02-02-32x32.png</url>
	<title>Preise Archive - SDAJ</title>
	<link>https://www.sdaj.org/thema/preise/</link>
	<width>32</width>
	<height>32</height>
</image> 
	<item>
		<title>Preissteigerung heißt Diebstahl &#8211; Warum und durch wen die Preise steigen</title>
		<link>https://www.sdaj.org/2023/02/05/preissteigerung-heisst-diebstahl-warum-und-durch-wen-die-preise-steigen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[sdaj]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 05 Feb 2023 16:40:54 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ausgabe 6/2022]]></category>
		<category><![CDATA[Inflation]]></category>
		<category><![CDATA[Preise]]></category>
		<category><![CDATA[Preissteigerungen]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.sdaj.org/?p=19002</guid>

					<description><![CDATA[<p>Die Inflation im Oktober 2022 beträgt laut Medien über 10%. Aber was steht eigentlich dahinter? Inflation ist eine Variante der Steigerung der Profitrate. Wir müssen also die Triebkräfte betrachten, die den Zwang zur Steigerung der Ausbeutungsrate durch die Kapitalisten erzeugen. Inflation passiert nicht – sie wird gemacht, aber wie? &#160; Warum? Und warum gerade jetzt [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.sdaj.org/2023/02/05/preissteigerung-heisst-diebstahl-warum-und-durch-wen-die-preise-steigen/">Preissteigerung heißt Diebstahl &#8211; Warum und durch wen die Preise steigen</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.sdaj.org">SDAJ</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Inflation im Oktober 2022 beträgt laut Medien über 10%. Aber was steht eigentlich dahinter? Inflation ist eine Variante der Steigerung der Profitrate. Wir müssen also die Triebkräfte betrachten, die den Zwang zur Steigerung der Ausbeutungsrate durch die Kapitalisten erzeugen. Inflation passiert nicht – sie wird gemacht, aber wie?</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3>Warum? Und warum gerade jetzt so krass?</h3>
<p>Inflation ist, wenn die Preise steigen, aber die Preise steigen nicht einfach so, weil es irgendetwas gibt, das Inflation heißt. Für die Inflation gibt es viele Erklärungen, die alle eins gemeinsam haben, nämlich dass sie die wahren Verursacher hinter den steigenden Preisen verschweigen. So hören wir z.B., dass die Geldmenge, die im Umlauf ist, steigt und damit einhergehend das Preisniveau. Oder dass eine hohe Nachfrage nach Waren eine Ursache sei. Oder dass die hohen Preise durch gestiegene Material-, Energie- oder Lohnkosten, die zur Herstellung von Waren benötigt werden, schuld an der Inflation seien. Doch diese Erklärungsansätze behindern allesamt ein Verstehen der wirklichen Ursachen der Inflation. Fakt ist aber, dass die Preise steigen, und das bekommen wir jeden Tag zu spüren.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3>Woher kommen die Preise eigentlich?</h3>
<p>Wenn wir etwas kaufen, bezahlen wir einen gewissen Preis für die Ware, die wir erwerben. Der Preis der Waren ist aber nicht willkürlich gewählt, sondern entspricht den Werten, die durchschnittlich und gesamtgesellschaftlich notwendig in den Waren stecken. Einfach gesagt ist ein Schulheft billiger als ein Auto, weil man weniger Zeit zur Herstellung benötigt. Und nicht nur in der Ware an sich, sondern auch einschließlich dem Wert aller Waren, die als Vorprodukte auf sie übertragen werden. Beispielsweise benötigt man für einen Tisch Holz, das eingekauft werden muss oder bei einem Auto gewisse Teile, die bei Zulieferbetrieben erworben werden und einen Teil des Wertes der Waren ausmachen. Diese Waren bezahlen wir mit Geld. Geld ist das allgemeine Äquivalent, das zum Austausch aller Waren eingesetzt wird. Die für die Zirkulation erforderliche Geldmenge entspricht dem Wert aller Waren unter Berücksichtigung des Umlauf-Zyklus. Wenn der gleiche Euro tausendmal zum Austausch von Waren eingesetzt wird, sind für die Abwicklung dieser Geschäfte eben nicht tausend Euro, sondern ein Euro erforderlich.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3>Die Rolle der Monopole</h3>
<p>Im vormonopolistischen Kapitalismus schwankt der Preis um den Wert der Ware. Das Angebot an Waren und ihre Nachfrage wirken insofern regulierend, weil Kapital aus Sphären des weniger profitträchtigen Überangebots in Sphären des profitableren Unterangebots abfließt. So gleicht sich der Markt tendenziell aus. Anders ist das im Monopolkapitalismus. Monopole sind Konzerne (oder Bündnisse von Konzernen) die dauerhaft höhere Preise erzielen können, weil sie diese Fluktuation unterbinden. Durch ihre Marktmacht schalten sie große Teile ihrer Konkurrenz aus, kaufen kleinere Kapitalisten auf, verdrängen sie vom Markt und können, zumindest zeitweise, die Preise ihrer Zuliefererbetriebe drücken und so ihren Profit zusätzlich erhöhen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3>Inflation und Preissteigerung als Krisenbewältigungsmaßnahme</h3>
<p>Die nichtmonopolistischen Kapitalisten versuchen die daraus entstehenden Mindereinkünfte dadurch zu kompensieren (und überkompensieren), indem sie die Ausbeutung verschärfen. Aber natürlich lassen sich dazu auch die Monopole keine Möglichkeit entgehen. Die Steigerung der Ausbeutungsrate erfolgt meist gleichzeitig durch unterschiedliche Verschlechterungen der Lage der ArbeiterInnen. Zum Beispiel durch Verlängerung der Arbeitszeit, Leistungsverdichtung und Reallohnsenkungen. Der Lohn als Preisausdruck des Werts der Ware Arbeitskraft ist aber nicht in Stein gemeißelt. Entsprechend dem Kräfteverhältnis in der Gesellschaft, bspw. durch starke Gewerkschaften, kann er in gewissen Grenzen erhöht werden. Da die Kapitalisten aber möglichst wenig für die Löhne ausgeben wollen und möglichst viel rausholen wollen, senken sie den Reallohn aller, mithilfe der Inflation und der gezielten Preissteigerung.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Damit ist die Inflation eine Krisenbewältigungsmaßnahme des Monopolkapitals und in jeder Krise, in unterschiedlicher Ausprägung, ein Faktor. Auch Monopole sind gegen die kapitalistische Überproduktions-/Unterkonsumtionskrise nicht gefeit. Auch ihre Waren sind nur dann etwas wert, wenn sie verkauft werden können, was an die Grenzen der Nachfrage stößt. Wenn keine Waren mehr verkauft werden können, kann das Geld nicht mehr gewinnbringend angelegt werden und häuft sich an. Dieses brachliegende Geld senkt den Wert des restlichen Geldes. Aber natürlich finden sich Kapitalisten nicht auf Dauer damit ab, dass ihr Geld daran gehindert wird zu Kapital zu werden. Mit Vehemenz drängen sie deshalb (für ihre Waren und Geldanlagemöglichkeiten) in andere Märkte. Dabei stoßen sie aber auf andere Monopole, die dies blockieren (oder sogar ihrerseits umgekehrt das Gleiche versuchen) – es ist also eine Machtfrage! Weil aber für diese Expansion noch nicht einmal Monopolprofite als Machtquelle ausreichen, springt der Staat mit einer Vielfalt von Subventionen, die Großteiles mit keinem Wertschöpfungsprozess verbunden sind, ein. Besonders beliebt sind hier bspw. Rüstungsausgaben. Der Kreislauf des Kapitals von Geld -&gt; Ware -&gt; mehr Geld wird in rasant wachsender Geschwindigkeit direkt zu Geld -&gt; mehr Geld pervertiert.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Egal, ob ein Stück Brot und ein Stück Wurst je 1€ kosten oder je 100€ sie behalten ihren Wert, werden immer noch äquivalent ausgetauscht, wie auch sachlich vorhandene Maschinen, Fabriken usw. ihren Wert behalten. Hier werden keine neuen Werte geschaffen, das Geld wird vielmehr entwertet, weil der gleichen Menge Waren mehr Geld gegenübersteht. Inflation macht als Krisenbewältigungsmaßnahme für die Herrschenden vor allem dann Sinn, wenn es Waren gibt, deren Preis nicht erhöht wird. Das sind vor allem Löhne und die Sparguthaben der nichtmonopolistischen Bevölkerung. Auch direkte Preissteigerungen durch die Monopole kommen oft genug vor, gerade bspw. neben vielen anderen Branchen hervorragend im Energiesektor ersichtlich. De facto findet so oder so eine Reallohnsenkung statt, und zwar im Verhältnis zu den Waren, die man sich von dem Lohn kaufen kann. Diese Variante ist aber deutlich weniger augenfällig als die direkte Lohnsenkung durch den einzelnen Kapitalisten.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3>System in der Krise</h3>
<p>Die Enteignung der Arbeiterklasse durch Inflation ist nichts aktuell Neues, sie ist eine Existenzbedingung des Monopolkapitals. Das erklärt aber nicht ihre aktuelle Dynamik. Die Inflation gehört grundsätzlich zu dem System des Monopolkapitalismus dazu. Der Kapitalismus hat sich von den Folgen der Krise im Jahre 2008ff. nicht erholen können und befindet sich seit ca. 2018 in der nächsten Krise. Wir stellen also fest, dass die Inflation zwangsläufig zum System des staatsmonopolistischen Kapitalismus gehört und dass sie in aller erster Linie eine Umverteilungsmaßnahme der Herrschenden auf unseren Kosten ist. Es ist also eine Preis-Profit-Spirale: das heißt, dass steigende Preise zu mehr Profit führen. Diesen Profit streichen sich dann die Monopole ein. Das zu verstehen eröffnet uns die Möglichkeiten, gegen die Ursache von den Preissteigerungen vorzugehen: den staatsmonopolistischen Kapitalismus.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.sdaj.org/2023/02/05/preissteigerung-heisst-diebstahl-warum-und-durch-wen-die-preise-steigen/">Preissteigerung heißt Diebstahl &#8211; Warum und durch wen die Preise steigen</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.sdaj.org">SDAJ</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Frankreich macht dicht</title>
		<link>https://www.sdaj.org/2022/10/22/frankreich-macht-dicht/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[sdaj]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 22 Oct 2022 14:13:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Betrieb und Gewerkschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Internationale Solidarität]]></category>
		<category><![CDATA[Energiepreise]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[Inflation]]></category>
		<category><![CDATA[Internationales]]></category>
		<category><![CDATA[Preise]]></category>
		<category><![CDATA[Preissteigerungen]]></category>
		<category><![CDATA[Streik]]></category>
		<category><![CDATA[Teuerungen]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.sdaj.org/?p=17863</guid>

					<description><![CDATA[<p>Seit Wochen gibt es in Frankreich Proteste gegen die Preiserhöhungen. Doch es gibt nicht nur Proteste, sondern auch Streiks gegen die Politik der französischen Regierung. Am Dienstag den 18.10. gab es einen landesweiten Generalstreik, der unter anderem begründet liegt in einem lokalen Streik in den französischen Raffinerien, die schon einige Wochen andauern. &#160; Die Beschäftigten [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.sdaj.org/2022/10/22/frankreich-macht-dicht/">Frankreich macht dicht</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.sdaj.org">SDAJ</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Seit Wochen gibt es in Frankreich Proteste gegen die Preiserhöhungen. Doch es gibt nicht nur Proteste, sondern auch Streiks gegen die Politik der französischen Regierung. Am Dienstag den 18.10. gab es einen landesweiten Generalstreik, der unter anderem begründet liegt in einem lokalen Streik in den französischen Raffinerien, die schon einige Wochen andauern.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Die Beschäftigten dort fordern eine Beteiligung an den Rekordgewinnen der Unternehmen. Die Lage ist so zugespitzt, dass Macron die Zwangsrekrutierung von Arbeitern in Gang setzt. In der Realität sieht es dann so aus, dass die Polizei zu den Arbeitern nach Hause fährt und eine entsprechende Vorladung vorlegt, die sie zur Arbeit zwingen soll. Macron sagte im Fernsehen, dass die Gewerkschaft „dem Land gefälligst zu erlauben hat zu funktionieren“. Die Macht und den Einfluss, die die Organisierung der Arbeiter und die Niederlegung der Arbeit haben, werden damit deutlich.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Denn auch in Deutschland erarbeiten die Arbeiterinnen und Arbeiter den Reichtum, den sich die Monopole einstecken. Wir solidarisieren uns mit der Streikbewegung in Frankreich und wünschen viel Erfolg in dem Kampf, der auch unserer ist.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Hoch die internationale Solidarität !</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.sdaj.org/2022/10/22/frankreich-macht-dicht/">Frankreich macht dicht</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.sdaj.org">SDAJ</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Vorsicht! &#8211; Betrüger unterwegs</title>
		<link>https://www.sdaj.org/2022/10/20/vorsicht-betrueger-unterwegs/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[sdaj]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 20 Oct 2022 18:23:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Betrieb und Gewerkschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Ampel]]></category>
		<category><![CDATA[Ampel-Koalition]]></category>
		<category><![CDATA[ampelregierung]]></category>
		<category><![CDATA[Energiepreise]]></category>
		<category><![CDATA[Habeck]]></category>
		<category><![CDATA[Inflation]]></category>
		<category><![CDATA[Lindner]]></category>
		<category><![CDATA[Preise]]></category>
		<category><![CDATA[Preissteigerungen]]></category>
		<category><![CDATA[Preisstopp]]></category>
		<category><![CDATA[Scholz]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.sdaj.org/?p=17855</guid>

					<description><![CDATA[<p>Der große Bluff der Ampelregierung Mit großem Brimborium kam die Ampelregierung mit dem aktuellsten Entlastungspaket um die Ecke. Gaspreisbremse, Strompreisbremse, Abschöpfen von Gewinnen &#8211; hat die Regierung nach langem Überlegen und der Berücksichtigung guter Argumente doch den richtigen Weg eingeschlagen? Worum gehts? Direkt in der Einleitung der Veröffentlichung werden die Ziele dieses Pakets beschrieben mit [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.sdaj.org/2022/10/20/vorsicht-betrueger-unterwegs/">Vorsicht! &#8211; Betrüger unterwegs</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.sdaj.org">SDAJ</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h6>Der große Bluff der Ampelregierung</h6>
<p>Mit großem Brimborium kam die Ampelregierung mit dem aktuellsten Entlastungspaket um die Ecke. Gaspreisbremse, Strompreisbremse, Abschöpfen von Gewinnen &#8211; hat die Regierung nach langem Überlegen und der Berücksichtigung guter Argumente doch den richtigen Weg eingeschlagen?</p>
<h6>Worum gehts?</h6>
<p>Direkt in der Einleitung der Veröffentlichung werden die Ziele dieses Pakets beschrieben mit &#8222;den Zusammenhalt unserer Gesellschaft&#8220; und „die ökonomische Leistungsfähigkeit unseres Landes&#8220; zu gewährleisten. Es geht wenig überraschend darum, Deutschland wirtschaftlich konkurrenzfähig zu halten. Gerade dazu braucht es auch den Zusammenhalt der Gesellschaft. Es geht nicht darum, das Leben der Menschen in diesem Land zu verbessern, sondern nur, dass die Menschen in diesem Land ruhig bleiben, um die Profite der deutschen Monopole abzusichern.</p>
<h6>Einfach mehr anstrengen bei der Energie</h6>
<p>Man will jetzt dann aber doch endlich das volle Potential ausschöpfen und durch mehr Angebot einen niedrigeren Preis auf dem Energiemarkt garantieren. Dafür Kohle-und Atomenergie befristet weiter laufen lassen und LNG Terminals, sowie erneuerbare Energien ausbauen. Das mehr Angebot keine niedrigeren Preise garantiert weiß jeder der einmal außerhalb von einer BWL Erstsemestervorlesung, im echten Leben unterwegs war. Die Monopolisierung gerade im Energiesektor hebelt alle realen und vermeintlichen Marktregeln auf, zugunsten der Extraprofite. Wie man überhaupt ein Extraangebot schaffen will, außer „sich besonders dolle anstrengen&#8220; steht komplett in den Sternen. Die Terminals und erneuerbaren Energien werden lange Zeit zur Fertigstellung brauchen und uns diesen Winter sicher nicht helfen. Was bleibt in diesem Abschnitt ist wieder einmal das sparen von Energie, na das ist ja mal was neues.</p>
<h6>Strompreis&#8220;bremse&#8220; und Gaspreis&#8220;bremse&#8220;</h6>
<p>Vorweggenommen muss man sagen, mit den Bremsen kommt man nicht durch den TÜV und man sollte jedem davon abraten seinen Strom- oder Gaspreis am Hang zu parken.</p>
<p>Denn in beiden Fällen soll ausschließlich ein noch nicht festgelegter Grundbedarf auf einen Preis gedeckelt werden, der einen nicht in den Ruin treibt. Darüber hinaus gilt die Bremse nicht! Ganz im Gegenteil, hier soll auch der Anreiz zum Sparen nicht verloren gehen. Die Deckelung soll auch nicht zu Kosten der Stromkonzerne gehen, sondern durch eine Subventionierung realisiert werden. Große Unternehmen sollen ebenfalls davon profitieren. Während es für die Verbraucher und kleineren Unternehmen um ein durch den Winter kommen geht, geht es für die großen Unternehmen darum, Profite abzusichern. Bei der Strompreis&#8220;bremse&#8220; sollen „Zufallsgewinne&#8220; herangezogen werden, damit man von „günstigeren Produktionkosten der erneuerbaren Energien&#8220; profitieren kann. So zufällig können die Gewinne ja gar nicht sein, wenn per Gesetz festgeschrieben ist, dass die teuerste Stromproduktion auch den Preis für alle anderen Produktionsvarianten vorgibt.</p>
<h6>Comeback des WSF</h6>
<p>Der „Wirtschaftsstabilisierungsfond&#8220; wurde während der Corona-Pandemie beschlossen. Wie der Name schon sagt wurde hier vor allem Steuergeld in die Wirtschaft gepumpt, um sie Konkurrenzfähig zu halten. Hier sollen weitere 200 Milliarden zur Verfügung gestellt werden, um den ganzen Bums zu finanzieren.</p>
<p>Wenn man da mal genauer reinschaut soll damit die Gaspreisbremse bezahlt werden. Für den total unwahrscheinlichen Fall, dass die Strompreisbremse nicht aus „Zufallsgewinnen&#8220; der Energiekonzerne finanziert werden kann, schreibt man sich zur Sicherheit schonmal rein, dass man das ja auch eigentlich aus dem Pott bezahlen kann.</p>
<p>Die nächsten beiden Punkte sind besonders interessant, weil davon noch gar nicht die Rede war, denn hier geht es zum einen um die Stützung von Unternehmen, die in Schwierigkeiten geraten sind aufgrund des Kriegs in der Ukraine und von den Maßnahmen der Strom-und Gas&#8220;bremse&#8220;, nicht genug gesichtert werden. Zum anderen wird hier nochmal den Gasimporteuren zugesichert, dass man sich um sie kümmern wird. Die Gasumlage bezahlen wir dann also nicht direkt, sondern das erledigt Vater Staat für uns.</p>
<h6>Schreibs einfach auf meinen Deckel</h6>
<p>Nachdem es ganz viel um Unternehmen ging, geht es hier endlich mal wieder um uns. Die Bundesregierung geht trotz nochmals 200 Milliarden Euro Ausgaben davon aus, dass das die finanzielle Stabilität des deutschen Staates nicht beeinträchtigt. Ja, genau die Stabilität, die wir nach der Bankenrettung 2008 angeblich nur mit Hilfe der Schuldenbremse 12 Jahre später noch beibehalten können. Auch daran wird die Regierung weiterhin festhalten, zur Absicherung bedarf es nur weiterer Priorisierung im Haushalt. Das bedeutet natürlich nicht ein bisschen lustiges rumgeklicke in einer Exeldatei, wie es das Wort Priorisierung vermuten lässt, sondern vor allem Sozialabbau.</p>
<h6>Zusammenfassend:</h6>
<p>Das Rettungspaket ist ein Riesenbluff um uns erstmal ruhig zu stellen, weil ja Dinge auf dem Weg sind und eingeleitet werden, die uns zu Gute kommen. Von diesen Maßnahmen haben wir aber nichts zu erwarten. Das ganze Paket dient fast ausschließlich den Konzernen und ist ein Taschenspielertrick der Ampelregierung. Die Zahl 200 Milliarden wird uns wieder vorgelegt werden, wenn es um Sozialabbau oder die Tarifrunde öffentlicher Dienst Anfang nächsten Jahres geht.</p>
<h6>Konsequent Politik für die Menschen in diesem Land machen heißt:</h6>
<ul>
<li>Preisstopp auf Energie, Wohnen, ÖPNV und Lebensmittel auf Kosten der Monopolkonzerne</li>
<li>Erhöhung der Löhne, Renten und Sozialleistungen</li>
<li>Energieunternehmen in öffentliche Hand</li>
</ul>
<p>Diese Politik können wir offensichtlich nur gegen die Monopolkonzerne und ihre Ampelregierung durchsetzen</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.sdaj.org/2022/10/20/vorsicht-betrueger-unterwegs/">Vorsicht! &#8211; Betrüger unterwegs</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.sdaj.org">SDAJ</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
