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	<title>IVP Archive - SDAJ</title>
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	<description>Sozialistische Deutsche Arbeiterjugend</description>
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		<title>Jetzt gilt es: trotz Pandemie zusammenstehen und kämpfen!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[sdaj]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 12 Mar 2021 18:43:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ausgabe 1/2021]]></category>
		<category><![CDATA[POSITION – Magazin der SDAJ]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeitszeitverkürzung]]></category>
		<category><![CDATA[IVP]]></category>
		<category><![CDATA[Metall- und Elektroindustrie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Zur Tarifrunde der Metall- und Elektroindustrie &#160; Tarifverhandlungen. Endlich. Denn die letzte richtige Flächen-Tarifrunde der Metall- und Elektroindustrie ist satte drei Jahre her. Wenn auch viel mehr für die Beschäftigten drin gewesen wäre, ließ sich das Ergebnis vom 5. Februar 2018 durchaus sehen: spürbare Entgelterhöhungen und mit dem sogenannten „T-ZUG“ die Wahl zwischen mehr Geld [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h5><em>Zur Tarifrunde der Metall- und Elektroindustrie</em></h5>
<p>&nbsp;</p>
<p>Tarifverhandlungen. Endlich. Denn die letzte richtige Flächen-Tarifrunde der Metall- und Elektroindustrie ist satte drei Jahre her. Wenn auch viel mehr für die Beschäftigten drin gewesen wäre, ließ sich das Ergebnis vom 5. Februar 2018 durchaus sehen: spürbare Entgelterhöhungen und mit dem sogenannten „T-ZUG“ die Wahl zwischen mehr Geld und mehr Freizeit. Die stabile wirtschaftliche Situation, primär aber die Kampfkraft von rund 1,5 Millionen Warnstreikenden ließen das zu. Statt die ordentliche Tarifrunde anzugehen, einigten sich Kapital und IG Metall im März 2020 dann kurzfristig auf ein „Krisenpaket“, das vor allem Regelungen zur Kurzarbeit beinhaltete. Mit Folgen: die IG Metall verlor im letzten Jahr 48.000 Mitglieder. Zwar wurden im gleichen Zeitraum etwa 120.000 Arbeitsplätze in der Metall-Branche abgebaut (was sich schon vor der Corona-Krise angebahnt hatte), jedoch trug die konfliktscheue und undemokratische &#8218;Krisenpolitik&#8216; der IG Metall wesentlich dazu bei. Die Beschäftigten sind enttäuscht und fühlten sich von ihrer Gewerkschaft im Stich gelassen, der es an kompetenten und nachvollziehbaren Lösungen fehlte.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h5><strong>Kampfkraft entwickleln</strong></h5>
<p>&nbsp;</p>
<p>So die Ausgangslage für die jetzige Tarifrunde. Die wesentlichen Inhalte der IG Metall-Forderungen: „Beschäftigung sichern, Zukunft gestalten, Einkommen stärken“. Krisengeschüttelte Unternehmen sollen demnach durch die Möglichkeit einer Vier-Tage-Woche flexibler auf die wirtschaftliche Situation reagieren können und die Beschäftigten vor Kündigung oder Kurzarbeit schützen. Die Entgeltverluste sollen durch eine bis zu 4%-Erhöhung teils kompensiert werden. Eine richtige Arbeitszeitverkürzung in unserem Interesse, mit vollem Lohn- und Personalausgleich ist es also offensichtlich nicht. Offenkundig aber ist, dass auch dieser Tarifvertrag einen „Krisen“-Charakter in sich trägt. Das, obwohl sich die Branche bereits wieder in einer Erholungsphase befindet. Immer weniger Betriebe haben noch Kurzarbeit und die Auftragsbücher sind teils so voll, dass Arbeitszeitverlängerung und Wochenendarbeit schon gang und gäbe sind. Für die Kolleginnen und Kollegen in den Betrieben springt bei diesen Forderungen wenig raus. Die 4% mehr Lohn sind kaum mehr als ein Inflationsausgleich und die Forderungen zur Beschäftigungssicherung kann man auch nicht gerade als einen &#8218;Fortschritt&#8216; betrachten. Wirklich sinnvoll ist die Forderung nach Angleichung der Arbeitszeit Ost/West. Die Kolleginnen und Kollegen in Ostdeutschland müssen nämlich noch immer 38, statt 35 Stunden (im Westen) arbeiten (für denselben Lohn versteht sich). Den Ernst der Lage begreifen wir, wenn wir uns die aggressiven Forderungen der Kapitalseite – namentlich „Gesamtmetall“ – anschauen. „Die Forderung der IG Metall fällt völlig aus der Zeit“ oder „Selbst eine Nullrunde wäre schon ein Kompromiss“, geben hier führende Köpfe der Kapitalseite zu hören. Gesamtmetall spricht von unbezahlter Mehrarbeit und dem Streichen sämtlicher Zulagen. Sie wissen um die missliche Situation in der Gewerkschaft und nutzen die weltweite Pandemie und die dementsprechend geringe Kampfkraft gezielt aus, um ihre reaktionären Forderungen durchzusetzen. Letztendlich gilt es – trotz Corona – Kampfkraft zu entwickeln und möglichst große Teile der Belegschaft in der Tarifrunde zu mobilisieren. Erfolgreiche Warnstreiks bekommen hier eine zentrale Bedeutung. Wir als KommunistInnen müssen Kämpfe und Aktionen initiieren und unterstützen. Wir üben praktische Solidarität mit den KollegInnen und gehen über die Forderungen der IG Metall hinaus!</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Calvin, Marburg</p>
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			</item>
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		<title>Keine Servicestelle</title>
		<link>https://www.sdaj.org/2012/12/01/keine-servicestelle/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 01 Dec 2012 12:42:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[POSITION – Magazin der SDAJ]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeiterinnenjugendpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeiterjugendpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Ausbildung]]></category>
		<category><![CDATA[IVP]]></category>
		<category><![CDATA[POSITION]]></category>
		<category><![CDATA[Telekom]]></category>
		<category><![CDATA[Übernahme]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Fight for your right! Die Interessensvertretungskolumne Sebastian hat keine Lust auf Kaffee und Kuchen mit der Geschäftsführung. In der Auszubildendenvertretung ist er trotzdem. „Gehst du zur AV-Wahl? Weißt du, wozu eine AV nötig ist?“ Die Wahl der Auszubildendenvertetung (AV) bei der Telekom steht an – auch im Ausbildungsstandort Kiel. Sebastian macht Werbung für die Wahl. [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.sdaj.org/2012/12/01/keine-servicestelle/">Keine Servicestelle</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.sdaj.org">SDAJ</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h2>Fight for your right! Die Interessensvertretungskolumne</h2>
<h3>Sebastian hat keine Lust auf Kaffee und Kuchen mit der Geschäftsführung. In der Auszubildendenvertretung ist er trotzdem.</h3>
<p><strong>„Gehst du zur AV-Wahl? Weißt du, wozu eine AV nötig ist?“ Die Wahl der Auszubildendenvertetung (AV) bei der Telekom steht an – auch im Ausbildungsstandort Kiel. Sebastian macht Werbung für die Wahl. Und das ist auch nötig:  Außer der alten AV und den neuen KandidatInnen interessiert sich kaum jemand dafür.</strong></p>
<p>„Viele halten die AV für eine der tausend Servicestellen bei der Telekom, an die man sich wenden kann.“ Die alte AV ist daran nicht ganz unschuldig. Die Azubis kriegen nur wenig davon mit, was in der AV läuft. Trotzdem sitzt das Problem tiefer: „Bei der Telekom ist die Interessenvertretung sehr institutionalisiert. Es finden viele Gespräche statt – aber das ist eher, wie wenn zwei Behörden sich um einen Kuchen streiten. Da feilscht der Ober-AVler mit dem Ober-Geschäftsführer.“ In solchen Verhandlungen gibt es oft Erfolge und Verbesserungen für die Beschäftigten. Aber wie solche Verhandlungen ablaufen, davon bekommen die KollegInnen kaum etwas mit. Und das heißt auch: Sie sehen überhaupt keinen Grund, selbst für ihre Interessen aktiv zu werden. „Von der alten AV kam ganz viel Stellvertretergehabe: Wir kennen eure Probleme und kümmern uns drum.“ In der Gewerkschaft sieht das nicht viel anders aus. Die Beschäftigten der Telekom sind gut organisiert, es gibt eine offensive Mitgliederwerbung. Es ist selbstverständlich, bei ver.di zu sein. Ich habe den Wisch unterschrieben, ich zahle meine Beiträge, und wenn zum Streik aufgerufen wird, gehe ich mit. Aber mehr auch nicht, so sehen es die meisten – das ist mehr als in vielen anderen Betrieben. „Aber man könnte doch auch im Betrieb viel mehr machen“, sagt Sebastian. Zum Beispiel die Cafeteria – die gibt es nämlich nicht, obwohl insgesamt rund 300 Leute an dem Standort arbeiten. Oder die Übernahme.  Telekom bildet aus, übernimmt aber wenig, und wenn, dann oft in die unternehmenseigene Leiharbeitsfirma. Daran ließe sich nur etwas ändern, wenn die Azubis selbst aktiv werden, wenn sie Druck auf die Geschäftsführung aufbauen. An der Versammlung,  auf der die ver.di-Mitglieder die Liste für die AV-Wahlen bestimmt haben, waren diesmal 35 Leute, 20 Azubis haben für die AV kandidiert.Viel mehr als sonst. Die Diskussionen haben geholfen, das Interesse ist gestiegen. Auch Sebastian wurde gewählt. Warum er kandidiert hat? „Die AV-Arbeit ist keine schöne Arbeit – ich habe keine Lust, mich zu Kaffee und Kuchen mit der Geschäftsführung zu treffen. Aber es gibt Probleme, und wenn man Leute dahinter hätte, könnte man da auch was machen.“ Es geht darum, dass die KollegInnen selbst aktiv werden – denn so lernen wir,  auch höhere Forderungen durchzusetzen.<br />
„Wir müssen klarstellen, dass wir eine Interessenvertretung sind und keine Servicestelle“, sagt Sebastian. Zum Beispiel mit Aktionen für die Übernahme aller Azubis.</p>
<p><strong>Olaf, Frankfurt</strong></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.sdaj.org/2012/12/01/keine-servicestelle/">Keine Servicestelle</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.sdaj.org">SDAJ</a>.</p>
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