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	<title>Frauenunterdrückung Archive - SDAJ</title>
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	<title>Frauenunterdrückung Archive - SDAJ</title>
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		<title>Arbeiterin oder Hausfrau? Oder doch Beides? &#8211; Wie Frauen im Kapitalismus doppelt ausgebeutet werden und was das für die Arbeiterklasse bedeutet.</title>
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		<dc:creator><![CDATA[sdaj]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 29 Jan 2022 13:00:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ausgabe 5/2021]]></category>
		<category><![CDATA[POSITION – Magazin der SDAJ]]></category>
		<category><![CDATA[Ausbeutung]]></category>
		<category><![CDATA[Frauenbefreiung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Schon im Kindesalter wird von uns Frauen erwartet, empathisch und sozial zu sein. Es gab Puppen zu Weihnachten und wer Glück hatte bekam eine kleine Küche zum Geburtstag. Viele würden jetzt sagen, dass sich bei den Rollenbildern einiges geändert hat und es mittlerweile auch nicht mehr komisch sei, einem Mädchen ein paar Hotwheels zu schenken. [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.sdaj.org/2022/01/29/arbeiterin-oder-hausfrau-oder-doch-beides-wie-frauen-im-kapitalismus-doppelt-ausgebeutet-werden-und-was-das-fuer-die-arbeiterklasse-bedeutet/">Arbeiterin oder Hausfrau? Oder doch Beides? &#8211; Wie Frauen im Kapitalismus doppelt ausgebeutet werden und was das für die Arbeiterklasse bedeutet.</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.sdaj.org">SDAJ</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Schon im Kindesalter wird von uns Frauen erwartet, empathisch und sozial zu sein. Es gab Puppen zu Weihnachten und wer Glück hatte bekam eine kleine Küche zum Geburtstag. Viele würden jetzt sagen, dass sich bei den Rollenbildern einiges geändert hat und es mittlerweile auch nicht mehr komisch sei, einem Mädchen ein paar Hotwheels zu schenken. Toll! Aber ist das wirklich unser einziger Weg zur Gleichberechtigung? Es lässt den Anschein erwecken, dass wenn wir Rollenbilder überwinden und damit die Aufteilung in Männer- und Frauenberufe abschaffen, wir auch erreichen, dass die Frau in nicht mehr schlechter, sondern genauso schlecht verdient wie der Mann. Rollenbilder sind aber nicht einfach nur ein konservatives Überbleibsel aus früheren Gesellschaftsformationen, sondern haben auch ihre Funktion im Kapitalismus.</p>
<p><b>Gemeinsam für den Sozialismus</b></p>
<p>Arbeiterinnen werden einerseits als Lohndrückerinnen eingesetzt, andererseits dient die Einteilung nach Geschlecht als Spaltungsmechanismus: Verbündeter einer Arbeiterin ist nicht länger ihr männlicher Kollege, sondern nun ihre Chefin. Denn so wie sie, kann sie mal werden, wenn sie nur hart genug arbeitet. Dabei muss sie genau wie der Arbeiter ihre Arbeitskraft verkaufen, während sich der Kapitalist den Mehrwert aneignet. Nun ist es aber auch so, dass sie zusätzlich noch weniger Lohn bekommt als ihr Kollege. Aber wie kommt es zu dieser Überausbeutung? Heutzutage können Frauen doch alles werden, was sie wollen! Und trotzdem wird in typische Frauen- und Männerberufe unterschieden. Die meisten Frauen arbeiten im sozialen- oder im Servicebereich. Nur sehr wenige im technischen Sektor, im Handwerk oder der Produktion. Männer wählen häufiger Berufe, die besser bezahlt sind und konzentrieren sich auf ihre „Karriere“. Eine Arbeiterin macht sich bei ihrer Berufswahl eher Gedanken darum, ob z.B. eine Kinderpause und ein Wiedereinstieg möglich ist. Sie wird also finanziell von ihrem Mann abhängig und ist neben ihrem Arbeitsalltag für die Hausarbeit, die Versorgung der Kinder etc. verantwortlich oder ist als Alleinerziehende einem noch höheren Armutsrisiko ausgesetzt. Sowohl Männer als auch Frauen werden als Teil der Arbeiterklasse politisch und sozial unterdrückt. Diese besondere Form der Benachteiligung der die Arbeiterin ausgesetzt ist, bezeichnen wir als doppelte Unterdrückung, die auf die unbezahlte Übernahme der Reproduktionsarbeit durch die Frau begründet ist. Die Normalisierung von Alltagsexismus, Gewalt an Frauen und frauenverachtender Pornographie, aber auch Gesetzgebungen wie das Strafgesetz zu Schwangerschaftsabbrüchen fußen auf dieser Ideologie. Es geht sogar soweit, dass Frauen, die ja die Hälfte der Bevölkerung ausmachen, in der männlich dominierten Forschung, wie z.B. in medizinischen Studien zur Verträglichkeit von Medikamenten einfach übergangen werden. Wir müssen uns klar machen, dass wir die doppelte Unterdrückung der Frau nur gemeinsam und im ökonomischen und politischen Kampf überwinden können, ein paar Wohlfühlappelle reichen da nicht aus. Klasse und Geschlecht können wir nicht einfach voneinander trennen. Erst mit der Überwindung des Kapitalismus, auf dessen ökonomische Basis die Politik und die Rollenbilder aufbauen und der Errichtung des Sozialismus können wir die Unterdrückung der Frau voll und ganz bekämpfen.</p>
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		<title>Internationaler Tag der sicheren Schwangerschaftsabbrüche</title>
		<link>https://www.sdaj.org/2021/09/28/internationaler-tag-der-sicheren-schwangerschaftsabbrueche/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[sdaj]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 28 Sep 2021 17:55:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Frauenpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Frauenbefreiung]]></category>
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		<category><![CDATA[Frauenunterdrückung]]></category>
		<category><![CDATA[Gewalt gegen Frauen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Dieser steht in diesem Jahr unter dem Motto &#8222;150 Jahre Kampf gegen Paragraph 218&#8220;. Dieser Paragraph sowie der Paragraph 219a des Strafgesetzbuches verbieten ÄrztInnen auch heute noch, umfassende Informationen über Schwangerschaftsabbrüche zur Verfügung zu stellen. Das Resultat ist, dass Frauen in Deutschland auch 2021 Schwierigkeiten haben, sich über Schwangerschaftsabbrüche zu informieren oder eine Stelle zu [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.sdaj.org/2021/09/28/internationaler-tag-der-sicheren-schwangerschaftsabbrueche/">Internationaler Tag der sicheren Schwangerschaftsabbrüche</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.sdaj.org">SDAJ</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Dieser steht in diesem Jahr unter dem Motto &#8222;150 Jahre Kampf gegen Paragraph 218&#8220;. Dieser Paragraph sowie der Paragraph 219a des Strafgesetzbuches verbieten ÄrztInnen auch heute noch, umfassende Informationen über Schwangerschaftsabbrüche zur Verfügung zu stellen. Das Resultat ist, dass Frauen in Deutschland auch 2021 Schwierigkeiten haben, sich über Schwangerschaftsabbrüche zu informieren oder eine Stelle zu finden, die diese durchführt.</p>
<p>Dass diese Paragraphen keine reinen Papiertiger sind, sondern real zu Verurteilungen führen, zeigt unter anderem der Fall Kristina Hänel. Die Gießener Ärztin wurde Ende 2021 rechtskräftig nach Paragraph 219a StGB verurteilt &#8211; Hänel hatte auf ihrer Website darüber informiert, dass sie in ihrer Praxis Abbrüche vornimmt und Hintergrundinformationen über Abbrüche zur Verfügung gestellt. Das reicht aus, um von Menschenfeind:innen verklagt und einem deutschen Gericht verurteilt zu werden.</p>
<p>Das Urteil führte zu einem Aufschrei, die #GroKo aus (S)PD und CDU sah jedoch keinen Anlass, den frauenfeindlichen Paragraphen zu streichen, sondern nahm lediglich kleinere Änderungen vor, welche die Situation für ÄrztInnen sogar noch verschlechterten: &#8222;der unsägliche Kompromiss der großen Koalition zum Paragrafen 219a hat die rechtliche Situation für uns Ärz­t:in­nen letztlich nur verschlechtert: Mit ihm wurde klar, dass auch die sachliche Information über das „Wie“ von Schwangerschaftsabbrüchen in jedem Fall bestraft wird.&#8220; sagte Kristina Hänel dazu im Interview mit der TAZ.</p>
<p>Ebenso aus der Zeit gefallen wirkt Paragraph 218, der Frauen zu einer Beratung vor einem Schwangerschaftsabbruch verpflichtet. Nicht nur sind die Beratungsstellen verpflichtet, de facto in Richtung der Vermeidung eines Abbruches zu beraten. Die Zwangsberatung führt auch zu Wartzeiten und einer demütigenden Situation, in der betroffene Frauen auf einen Berechtigungsschein angewiesen sind, bevor sie einen Abbruch vornehmen dürfen.</p>
<p>Beide Paragraphen führen in der Konsequenz dazu, Schwangerschaftsabbrüche möglichst schwer und unangenehm zu gestalten. Als SDAJ stehen wir für das Recht auf körperliche Selbstbestimmung von Frauen und fordern eine Abschaffung der Beratungspflicht. Frauen zu unterstellen, sie würden sich vor einem Abbruch nicht informieren und sie in &#8222;neutrale&#8220; Beratungsstellen zu zwingen, die oft kirchlich finanziert und organisiert sind und vor allem der Beratung gegen einen Abbruch dienen ist zynisch und menschenverachtend.</p>
<h5>
&#8211; Paragraph 218 und 219a StGB abschaffen!<br />
&#8211; Für das Recht auf körperliche Selbstbestimmung!</h5>
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		<item>
		<title>Der Offene Brief an Anja Delastik (Cosmopolitan)</title>
		<link>https://www.sdaj.org/2017/11/02/der-offene-brief-an-anja-delastik-cosmopolitan/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 02 Nov 2017 06:00:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[POSITION – Magazin der SDAJ]]></category>
		<category><![CDATA[Alltagssexismus]]></category>
		<category><![CDATA[Frauenunterdrückung]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Sexismus]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Post von der SDAJ Liebe Anja, Du bist Herausgeberin der „Cosmopolitan“, der weltweit erfolgreichsten Frauenzeitschrift. Als Teil der Bauer-Mediengruppe erscheint sie gemeinsam mit „Bravo“ und „Bravo Girl“. Deine Zielgruppe sind berufstätige Frauen, die sich die im Heft beworbenen Designer-Sofakissen für 900 € leisten können. Die Cosmopolitan gibt sich gern einen feministischen Anstrich. Dein Magazin beschränkt sich [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.sdaj.org/2017/11/02/der-offene-brief-an-anja-delastik-cosmopolitan/">Der Offene Brief an Anja Delastik (Cosmopolitan)</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.sdaj.org">SDAJ</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><b>Post von der SDAJ<img decoding="async" class=" wp-image-8245 alignright" src="/wp-content/uploads/2017/10/Memes-POSITION5_8.jpg" alt="" width="300" height="300" srcset="https://www.sdaj.org/wp-content/uploads/2017/10/Memes-POSITION5_8.jpg 1792w, https://www.sdaj.org/wp-content/uploads/2017/10/Memes-POSITION5_8-150x150.jpg 150w, https://www.sdaj.org/wp-content/uploads/2017/10/Memes-POSITION5_8-300x300.jpg 300w, https://www.sdaj.org/wp-content/uploads/2017/10/Memes-POSITION5_8-768x768.jpg 768w, https://www.sdaj.org/wp-content/uploads/2017/10/Memes-POSITION5_8-1024x1024.jpg 1024w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></b></p>
<p>Liebe Anja,</p>
<p>Du bist Herausgeberin der „Cosmopolitan“, der weltweit erfolgreichsten Frauenzeitschrift. Als Teil der Bauer-Mediengruppe erscheint sie gemeinsam mit „Bravo“ und „Bravo Girl“. Deine Zielgruppe sind berufstätige Frauen, die sich die im Heft beworbenen Designer-Sofakissen für 900 € leisten können. Die Cosmopolitan gibt sich gern einen feministischen Anstrich. Dein Magazin beschränkt sich allerdings oft darauf Klischees zu pflegen. So wird in der Rubrik „Manthrophologie“ gefragt, warum „die Männer“ nicht an Horoskope glauben (erschienen in der Januarausgabe mit dem großen Jahreshoroskop inklusive der „sexbombigen Tage“ für jedes Sternzeichen) und die Antwort lässt sich mit „Männer können halt rational denken“ ganz gut zusammenfassen. In eine ähnliche Richtung zielen so großartige Tipps an Frauen wie in ihre Alltagsgeschichten Fußballanspielungen zu packen, damit Männer ihnen endlich zuhören. Funktionieren soll ja auch, etwas zweideutiges zu sagen, weil alle Männer notgeile Höhlenmenschen sind, die einem dann plötzlich Aufmerksamkeit schenken.</p>
<p>Gruselig wird dein Magazin, wenn ihr euch in Politik versucht. Neben klaren Statements für die Union, weil es so schön und ein Wert für sich ist, dass mit Angela Merkel eine Frau Kanzlerin ist, erklärst du Frauen, warum es so wichtig ist wählen zu gehen unter anderem mit dem Satz. „Das ist eine Riesensache! Sie üben damit die größte Macht aus, die Sie als Staatsbürgerin haben!“ Um fair zu bleiben: dass sich die Demokratie im Kapitalismus darauf reduzieren lässt, das Wahlvolk alle vier Jahre ein paar Kreuzchen machen zu lassen, ist streng genommen nicht deine Schuld. Ebenso wenig wie die Tatsache, dass die herrschende Klasse (männliche wie weibliche Vertreter) von einer Spaltung der durch sie Ausgebeuteten (Frauen wie Männer) profitiert. Diese Spaltung treibt dein Magazin aber auch noch aktiv mit voran. Zum ernsthaften Problem wird das, wenn Menschen sich in der Folge zuerst überlegen, welches Geschlecht der Kollege oder die Kollegin neben ihnen hat und erst danach, ob es gemeinsame Interessen im Kampf um bessere Lebensverhältnisse gibt. In der letzte Ausgabe steht unter den „Fünf Gründen, warum es gerade jetzt so wichtig ist wählen zu gehen“ an prominenter Stelle ernsthaft die Ansage: „Keine Macht den Dummen: Wer nicht zur Wahl geht überlässt die Entscheidung Anderen – im schlimmsten Fall jungen, sozial abgehängten Männern!“.</p>
<p>Das Traurige ist, dass du offenkundig nicht erkennst welchen Zusammenhang es zwischen den Frauenbildern, die du transportierst und dem Erstarken einer frauenfeindlichen Partei wie der AfD gibt. Klar, die Cosmopolitan ist nicht die AfD. Aber wenn dir von klein auf erzählt wird, dass du vor allem hübsch auszusehen und erfolgreich zu sein hast, dich dabei aber maximal gegen blöde KOLLEGEN (richtig, nicht gegen den Chef) wehren darfst, wie hoch ist dann die Wahrscheinlichkeit, dass du dich gegen reaktionäre, frauenfeindliche Politik wehrst, wenn es darauf ankommt? Wer sich in Sachen Frauenrecht und echter Emazipation darauf beschränkt dein Magazin zu lesen, der darf sich nicht wundern, wenn das Kreuzchen-Machen am Wahltag der Gipfel der demokratischen Partizipation von Frauen bleibt.</p>
<p><em>Eva, Nürnberg &amp; Tatjana, Rostock</em></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.sdaj.org/2017/11/02/der-offene-brief-an-anja-delastik-cosmopolitan/">Der Offene Brief an Anja Delastik (Cosmopolitan)</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.sdaj.org">SDAJ</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Gemeinsam gegen sexualisierte Gewalt und Frauenunterdrückung!</title>
		<link>https://www.sdaj.org/2016/02/12/gemeinsam-gegen-sexualisierte-gewalt-und-frauenunterdrueckung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 12 Feb 2016 09:59:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Frauenpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Alltagssexismus]]></category>
		<category><![CDATA[Frauenunterdrückung]]></category>
		<category><![CDATA[One Billion Rising]]></category>
		<category><![CDATA[sexualisierte Gewalt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Gewalt gegen Frauen in unserer Gesellschaft ist kein individuelles „Pech“ sondern hat System. Es hil­ft daher nicht, nur an das „Mitgefühl“ von Männern persönlich zu appellieren, sondern die Gewalt muss als Folgeproblem dieser Gesellschaft­, dieser Wirtschaftsform und des Staates der sie absichert, verstanden und bekämpft­ werden. Im Kapitalismus werden klassische Frauenberufe (z.B. ErzieherIn, Pflegeberufe, KassiererIn) [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.sdaj.org/2016/02/12/gemeinsam-gegen-sexualisierte-gewalt-und-frauenunterdrueckung/">Gemeinsam gegen sexualisierte Gewalt und Frauenunterdrückung!</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.sdaj.org">SDAJ</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Gewalt gegen Frauen in unserer Gesellschaft ist kein individuelles „Pech“ sondern hat System. Es hil­ft daher nicht, nur an das „Mitgefühl“ von Männern persönlich zu appellieren, sondern die Gewalt muss als Folgeproblem dieser Gesellschaft­, dieser Wirtschaftsform und des Staates der sie absichert, verstanden und bekämpft­ werden.</p>
<p><strong>Im Kapitalismus werden klassische Frauenberufe (z.B. ErzieherIn, Pflegeberufe, KassiererIn) äußerst schlecht bezahlt,</strong> sodass für diese Kolleginnen und Kollegen ein eigenständiges Leben mit Kindern nicht möglich ist. Auch in besser bezahlten Berufen haben Frauen schlechtere Chancen: Sexistische Vorstellungen, die Möglichkeit einer Schwangerschaft und die „Babypause“, die meist von Frauen genommen wird, führen zu einem Wettbewerbsnachteil gegenüber den Kollegen. Am Ende ergibt sich in Deutschland zwischen Männern und Frauen ein Einkommensunterschied von durchschnittlich 22%. Frauen fungieren im Kapitalismus häufig als Lohndrückerinnen, was sich negativ auf alle Löhne auswirkt. Billige Frauenarbeit liegt also im Interesse der Konzerne, um die KollegInnen zu spalten.</p>
<p>Die gesellschaftlichen Verhältnisse fördern weibliche Abhängigkeit und begründen somit ein Machtverhältnis zwischen den Geschlechtern was letztendlich auch physische und verbale Gewalt gegenüber Frauen begünstigt. Diese Ungerechtigkeit lässt sich nur aufrechterhalten, weil frauenfeindliche Vorstellungen immer noch tief in der Gesellscha­ft verankert sind. Sexismus erfüllt für den Kapitalismus also eine wichtige Funktion. Deshalb kann er auch nur durch die Abschaffung des Kapitalismus endgültig verschwinden.</p>
<p><strong>Alltagssexismus und Macho-Gehabe sind in der Gesellschaft und den Köpfen verankert.</strong> Belästigungen in der Öffentlichkeit und sexistische Sprüche im Bekanntenkreis werden als „Flirten“ oder „Witze“ entschuldigt und wer einen kurzen Rock trägt, soll ja bekanntlich selbst schuld sein. In einer solchen Tätergesellschaft werden Täter entschuldigt und Opfern wird die Schuld zugeschoben.</p>
<p><strong>Fast alle Gewaltverbrechen passieren in Beziehungen</strong>. Die Frauen kennen die Täter also meist schon vorher (Partnerschaft, Familie, Arbeitskollegen, Bekanntenkreis). Die Hemmschwelle sich zu wehren oder Anzeige zu erstatten ist in diesen Fällen noch höher. Institutionen wie Frauenhäuser können hier helfen, doch sind &#8211; wie so viele soziale Einrichtungen &#8211; chronisch unterbezahlt. Was keinen Profit abwirft, hat im Kapitalismus natürlich keine Priorität.</p>
<p><strong>Rassismus ist keine Antwort auf Sexismus.</strong> Seit den sexistischen Übergriffen in der Silvesternacht am Kölner Hbf werden viele Stimmen laut die, angeblich im Interesse der Frauen, die Abschiebung der ausländischen Täter fordern. Bewusst wird hier Angst vor zunehmender sexualisierter Gewalt durch einreisende Flüchtlinge geschürt. Durch Zahlen ist das nicht belegt. Bildung, Einkommen, Alter und Religionszugehörigkeit sind in Bezug auf sexualisierte Gewalt statistisch völlig bedeutungslos. Der Anteil der von Ausländern begangenen Straftaten ist nicht gestiegen. Wer meint, dass sexualisierte Gewalt vornehmlich von muslimischen Männern ausgeht, der sei außerdem daran erinnert wie gefährlich der Aufenthalt unter deutschen Christen an Karneval oder beim Oktoberfest für Frauen sein kann.</p>
<p>Selbstverständlich müssen die Täter von Köln zur Rechenschaft gezogen werden, aber eben auf die gleiche Weise wie deutsche Sexualstraftäter. Die Abschiebung “krimineller Ausländer” ist eine rassistische Forderung und Praxis, da sie Personen, je nach Herkunft, in “legale” und “illegal” Menschen einteilt, die unterschiedlich hart bestraft werden. Das verstößt gegen die Gleichheit vor dem Gesetz und gegen die Menschenrechte der Geflüchteten.</p>
<p><strong>Der Staat in dem wir leben schafft nicht die rechtlichen Bedingungen, um Frauen vor Gewalt zu schützen.</strong> Rechtliche Verbesserungen mussten schon immer gegen diesen Staat erkämpft­ werden. Beispiele hierfür sind das Wahlrecht für Frauen oder die strafrechtliche Verfolgung von Vergewaltigungen in der Ehe. Erst seit 1997(!) gilt dies als eine Straftat! Und auch heute noch führt der umstrittene § 177 StGB dazu, dass die allermeisten Vergewaltigungen straflos bleiben. „Nein!“ sagen oder Weinen gelten nicht als ausreichende Gegenwehr. Nur wenn die Opfer schwere Verletzungen vorzuweisen haben, kann eine Vergewaltigung zur Verurteilung führen. 2012 führten daher nur 8,4%(!) der angezeigten Vergewaltigungen zu Verurteilungen. Und: Verbale Belästigung oder Stalking kann man nicht einmal anzeigen!</p>
<p><strong>Wir fordern:</strong></p>
<ul>
<li>Solidarität gegen Alltagssexismus! Seht nicht weg, wenn vor euch Frauen belästigt oder wie Menschen zweiter Klasse behandelt werden!</li>
<li>Änderung des § 177 StGB, sodass jede Vergewaltigung strafbar wird!</li>
<li>Eine deutliche Aufwertung der Sozial- und Pflegeberufe. Frauen brauchen ein Einkommen, das sie unabhängig macht!</li>
<li>Gleicher Lohn für gleiche Arbeit! Schluss mit der schlechteren Bezahlung von Frauen!</li>
<li>Die Sicherheit von Frauen darf nicht zur Rechtfertigung von Rassismus instrumentalisiert werden. Keine Verschärfung des Asylrechts! Gleiche Rechte für alle hier lebenden Menschen!</li>
</ul>
<p>Gemeinsam gegen Ausbeutung, Sexismus und Gewalt gegen Frauen!</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.sdaj.org/2016/02/12/gemeinsam-gegen-sexualisierte-gewalt-und-frauenunterdrueckung/">Gemeinsam gegen sexualisierte Gewalt und Frauenunterdrückung!</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.sdaj.org">SDAJ</a>.</p>
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