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	<title>Überproduktion Archive - SDAJ</title>
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		<title>Verbot von Containern</title>
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		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 21 Aug 2020 08:01:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Umwelt und Energie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Auch ,,wirtschaftlich wertlose‘‘ Dinge sind das Eigentum der Konzerne – die Profitgier des Kapitalismus gelangt ans Maximum 2 Studentinnen aus Bayern hatten Verfassungsbeschwerden gegen ihre Verurteilungen wegen Diebstahls eingereicht und sind gestern damit gescheitert. Die beiden wurden dabei erwischt, wie sie sich noch genießbare Lebensmittel aus den Mülltonnen einer Supermarkt-Kette nahmen. Das Bundesverfassungsgericht entschied gestern, [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Auch ,,wirtschaftlich wertlose‘‘ Dinge sind das Eigentum der Konzerne – die Profitgier des Kapitalismus gelangt ans Maximum<br />
2 Studentinnen aus Bayern hatten Verfassungsbeschwerden gegen ihre Verurteilungen wegen Diebstahls eingereicht und sind gestern damit gescheitert. Die beiden wurden dabei erwischt, wie sie sich noch genießbare Lebensmittel aus den Mülltonnen einer Supermarkt-Kette nahmen. Das Bundesverfassungsgericht entschied gestern, auch das Eigentum an ,,wirtschaftlich wertlosen‘‘ Sachen sei zu garantieren.<br />
Diese Entscheidung ist peinlich und repressiv, das ist klar. Aber dennoch nicht zufällig, denn wir befinden uns aktuell auf dem Tiefpunkt der wirtschaftlichen Überproduktionskrise, die sich schon im Dezember 2019 andeutete. In der Hoffnung, der wirtschaftlichen Konkurrenz nicht zu unterliegen, produzieren Unternehmen so viel es geht, egal ob und wer die produzierten Waren braucht und kaufen kann, egal ob es sich um Lebensmittel oder Staubsauger handelt. Denn das ist im Kapitalismus die einzige Chance für Unternehmen, die zyklisch auftretenden wirtschaftlichen Depressionen zu überstehen. Die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts zeigt deutlich: Die Gewinne von Konzernen stehen in diesem System an oberster Stelle und wehe jemand stiehlt auch nur 20 Euro in Form von Gemüse aus dem Müll. Innerhalb des Kapitalismus kämpfen wir also gegen Windmühlen. Doch was können wir sonst dagegen tun? Die einzige Möglichkeit, Ungerechtigkeiten und Lebensmittelverschwendung zu bekämpfen, besteht darin, endlich das zu produzieren, was wir wirklich brauchen und verbrauchen können, wie es im Sozialismus der Fall ist. Und das können wir erst erreichen, wenn Profitgier und Konkurrenz nicht mehr die marktbestimmenden Mechanismen sind und wir alle gemeinsam gegen den Kapitalismus und für den Sozialismus kämpfen.<br />
Deshalb sagen wir: Schluss mit Verschwendung und Repression! Schluss mit dem kapitalistischem Produktionssystem! Her mit dem Sozialismus!</p>
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		<title>Was ist eigentlich eine Krise?</title>
		<link>https://www.sdaj.org/2020/06/20/was-ist-eigentlich-eine-krise/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 20 Jun 2020 10:31:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ausgabe 2/2020]]></category>
		<category><![CDATA[POSITION – Magazin der SDAJ]]></category>
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		<category><![CDATA[Marxistisches Krisenlexikon]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Von der Unter- zur Überproduktion In der kapitalistischen Wirtschaftsordnung herrscht die „Anarchie der Produktion“, es wird zwar gesellschaftlich produziert, aber privat angeeignet. Wo jedoch nicht gesellschaftlich geplant wird, wo für den Profit einiger Weniger produziert wird, da kann nicht nach den Bedürfnissen der Gesellschaft geschaut werden, sodass das Rennen nach dem Maximalprofit für die Kapitalisten [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h5>Von der Unter- zur Überproduktion</h5>
<p>In der kapitalistischen Wirtschaftsordnung herrscht die „Anarchie der Produktion“, es wird zwar gesellschaftlich produziert, aber privat angeeignet. Wo jedoch nicht gesellschaftlich geplant wird, wo für den Profit einiger Weniger produziert wird, da kann nicht nach den Bedürfnissen der Gesellschaft geschaut werden, sodass das Rennen nach dem Maximalprofit für die Kapitalisten bestimmt, was und wie viel geschaffen wird.<br />
Auf der anderen Seite war es im Zeitalter des Kapitalismus zum ersten Mal möglich, mehr zu produzieren, als die Gesellschaft insgesamt braucht. Während beispielsweise im Mittelalter (im Feudalismus) unter Krisen vor allem Kriege und Naturkatastrophen verstanden werden mussten, kommt es im Kapitalismus in regelmäßigen Abständen von zwischen 7 und 12 Jahren zu Überproduktionskrisen. Die Produktivkräfte entwickeln sich, die Produktivität wächst, die einzelnen Konzerne schrauben aber freilich nicht ihre Produktion runter, denn das hieße Gewinneinbußen. Sie nutzen die neue Produktivität aus, um sich kurzfristige Vorsprünge zu verschaffen, bis sich die Entwicklungen allgemein durchgesetzt haben. <strong>Der Maximalprofit ist das primäre Ziel der Monopolisten.</strong></p>
<h5>Was passiert in der Krise?</h5>
<p>Naja, um es im BWL-Sprech zu sagen: Das Angebot ist größer als die Nachfrage. Ganz so einfach ist es aber doch nicht, denn die Nachfrage wäre schon da. In diesem Land leben zig Tausende, die keine Wohnung haben, geschweige denn jene, für die der Gang zum Supermarkt gefährlich nah an den finanziellen Ruin führt. Es ist also nicht die Nachfrage, die zu gering ist, sondern die Kaufkraft. In Krisenzeiten finden Massenentlassungen, Lohnkürzungen, verschärfte Konkurrenz statt. Während die Kapitalisten also zu viel produzieren, können sich zu Wenige leisten, was produziert wird. Das führt zur absurden Situation der Zerstörung von Waren, da es fürs Kapital nun mal günstiger ist, die Waren zu zerstören, als sie zu verteilen, denn dann wäre die Nachfrage ja noch geringer.<br />
In der allgemeinen Krise des Kapitalismus seit dem ersten Weltkrieg nehmen die zyklischen Krisen immer zerstörerische Ausmaße an, wir erinnern uns an die Weltwirtschaftskrisen von 1929 und 2008. Doch auch das Kapital lernt und fand in der Vergangenheit verschiedene Wege, sich trotz der Krise zu bereichern. In Kriegen werden Produktionsmittel, also Fabriken, Maschinen, aber auch die Infrastruktur zerstört, die wieder aufgebaut werden müssen. Es eröffnen sich neue Märkte. Aber auch im Inland steuert das Kapital gegen, vor allem durch staatliche Subventionen für die Wirtschaft und den Abbau von Arbeitsrechten. Wir erinnern uns da beispielsweise an die „Abwrackprämie“, also eine massive Bezuschussung für den Kauf neuer Autos von Seiten des Staates, während die Hersteller den vollen Preis kassieren. Sehr akut ist auch die Einführung von erleichterter Kurzarbeitszeit und die Verlängerung der Arbeitszeiten. Um es kurz zu machen: Die Krisenfolgen werden auf die arbeitende Bevölkerung abgewälzt.</p>
<p>Max, Solingen</p>
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