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	<title>Marxistischer Feminismus Archive - SDAJ</title>
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	<title>Marxistischer Feminismus Archive - SDAJ</title>
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		<title>Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 25 Nov 2020 20:02:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Frauenpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Frauenbefreiung]]></category>
		<category><![CDATA[Frauenkampf]]></category>
		<category><![CDATA[Gewalt gegen Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Marxistischer Feminismus]]></category>
		<category><![CDATA[tag gegen gewalt an frauen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Heute ist der internationale Tag gegen Gewalt an Frauen. Viele meinen, das sei hierzulande kein so großes Problem. Ein Blick auf die Zahlen zeigt sofort, dass das nicht stimmt: Knapp ein Viertel aller Frauen in Deutschland erleben im Laufe ihres Lebens irgendwann einen sexuellen Übergriff. Ob sexuelle oder nicht-sexuelle Gewalt, ein Großteil der Gewalt gegen [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.sdaj.org/2020/11/25/internationaler-tag-gegen-gewalt-an-frauen-2/">Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.sdaj.org">SDAJ</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Heute ist der internationale Tag gegen Gewalt an Frauen. Viele meinen, das sei hierzulande kein so großes Problem. Ein Blick auf die Zahlen zeigt sofort, dass das nicht stimmt: Knapp ein Viertel aller Frauen in Deutschland erleben im Laufe ihres Lebens irgendwann einen sexuellen Übergriff.</p>
<p>Ob sexuelle oder nicht-sexuelle Gewalt, ein Großteil der Gewalt gegen Frauen spielt sich im eigenen Haushalt ab, oft geht sie vom Partner aus: Allein 2019 registrierten Polizei und Justiz über 140.000 Fälle von Gewalt in der Partnerschaft, wobei die Opfer in 81% der Fälle weiblich waren. Die Dunkelziffer dürfte noch weit höher liegen. Etwa jeden dritten Tag wurde eine Frau von ihrem Partner oder Ex-Partner ermordet.</p>
<p>Durch die Corona-Pandemie verschärft sich diese Problematik noch: Während der Pandemie verzeichneten Hilfe-Telefone einen deutlichen Anstieg der Anrufe von Frauen, die sich häuslicher Gewalt ausgesetzt sahen. Einerseits führt die durch Corona verschärfte Wirtschaftskrise zu erhöhter ökonomischer Unsicherheit. Finanzielle Sorgen verschärfen familiäre Konflikte und begünstigen häusliche Gewalt. Andererseits entfällt durch die Maßnahmen zur Pandemiebekämpfung ein wesentlicher Teil der sozialen Kontrolle: Frauen, die in missbräuchlichen Partnerschaften leben, sind ihren Partnern in noch stärkerem Maße ausgeliefert, je mehr Zeit gemeinsam in der Wohnung verbracht wird und je weniger soziale Kontakte außerhalb der Wohnung stattfinden. Gewalt ist eben keine reine Privatangelegenheit, sondern hat oft gesellschaftliche Ursachen.</p>
<p>Die Aufrufe in Politik und Medien, die vor diesen Zuständen warnen, sind vor allem eines: heuchlerisch! Diejenigen, die genau die unsoziale Politik machen und propagieren, die so viele Frauen in ein ökonomisches Abhängigkeitsverhältnis von ihren Partnern zwingt und deren Corona-Bekämpfung auf dem Rücken der arbeitenden Menschen stattfindet, anstatt sie zu entlasten, wundern sich nun anscheinend darüber, dass Frauen noch mehr Gewalt erleben.</p>
<p>Was wirklich gegen häusliche Gewalt helfen würde, wäre eine Politik, die Frauen aus der ökonomischen Abhängigkeit von ihren Partnern befreit und die Familien in der Pandemie entlastet, anstatt Krisenkosten auf den Einzelnen abzuwälzen.</p>
<p>&#8211; Schaffung von Rückzugsräumen für betroffene Frauen: Leerstehende Hotels müssen zur Verfügung gestellt werden!</p>
<p>&#8211; Sofortige Entlastung von Familien: Pandemiegerechte Betreuung in Schule und KiTa statt wackelige Hygienekonzepte ohne ausreichende Ausstattung!</p>
<p>&#8211; Die Befreiung von Frauen aus Abhängigkeit und Unterdrückung braucht vor allem ökonomische Unabhängigkeit: Echte Gleichstellung statt Nebelkerzen-Diskussionen um Frauenquoten in Vorständen.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.sdaj.org/2020/11/25/internationaler-tag-gegen-gewalt-an-frauen-2/">Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.sdaj.org">SDAJ</a>.</p>
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		<title>&#8222;Sozialismus verpflichtet!“ &#8211; Clara Zetkin (05.07.1857 – 20. Juni 1933)</title>
		<link>https://www.sdaj.org/2020/06/20/sozialismus-verpflichtet-clara-zetkin-05-07-1857-20-juni-1933/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 20 Jun 2020 22:37:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Unsortiert]]></category>
		<category><![CDATA[Clara Zetkin]]></category>
		<category><![CDATA[Internationalismus]]></category>
		<category><![CDATA[KPD]]></category>
		<category><![CDATA[Marxistischer Feminismus]]></category>
		<category><![CDATA[proletarischer Internationalismus]]></category>
		<category><![CDATA[SPD]]></category>
		<category><![CDATA[USPD]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Mit Clara Zetkin starb heute vor 87 Jahren eine der bedeutendsten deutschen Kommunistinnen. In Theorie und Praxis Revolutionärin, von der wir besonders, aber nicht nur in Fragen des proletarischen Feminismus und des Antifaschismus viel lernen können, war sie jedem Opportunismus zum Trotz immer der Revolution verpflichtet. Als sie die rechte, den Weltkrieg mittragende Führung der [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Mit Clara Zetkin starb heute vor 87 Jahren eine der bedeutendsten deutschen Kommunistinnen. In Theorie und Praxis Revolutionärin, von der wir besonders, aber nicht nur in Fragen des proletarischen Feminismus und des Antifaschismus viel lernen können, war sie jedem Opportunismus zum Trotz immer der Revolution verpflichtet. Als sie die rechte, den Weltkrieg mittragende Führung der SPD 1917 als Chefredakteurin der Proletarierinnenpublikation „Die Gleichheit, Zeitschrift für die Interessen der Arbeiterinnen“ absägte, machte Zetkin ihren Abschied von der „Gleichheit“, zum Abschied der deutschen Sozialdemokratie vom Streben nach eben jener Gleichheit des Menschen. Die SPD-Führung würde, so schreibt Zetkin in ihrem Abschiedsschreiben in Heftbeilage, die „Gleichheit“ von „einer freien Dienerin des internationalen Sozialismus“ zu einer „gehorsame Magd der Vorstandspolitik“ herabknechten. Mit der „Gleichheit“ stellte sie sich den kriegstreiberischen, klassenverräterischen Positionen der Burgfrieden-Politiker in der SPD entgegen – das war denen nicht lieb. Die revolutionäre Antimilitaristin ging mit einem klassenbewussten Mic Drop: „Würde ich anders gehandelt haben, so hätte ich meine Grundsätze als internationale Sozialistin verleugnen, meiner Vergangenheit, meinem Lebenswerk, meinem Wesen ins Gesicht schlagen müssen. Ich wäre mir unwürdig des Namens Sozialistin erschienen, unwürdig des Vertrauens breiter proletarischer Massen und der führenden Stellung, die ich in der sozialistischen Arbeiterbewegung, namentlich aber in der internationalen sozialistischen Frauenbewegung innehatte. Sozialismus verpflichtet!“</p>
<p>Clara Zetkin kämpfte bis zu ihrem Lebensende gegen Revisionismus und Reaktion – als Mitglied der USPD, des Spartakusbund und als Gründungsmitglied und Reichstagsabgeordnete der KPD. Als Antifaschistin analysierte und bekämpfte sie den deutschen Faschismus. Als Internationalistin tauschte sie sich mit Lenin und den Bolschewiki aus und verteidigte die Sowjetunion gegen antikommunistische Anfeindungen aus vielen Lagern.</p>
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		<title>Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen</title>
		<link>https://www.sdaj.org/2018/11/25/internationaler-tag-gegen-gewalt-an-frauen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[karlquarx]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 25 Nov 2018 05:29:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Frauenpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Gewalt gegen Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Marxistischer Feminismus]]></category>
		<category><![CDATA[sexualisierte Gewalt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der 25. November ist der „Internationale Tag gegen Gewalt an Frauen“. Rund um dieses Datum bekommen wir Lippenbekenntnisse von den selben PolitikerInnen zu hören, die schon am nächsten Tag Gelder für Frauenhäuser kürzen. Im übrigen Jahr ist von der Unterdrückung der Frau hierzulande nur selten die Rede. Unterdrückung, die gibt es immer nur in anderen [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.sdaj.org/2018/11/25/internationaler-tag-gegen-gewalt-an-frauen/">Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.sdaj.org">SDAJ</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Der 25. November ist der „Internationale Tag gegen Gewalt an Frauen“. Rund um dieses Datum bekommen wir Lippenbekenntnisse von den selben PolitikerInnen zu hören, die schon am nächsten Tag Gelder für Frauenhäuser kürzen. Im übrigen Jahr ist von der Unterdrückung der Frau hierzulande nur selten die Rede. Unterdrückung, die gibt es immer nur in anderen Ländern. Auch Gewalt an Frauen spielt meist nur eine Rolle, wenn sie in anderen Ländern stattfindet. Oder man das für rassistische Hetze nutzen kann, wenn bei (sexueller) Gewalt gegen Frauen Geflüchtete beteiligt waren. Berichte über steigende Zahlen häuslicher Gewalt in Deutschland? Mediale Aufschreie bei sexuellen Übergriffen von Deutschen? Kaum zu finden.</p>
<p>Möglichkeiten für diese Aufschreie gäbe es genug: Jede vierte Frau in Deutschland hat mindestens einmal körperliche oder sexuelle Gewalt erfahren, in 80% der Fälle geht diese vom Partner aus. Und das sind nur die Zahlen, die aus der Kriminalstatistik hervorgehen, also die Fälle, in denen es zu einer Anzeige kam. Die Dunkelziffer –also Fälle, in denen es keine Anzeige gab – liegt wahrscheinlich wesentlich höher. Gewalt gegen Frauen ist also kein Problem „anderer Kulturen“.</p>
<p>Wer einmal Gewalt erlebt hat, weiß, dass solche Erfahrungen eine Spirale aus Scham und Angst nach sich ziehen. Die meisten Frauen haben Angst, auf taube Ohren zu stoßen. Und diese Sorge kommt ja nicht von ungefähr, wenn man betrachtet, wie wenig das Thema öffentlich eine Rolle spielt. Woher kommt diese Gewalt an Frauen? Sie ist Folge des Patriachats, also der Unterdrückung der Frau durch den Mann. Diese Unterdrückung äußert sich jedoch nicht nur durch die physische Gewalt, derer am heutigen Tag gedacht wird. Die meisten Frauen erfahren sie tagtäglich, nämlich auf ökonomischer Ebene. 22% verdient eine Frau im Schnitt hierzulande weniger als ihre männlichen Kollegen. Hinzu kommt ein überdurchschnittlich hoher Anteil an Teilzeit- und Prekärbeschäftigung. Und oben drauf kommt dann in vielen Beziehungen noch die häusliche Arbeit: Während ein Mann durchschnittlich 0,8 Stunden pro Tag mit Hausarbeit verbringt, sind es bei Frauen satte 2,3 Stunden.</p>
<p>All das ist nicht nur böser Wille, es hat Prinzip. Auch wenn Patriachat und Ausbeutung nach überholten Begriffen aus dem Mittelalter klingen, sind sie immer noch aktuell. Sie sind noch aktuell, weil es Menschen gibt, die davon profitieren. Sie profitieren davon, dass Frauen eher die Füße still halten aus Angst vor Folgen eines Sich-Zur-Wehr-Setzens gegen diese Unterdrückung – sei es physische Gewalt oder ökonomische Einbußen. Sie profitieren davon, dass sich Frauen nicht wehren – und profitieren davon, dass sich Frauen und Männer sich nicht gemeinsam wehren, da die Unterdrückung der Frau die Arbeitenden spaltet. Dieselben Politiker, von denen wir heute Lippenbekenntnisse zu hören bekommen, sind diejenigen, die die Interessen derer vertreten, die davon profitieren – der Banken und Konzerne, denen billigere Löhne und wenig Widerstand dagegen zugutekommen. Politiker wollen uns weismachen, (sexuelle) Gewalt gegen Frauen sei ein Problem, das vor allem Geflüchtete in unser Land gebracht haben, und spalten uns damit weiter. Sie stecken aber lieber Milliarden in Bankenrettung statt in flächendeckende Kinderbetreuung oder ausreichend Beratungsstellen für Betroffene von Gewalt.</p>
<p>Allen, die heute am Tag gegen Gewalt an Frauen auf die Straße gehen wollen wir Mut machen: Gemeinsam können wir etwas verändern, aber dafür müssen wir uns zusammenschließen, denn diese Politik ist es nicht, die es für uns machen wird! Wir wollen uns gemeinsam einsetzen für:</p>
<ul>
<li>Förderung von Frauenhäusern und Notrufzentralen! Schluss mit der Unterfinanzierung!</li>
<li>Gleicher Lohn für gleiche Arbeit! Bessere Arbeitsbedingungen für Alle!</li>
<li>Ausbau von Betreuungsangeboten für Kinder!</li>
<li>Gegen ein Ausnutzen von sexualisierter Gewalt für rassistische Zwecke!</li>
</ul>
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