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	<title>CO2 Archive - SDAJ</title>
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	<description>Sozialistische Deutsche Arbeiterjugend</description>
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	<title>CO2 Archive - SDAJ</title>
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		<title>Jungkandidat*innen zur Bundestagswahl: Andrea Hornung</title>
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		<dc:creator><![CDATA[sdaj]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 21 Sep 2021 16:30:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ausgabe 3/2021]]></category>
		<category><![CDATA[Bundestagswahl 2021]]></category>
		<category><![CDATA[btw21]]></category>
		<category><![CDATA[CO2]]></category>
		<category><![CDATA[CO2 Steuer]]></category>
		<category><![CDATA[Klimawandel]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wer wirklich die Umwelt retten will, wählt KommunistInnen POSITION: Das Bundesverfassungsgericht hat gesagt, dass die Umwelt geschützt werden muss. Ist das Problem jetzt gelöst? Andrea: Das Urteil des Bundesverfassungsgerichts ist ein positives Signal. Denn es stimmt, unsere Zukunft, unsere Existenzgrundlage wird durch den Klimawandel gefährdet. Das grundsätzliche Problem wird damit aber nicht angegangen: Nur 100 [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h5><strong>Wer wirklich die Umwelt retten will, wählt KommunistInnen </strong></h5>
<h5><strong><br />
POSITION: Das Bundesverfassungsgericht hat gesagt, dass die Umwelt geschützt werden muss. Ist das Problem jetzt gelöst? </strong></h5>
<p>Andrea: Das Urteil des Bundesverfassungsgerichts ist ein positives Signal. Denn es stimmt, unsere Zukunft, unsere Existenzgrundlage wird durch den Klimawandel gefährdet. Das grundsätzliche Problem wird damit aber nicht angegangen: Nur 100 Unternehmen sind für 71% der CO2-Ausgaben verantwortlich. Die Hauptursache der Klimakrise ist der Kapitalismus und das kapitalistische Profitprinzip: Die Großkonzerne haben kein Interesse am Umweltschutz, denn der steht ihren Profiten im Weg. Unterstützt werden sie dabei vom deutschen Staat. Deutschland subventioniert mit 37 Milliarden Euro fossile Brennstoffe und ist damit europäischer Spitzenreiter. Um die „Wettbewerbsfähigkeit“ der Großindustrie zu sichern, werden vielen Industriekonzernen CO2-Zertifikate geschenkt und bringen damit noch weniger als sowieso schon.</p>
<h5>
<strong>Die DKP ist gegen eine CO2 Steuer- hat sie wirklich Interesse an Umweltschutz? </strong></h5>
<p>Andrea: Wir sind deshalb gegen eine CO2-Steuer, weil sie unsozial ist und ärmere Haushalte stärker trifft und gleichzeitig fast nichts bringt. Das zeigt das Beispiel Schweden: Schweden hat bereits seit 1991 eine CO2-Steuer, sie ist eine der höchsten der Welt. Die Treibhausgasemissionen sind dort aber seit 1991 nicht schneller als in anderen europäischen Ländern gesunken. Schätzungen zufolge ist die Steuer nur für einen Rückgang von gerade einmal 0,2% bis 2,5% verantwortlich. Die DKP tritt stattdessen für wirklich wirksamen Umweltschutz ein, zum Beispiel für kostenlosen ÖPNV oder die demokratische Kontrolle der Energiewirtschaft.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h5><strong>Geht Umweltschutz nur im Sozialismus oder ist das Ganze auch im Kapitalismus möglich?</strong></h5>
<p>Andrea: Dass Umweltschutz in einer geplanten Wirtschaft, im Sozialismus, besser funktioniert, zeigt das Beispiel Kuba: Die natürliche Waldfläche nimmt hier seit 30 Jahren zu und seit Jahrzehnten zeigen Studien, wie beispielsweise die vom Global Footprint Network, dass Kuba eine herausragende nachhaltige Entwicklung macht. Wir können mit unserem Kampf gegen Klimawandel aber nicht bis zum Sozialismus warten, das können wir uns einfach nicht leisten. Deshalb kämpfen wir auch heute gegen den Klimawandel und gegen den Kapitalismus, der ihn verursacht. Dabei wird uns das Bundesverfassungsgericht nicht helfen.</p>
<p>Das Interview führte Domi, Neumarkt</p>
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		<title>Klimapaket beschlossen &#8211; aber für wen?</title>
		<link>https://www.sdaj.org/2019/09/23/klimapaket-beschlossen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[karlquarx]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 23 Sep 2019 06:22:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Stellungnahmen]]></category>
		<category><![CDATA[Umwelt und Energie]]></category>
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		<category><![CDATA[Kimakabinett]]></category>
		<category><![CDATA[Klimapaket]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Da ist er also. Der Beschluss des so genannten „Klimakabinetts“, auf das alle lange und gespannt gewartet haben. Und er bringt genau das, was viele gefürchtet haben: Viel Lärm um nichts, belastet wird vor allem die Bevölkerung. Die Co2 Steuer scheint erstmal vom Tisch, wer weiß, für wie lange. Die Hauptverursacher von Emission (Konzerne und [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Da ist er also. Der Beschluss des so genannten „Klimakabinetts“, auf das alle lange und gespannt gewartet haben. Und er bringt genau das, was viele gefürchtet haben: Viel Lärm um nichts, belastet wird vor allem die Bevölkerung. Die Co2 Steuer scheint erstmal vom Tisch, wer weiß, für wie lange. Die Hauptverursacher von Emission (Konzerne und co) werden nicht in die Pflicht genommen.</p>
<p><img decoding="async" class=" wp-image-10759 alignleft" src="https://www.sdaj.org/wp-content/uploads/2019/09/CO2-geldscheine-1024x497.png" alt="" width="301" height="146" srcset="https://www.sdaj.org/wp-content/uploads/2019/09/CO2-geldscheine-1024x497.png 1024w, https://www.sdaj.org/wp-content/uploads/2019/09/CO2-geldscheine-300x146.png 300w, https://www.sdaj.org/wp-content/uploads/2019/09/CO2-geldscheine-768x373.png 768w, https://www.sdaj.org/wp-content/uploads/2019/09/CO2-geldscheine-1080x524.png 1080w" sizes="(max-width: 301px) 100vw, 301px" />Außer – angeblich &#8211; beim Emissionshandel. Bis 2025 sollen die Zertifikate von 10€ auf 35€ pro Tonne Co2 ansteigen. Bei der 2005 von der EU veranlassten Ausgabe (also Schenkung!) der Zertifikate an Unternehmen hat diese das nicht davon abgehalten, bspw. die Strompreise trotzdem anzuheben. Und so die „Kosten“ (also den Mehraufwand, weil bezahlt haben sie ja für die Zertifikate nichts) auf die Bevölkerung umzulegen und so trotzdem noch mehr Gewinn zu machen. Dass die Co2-Bepreisung durch Zertifikate nicht in irgendeiner Form auf uns umgelegt wird, ist also mehr als unwahrscheinlich. Abgesehen davon würden – so sie denn überhaupt viel ändern würden – diese Zertifikate sowieso erst ab einem Einstiegspreis von 35€ etwas bringen, was die Bundesregierung aber zum Maximalpreis und das auch erst in 6 Jahren gemacht hat.</p>
<p><strong>Wer allerdings viel schneller zur Kasse gebeten wird, sind die Privatverbraucher.</strong> 3 Cent teurer sollen Benzin und Diesel ab 2020 werden, bis 2026 um 10 Cent. Im Gegenzug dazu soll die Pendlerpauschale (also Geld, dass man sich zurückholen kann, wenn man beruflich mit dem Auto fährt) von 30 auf 35 Cent erhöht werden. Aber: erst ab dem 21. Kilometer und begrenzt bis Ende 2026. Was es hier als real bräuchte, wären wohnortnahe Arbeitsplätze, damit man nicht mehr auf Pendeln angewiesen ist und en dazugehörigen schnelle Ausbau des ÖPNV.<br />
Auch zu dem Thema gibt es zwar Beschlüsse, die aber auch nur Tropfen auf dem heißen Stein sind. Es soll weitere 10 Modellstädte geben, in denen es für ein Jahr ein Jahresticket für 365€ für den ÖPNV gibt. Statt 1 Mrd sollen zeitweise 2 Mrd in den Ausbau von Nahverkehrsstrecken auf der Schiene geschaffen werden. Das alles sind Maßnahmen, die vielleicht der Bevölkerung in großen und Mittelgroßen Städten helfen. Das sind aber nicht die, die 21 Kilometer von ihrem Arbeitsort entfernt wohnen und insgesamt auch seltener die, die mit dem Auto zur Arbeit fahren.<strong> Wer in ländlicheren Regionen wohnt und entweder in die Stadt oder ins übernächste Dorf pendeln muss – das sind die Leute, die diese Preiserhöhung tragen müssen.</strong> Und sie werden nicht von den anderen Maßnahmen profitieren. Denn auch die Senkung der Mehrwertsteuer auf Bahntickets von 19% auf 7% wird sich im Fernverkehr kaum preislich auswirken, also auch keine Entlastung bringen. Ausbau des DB-Streckennetzte und 365€ Ticket wird nämlich garantiert nicht als erstes im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte, in Stormarn oder anderen Flächenlandkreisen stattfinden.<strong> Was hier nötig wäre, ist eine massive Investition in schnell realisierbaren Ausbau eines Flächendeckenden ÖPNV sowie eine vernünftige Taktung in Nah- und Fernverkehr.</strong> Konkrete Maßnahmen, dies auch nur in irgendeiner Form anzugehen, finden sich in dem Beschluss nicht, weder als Idee noch als Investitionszulage. Das liegt nicht zuletzt daran, dass man an seiner „schwarzen Null“ im Bundeshaushalt nicht rütteln will – und das, obwohl der Staat ordentlich Überschuss erwirtschaftet hat. Hier besteht allerdings keine Bereitschaft, dieses Geld in Maßnahmen zu stecken, die der überwältigenden Mehrheit der Bevölkerung etwas bringen würden.<br />
Auch der angebliche „Durchbruch“ bei der Förderung der E-Mobilität ist mehr Schein als Sein. 1 Millionen mehr Ladesäulen für E-Autos sind bei der bisherigen Reichweite der selbigen ein Tropfen auf dem heißen Stein. Und auch <strong>die Förderung des Neukaufs von E-Autos nützt niemandem außer den Profiten der Autoindustrie.</strong> Nach den in immer mehr Städten verhängten Fahrverboten für Dieselfahrzeuge, die zu zwangsweise Verkäufen von Autos geführt haben, jetzt die nächste Neuauflage der Abwrackprämie. Und das, obwohl E-Autos – betrachtet man nicht nur die Fahrt sondern auch die Produktionskette – Benzinern und Dieselautos in ihren Verschmutzungswerten in kaum etwas nachstehen. Hauptproblem ist hier die Herstellung der Batterien. Diese werden nicht nur für jeden Autohersteller in einer anderen Form hergestellt, sondern sind voller giftiger Stoffe, was ihre Herstellung alles andere als Umweltfreundlich macht. Der Hype um E-Autos ist also nur ein weiterer Kompromiss der Bundesregierung an die dominierenden Industrien in diesem Land, damit sich für sie neue, lukrative Märkte erschließen – für die sie sich dann auch noch fördern lassen können.</p>
<p><strong><img decoding="async" class=" wp-image-10739 alignleft" src="https://www.sdaj.org/wp-content/uploads/2019/09/burning-world-01.png" alt="" width="154" height="260" srcset="https://www.sdaj.org/wp-content/uploads/2019/09/burning-world-01.png 591w, https://www.sdaj.org/wp-content/uploads/2019/09/burning-world-01-178x300.png 178w" sizes="(max-width: 154px) 100vw, 154px" />An wem all dies relativ spurlos vorbei geht ist die Industrie. Sie verursacht zwar gut die Hälfte aller Emissionen.</strong> Aber mehr als Absichtserklärungen (Ressourcenschonendere Produktion, Energieeffizienz herstelle, etc.) findet man im Beschluss für sie nicht – womit sich zeit wessen Regierung (und auch wessen „Klimakabinett“) sie ist, nämlich die der Banken und Konzerne. Sinnvoll wäre hier bspw. eine gesetzliche Verpflichtung gewesen, einen gewissen Anteil des Konzerngewinns für Maßnahmen des Klimaschutzes einzusetzen. Oder eine Extrabesteuerung verschmutzungsintensiver Produktionsbereiche (ohne, dass dies zu betriebsbedingten Kündigungen hätte führen dürfen), um nur einige Beispiele zu nennen. Aber hier zeigt die Bunderegierung sehr deutlich, wessen Regierung sie ist. Während in dem Papier von „Klimaschutz als Gesellschaftsaufgabe“ gefaselt wird bleiben die Hauptverursacher von Maßnahmen unberührt und die Hauptleidtragenden dürfen die Kosten übernehmen.</p>
<p>Dieses Papier der Bevölkerung als großen Schritt im Kampf gegen den Klimawandel zu verkaufen ist mehr als Zynismus. <strong>Man muss kein Klimaexperte sein um zu merken, dass man als Bevölkerung hier ganz schön verarscht wird.</strong> Aber was zeigt uns das? Es zeigt, dass wir nicht aufhören dürfen, uns dagegen zu stellen. Es zeigt, dass eine spürbare Veränderung zugunsten des Klimaschutzes nur mit noch mehr Druck erreicht werden kann. Und es zeigt, dass dieser Druck auch auf die Konzerne und diesen Staat ausgeübt werden muss. Denn ur, wenn diese Konzerne für die von ihnen verursachte Verschmutzung zur Kasse gebeten werden, kann sich irgendwas ändern. Das heißt, dass wir nicht nur (wenn aber auch) weiter auf die Straße gehen müssen. Wir müssen in den Betrieben und Gewerkschaften den Druck aufbauen. Wir müssen an unserer Schule aktiv werden. Und nicht zuletzt in unserer Stadt, unserer Kommune, um auch da den Druck weiter zu erhöhen. Und wir müssen weiterhin aufzeigen: Nachhaltiger Klimaschutz ist in diesem System, unter diesen Produktionsbedingungen, nicht möglich, denn die Konzerne werden immer bevorzugt werden und der Rest muss die Zeche zahlen. Die Zeit der Apelle und des Hoffens auf den guten Willen der Regierung ist jetzt mehr als abgelaufen.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.sdaj.org/2019/09/23/klimapaket-beschlossen/">Klimapaket beschlossen &#8211; aber für wen?</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.sdaj.org">SDAJ</a>.</p>
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