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	<title>Gleichberechtigung Archive - SDAJ</title>
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		<title>Frauenrechte auf Kuba</title>
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		<dc:creator><![CDATA[sdaj]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 19 Mar 2023 14:20:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Frauenpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Internationale Solidarität]]></category>
		<category><![CDATA[Frauenrechte]]></category>
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		<category><![CDATA[Viva Cuba Socialista]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Mit dem Sturz der faschistischen Diktatur im Jahre 1959 und dem anschließenden sozialistischen Aufbau auf Kuba wurden viele Errungenschaften erkämpft, insbesondere auch für den weiblichen Teil der Gesellschaft. Schon 1960 gründete sich die Föderation der kubanischen Frauen aus zahlreichen früheren Frauengruppierungen. Heute sind mehr als zwei Drittel der Frauen in Kuba Mitglied. Sie stellt sicher, [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p style="color: #252525;">Mit dem Sturz der faschistischen Diktatur im Jahre 1959 und dem anschließenden sozialistischen Aufbau auf Kuba wurden viele Errungenschaften erkämpft, insbesondere auch für den weiblichen Teil der Gesellschaft. Schon 1960 gründete sich die Föderation der kubanischen Frauen aus zahlreichen früheren Frauengruppierungen. Heute sind mehr als zwei Drittel der Frauen in Kuba Mitglied. Sie stellt sicher, dass die Interessen von Frauen berücksichtigt werden, bringt sich aber auch selber direkt in unterschiedlichen Bereichen ein.</p>
<p style="color: #252525;">Zu den Errungenschaften, die in Kuba für Frauen eine Selbstverständlichkeit sind, zählen das Recht auf sexuelle und körperliche Selbstbestimmung inklusive des Rechtes auf einen kostenlosen Schwangerschaftsabbruch. Neben Mutterschaftsurlaub bei vollem Lohnausgleich gibt es auch ein Jahr Elternzeit, in welchem – im Gegensatz zu Deutschland – ein Großteil des Gehaltes weiterbezahlt wird.</p>
<p style="color: #252525;">Der kubanische Staat bietet außerdem Programme gegen häusliche Gewalt sowie Hilfsangebote für betroffene Frauen an. Aber es gibt immer noch viel zu tun, denn sexistische Denkweisen und Gewalt kommen auch heute noch vor. Insbesondere deswegen hat die kubanische Regierung umfangreiche Kampagnen und Aufklärung gegen das „Machismo“ aufgelegt.</p>
<p style="color: #252525;">Laut einer Umfrage aus dem Jahr 2016 waren die drei größten Probleme der Frauen auf Kuba zu niedrige Löhne, zu wenig Wohnraum und Probleme im Verkehrswesen. Alle davon sind auf die US-Wirtschaftsblockade zurückzuführen. Schon seit 60 Jahren erhält die USA ein menschenrechtswidriges Embargo gegen den sozialistischen Staat aufrecht. Da die Blockade nicht nur den Handel mit den USA beschränkt, sondern auch Händler sanktioniert, die aus einem anderen Land mit Kuba handeln, ist es sehr schwer, notwendige Güter auf die Insel zu bekommen.</p>
<p style="color: #252525;">
<p style="color: #252525;">Konkret bedeutet dies, wenn wir uns hier vor Ort für eine bessere Lebensgrundlage der kubanischen Frauen einsetzen wollen, dass wir gegen die imperialistische Blockade mobil machen müssen. So können wir dazu beitragen, die Errungenschaften der Revolution zu verteidigen und die Lebenssituation der Frauen in Kuba noch weiter zu verbessern.</p>
<p style="color: #252525;">
<p style="color: #252525;"><strong style="color: #252525;">Viva Cuba socialista!</strong></p>
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		<title>Wenn die Uhren rückwärts drehen &#8211; Die Tricks der Kapitalisten im Kampf gegen Emanzipation</title>
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		<dc:creator><![CDATA[sdaj]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 16 Jan 2022 14:00:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ausgabe 5/2021]]></category>
		<category><![CDATA[Frauenpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[POSITION – Magazin der SDAJ]]></category>
		<category><![CDATA[Frauenbefreiung]]></category>
		<category><![CDATA[Frauenkampf]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Deutschland hatte 16 Jahre eine Kanzlerin und eine „Verteidigungs“ministerin. Die EU hat eine Kommissionspräsidentin. Frauenlohngruppen gehören der Vergangenheit an. Schwangerschaftsabbrüche sind, wenn auch nicht legal, so doch zumindest straffrei zugänglich und zum Frauentag gibt es nicht nur so viele Specials im Supermarkt, wie sonst nur am Valentinstag, sondern ist in Berlin und nach dem Willen [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Deutschland hatte 16 Jahre eine Kanzlerin und eine „Verteidigungs“ministerin. Die EU hat eine Kommissionspräsidentin. Frauenlohngruppen gehören der Vergangenheit an. Schwangerschaftsabbrüche sind, wenn auch nicht legal, so doch zumindest straffrei zugänglich und zum Frauentag gibt es nicht nur so viele Specials im Supermarkt, wie sonst nur am Valentinstag, sondern ist in Berlin und nach dem Willen der neuen Rot-Roten Regierung bald auch in Meckelnburg-Vorpommern, gesetzlicher Feiertag. Glatt könnte der Eindruck entstehen, wir seien ganz schön weit gekommen, im Kampf um die Rechte der Frau, um ein befreites Leben, um Brot und Rosen eben. Leider ist dieser Eindruck falsch. Während an der Tür von Edeka, neben der flatternden Diversitätsregenbogenfahne, für die tollen Angebote zum Frauentag geworben wird, sitzt an der Kasse die personifizierte Armut. Und die ist meistens weiblich. Karge 1.770 Euro Brutto verdient sie in Vollzeit, gewünscht und viel lieber eingestellt, werden aber meistens Teilzeitkräfte.</p>
<p>Nach Steuern und Großstadtmieten, bleibt da kaum was zum Leben übrig, auch der Frauentagsgruß vom Konkurrenten Rewe (Blumenstrauß plus Kirschblütensecco ab 23,99 Euro) ist davon nicht zu bezahlen. Die Altersarmut ist in der Bezahlung von sogenannten „frauentypischen“ Berufen schon angelegt, da hilft auch die Abschaffung von Frauenlohngruppen nichts. Wenn dann noch Elternzeitjahre oder eine dauerhafte Teilzeittätigkeit dazukommen, sind Frauen im Alter endgültig in der Armut gefangen.</p>
<p><b>Rollback durch die Konterrevolution</b></p>
<p>Seitdem vor 30 Jahren die Konterrevolution gesiegt hat, hat sich die ökonomische Lage der Arbeiterklasse konstant verschlechtert und mit der Erpressungsmaschinerie namens Hartz IV, haben SPD und Grüne dafür gesorgt, dass das auch so bleibt. Damit wir das nicht so merken, greifen die Herrschenden in diesem Land zu genauso hässlichen, wie einfachen Tricks. Neben Rassismus, ist einer der Beliebtesten, das Schlechtmachen von Alternativen. Damit die Ausgebeuteten in diesem Land der Ansicht bleiben, die Gesellschaft, wie sie hier ist, ist das Happy End der Geschichte, muss vergessen werden, dass es 40 Jahre lang ein Deutschland gab, in dem Frauenrechte in der Verfassung standen, in dem Kinderbetreuung nicht nur kostenlos, sondern für alle zugänglich und pädagogisch sinnvoll war, in dem es das Recht auf Schwangerschaftsabbruch ohne Zwangsberatung gab, in dem Frauen gleichberechtigt am Erwerbsleben teilgenommen haben und die Reproduktionsarbeit nicht nur geteilt, sondern staatlich organisiert wurde. Also installiert man Ost- und Stasi-Beauftragte und die Medien überfluten uns mit als Wahrheit getarnten Lügen über die DDR. Darin wird dann nicht nur von Diktatur und Stasi-Verbrechen gefaselt, sondern auch Frauen weisgemacht, dass ihresgleichen zum Arbeiten gezwungen wurde. Dabei wären doch alle viel lieber mit ihren Kindern zu Hause geblieben. Für immer. Der andere Trick, zu dem die Herrschenden greifen, um uns glauben zu machen, wir lebten in der besten aller möglichen Welten, ist die Pseudogleichberechtigung. Wenn das Land von einer Frau regiert wird, in Aufsichtsräten Frauen per Quote zu ihrem Recht kommen, Feminismus ein Dauerthema in den Feuilletons ist und selbst die CDU darüber diskutiert, dass eine Quote für Vorstände sinnvoll sein kann, dann ist doch alles im Lot in Sachen Gleichberechtigung, oder? Spoiler: Ist es nicht.</p>
<p><b>Weibliche Ausbeuter bleiben Ausbeuter</b></p>
<p>Um den Quatsch mal direkt loszuwerden: Kann uns doch egal sein, was die herrschende Klasse mit ihren Frauen macht. Frauen in kapitalistischen Herrschaftspositionen verhindern keinen Krieg, verbessern kein Gesundheitssystem und bescheren der Kassiererin keinen Cent mehr zu ihrem mageren Lohn. Im Gegenteil, möchte man mit Blick auf Margaret Thatcher, Ursula von der Leyen und Annalena Baerbock hinzufügen. Aber was ist mit dem Feminismus von Alphamädchen bis zur gruseligen Alice Schwarzer? Könnte hilfreich sein, ist es aber nicht. Heute ist Feminismus etwas, womit Firmen ihre Webseiten und Männer wie Frauen ihre Instagram-Accounts schmücken, an den bestehenden Verhältnissen ändert dies aber nichts. Solange die Rechtsentwicklung in diesem Land und weltweit den Sexismus von Herrenwitzen bis „Lebensschutz“ nach oben spült, haben wir mit bürgerlichen Feministinnen zwar eine ganze Menge gemeinsamer Forderungen – unser grundsätzliches Ziel bleibt ein anderes.Während die bürgerliche Frauenbewegung sich darauf verlässt, dass Proteste, so sie denn lautstark, andauernd und zahlreich genug sind, sowohl die Gesetzeslage als auch den Chauvinismus im Land ändern werden, ist uns klar, dass nicht nur das Geschlechterverhältnis die Unterdrückung der Frau bestimmt, sondern vor allem das Verhältnis zwischen Kapital und Arbeit. Die Analyse Clara Zetkins ist noch genauso goldrichtig wie vor 100 Jahren: „Im Proletariat ist es das Ausbeutungsbedürfnis des Kapitals, das die Frau zur Erwerbsarbeit zwingt und die Familie zerstört. Durch ihre Erwerbsarbeit wird die proletarische Frau dem Manne ihrer Klasse wirtschaftlich gleichgestellt. Aber diese Gleichstellung bedeutet, dass sie, wie der Proletarier, nur härter als er, vom Kapitalisten ausgebeutet wird. Der Emanzipationskampf der Proletarierinnen ist deshalb nicht ein Kampf gegen die Männer der eigenen Klasse, sondern ein Kampf im Verein mit den Männern ihrer Klasse gegen die Kapitalistenklasse.“</p>
<p><b>Spaltungsinstrument Sexismus</b></p>
<p>Das Ausspielen der Geschlechter gegeneinander hat denselben Grund – und denselben Effekt, wenn es erfolgreich ist – wie das Ausspielen von deutschen gegen migrantische ArbeiterInnen: Der gemeinsame Kampf soll erschwert, wenn nicht sogar verhindert werden, das Kapital ist der lachende Dritte. Denn solange wir nicht gemeinsam mit den Männern unserer Klasse gegen die Ausbeuter kämpfen, werden wir uns die Zähne ausbeißen an Themen wie gerechter Bezahlung, verdienen wir doch immer noch 18 Prozent weniger als Männer und arbeiten damit 69 Tage im Jahr faktisch ohne Entlohnung. Um diesen gemeinsamen Kampf der ausgebeuteten Klasse zu verhindern nutzt das Kapital jede Möglichkeit. Und eine davon ist, so lange in ihre Zeitungen zu schreiben, dass man sich der Problemen von Emanzipation und Gleichberechtigung bewusst ist und daran arbeitet, bis wir es glauben. Die Offizierinnen und Unteroffizierinnen des Kapitals, ob sie jetzt Angela Merkel oder Alice Schwarzer heißen, sind unsere Klassengegnerinnen. Sie stehen auf der anderen Seite der Barrikade, auch wenn sie noch so viel mit Gleichberechtigung winken.</p>
<p>Wenn die wahren Probleme der Gleichberechtigung &#8211; Care-Arbeit, Sexismus, Frauenfeindlichkeit und weibliche Armut &#8211; von Gendersternchen und Co. nur zugedeckt werden, hilft das der Befreiung der Frau aus der doppelten Ausbeutung im Kapitalismus nicht weiter. Es war richtig, dass die Textilarbeiterinnen, die 1912 in Lawrence für mehr Lohn und gegen Kinderarbeit streikten, zum Brot auch die Rosen dazu forderten. Nur &#8211; ohne Brot nützen die Rosen nichts. Von den Rosen sind wir hierzulande also noch weit entfernt. Gerade auch, weil man zu unserem internationalen Kampftag Kirschblütensecco mit „einem lieben Gruß zum Frauentag“ kaufen kann.</p>
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		<title>Gleichberechtigt? Von wegen!</title>
		<link>https://www.sdaj.org/2014/02/18/gleichberechtigt-von-wegen/</link>
		
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		<pubDate>Tue, 18 Feb 2014 09:15:19 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Frauen können in unserer Gesellschaft alles werden: Bundeskanzlerin, Automechanikerin oder Aufsichtsratsvorsitzende. Die Benachteiligung von arbeitenden Frauen gilt heutzutage als überwunden. Vorbei sind die Zeiten, in denen für Frauen der Platz am Herd vorgesehen war. Uns wird gesagt: Frauen können heutzutage alles machen, was früher Männern vorbehalten war – z.B. von eigener Arbeit leben und ein [&#8230;]</p>
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-->Frauen können in unserer Gesellschaft alles werden: Bundeskanzlerin, Automechanikerin oder Aufsichtsratsvorsitzende. Die Benachteiligung von arbeitenden Frauen gilt heutzutage als überwunden. Vorbei sind die Zeiten, in denen für Frauen der Platz am Herd vorgesehen war. Uns wird gesagt: Frauen können heutzutage alles machen, was früher Männern vorbehalten war – z.B. von eigener Arbeit leben und ein selbstständiges Leben führen. Doch selbst in dieser „Freiheit“ sind sie gegenüber den männlichen Kollegen im Nachteil.</p>
<p>Der Niedriglohnsektor boomt. 2010 mussten 8 Millionen Menschen zu Billiglöhnen arbeiten. Als Niedriglohn galt 2010 ein Stundenlohn von weniger als 6,90€. Es ist klar, was das dann für den Geldbeutel heißt: Ist die Miete, das Monatsticket und ein bisschen Essen bezahlt, bleibt kaum noch etwas übrig für schöne Dinge, die über reine Lebenserhaltung hinaus gehen. Aber wen betrifft das?</p>
<p><strong>Frauenberufe = Niedriglohnberufe</strong></p>
<p>Es ist auffällig, dass die typischen „Frauenberufe“ sehr niedrig entlohnt werden. Die häufigsten Berufe der Frauen: Büroberufe/ kaufm. Angestellte, Gesundheitsberufe, Verkaufspersonal, Soziale Berufe, Entsorgungs- und Reinigungspersonal. Dass diese nicht die Spitzenverdiener sind, ist allgemein bekannt. Schon während der Ausbildung tritt dieses Phänomen auf.</p>
<p>Etwas mehr als 1/4 der Azubis bekamen 2012 eine Vergütung, die zwischen 250 und 500€ lag. Ein Beispiel dafür ist die Ausbildung zur Friseurin mit 382€. Der Frauenanteil: 90%. Grundsätzlich gilt: Während in männerdominierten Berufen die Ausbildungsvergütung im 3. Ausbildungsjahr durchschnittlich bei 671€ lag, beträgt er in frauendominierten Berufen lediglich 594€, also fast 100€ weniger!</p>
<p>Frauen arbeiten meist schon in weniger gut bezahlten Berufen als Männer. Doch das ist nicht der einzige „Haken“: Im gleichen Ausbildungsgang verdienen Frauen trotz gleichen Voraussetzungen schon durchschnittlich 60€ weniger als Männer. Diese Schere geht im weiteren Berufsleben noch weiter auseinander.</p>
<p>Hinzu kommt die Arbeitszeit. Männer haben mit über 50% meist eine Vollzeitstelle. Frauen hingegen haben – je nach Alter – höchstens zu 45% eine Vollzeitstelle. Dies wirkt sich dann natürlich auf das Einkommen aus.</p>
<p><strong>Frauen an den Herd?</strong></p>
<p>Die Hälfte der in Teilzeit arbeitenden Frauen nennt die Kinderbetreuung und andere familiäre Pflichten als Grund für die Teilzeit. Ab August 2013 hat zwar jedes Kind ab dem vollendeten ersten Lebensjahr ein Recht auf einen Kitaplatz. Doch bei Wartezeiten von teilweise über drei Jahren und hohen Kosten für einen Kitaplatz bevorzugen es viele Eltern, dann lieber ganz Zuhause zu bleiben oder in Teilzeit zu arbeiten, um die Kinderbetreuung zu gewährleisten. Und hier schließt sich der Kreis wieder: meist ist es für die Familien besser, wenn die Frau weniger oder gar nicht arbeitet, da sie das geringere Einkommen hat und somit der Verlust geringer ist. Es ist also häufig keine freie Entscheidung, Zuhause bei Kind und Herd zu bleiben, sondern eine simple Rechnung, die allen augenscheinlich mehr bringt. Und auch, wenn die Regierung versucht, das Ganze mit 150€ „Herdprämie“ attraktiver wirken zu lassen lenkt dies nur von der Tatsache ab, dass es eben nicht für jeden einen Kita Platz gibt. Und es führt immer wieder dazu, dass das klassische Bild der Frau als sorgende Mutter verbreitet wird.</p>
<p><strong>Was tun?</strong></p>
<p>Was ist denn aber die eigentliche Ursache dafür, dass Frauen auf dem Arbeitsmarkt schlechter gestellt sind? Die geläufige Erklärung ist die Unsicherheit der Einsatzfähigkeit bei Frauen durch eine eventuelle Schwangerschaft und Kinderbetreuung. Frauen sind in einem kapitalistischen Wirtschaftssystem, in dem es immer darum geht Profit zu machen, ein wirtschaftliches Risiko. Um den Profit zu maximieren, nutzen die Unternehmer außerdem jede Möglichkeit zur Spaltung der Belegschaft. Sie machen Druck bei Löhnen und Arbeitsbedingungen – und treffen damit alle arbeitenden Menschen! Wir setzen uns mit allen Kolleginnen und Kollegen dafür ein, dass die Schlechterstellung von Frauen bei Lohn und Arbeitsbedingungen aufgehoben werden, um die Spaltung zu überwinden. Dabei machen wir aber noch lange nicht halt. Wir kämpfen für saftige Lohnerhöhungen, für Arbeitszeitverkürzung und ein Gesetz, das Unternehmen zur Ausbildung zwingt! Wir fordern:</p>
<p>&nbsp;</p>
<ul>
<li>Schluss mit Lohndumping im Gesundheits-, Pflege-, Servicebereich und im Handel!</li>
<li>Anspruch auf einen kostenlosen ganztags Krippen- und Kitaplatz für jedes Kind! Mehr Geld für die Kinderbetreuung!</li>
<li>Die Bewerberquote muss sich in der Beschäftigungsquote wiederfinden! Gleicher Lohn für beide Geschlechter!</li>
<li>Weg mit Minijobs und co.! Für 12€ Mindestlohn und eine Ausbildungsvergütung, die für ein unabhängiges Leben reicht!</li>
</ul>
<p>Am 8. März ist internationaler Frauenkampftag. <a href="http://www.sdaj.org/download/53/" class="broken_link">Faltblatt ausdrucken</a> und auf die Straße damit!</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.sdaj.org/2014/02/18/gleichberechtigt-von-wegen/">Gleichberechtigt? Von wegen!</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.sdaj.org">SDAJ</a>.</p>
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