POSITION #6/2012

Inhalt

Aktuell
4 » Offener Brief an Annette Schavan
Lieber Elitenpflege als Bildungspolitik?
5 » Fight For Your Right
Die SV muss kein langweiliger Laberverein sein
6 » Auf‘s Abstellgleis gefördert
Bildungschancen: Sag mir, wessen Kind du bist, und ich sage Dir welchen Abschluss du machst
9 » Frontticker
Der antimilitaristische Nachrichtendienst
10 » Neue Leiharbeit
Werkverträge sind die neue Billig-Masche des Kapitals
12 » SDAJ in Aktion
Frontberichte aus dem Klassenkampf
14 » Keine Ruhe im Karton!
Kommentar zum Umfairteilen-Aktionstag
15 » Bundeskongress der SDAJ
Neues „Zukunftspapier“ verabschiedet
Thema
16 » Heilige Hetzjagd
Antikommunismus als Spaltungsstrategie
20 » Collage: „Gegen Kommunismus“
Die absurdesten Entgleisungen
21 » Interview: Gegen die Spaltung
Im Gespräch mit Arnold Schölzel, Chefredakteur „junge Welt“
22 » Kalter Kaffe
Lüge vs. Wahrheit
Internationales
24 » Kriegshetze gegen Syrien
Provokation und Propaganda
25 » América Libre spezial
Systemrelevant: Das Grundrecht auf Bildung im kubanischen Sozialismus
26 » Spanien: Empörung oder Generalstreik
Der Widerstand gegen die Sparpolitik nimmt zu
28 » Antiimperialismus heute
Wie halten wir es mit Hamas und Hisbollah?
Culture Beat
31 » Batman der Hilfspolizist
Über Christopher Nolans neuen Film
32 » SDAJ likes…
Owen Jones Buch über die „Dämonisierung der Arbeiterklasse“
33 » Nachspielzeit
Über Homosexualität im deutschen Fußball
34 » @POSITION
Leserbrief zur Syrien-Debatte

Kein Geld für Bildung?

Was muss…

Solidarität? Muss das sein? Bei ihrem Athen-Besuch im Oktober sollte Kanzlerin Merkel „die Botschaft überbringen, dass wir Deutsche solidarisch sind“, forderte der Präsident des EU-Parlaments Martin Schulz (SPD). Und Jürgen Trittin, Fraktionschef der Grünen, wollte den Griechen deutlich machen, dass „sie auf dem harten vor ihnen liegenden Weg auf die europäische Solidarität zählen können.“ Was das heißt, wissen wir: Sparen. Am besten, bis die Bevölkerung so ausgehungert ist, dass kein Gürtel eng genug geschnallt werden kann.

Solidarisch zeigte sich auch Außenminister Guido Westerwelle: „Wir wollen Solidarität und Besonnenheit jetzt zum Maßstab unseres Handelns machen.“ Was er meinte: Wir unterstützen die Aggression der Türkei gegen Syrien und werden auch weiter den Bürgerkrieg anheizen, wo es nur geht. Solange es den eigenen Profiten nutzt, ist der Imperialismus gerne „solidarisch“. Noch immer bieten EU und Euro die besten Voraussetzungen, um die Profite der deutschen Konzerne zu garantieren und die Herrschaft des Kapitals in Europa zu sichern. Und die Unterstützung der Aufständischen in Syrien und des türkischen Angriffes lässt die Herrschenden hoffen, dass die syrische Wirtschaft völlig unter ihre Kontrolle gerät.

Unsere Gegner halten zusammen. Vielleicht sollten wir das auch tun. Mit der kämpfenden Arbeiterklasse Griechenlands. Mit den Syrern, die von einer Aggression bedroht sind. Und mit unseren MitschülerInnen und KollegInnen, wenn wir – wie in der Aktionswoche für kostenfreie Bildung – für unsere Bildung und unsere Zukunft kämpfen. Wir kämpfen gemeinsam gegen das Kapital und seinen Staat. Das muss.

Euer Zeitungskollektiv

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