POSITION #5/2012

Inhalt

Aktuell
4 » Der Offene Brief an RWE-Chef Terium
5 » Fight for Your Right
Schulische Ausbildung: Keine SV, aber Probleme genug.
6 » Frontticker
Verantwortungsvoll mit Gewalt umgehen – beim Bund.
8 » SDAJ in Aktion
10 » Fäkalpakt
Das Kapital zeigt Zähne
11 » Privatisierung und Kahlschlag
Patrick Köbele über die Finanznot der Kommunen
13 » Kommentar: Aktionswoche zum Erfolg machen!
Im November: Wir kämpfen für Kostefreie Bildung.
14 » O-Ton: Nachgerechnet.
Was gibst du für deine Bildung aus?
Thema
15 » Courtage und Kapitalismus
Vier Hindernisse auf dem Weg zur eigenen Wohnung
16 » Reportage: Auf der Suche
Eine Wohnung zu finden ist in vielen Städten fast unmöglich.
20 » Theorie: Friedrich Engels über die Wohnungsnot
21 » Interview: Widerstand gegen Mietwucher
Internationales
23 » América Libre: Putsch in Paraguay
Wie Dirk Niebel die Demokratie fördert
24 » Gastbeitrag: Nun also Spanien
Andreas Wehr über Eurokrise und Rettungsschirme
26 » Streik beendet
Griechenland: Was bleibt vom Stahlarbeiter-Streik?
27 » Kommentar: Handlanger der Intervention
Joachim Guillard über angebliche Solidarität mit einer angeblichen Revolution.
Culture Beat
28 » „Gefälligkeitsdiktatur“?
Faschismus, Kapital und bürgerliche Legenden.
30 » SDAJ likes…
31 » Mein Club ist in Gefahr!
Zerstört die GEMA das Nachtleben?
33 » Nachspielzeit: Geld schießt keine Tore mehr!
34 » @Position: Die Friedensbewegung und Syrien

Endlich eine eigene Wohnung – aber wie?

Immer meckern

Deutschland ist die Insel der Glückseligen, hier boomt die Wirtschaft, uns geht es gut – wird uns erzählt. Stimmt: In Griechenland steht das Gesundheitswesen vor dem Zusammenbruch, Patienten müssen auf dringende OPs warten, Medikamente gibts nur gegen Bargeld. In Spanien stehen Massenentlassungen im öffentlichen Dienst an, die Mehrwertsteuer wurde erhöht, die Arbeitslosenunterstützung gesenkt. Was sollen wir da sagen?

Während andere Euro-Länder in der tiefsten Rezession stecken, gibt es bei uns nur erste Anzeichen für eine neue Krise. Während woanders die Arbeitslosigkeit auf Rekordstände wächst, haben viele von uns noch eine Arbeit, um die sie Angst haben können. Wollen wir uns wirklich darüber beschweren, dass wir für unsere Bildung bezahlen müssen, solange wir noch ein paar Euro für das Schulbuch übrig haben? Wir wollen. Und, nebenbei gesagt, nicht nur das. Mit der Aktionswoche der Bildungsstreik-Bewegung werden wir zeigen, dass wir bereit sind, für unsere Bildung zu kämpfen – mit Demonstrationen und Veranstaltungen, mit Aktionen an Schulen und Unis, vor Ort und bundesweit. Wir wehren uns – nicht nur deshalb, weil es ohnehin schon schlimm genug ist.

Sondern auch, weil Kapital und Regierung daran arbeiten, mit Schuldenkrise und Fiskalpakt die Lasten der Krise auch weiterhin auf uns abzuwälzen. In der Schule und im Betrieb sollen wir für die Profite des Kapitals Federn lassen – aber auch in unserer Stadt, wenn Wohnungskonzerne, Makler und kommunale Sparpolitik uns den Weg zu einer eigenen Wohnung versperren. Wie wir darüber nicht nur meckern, sondern Widerstand leisten können – dazu mehr in diesem Heft.

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