POSITION #5/2009

Inhalt

Aktuell
Frontticker
Initiative „Neue Soziale Marktwirtschaft“ checkt Schule
Klassenkampf in der Schule
Marxistisches Krisenlexikon
Offener Brief an Guido Westerwelle
SDAJ in Aktion
Schwerpunkt
… können wir nur selber tun!
Der heimliche Aufmarsch
Die Kommunen in der Krise
„Wir setzen auf Guerilla!“ Interview mit Eric Leiderer
Internationales
Auf Solibrigade in Kuba
Das neue China
Lateinamerika-Ticker
Wahlen in Afghanistan – Interview mit Matin Baraki
Culture Beat
Basterds – im Nazis-Töten-Geschäft
Talking all that books & beats
Was geht in… Kiel?

Klassenkampf in der Schule: Vom Protest zum Widerstand…

Arschloch oder Arsch in der Hose?

Krisenzeiten sind ja nicht gerade die optimale Voraussetzung für Solidarität und Kampfeslust: Die Angst geht um. Sie reißt uns auseinander. Sie schließt uns in die Arme und gibt uns nicht mehr frei. Jeder guckt für sich selber, wo er bleibt und versucht seinen individuellen Arsch aus der Schlinge zu ziehen – meist ohne Rücksicht und auf Kosten Anderer. Die Hoffnung, als braver, anständiger Staatsbürger (der doch immer seine gottverdammte Pflicht getan hat) noch zu denen gezählt zu werden, die als Träger der „Leistungsgesellschaft“ anerkannt und von den Herrschenden verschont werden, erscheint als letzter Ausweg, den Krisenfolgen zu entrinnen (= seinen Arbeitsplatz nicht zu verlieren). Kurz: Die Menschen wehren sich nur gegen sich selber. Und schon haben wir die Bescherung: eine schwarz-gelbe Krisen-Regierung.

Dass wir uns nicht gegen uns selber, sondern gegen die Verursacher der Krise wehren müssen – die Banken und Konzerne –, das sollte auch weiterhin die Orientierung für die Aktivitäten im Rahmen der Bildungs- bzw. Schulstreikaktivitäten sein. Arschloch sein oder zeigen, dass man einen Arsch in der Hose hat – darum geht’s!

Denn wir Jugendlichen in Schule, Uni und Betrieb sind es vor allem, die unter den Krisenbewältigungsstrategien der Herrschenden zu leiden haben (werden) – zusammen mit dem Großteil der Lohnabhängigen (mit und ohne Erwerb). Welche Lebensbereiche dies umfasst, aber auch welche Möglichkeiten es gibt, sich gemeinsam zu wehren – dies versuchen wir mit dem Schwerpunkt dieser Ausgabe grob zu umreißen. Die Konsequenzen daraus müsst ihr dann vor Ort – und am Besten mit der SDAJ-Gruppe in Eurer Stadt – ziehen. Wer seinen Arsch jedoch lieber alleine retten will, dem wird selbiger bald auf Grundeis gehen.

Also, von alleine werden die Verhältnisse nicht zu tanzen anfangen. Arsch hoch!

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