Politisch-musikalische Matinee – 100 Jahre Novemberrevolution

PDF Flyer (3MB)

Eintritt frei (um Spende wird gebeten)

Sonntag, 18.11.2018 | 11.00 Uhr | Kulturei in den Gewölben der Zitadelle
(Zitadellenweg, Mainz – links vom Haupteingang der Zitadelle, 5 Minuten vom S-Bahnhof Römisches Theater entfernt)

 

 

Programm:

  • „Die Novemberrevolution, Beginn der Kommunistischen Partei in Deutschland“
    Patrik Köbele (Vorsitzender der DKP)
  • „Die Mainzer Arbeiterbewegung im November 1918. Ein Bericht.“
    Mathias Meyers (DKP Mainz)
  • „Ja, damals – November 1918“
    Lieder, Szenen, Gedichte und Prosa über die deutsche Revolution und ihr vorläufiges Scheitern

    Erich Schaffner (Schauspieler und Sänger) und Georg Klemp (Klavier)
  • Anschließend ab circa 15.00 Uhr
    „Happy BirSDAJ – Revolution hat Zukunft“
    Konzert mit Revolution Inc. (Punkrock)

Deutschland, Anfang November 1918. Die deutsche Regierung hat wenige Wochen zuvor um einen Waffenstillstand im Ersten Weltkrieg gebeten, und doch will das Oberkommando die Marine zu einem letzten Gefecht gegen England auslaufen lassen. Am 3. November 1918 erheben sich Matrosen der Kriegsmarine in Kiel gegen diesen Befehl. Nach weiteren Unruhen bilden sich auch in anderen Teilen Deutschlands Arbeiter- und Soldatenräte. Während sich die Unternehmerverbände mit reformistischen Gewerkschaftsführern auf eine „Sozialpartnerschaft“ einigen, um einen drohenden Sturz der Kapitalherrschaft abzuwenden, benennt Rosa Luxemburg die historische Alternative: „Sozialismus oder Barbarei“. Am 9. November 1918 gibt Reichskanzler Prinz Max von Baden die Abdankung des Kaisers bekannt, parallel ruft Karl Liebknecht, aus der SPD ausgeschlossener Reichstagsabgeordneter, Kriegsgegner und Mitglied des Spartakusbundes, die „freie sozialistische Republik“ aus. Die Novemberrevolution, als Antikriegsbewegung gestartet, wurde zum ersten Versuch, um das gesellschaftliche Ganze zu kämpfen und eine sozialistischen Revolution in Deutschland durchzuführen.
Am 1. Januar 1919 konstituiert sich die Kommunistische Partei Deutschlands (KPD) mit Luxemburg und Liebknecht als ihre bekanntesten Vertreter. Nur wenige Tage später übernimmt Gustav Noske (SPD) das Kommando über die zur Aufstandsbekämpfung angetretenen Freikorps (den Vorläufern der späteren SA) mit den Worten: „Einer muss der Bluthund werden …“ Keine zwei Wochen später werden Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg auf Befehl Noskes ermordet. Insgesamt lässt die konterrevolutionäre Gewalt mehrere Tausend Tote zurück.

Sozialismus oder Barbarei

Die Novemberrevolution scheiterte, ihre Niederlage wies letztendlich den Weg in die Barbarei des Faschismus. Aber aus der Novemberrevolution war zugleich mit der KPD eine neue, revolutionäre Kraft hervorgegangen, die auf den Kampf ums Ganze, die Beseitigung von kapitalistischer Ausbeutung und Krieg orientierte. 1933 zum ersten Mal verboten, leistete sie einen maßgeblichen Beitrag zum Widerstand gegen den Nazifaschismus. Nach der Befreiung im Jahr 1945 kämpfte die KPD in Westdeutschland gegen die Wiederbewaffnung der BRD. 1956 wurde sie hier erneut verboten. Nach zwölf Jahren der Illegalität konnten sich die Kommunisten im Jahr 1968 in Form der Deutschen Kommunistischen Partei (DKP) als legale Partei neu konstituieren. Kurz zuvor hatte sich mit der Sozialistischen Deutschen Arbeiterjugend (SDAJ) bereits ein revolutionärer Jugendverband gegründet.

Heute, 100 Jahre nach der Novemberrevolution und der Gründung der KPD, mag es angesichts der zugespitzten Gefahr von Rassenwahn, Faschismus und Krieg vermessen scheinen, noch um das Ganze, für eine revolutionäre Veränderung der Verhältnisse kämpfen zu wollen. Und dennoch bleibt das Wort von Rosa Luxemburg bis heute wahr. Die Alternative zur Barbarei kann unmöglich „etwas weniger Barbarei“ sein. Wer sie hinter sich lassen will, dem bleibt letzten Endes nichts anderes, als sich zu organisieren und für den Sozialismus einzutreten. Wir laden alle Freundinnen und Freunde der Ideen von Liebknecht und Luxemburg dazu ein, gemeinsam an die Gründer der Kommunistischen Partei zu erinnern – und an ihre Überzeugung, dass es in unseren Händen liegt, die kapitalistische Barbarei eines Tages endgültig hinter uns zu lassen.

Seit über 6 Jahren tobt in Syrien ein blutiger Krieg, dem bisher schon hunderttausende Menschen zum Opfer gefallen sind. Millionen Menschen sind auf der Flucht – etwa 600.000 davon suchten Schutz in Deutschland. In den meisten Massenmedien hören wir, dass in Syrien ein „irrer Diktator“ herrscht, der aus irrationalen Gründen sein eigenes Volk ermordet.

Doch über die vielfältigen und langjährigen Konflikte, die zu diesem Krieg führten, wird wenig berichtet. Wir wollen am 1. September, dem internationalen Antikriegstag, über die Hintergründe aufklären: Die gesellschaftlichen Widersprüche, die sich im Laufe der Geschichte in Syrien entwickelt haben, den Einfluss der imperialistischen Staaten auf die Eskalation des Krieges und die Perspektiven für die Zukunft des syrischen Volkes.

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Aufruf zu Protestaktionen und Protestcamp vom 22.-25. Juni gegen das Atomwaffenlager in Büchel!

Erfolg ist machbar!

Vor etwas mehr als 35 Jahren erfuhr die Öffentlichkeit von der Existenz riesiger Giftgaslager der US-Armee. Ein Arsenal an Massenvernichtungswaffen mitten in der idyllischen Pfalz. Die damalige Friedensbewegung nahm die Forderung nach der sofortigen Schließung des Giftgaslagers und Abtransport der C-Waffen sofort auf, der Widerstand wurde in der Region und darüber hinaus mobilisiert. Eine ganz bedeutende Rolle spielte hierbei der damalige DGB-Vorsitzende Julius Lehlbach. Mit gemeinsamer Kraft konnten Friedens- und Gewerkschaftsbewegung die Forderung durchsetzen!

Es war Julius Lehlbach, der auf der Straße aber auch vor Gericht für die Sache kämpfte und mit einer Beschwerde vor dem Bundesverfassungsgericht die Bundesregierung unter Druck setzte, sich in der NATO für die Forderung einzusetzen. Die damalige Friedensbewegung hat längst nicht alle Forderungen durchsetzen können aber z.b. erreicht, das chemiewaffenfreie Zonen durchgesetzt wurden. 1990 wurden die US-amerikanischen C-Waffenlager in der Pfalz aufgelöst.

85% sagen: Atomwaffen raus – wir auch.

Wir leben in einer Zeit, in der die Gefahr eines Weltkrieges wächst, nicht zuletzt aufgrund von Aggressionen seitens der NATO. Rheinland-Pfalz, genau genommen der Fliegerhorst Büchel in der Eifel, ist Schauplatz einer dieser Aggressionen. Die Rede ist von der angestrebten Aufrüstung von dort gelagerten US-Atomwaffen, die im Kriegsfall im Rahmen der sogenannten „nuklearen Teilhabe“ an die Bundeswehr übergeben werden sollen.
Laut Umfragen sprechen sich 85 % der deutschen Bevölkerung für einen Abzug der Atomwaffen aus Deutschland aus. Diesem Wunsch steht allerdings die NATO-Kriegspolitik entgegen. Die Bundesregierung macht keine Anstalten, den im Jahr 2010 vom Bundestag getroffenen Beschluss über den Abzug der Atomwaffen umzusetzen. Während über die Existenz von US-Atomwaffen in Deutschland ein Mantel des Schweigens gelegt wird, beschloss die US-Regierung, diese nicht abzuziehen, sondern sogar zu modernisieren. Dabei sollen 70 Millionen Euro aus deutschen Steuergeldern dazu verwendet werden, den Luftwaffenstützpunkt Büchel den Erfordernissen der für den atomaren Erstschlag angepassten Bomben anzupassen.In Medien und Politik wird eine Bedrohung Deutschlands durch Russland herbeifabuliert, der angesichts der Unzuverlässigkeit des neuen US-Präsidenten mit eigenen EU- und sogar deutschen Atomwaffen entgegnet werden müsse. Wir Kommunisten warnen davor, dem auf dem Leim zu gehen. Atomare Aufrüstung schafft keinen Frieden, sie schafft Kriegsgefahr. Die Antwort auf die aggressive US-amerikanische Atompolitik kann nicht die Diskussion um deutsche Atomwaffen sein.

Die einzige Lösung ist:
– Abzug der US-Atomwaffen aus Deutschland – jetzt!
– Schluss mit der deutschen „nuklearen Teilhabe“ am Atomwaffenarsenal der USA!
– NATO raus aus Deutschland – Deutschland raus aus der NATO!

Die Stationierung und Aufrüstung von Atomwaffen in Deutschland und Europa ist Teil einer Gesamtstrategie. Die „nukleare Teilhabe“ Deutschlands ist dabei ein zentraler Hebel, die militärische Potenz Deutschlands zu erhöhen
und gleichzeitig die Aufrüstung der Bundeswehr voranzutreiben. Die Grundlage dafür bildet die Mitgliedschaft Deutschlands in der NATO, von der längst klar ist, dass sie kein Verteidigungs- sondern ein Angriffsbündnis ist.

Büchel dichtmachen!

Im letzten Jahr hat sich die DKP im Rahmen der Kampagne „Büchel ist überall – atomwaffenfrei jetzt!“ an den Aktionswochen vor dem Fliegerhorst beteiligt, auf welchem die 20 US-Atombomben eingelagert sind, welche im Kriegsfall von Bundeswehrpiloten abgeworfen werden sollen. In diesem Jahr ruft die DKP wieder zu Aktionen vom 22. – 25. Juni 2017 in der Eifel auf. Wir laden insbesondere die Menschen in Rheinland-Pfalz dazu ein, sich diesen Protesten anzuschließen. Es muss Schluss damit sein, dass unser Bundesland als Flugzeugträger missbraucht
und zum Ausgangspunkt von aggressiven Provokationen wird. Unser Ziel lautet auch in diesem Jahr: Büchel dichtmachen!
Du möchtest Dich an der Aktion in Büchel vom 22. – 25. Juni beteiligen?

Einfach eine Mail an pv@dkp.de

Solidarisch demonstrieren mit der DKP die Nieuwe Communistische Partij-NCPN (Neue kommunistische Partei der Niederlande), PTB/PDA (Partei der Arbeit Belgiens), KPL – d’Kommunisten (Kommunistische Partei Luxemburgs)

außerdem werden neben der SDAJ auch die Jugendverbände Communistische Jongerenbeweging (Kommunistische Jugendbewegung der Niederlande), JCL – Déi jonk Kommunisten (Kommunistische Jugend Luxemburgs) und die Comac (Belgien, angefragt) teil.