Jugend auf die Straße zum 1. Mai

Wir, die heutige Generation der Jugendlichen, werden einen sehr viel niedrigeren Lebensstandard als die Generation unserer Eltern haben. Das prophezeite vor zwei Jahren die Unternehmensberatung McKinsey. Dies ist die logische Folge der Umverteilung von unten nach oben, die in den letzten Jahrzehnten immer radikaler vorangetrieben wurde.

Der von den Monopolkonzernen der Automobil- und Energieindustrie verursachte Klimawandel trübt unsere Zukunftsperspektiven noch zusätzlich.

Schon heute sind wir es gewohnt, unbezahlte Praktika zu leisten und mit befristeten Arbeitsverträgen von der unmittelbaren Kündigung bedroht zu sein. Leiharbeit und prekäre Arbeitsverhältnisse betreffen Millionen junger Menschen. Statt sich um bezahlbaren Wohnraum zu kümmern, wird die zivile Seenotrettung verfolgt, um sicherzustellen, dass kein Flüchtling die tödliche Reise über das Mittelmeer überlebt. Statt die Millionen Schüler*innen der Fridays for future Demonstrationen zu erhören und endlich wirksame Maßnahmen zur Klimarettung einzuleiten werden etliche Milliarden in die Aufrüstung der Armeen der NATO-Staaten gepumpt. Statt die knapp 500 gesuchten Naziverbrecher zu verhaften wird das Regime in der Türkei mit deutschen Waffen für ihren Krieg gegen Kurdistan aufgerüstet.

Am 1. Mai, dem internationalen Kampftag der Arbeiter*innenklasse, gehen wir deshalb gemeinsam für die Interessen der arbeitenden und lernenden Jugend auf die Straße.

Für ein Einkommen das zum Leben reicht.
Für eine Verkürzung der Wochenarbeitszeit auf 30 Stunden bei vollem Lohn- und Personalausgleich.
Für bezahlbare Mieten und einen kostenlosen öffentlichen Nahverkehr.
Für die Enteignung der Klimakiller und eine klimaneutrale, demokratisch geplante Wirtschaft.
Gegen die Festung Europa und für Abrüstung.

Diese Ziele können wir nur gemeinsam erreichen. In den Mitgliedsgewerkschaften des DGB organisieren sich Millionen Beschäftigte, um für ihre Rechte und Interessen einzutreten. Ohne mitgliederstarke und kämpferische Gewerkschaften haben wir den Interessen des Kapitals nichts entgegenzusetzen. Auch nach dem 1. Mai heißt es deshalb aktiv werden im Betrieb, in der Schule und Hochschule und weiter auf der Straße.

Als arbeitende und lernende Jugend vereinen uns gemeinsame Interessen. Ob als Studierende, als Auszubildende oder als Schüler*innen: wir alle sind betroffen vom Abbau sozialer und demokratische Rechte. Unsere Stärke liegt in unserer Einigkeit und Solidarität. Deshalb zeigen wir klare Kante gegen jeden Versuch uns nach unserer Herkunft, Religion, Geschlecht oder sexuellen Orientierung zu spalten.

Vor 100 Jahren mussten Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg erleben, dass ohne Einigkeit und Entschlossenheit der Kampf für die Interessen der Arbeitenden verloren ist. Die Revolution scheiterte. Die Führung der SPD ließ faschistische Mörderbanden auf ihre ehemaligen GenossInnen schießen. Rosa und Karl überlebten diesen rechten Terror nicht. Ihre Worte bleiben uns bis heute Lehre und Ansporn: „Wer sich nicht bewegt spürt seine Fesseln nicht!“

Beteiligt euch deshalb am Jugendblock am 1. Mai in Mainz.

Kommt zum Jugendblock auf der internationalistischen Demo um 10:30Uhr am Mainzer Hauptbahnhof.
Gemeinsam kämpfen für den Sozialismus!

Antifaschistischer Aufbau Mainz
Tevgera Ciwanen Soresger
Die Falken
SDAJ
linksjugend [‘solid] Mainz

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