#proHomo


Wir Kommunistinnen und Kommunisten kämpfen stets an der Seite unterdrückter Minderheiten, so auch an der Seite der Homosexuellen-, Bisexuellen- Transgender- und Queerbewegung oder sind selbst Teil von ihr.

Dabei wollen wir natürlich Rückschläge in dieser Frage nicht abstreiten. Es ist uns aber auch ein Anliegen, sie in ihren historischen Kontext zu setzen und auch keine Unwahrheiten stehen zu lassen, die darüber in die Welt gesetzt werden.

„[…] Wer den § 175 der BRD als ein passendes Gegenstück des § 151 der DDR bezeichnet macht es sich sehr leicht. Während die BRD bis 1969 sogar den durch die Faschisten verschärften § 175 weiter verwendete, was eine unbeschreibliche Ungeheuerlichkeit ist, kehrte die DDR zum § 175 der Weimarer Republik zurück. Angesichts der Homosexuellenpolitik der NSDAP ein gehöriger Unterschied! Auch der Grad der Anwendung in BRD und DDR zeigt, wohin die Reise geht.

In der Zeit des deutschen Faschismus wurden zwischen 1933 und 1943 (von 1944/45 liegen keine Zahlen vor) rund 51 000 Menschen nach § 175 verurteilt. Nach der Befreiung Europas wurden in der SBZ und der DDR zwischen 1945 und 1988 nach § 175 und § 151 wenige hunderte Menschen verurteilt. Faktisch wurden beide Paragrafen kaum angewendet. Nicht so in der BRD. Allein zwischen 1945 und 1969 wurden nach dem weiterhin geltenden faschistischen § 175 rund 60 000 Menschen verurteilt. Wer vor 1945 verurteilt wurde, dem wurde diese Strafe strafverschärfend angerechnet. Auch nach 1969 wurden noch rund 3 500 Menschen in der BRD verurteilt. […]“

Quelle: https://theoriepraxis.wordpress.com/2012/07/20/sexuelle-identitat-und-wir-kommunist_innen/

Für alle Besucher*innen des am morgigen Montagabend stattfindenden Vortrags im SCHMIT-Z zu Homosexuellen-Rechten in der DDR empfehlen wir (als heimlicher Fanclub des Autoren) als Gegenlektüre das Werk von Ronald M. Schernikau, z.B. „Tage in L.“. https://kritisch-lesen.de/rezension/zu-bunt-furs-grau , zu dem wir vor wenigen Jahren auch noch eine Veranstaltung im Schmit-z organisiert haben.

Außerdem natürlich als Anregung, wie die Homosexuellenbewegung, Linke und Kommunist*innen zusammen kämpfen, dient der Film Pride aus dem Jahr 2014. Er handelt von den gemeinsamen Kämpfen der Bewegung mit den Minenarbeitern in Großbritannien unter M. Thatcher.

Lassen wir uns nicht spalten!

#proHomo Schernikau-Club #LeninLegalizedHomosexuality


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