Der 18. März: schon immer ein wichitger Tag für die Arbeiterbewegung. Im 19. Jahrhundert der Tag des Gedenkens an die Opfer der Revolution von 1848 (die Märzgefallenen) und der Erinnerung an die Pariser Kommune von 1871, wurde er in den 1920ern zum Tag der politischen Gefangenen und damit zum Kampftag gegen die Repression.


Der 18. März ist der Tag der politischen Gefangenen, ein Tag gegen die Unterdrückung fortschrittlicher Bewegungen, ein Kampftag der revolutionären Arbeiterklasse gegen politische Repression! Überall dort, wo wir Widerstand gegen die alltägliche kapitalistische Ausbeutung leisten und gegen Unterdrückung kämpfen, sind wir früher oder später von Repression betroffen. Sie trifft uns in Form von Polizeigewalt und -willkür, sie äußert sich in der Kriminalisierung von Protest, sie verfolgt uns in Form von Strafbefehlen und Gerichtsverfahren. Sie nimmt Gestalt an in Handyüberwachung, in Anquatschversuchen vom Verfassungsschutz, in Erkennungsdienstlichen Behandlungen nach Demos. Und immer wieder wurden und werden Linke inhaftiert, um sie einzuschüchtern, zu isolieren und ihren Widerstandsgeist zu brechen. Ganz klar: diese Repression mag immer Einzelpersonen treffen, aber sie soll uns alle einschüchtern: Alle, die sich nicht mit dem alltäglichen kapitalistischen Wahnsinn, mit imperialistischen Kriegen, mit Faschismus und Rassismus abfinden. Nur gemeinsam werden wir uns wirksam dagegen wehren können – ein Grund mehr, sich politisch zu organisieren!

Zur Geschichte: 1923 wurde der 18. März von der damaligen Internationalen Roten Hilfe erstmals als „Internationaler Tag der Hilfe für die politischen Gefangenen“ ins Leben gerufen. Das Datum war dabei keineswegs zufällig gewählt: Am 18. März 1848 kam es in Berlin zum Barrikadenaufstand gegen die absolutistische Herrschaft, vor allem aber war der 18. März 1871 der Beginn der Pariser Kommune. Diese stellte die erste „Regierung der Arbeiterklasse“ dar, der erste Versuch der Aufhebung von Ausbeutung und Unterdrückung, hervorgegangen aus dem Kampf der Arbeiterklasse gegen das Bürgertum. Die Kommune, dieser „Vorbote einer neuen Gesellschaft“ (Marx) wurde im Mai dann blutig niedergeschlagen und zehntausende Arbeiterinnen und Arbeiter wurden ermordet und verurteilt. Vom deutschen Faschismus wurde der Tag verboten und erst 1996 vom Förderverein Libertad! zusammen mit der Roten Hilfe e.V. wieder als Aktionstag für die Freiheit der politischen Gefangenen ausgerufen.


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