Komm‘ mit zum LLL-Wochenende 2019 in Berlin!

 

100 Jahre nach der Ermordung Karl Liebknechts und Rosa Luxemburgs führt die Bundesregierung immer noch Krieg um die eigene Stellung, im Konkurrenzkampf mit den anderen Kapitalstaaten um Macht und Geld zu verbessern.

Ausgaben für Sozialleistungen, Schulen und Krankenhäuser sinken, der Militärhaushalt wird hingegen jährlich aufgestockt. Das alles passiert in einer Zeit, in der es Faschisten erlaubt ist Hitlergrüße zu zeigen und Andersaussehende zu jagen und zu verprügeln, wie es 2018 in Chemnitz passiert ist. Doch anstatt gegen rechtes Gedankengut vorzugehen, sollen Polizeigesetze mit dem vorgeschobenen Grund der Terrorismusbekämpfung den Widerstand unterbinden und die Bevölkerung mundtot gemacht werden. Beispiele wie die Aggressionen der Polizei während des G20 Gipfels in Hamburg oder das Vorgehen gegen die DemonstrantInnen im Hambacher Forst zeigen, wie unerwünscht der Protest gegen Repression, Polizeistaat und das Machtstreben der Politik ist. Kommt euch irgendwie bekannt vor?

Die brutale Ermordung Rosa Luxemburgs und Karl Liebknechts erfolgte aus ähnlichen Gründen. Weil sie nämlich, genau wie wir heute, für eine friedliche, gerechtere Welt kämpften, den Widerstand auf die Straße trugen und sich gegen die damaligen Machthaber stellten. Kapitalismus, damals wie heute, bedeutet über kurz oder lang Krieg. Nur eine Gesellschaft, in der nicht nach Profitstreben, sondern für die Bedürfnisse der Menschen produziert wird, kann es dauerhaften Frieden geben!

Gedenken an Rosa und Karl bedeutet daher auch heute noch für uns, in unserem Alltag gegen die Angriffe der Reichen und Mächtigen zu kämpfen und dabei MitstreiterInnen für den Kampf für die sozialistische Gesellschaft zu gewinnen.

Die Rosa-Luxemburg Konferenz findet am Samstag im Mercure Hotel MOA Berlin, Stephanstraße 41, 10559 Berlin, statt.

Hier siehst du, was dir im rahmen unseres Jugendprogramms geboten wird. Das gesamte Konferenzprogramm findest du auf der Seite der Rosa-Luxemburg-Konferenz. Außerdem bieten wir als SDAJ ein paralleles Jugend-Programm auf der Rosa-Luxemburg-Konferenz an:
[Update 03.01.19, 14:15]

11:15–12:45 Uhr, MOA 3
Workshop: Ein gepflegtes Gespräch
Überall in der Pflege – sei es nun im Krankenhaus, im Pflegeheim, in der ambulanten Pflege oder sonst wo – gibt es Probleme wie z.B. zu wenig Personal, schlechte Bezahlung oder schlechte Arbeitsbedingungen. In diesem Workshop möchten wir gemeinsam Aktionen erarbeiten, mit denen ihr die Kollegen ansprechen könnt. Dabei spielt es keine Rolle, in welchem Bereich oder ob du überhaupt in der Pflege arbeitest. Hierzu haben wir Aktive aus Berlin und dem Universitätsklinikum Essen eingeladen.

11:15–12:45 Uhr, MOA 4
Workshop: Damals wie heute – trotz alledem!
Zu Beginn des ersten Weltkriegs erklärte die SPD-Führung, dass der Klassenkampf gegen die Ausbeuter einzustellen sei. Schließlich wollten die Herrschenden in den Krieg um die Neuaufteilung der Welt ziehen. Die SPD wollte sich den alten Herrschenden anbiedern und rief für den Krieg den Burgfrieden aus. Statt gegen den Imperialismus zu kämpfen, wollte sie die Arbeiter zum Kampf gegen ihre Klassenbrüder in anderen Ländern mobilisieren. Doch mit Karl Liebknecht traute sich der erste Abgeordnete der SPD-Führung den Befehl zu verweigern und weiter gegen den imperialistischen Krieg zu kämpfen. Die von der SPD-Kriegsunterstützung eingeleitete Spaltung der Arbeiterbewegung in Deutschland wurde vor 100 Jahren mit der Gründung der Kommunistischen Partei besiegelt. Kurz darauf wurden ihre Vorsitzenden Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht im Auftrag der SPD-Regierung umgebracht. Wir wollen uns die damaligen Kämpfe und das Wirken von Karl Liebknecht anhand des Films „Trotz alledem“ etwas genauer angucken.

13:15–15:15 Uhr, MOA 3 und 4
Jugend-Podiumsdiskussion: 100 Jahre Kampf gegen Kapitalismus und Krieg

Die Revolutionäre Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht wurden vor 100 Jahren umgebracht, weil sie die Kämpfe der Novemberrevolution mit vorantrieben. Nachdem die SPD-Führung bereits den ersten Weltkrieg unterstützte und seitdem revolutionäre Arbeiteraufstände bekämpfe, gründeten die beiden zusammen mit anderen die Kommunistische Partei Deutschlands. Denn der Kampf gegen den deutschen Imperialismus bedeutet immer auch Kampf gegen reformistische Illusionen in das bestehende System. Doch wo stehen wir heute, 100 Jahre später? In welchem Verhältnis stehen die Kämpfe für unsere Interessen in der Schule und im Betrieb zur Perspektive einer befreiten Gesellschaft? Darüber diskutieren wir mit Vertretern der DIDF-Jugend, der EVG-Jugend, der SDAJ und der Gruppe Solidarische Jugendbewegung aus Berlin:
Andrea Hornung aus der Bundesgeschäftsführung der Sozialistischen Deutschen Arbeiterjugend (SDAJ)
Emil Leevi von der Berliner Gruppe Solidarische Jugendbewegung (SJB)
Hussein Khamis, dem ehrenamtlichen Bundesjugendleiter der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG)
Sedat Kaya vom Bundesvorstand der DIDF-Jugend (Föderation Demokratischer Arbeitervereine e.V.)
Moderation: Lea Lossdörfer, Mitglied der Jugend- und Auszubildendenvertretung und des Vertrauensleutekörpers am Uniklinikum Essen

15:30–17:00 Uhr, Raum MOA 3
Workshop: Auf dem Weg in den Polizeistaat
In vielen Bundesländern wurden in den letzten Monaten die Polizeigesetze verschärft und damit bürgerlich-demokratische Grundrechte eingeschränkt. Welche Auswirkungen aber hat das auf mich und warum macht dieser Staat so etwas? Wir wollen uns in diesem Workshop gemeinsam an Beispielen die Auswirkungen der Grundrechte-Einschränkungen klar machen. Außerdem wollen wir darüber sprechen in welchem Zusammenhang die Maßnahmen mit dem allgemeinen Abbau bürgerlicher Rechte stehen und warum im modernen Kapitalismus immer weniger Demokratie stattfindet. Zusammen wollen wir diskutieren, wie wir uns dagegen wehren können.

15:30–17:00 Uhr, Raum MOA 4
Workshop: Gegen imperialistische Kriege
Die Bundesregierung rüstet seit Jahren auf und versucht mit groß angelegten Werbeoffensiven ihre Kriege als spannende Abenteuer zu verkaufen. Spätestens seit den Anschlägen vom 11. September 2001 haben die USA und das westliche Kriegsbündnis NATO den „Krieg gegen den Terror“ ausgerufen. Sie begründen mit dieser Kampagne Kriege auf der ganzen Welt und destabilisieren ganze Regionen. Einer, der in so einem Krieg dabei war, ist Anders Koustrup Kærgaard. Er war Nachrichtendienst-Offizier in der dänischen Armee und wurde Zeuge von massiven Menschenrechtsverletzungen im Irak. Im Workshop wird der Whistleblower berichten und mit uns über die steigende Militarisierung der Gesellschaft diskutieren.

17:15-18:00 Uhr, Raum MOA 3
Workshop: Geld gibt‘s genug – Zeit es uns zu holen!
Die SDAJ führt seit mehreren Monaten eine politische Kampagne durch: Die überwiegende Mehrheit der Jugendlichen spürt zwar die steigenden Ungerechtigkeit, den Druck und die Arbeitshetze in diesem System, hält sie aber nicht für veränderbar. Gleichzeitig befinden wir uns in einer Phase, in der erkämpfte Fortschritte massiv zurückgedrängt werden. Deswegen zeigen wir als SDAJ in den Schulen und Betrieben in denen wir lernen und arbeiten auf, dass unsere Forderungen durchaus umsetzbar wären, sofern die dafür notwendigen finanziellen Mittel demokratisch verteilt werden würden. Stattdessen investiert dieser Staat aber in Rüstung und verteilt gesellschaftlichen Reichtum in die Hände weniger Privilegierter und in die Taschen der Großkonzerne. Wie können wir uns dagegen wehren? Darüber wollen wir mit dir diskutieren.

17:15-18:00 Uhr, Raum MOA 4
Auf der sozialistischen Insel Kuba leben und lernen
Wer schon immer mal Kuba kennen und verstehen lernen wollte, ist in diesem Workshop an der richtigen Adresse. Wie schafft es ein Land der sogenannten Dritten Welt seiner Bevölkerung eine kostenlose Gesundheitsversorgung und eines der besten Bildungssysteme der Welt zur Verfügung zu stellen? Darüber hinaus zeigt Kuba seine internationale Solidarität indem es Ärztebrigaden in Krisengebieten in aller Welt entsendet. Kein Urlaub ist lang genug, um die Komplexität dieses Landes erfassen zu können. Mit dem „Proyecto Tamara Bunke“ besteht die Möglichkeit ein halbes Jahr auf Kuba zu leben und zu lernen, um die Widersprüchlichkeiten Kubas besser zu verstehen.

 

Um den Samstag abzurunden organisieren wir in Berlin eine Party mit allem was dazu gehört.

Wir achten auf günstige Preise und einen politischen Programmpunkt.

 

 

Die Demo zum 100. Jahrestag der Ermordung Rosa Luxemburgs und Karl Liebknechts findet unter dem Motto ,,trotz alledem’’ Statt. Die Traditionelle Demo beginnt auch dieses Jahr wieder Am Sonntag um 10 Uhr. Gemeinsam mit Bündnispartnern rufen wir zu unserem Jugendblock auf. Wir treffen uns am Frankfurter Tor um 09.30 Uhr am Sonntag (13.01.).

 


Es wird aus allen Regionen eine gemeinsame Anreise organisiert. meldet euch dafür bei eurer Gruppe vor Ort.

Waterkant

  • Busanreise ab Kiel (12.1., 4:00) mit Zwischenstopp in Hamburg (Preis normal 25/Soli 35 Euro)
  • Kontakt: info[ät]sdaj-hamburg.de 

Hessen

  • Busanreise
    • 16:30 Frankfurt HBF
    • 17:55 Marburg BF
    • 19:27 Kassel HBF
  • Kosten 40€/50€
  • Kontakt: info[ät]sdaj-hessen.de

Ruhr

  • Busanreise aus Essen (am 12.1. ab 01:00 in der Hoffnungstr. 18)
  • Kontakt: lv[ät]sdaj-ruhr.de

Rheinland

  • Busanreise gemeinsam mit der DKP von der Karl-Liebknecht-Schule in Leverkusen aus (Sammeln am 11.1, ab 20:00, Abreise um Mitternacht) (43 Euro Hin- und Rückfahrt, 22 Euro eine Fahrt)
  • Kontakt: sekretariat[ät]dkp-rheinland-westfalen.org

Baden-Württemberg

  • Anreiseinfos unter info[ät]sdaj-bawue.de

Bayern

  • Tickets unter bayern[ät]sdaj.org – Preise: 40€ Sozi | 55€ Normal
    • Augsburg 11.1. um 16:30
    • München 11.1. um 17:30
    • Nürnberg 11.1. um 19:00

FAQ

Karten fürs LLL-Wochenende…
… Bekommt ihr bei eurer SDAJ Gruppe vor Ort oder hier. Die Karten kosten ca. 18€ und umfassen die Teilnahme an der Rosa-Luxemburg-Konferenz der jungen Welt, eine Party am Abend, sowie eine Sammelschlafunterkunft.

Die SDAJ auf der RLK…
… findest du mit einem eigenen Programm in der 1. Etage.

Am Friedhof der Sozialisten…
… ist die SDAJ am Sonntag mit einem Infostand vertreten, an dem man günstig Suppe erstehen kann. Glühwein gibts am DKP-Stand nebenan.

Zum Wochenende mitgenommen werden sollten…
… Fahnen, Transpis, Megafone, Schlafsack, Isomatte, warme Kleidung und Kleingeld.

Und was man nicht mitnehmen sollte…
… Waffen, Drogen & schlechte Laune!