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	<title>Printmaterial Archive - SDAJ</title>
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	<description>Sozialistische Deutsche Arbeiterjugend</description>
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	<title>Printmaterial Archive - SDAJ</title>
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		<title>POSITION Beziehen!</title>
		<link>https://www.sdaj.org/2021/11/17/position-beziehen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[sdaj]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 17 Nov 2021 13:32:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Printmaterial]]></category>
		<category><![CDATA[POSITION]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Beitrag <a href="https://www.sdaj.org/2021/11/17/position-beziehen/">POSITION Beziehen!</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.sdaj.org">SDAJ</a>.</p>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/16.0.1/72x72/1f5de.png" alt="🗞" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/16.0.1/72x72/1f6a9.png" alt="🚩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" />Die POSITION ist unser Magazin: Von Jugendlichen für Jugendliche. Unsere Mitglieder schreiben, gestalten und verkaufen dieses Magazin. Unser Ziel: Der Arbeiterjugend eine Stimme geben. <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/16.0.1/72x72/270d.png" alt="✍" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></p>
<p><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/16.0.1/72x72/1f4e2.png" alt="📢" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" />Daher lassen wir Mitglieder und Jugendliche aus unserem Umfeld zu Wort kommen, besprechen aktuelle Trends und die großen Schweinereien der Herrschenden. Die POSITION ist gefüllt mit den neusten Nachrichten, Berichten aus aller Welt, Hintergrundartikeln, Filmrezensionen und vielem mehr.</p>
<p><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/16.0.1/72x72/1f913.png" alt="🤓" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/16.0.1/72x72/1f4da.png" alt="📚" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" />Die PO­SI­TI­ON ver­sorgt Dich mit Hin­ter­grund­in­for­ma­tio­nen, Ana­ly­sen und Ar­gu­men­ten, damit Du Dei­nen ei­ge­nen Stand­punkt ver­tre­ten kannst.</p>
<p><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/16.0.1/72x72/1f3e0.png" alt="🏠" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/16.0.1/72x72/1f4ec.png" alt="📬" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" />Du kannst die POSITION ganz einfach online <a href="https://www.sdaj.org/abo/#">hier</a> für 10 Euro (Soliabo: 20 Euro) pro Jahr abonnieren und dir alle zwei Monate bequem zu dir nachhause schicken lassen</p></div>
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		<item>
		<title>Working Whistleblowers</title>
		<link>https://www.sdaj.org/2020/12/08/working-whistleblowers-2/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 08 Dec 2020 14:00:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ausgabe 4/2020]]></category>
		<category><![CDATA[Betrieb und Gewerkschaft]]></category>
		<category><![CDATA[POSITION – Magazin der SDAJ]]></category>
		<category><![CDATA[Printmaterial]]></category>
		<category><![CDATA[Betriebsrat]]></category>
		<category><![CDATA[Gewerkschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Kündigung]]></category>
		<category><![CDATA[Minijob]]></category>
		<category><![CDATA[Organize]]></category>
		<category><![CDATA[Überstunden]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Meine letzten zwei Monate habe ich beruflich beim Stadtstrand Düsseldorf verbracht. Diese Fast-Drink-Kette, bei der man entspannt seine Zeit am Rhein verbringen kann, ist eine arbeitsrechtliche Katastrophe. Es gab viele Minusstunden bei Teil- und Vollzeitkräften, aber Überstunden bei 450€-Kräften. Von nicht eingehaltenen Pausen zu wetterabhängigem Lohn über ätzenden Reiniger ohne Schutzausrüstung ist alles dabei gewesen [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Meine letzten zwei Monate habe ich beruflich beim Stadtstrand Düsseldorf verbracht. Diese Fast-Drink-Kette, bei der man entspannt seine Zeit am Rhein verbringen kann, ist eine arbeitsrechtliche Katastrophe. Es gab viele Minusstunden bei Teil- und Vollzeitkräften, aber Überstunden bei 450€-Kräften. Von nicht eingehaltenen Pausen zu wetterabhängigem Lohn über ätzenden Reiniger ohne Schutzausrüstung ist alles dabei gewesen und je länger ich da gearbeitet habe, desto mehr ist aufgefallen, was alles schiefläuft. Am schlimmsten war für das Team, dass unser Trinkgeld gestohlen wurde, wenn die Kasse im Minus war. Gab es mal ein Plus, ging das natürlich direkt in die Tasche des Chefs.</p>
<p>Keine zwei Wochen später hatte ich die Nase voll und das Glück, dass einige KollegInnen ebenfalls frustriert waren. Der Plan war einfach: Bewusstsein für die Probleme schaffen, organisieren, mit der Gewerkschaft vernetzen und dann die Arbeitsbedingungen der gesetzlichen Grundlage anpassen. Uns war direkt klar, dass wir nur geringe Erfolgschancen haben, aber wir wollten uns das alles auch nicht kampflos bieten lassen. Da die Belegschaft wegen des Trinkgeldes sowieso genervt war, konnten wir schnell organisieren. Es war nicht verwunderlich zu sehen, wie groß die Angst und somit wie klein der Wille war, etwas zu verbessern. "Ja, wir werden ausgebeutet, aber damit komme ich klar."</p>
<p><strong>Jede Menge Gegenwind</strong></p>
<p>Die gewerkschaftliche Einschätzung sah nicht rosiger aus. Ein Betriebsrat ist in einem saisonalen Unternehmen, wo fast nur StudentInnen arbeiten, kaum möglich. Wir haben uns für einen offenen Brief an die Geschäftsführung entschieden und alle interessierten MitarbeiterInnen in eine Gruppe gesteckt. Das hat sich natürlich schnell rumgesprochen und der Aufruhr war groß. Durch die junge, eher unpolitische Belegschaft waren auch unsere Planungstreffen unstrukturiert und emotional überladen. Dass unser Chef von unserem Vorhaben Wind bekommen hatte, spürte ich auch am eigenen Leib. Er versuchte es auf die Mitleids-Tour. Es würde ihm alles schrecklich leid tun, wenn wir Minusstunden hätten oder weniger Trinkgeld, aber es sei nun nicht zu ändern. Er nehme im Winter sogar Obdachlose auf. Ohne Klassenbewusstsein wäre ich vielleicht auch darauf reingefallen.</p>
<p>Genau als unser Brief fertig formuliert war, kam dann die fristgerechte Massenkündigung. Die Saison wurde mal eben um zwei Wochen gekürzt, weil das Wetter angeblich schlecht sei.  Während dieses Höhepunktes ist unser betriebsinterner Kampf zusammengebrochen, weil innerhalb der Gruppe mit den KollegInnen Spitzel entdeckt wurden, die den Chef die ganze Zeit über unser Vorgehen informiert hatten. ArbeiterInnen, die genau wie wir über den Tisch gezogen wurden, sich beschwert haben und trotzdem am Ende den Chef unterstützten. Wir lassen das nicht mit uns machen! Der Kampf geht weiter und es bleibt spannend.</p>
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		<title>Für den Frieden, heraus zum Antikriegstag!</title>
		<link>https://www.sdaj.org/2018/09/01/fuer-den-frieden-heraus-zum-antikriegstag/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[karlquarx]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 01 Sep 2018 07:21:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktionen]]></category>
		<category><![CDATA[Faschismus und Rassismus]]></category>
		<category><![CDATA[Krieg und Frieden]]></category>
		<category><![CDATA[Printmaterial]]></category>
		<category><![CDATA[Antiimperialismus]]></category>
		<category><![CDATA[Antimilitarismus]]></category>
		<category><![CDATA[Bundeswehr]]></category>
		<category><![CDATA[Krieg]]></category>
		<category><![CDATA[SDAJ in Aktion]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Krieg in Syrien, tote Schulinder im Jemen, Säbelrasseln der NATO an der russischen Grenze – aktuell herrscht auf der ganzen Welt Krieg. Jeden Tag lesen wir neue Nachrichten über weitere Konflikte. Immer mehr Tote, immer mehr Flüchtlinge, mehr Soldaten – aber weniger Frieden. Insbesondere die Situation zwischen den NATO-Staaten und Russland spitzt sich immer weiter [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.sdaj.org/2018/09/01/fuer-den-frieden-heraus-zum-antikriegstag/">Für den Frieden, heraus zum Antikriegstag!</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.sdaj.org">SDAJ</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Krieg in Syrien, tote Schulinder im Jemen, Säbelrasseln der NATO an der russischen Grenze – aktuell herrscht auf der ganzen Welt Krieg. Jeden Tag lesen wir neue Nachrichten über weitere Konflikte. Immer mehr Tote, immer mehr Flüchtlinge, mehr Soldaten – aber weniger Frieden. Insbesondere die Situation zwischen den NATO-Staaten und Russland spitzt sich immer weiter zu.</p>
<p><strong>Warum gibt es Krieg?</strong></p>
<p>Doch wem nützen diese Kriege? Schließlich haben wir nichts davon, dass in Mali Soldaten sterben oder Milliarden an Steuergeldern für Panzer ausgegeben werden. Es sind die deutschen Banken und Konzerne, die vom Krieg profitieren. Die Rüstungskonzerne können nur dann Gewinne erzielen, wenn genügend Waffen gebraucht werden. Viele Länder, in denen die Bundeswehr stationiert ist, sind derart zerstört und destabilisiert, dass Unternehmen profitabel in den Aufbau investieren können. Die Aufträge zum Wiederaufbau gehen – praktischerweise – an deutsche Unternehmen. Für diese enormen Summen, die hier im Spiel sind, müssen Kredite aufgenommen werden, wodurch die Banken ihr Stück vom Kuchen abbekommen. Weder für die Bevölkerung vor Ort, noch für uns in Deutschland bedeutet das, dass mehr Geld zum Leben da ist.</p>
<p><strong>Auf unsere Kosten?</strong></p>
<p>Im Gegenteil: Während Deutschland sich weiterhin an Kriegen beteiligt, müssen wir die Kosten auf unseren Schultern tragen. Überall wird gekürzt – von der Kinderbetreuung über Bildung sowie Kulturangeboten für Jugendliche bis hin zur Rente. Wir müssen für Wohnungen immer mehr zahlen, weil es zu wenige gibt. In unseren Krankenhäusern fehlt es vorne und hinten an Personal, weil zu wenige Angestellte bezahlt werden. Überall fehlt es an Geld. Nur nicht beim Krieg.</p>
<p><strong>Was tun?</strong></p>
<p>Heute, am 01. September, jährt sich der Überfall der faschistischen Wehrmacht auf Polen. Dies ist ein Tag, an dem seit Jahrzehnten ein Zeichen für Frieden gesetzt wird. Auch wir wollen dies als Anlass nehmen, um unseren Protest gegen Krieg, Militär und Rüstung, sowie die Forderung nach Frieden zum Ausdruck zu bringen.</p>
<p><em>Wir fordern:</em></p>
<ul>
<li><em>Geld für Bildung statt für Bomben!</em></li>
<li><em>Stopp aller Auslandseinsätze der Bundeswehr!</em></li>
<li><em>Stopp mit der NATO-Aggression gegen Russland!</em></li>
<li><em>Abrüsten statt Aufrüsten!</em></li>
</ul>
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		<item>
		<title>Buchprojekt „Eine Welt zu gewinnen“ – Marxismus-Einführung der SDAJ</title>
		<link>https://www.sdaj.org/2018/05/11/buchprojekt-eine-welt-zu-gewinnen-marxismus-einfuehrung-der-sdaj/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[sdaj]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 11 May 2018 13:42:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Printmaterial]]></category>
		<category><![CDATA[Theorie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Zum Anlass des 200. Geburtstag von Karl Marx und unserem eigenen 50. geben wir eine Einführung in den Marxismus im PapyRossa Verlag heraus. Unser Buch „Eine Welt zu gewinnen – Karl Marx, der heutige Kapitalismus und wir“ soll dazu anregen, sich selbst ein Bild von der Welt zu machen und sich tiefer mit den Erkenntnissen [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="/wp-content/uploads/2018/05/buch.jpg"><img decoding="async" class="size-medium wp-image-8669 alignleft" src="/wp-content/uploads/2018/05/buch-300x300.jpg" alt="" width="300" height="300" srcset="https://www.sdaj.org/wp-content/uploads/2018/05/buch-300x300.jpg 300w, https://www.sdaj.org/wp-content/uploads/2018/05/buch-150x150.jpg 150w, https://www.sdaj.org/wp-content/uploads/2018/05/buch-100x100.jpg 100w, https://www.sdaj.org/wp-content/uploads/2018/05/buch.jpg 403w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a>Zum Anlass des 200. Geburtstag von Karl Marx und unserem eigenen 50. geben wir eine Einführung in den Marxismus im PapyRossa Verlag heraus. Unser Buch „Eine Welt zu gewinnen – Karl Marx, der heutige Kapitalismus und wir“ soll dazu anregen, sich selbst ein Bild von der Welt zu machen und sich tiefer mit den Erkenntnissen von Marx auseinanderzusetzen. Es ist ein Buch von jungen Marxistinnen und Marxisten für all diejenigen, die wie wir meinen, dass eine andere Welt nötig und möglich ist.<br />
Unser Buch soll deshalb ein Beitrag dazu sein, dass immer mehr Menschen ihre eigenen gesellschaftlichen Interessen erkennen und daran ihr Denken und Handeln entwickeln. Es soll helfen, Antworten auf die Fragen nach den Ursachen der tiefen gesellschaftlichen Probleme und Widersprüche in unserem Land zu finden. Es soll die Wünsche nach einem freien, solidarischen Leben ohne Ausbeutung, Unterdrückung und Krieg greifbarer machen. Dabei wollen wir auch verdeutlichen: nur als frommer Wunsch ist eine bessere Welt nicht zu erreichen. Es kommt vielmehr darauf an, wie Marx in der elften Feuerbachthese sagt, sie zu verändern.<br />
Der Sammelband bietet Einsichten in das Leben und die Erkenntnisse von Karl Marx, eine marxistische Interpretation der Widersprüche unserer Zeit sowie einen Überblick über Klassenkämpfe des 20. Jahrhunderts. Das einführende Kapitel behandelt die Entwicklung des dialektischen und historischen Materialismus, die Analyse der Grundstruktur der kapitalistischen Produktionsweise, den Kampf für den Sozialismus vom Bund der Gerechten bis zur Pariser Commune. Das zweite Kapitel befasst sich mit den grundlegenden Widersprüchen und Problemfeldern unserer heutigen Gesellschaft und diskutiert mögliche Lösungen. Es beschäftigt sich mit prekären Arbeitsbedingungen der Jugend, fehlender Bildungsgerechtigkeit, der fortwährenden Frauenunterdrückung, der ökologischen Krise, Fluchtbewegungen der letzten Jahre, der Ursache von Kriegen, internationalen Abhängigkeiten und der Rolle Deutschlands sowie mit der Weltwirtschaftskrise ab 2007. Das dritte Kapitel beginnt mit der russischen Oktober- und der deutschen Novemberrevolution und beleuchtet die Debatten um eine antifaschistische Strategie vor 1933. Weitere Themen sind die unterschiedlichen Entwicklungen in DDR und BRD sowie die Protestbewegung von 1968 und die Frage, ob mit dem Ende des Sozialismus nach sowjetischem Modell nun auch das Ende der Geschichte gekommen sei.<br />
<em>Mit Beiträgen von: Hans-Peter Brenner, Dietmar Dath, Heiko Humburg, Georg Fülberth, Patrik Köbele, Philipp Krämer, Lena Kreymann, Beate Landefeld, Jürgen Lloyd, Seta Radin, Paul Rodermund, Björn Schmidt, Arnold Schölzel, Werner Seppmann, Jürgen Wagner und Lucas Zeise.</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong><em><a href="/wp-content/uploads/2018/05/cover_web.jpg"><img decoding="async" class="size-medium wp-image-8668 alignleft" src="/wp-content/uploads/2018/05/cover_web-198x300.jpg" alt="" width="198" height="300" srcset="https://www.sdaj.org/wp-content/uploads/2018/05/cover_web-198x300.jpg 198w, https://www.sdaj.org/wp-content/uploads/2018/05/cover_web.jpg 660w" sizes="(max-width: 198px) 100vw, 198px" /></a><span style="color: #808080;">Eine Welt zu gewinnen – Marx, der Kapitalismus von heute und was wir tun können</span></em></strong><br />
<span style="color: #808080;"><em> Mit einem Vorwort von Dietmar Dath</em></span><br />
<span style="color: #808080;"><em> PapyRossa Verlag, Neue Kleine Bibliothek 259, ca. 220 Seiten, mit ca. 15 Cartoons</em></span><br />
<span style="color: #808080;"><em> Erscheint im Juni 2018</em></span><br />
<span style="color: #808080;"><em> ISBN 978-3-89438-674-0</em></span><br />
<span style="color: #808080;"><em> Preis (inkl. Mehrwertsteuer, zzgl. Versand): 10€</em></span><br />
<span style="color: #808080;"><em> Herausgeber: Lena Kreymann, *1989, Studium der Philosophie und Neurowissenschaften in Berlin, Bundesvorsitzende der SDAJ; Paul Rodermund, *1989, Studium der Neurowissenschaften und Doktorand in Tübingen. Ehemaliger Bundesvorsitzender der SDAJ.</em></span></p>
<p style="padding-left: 30px;"><span style="color: #808080;"><strong>Bestellbar</strong> bei der<a style="color: #808080;" href="/gruppen/"> <span style="color: #0000ff;">SDAJ-Gruppe in deiner Nähe</span></a>, im Im<span style="color: #0000ff;"><a style="color: #0000ff;" href="http://www.uzshop.de/Lesestoff/Buecher?product_id=646" class="broken_link"> Shop der Wochenzeitung UZ</a></span> oder Auf der<span style="color: #0000ff;"><a style="color: #0000ff;" href="https://www.neue-impulse-verlag.de/shop/item/9783894386740/eine-welt-zu-gewinnen-von-lena-kreymann-paul-rodermund-paperback"> Seite des Verlags Neue Impulse</a></span></span></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.sdaj.org/2018/05/11/buchprojekt-eine-welt-zu-gewinnen-marxismus-einfuehrung-der-sdaj/">Buchprojekt „Eine Welt zu gewinnen“ – Marxismus-Einführung der SDAJ</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.sdaj.org">SDAJ</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Soli-Erklärung an die Beschäftigten im Bauhauptgewerbe !</title>
		<link>https://www.sdaj.org/2018/05/07/soli-erklaerung-an-die-beschaeftigten-im-bauhauptgewerbe/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[karlquarx]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 07 May 2018 10:07:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Betrieb und Gewerkschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Printmaterial]]></category>
		<category><![CDATA[Stellungnahmen]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeiterjugendpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Streik]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Liebe Kolleginnen und Kollegen, wir unterstützen eure Forderungen nach 6% mehr Geld, ein volles 13. Monatsgehalt für alle und die Übernahme der Ausbildungskosten. Auch die Forderung eure Wegezeit endlich als Arbeitszeit anzuerkennen ist längst überfällig. Es ist eine absolute Frechheit, dass euch die Unternehmer quer durch die halbe Republik jagen und ihr das dann auch [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.sdaj.org/2018/05/07/soli-erklaerung-an-die-beschaeftigten-im-bauhauptgewerbe/">Soli-Erklärung an die Beschäftigten im Bauhauptgewerbe !</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.sdaj.org">SDAJ</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h3><a href="/wp-content/uploads/2018/05/BAU.jpg"><img decoding="async" class="size-medium wp-image-8659 alignleft" src="/wp-content/uploads/2018/05/BAU-300x300.jpg" alt="" width="300" height="300" srcset="https://www.sdaj.org/wp-content/uploads/2018/05/BAU-300x300.jpg 300w, https://www.sdaj.org/wp-content/uploads/2018/05/BAU-150x150.jpg 150w, https://www.sdaj.org/wp-content/uploads/2018/05/BAU-100x100.jpg 100w, https://www.sdaj.org/wp-content/uploads/2018/05/BAU.jpg 471w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a>Liebe Kolleginnen und Kollegen,</h3>
<p>wir unterstützen eure Forderungen nach 6% mehr Geld, ein volles 13. Monatsgehalt für alle und die Übernahme der Ausbildungskosten. Auch die Forderung eure Wegezeit endlich als Arbeitszeit anzuerkennen ist längst überfällig. Es ist eine absolute Frechheit, dass euch die Unternehmer quer durch die halbe Republik jagen und ihr das dann auch noch bezahlen sollt. Gleiches gilt für die Angleichung der Einkommen in Ost und West.</p>
<p>Dass die Unternehmer diese Forderungen als nicht erfüllbar abtun, zeigt nur eins, sie kriegen den Hals nicht voll. Die Baubranche boomt, die Unternehmen machen Gewinne ohne Ende, nur für euch soll nix drin sein. Da ist es mehr als verlogen, wenn Frank Dupré, Verhandlungsführer der Arbeitgeber sagt: „Darüber hinaus kann die Mehrzahl der Unternehmen keine derart hohen Tarifforderungen verkraften“. Richtiger wäre, eine Mehrzahl der Unternehmer wollen die Kohle für sich behalten und euch mit Krümeln abspeisen. Sicher mag der einzelne kleine Betrieb in Konkurrenz zu den anderen kleinen Buden die Aufträge billig kalkulieren müssen. Dass da am besten an uns gespart wird, ist doch aber die Folge.</p>
<p>Die einzige Möglichkeit sie vom Gegenteil zu überzeugen ist der Streik. Denn, weder vom Schlichter Wolfgang Clement ist zu erwarten, dass er euch wirklich unterstützt, noch können eure Kollegen, die verhandeln ohne den nötigen Druck von der Straße und aus den Betrieben einen guten Abschluss erreichen, das hat sich in 5 gescheiterten Verhandlungen ja auch schon gezeigt.</p>
<p>Lasst euch von euren Chefs nicht verarschen, wehrt euch, gemeinsam in und mit der IG Bau, wir stehen solidarisch an eurer Seite.</p>
<p><strong>Streiken für:</strong></p>
<ul>
<li>6% Mehr Kohle</li>
<li>Volles 13. Gehalt für alle</li>
<li>Wegezeit ist Arbeitszeit</li>
<li>Übernahme der Ausbildungskosten</li>
</ul>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.sdaj.org/2018/05/07/soli-erklaerung-an-die-beschaeftigten-im-bauhauptgewerbe/">Soli-Erklärung an die Beschäftigten im Bauhauptgewerbe !</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.sdaj.org">SDAJ</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>50 Jahre SDAJ</title>
		<link>https://www.sdaj.org/2018/05/05/50-jahre-sdaj/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[karlquarx]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 05 May 2018 06:36:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ausgabe 1/2018]]></category>
		<category><![CDATA[Marxistische Bildung]]></category>
		<category><![CDATA[POSITION – Magazin der SDAJ]]></category>
		<category><![CDATA[Printmaterial]]></category>
		<category><![CDATA[Unsortiert]]></category>
		<category><![CDATA[Veranstaltungen]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.sdaj.org/?p=8642</guid>

					<description><![CDATA[<p>Der Beitrag <a href="https://www.sdaj.org/2018/05/05/50-jahre-sdaj/">50 Jahre SDAJ</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.sdaj.org">SDAJ</a>.</p>
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				<div class="et_pb_text_inner"><h1><b>Rot, frech, radikal!</b></h1>
<p><em><b>Geschichte: 1968 rebelliert die Jugend und die außerparlamentarische Opposition (APO) gegen die herrschenden Zustände, am 5. Mai 1968 gründen Jung-ArbeiterInnen die SDAJ</b></em></p>
<p><a name="_GoBack"></a>23 Jahre nach der Befreiung vom Faschismus steht in Westdeutschland die „Außerparlamentarische Opposition“ auf der Straße: Gegen die verkrusteten Strukturen in der Bundesrepublik, gegen die Alt-Nazis in Amt und Würden, gegen die Kriege des westlichen Imperialismus und gegen die fortlaufenden Angriffe auf demokratische Mitbestimmungsrechte. Denn trotz Befreiung vom Faschismus, wurde die Herrschaft der Banken und Großkonzerne nicht beendet.</p>
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				<h5 class="et_pb_toggle_title"> </h5>
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				<h2 class="et_pb_toggle_title">Adenauer baut die Bundeswehr wieder auf, am 11. Mai 1952 wird der Jungarbeiter Philipp Müller beim Protest dagegen erschossen. </h2>
				<div class="et_pb_toggle_content clearfix"><p>Doch der Protest gegen die Wiederaufrüstung mobilisiert weiterhin Massen, was den Herrschenden nicht passt. Und so werden seit 1951 Mitglieder der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes (VVN), der Freien Deutschen Jugend (FDJ) und der Kommunistischen Partei (KPD) beruflich benachteiligt und bis 1956 nach und nach ihre Organisationen verboten und ihre Mitglieder verfolgt. Schließlich gehören sie oftmals zu den Engagiertesten in der Friedensbewegung. Damit ist die Bundesrepublik die einzige „Demokratie“ in Europa, in der die Kommunistische Partei verboten ist. Zeitgleich wird in einer propagandistischen Offensive das Märchen vom „Wohlstand für alle“ in der BRD und die Angst vor dem Kommunismus und dem Osten verbreitet. Denn die BRD ist „Frontstaat“ im kalten Krieg zwischen Imperialismus und Sozialismus. Während also mit härtester Repression und Antikommunismus regiert wird, soll das Leben im Kapitalismus von seiner Besten Seite gezeigt werden. Der zweite Kanzler Ludwig Erhard gilt als Vater von „sozialer Marktwirtschaft“ und „Wirtschaftswunder“. Doch sozial war der Kapitalismus noch nie und das Wirtschaftswunder war kein Wunder, sondern vor allem die Gewinne aus der Rüstungsproduktion für den Korea-Krieg – in dem mehr Bomben als im gesamten zweiten Weltkrieg zusammen abgeworfen wurden und ca. fünf Millionen Koreaner sterben. Erhard versuchte mit seinem Konzept einer „formierten Gesellschaft“ die bürgerlichen Grundrechte einzustampfen, die Idee einer Notstandsgesetzgebung wird gepuscht. Ende 1966 dann kommt die erste GroKo, also große Koalition zwischen CDU-CSU und SPD zustande. Mit dem dritten Kanzler K. G. Kiesinger steht ein langjähriges Mitglied der Nazi-Partei NSDAP, nun für die CDU, an der Spitze der Bundesrepublik. Kiesinger ist nur ein Beispielen von vielen Alt-Nazis im Staatsapparat. Zeitgleich müssen die Kommunisten, die zu den aktivsten KämpferInnen gegen die Nazis gehörten, seit zehn Jahren wieder in der Illegalität arbeiten.</p></div>
			</div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><h1><b></b></h1>
<h1><b></b></h1>
<h1><b>Widerstand in den Metropolen</b></h1>
<p>Der politische Widerstand der heute gerne als „68er“ bezeichneten Generation ist vielfältig und bunt: Für manche geht es in den kommenden Jahren Richtung freie Liebe und Ökologie, für andere direkt ins Establishment und in die Verwaltungen, wieder andere treibt es in den Terrorismus. Doch das, was die „außerparlamentarische Opposition“ im Jahr 1968 vereint, ist der Kampf gegen Imperialismus, Faschismus und Krieg.</p>
<p>So politisieren sich viele Jugendliche durch den brutalen Krieg der US-Armee gegen das vietnamesische Volk. Seit 1965 bomben die USA auf Vietnam, weil es sich mit den Kommunisten an der Spitze von kolonialer und imperialistischer Unterdrückung befreit. Die Antwort der „freien Welt“: 15 Millionen Tonnen Sprengstoff, doppelt so viel als im zweiten Weltkrieg abgeworfen wurden. Im Verlauf des Krieges werden Millionen Vietnamesen ihr Leben lassen, bis die Guerillas zehn Jahre später die US-Armee endgültig schlagen können.</p>
<p>Nachdem im Januar 1968 die vietnamesische Befreiungsfront mit der Tet-Offensive gegen die US-Soldaten startet, versammeln sich im Februar in der West-Berliner Technischen Uni über 5.000 Jugendliche aus Solidarität zum Vietnam-Kongress. Der Schriftsteller Peter Weiss macht in seiner Rede deutlich, wie internationalistische Politik aussehen muss: „Organisation des Widerstands in den Metropolen“. Diesen Widerstand bringen die vorwiegend studentischen Jugendlichen direkt auf die Straße. Im Anschluss an den vom westdeutschen Sozialistischen Deutschen Studentenbund (SDS) organisierten Kongress, der von der ostdeutschen Freien Deutschen Jugend (FDJ) aktiv unterstützt wurde, demonstrieren über 12.000 Menschen in West-Berlin gegen den grausamen Krieg, welcher auch in US-Kasernen auf deutschem Boden koordiniert wird. Der Berliner Senat antwortet mit einer Gegendemo.</p>
<h1><b>Die Kommunisten melden sich zu Wort</b></h1>
<p>Am Rande der Gegendemo wird ein Mann mit dem linken Studentenführer Dutschke verwechselt und fast totgeprügelt. Die BILD-Zeitung ruft zum „Ergreifen“ der „Rädelsführer“ auf. Am 11. April ruft ein Faschist „dreckiges Kommunistenschwein“ und gibt drei Schüsse auf Dutschke ab, zwei treffen ihn am Kopf. Er überlebt nur knapp, es kommt zu Massenprotesten.</p>
<p>Mittendrin sind auch die Aktivisten der verbotenen KPD. Am 8. Februar wollen sie bei einer Pressekonferenz in Frankfurt ihr neues Programm vorstellen, in dem sie dringend notwendige Schritte zur „Umgestaltung der Bundesrepublik zu einem Staat der fortschrittlichen Demokratie und des Friedens“ vorschlagen. Zwar jagt die Polizei die Pressekonferenz auseinander und weiterhin werden auch in den kommenden Monaten noch KPD-Aktivisten für Monate ins Gefängnis geworfen, doch die flächendeckende Aktivität der kommunistischen Partei bekommt sie nicht unter Kontrolle. In den fortschrittlichen Zusammenhängen, wie dem SDS, aber auch in der vor allem von Arbeiterjugendlichen getragenen Jugend-Club-Bewegung wirken Mitglieder der verbotenen KPD.</p>
<p>Sie helfen maßgeblich dabei mit, eine wichtige Idee in die außerparlamentarische Opposition zu tragen: Neben dem Aktionszentrum Unabhängiger und Sozialistischer Schüler (AUSS) und dem studentischen SDS fehlte eine Organisation der arbeitenden und lernen Jugend. Doch deren Gründung sollte nicht mehr lange auf sich warten lassen. Die zugespitzten politischen Verhältnisse im Jahr 1968 und der Vietnam-Krieg politisierten schließlich eine ganze Generation und der Muff der Alt-Nazis war nicht nur an der Uni, sondern auch an der Werksbank zu spüren.</p>
<h1><b>Konstituierung in der Legalität</b></h1>
<p>Nachdem sich in den 60er-Jahren in vielen örtlichen Jugend-Clubs schon Engagierte aus Gewerkschaften und politischen Organisationen zusammengeschlossen haben, Diskussionsabende und Aktionen für ihre Interessen durchführten, schlossen sich bis zum Geburtstag von Karl Marx am 5. Mai 1968 über 1.000 Jugendliche einem Gründungsaufruf für die neu zu schaffende Organisation an und gründeten Regionalausschüsse in 24 Städten. 400 Delegierte, die durchschnittlich 19,8 Jahre alt waren, versammelten sich dann in Essen im Schloss Borbeck. Von ihnen waren 85 Prozent Arbeiter und Angestellte, 8 Prozent Schüler und 7 Prozent Studenten. Unter den Delegierten war auch der Soldat Walter Listl, der die politische Stoßrichtung im Sinne des KPD-Gründers Liebknecht aussprach: „Der Hauptfeind steht im eigenen Land“. An die Spitze der neuen 25-köpfigen Vorstandes wurde Rolli Priemer († 2017) gewählt, der zuvor für das sozialistische Jugendmagazin „elan“ arbeitete. Das Magazin wird von fortan zum Verbandsmagazin der neuen „Sozialistischen Deutschen Arbeiterjugend (SDAJ)“. Nach dem Gründungskongress fällt die politische Polizei bei Priemer und seinem Stellvertreter Walter Möbius ein.</p>
<p>Doch die offene staatliche Repression sollte an ihr Ende kommen. Noch im Mai fordert die Bundesjugendkonferenz der Gewerkschaft IG Metall die Wiederzulassung der kommunistischen Partei in der BRD, in der ganzen Republik gibt es Veranstaltungen des „Initiativausschusses“ für die Wiederzulassung der KP. Zeitgleich zur SDAJ-Gründung in Essen findet in Marx‘ Geburtsstadt Trier eine Veranstaltung des Initiativausschusses mit Grete Thiele statt. Nachdem sie knapp zwanzig Jahre vorher mit der KPD in den Bundestag kam, wurde sie ausgebürgert und 14 Jahre lang steckbrieflich gesucht. Nun forderte sie neben Prof. Abendroth öffentlich eine legale Kommunistische Partei. Der öffentliche Druck im In- und Ausland wurde immer größer, im Juli schließlich musste die Bundesregierung in direkte Verhandlungen mit der illegalen KP-Führung gehen. Im September dann kommt es zur Neukonstituierung unter dem Namen „Deutsche Kommunistische Partei“, DKP.</p>
<h1><b>Wer sich nicht wehrt, lebt verkehrt</b></h1>
<p>Die Gründungen von SDAJ und DKP waren Ergebnis und Beitrag einer breiten und starken außerparlamentarischen Bewegung. Sie geben vielen anpolitisierten Sozialisten eine politische Orientierung jenseits von kleinbürgerlichen und Ultra-Linken Sozialismus-Vorstellungen die die studentischen 68er dominierten. Sie gaben den 68ern, die aus der Arbeiterklasse kamen, wieder eine legale kommunistische Organisation in Westdeutschland. Alleine damit zeigten sie, dass eine andere Welt möglich ist: Im Gegensatz zu allen anderen Parteien organisierte die DKP hauptsächlich ArbeiterInnen und weit mehr Frauen als damals üblich. Die SDAJ wurde schnell zu einer Massenbewegung, ein Jahr nach ihrer Gründung zählte sie 10.000 Mitglieder, 1972 bezeichnete sie mancher „Verfassungsschützer“ als größte Jugendorganisation der BRD.</p>
<h1><span><b>Immer unter Feuer</b></span></h1>
<p><span>Sicherlich waren unter den Mitgliedern auch einige, die nur über niedrigschwelligen Kontakt dazu kamen, so ist z.B. der kurze Ausflug des damals 14-jährigen Dieter Bohlen in die SDAJ bekannt, der jedoch nach zwei Jahren über die Jusos den Ausstieg aus der Politik und den Einstieg ins Show-Business fand. Vor allem ultra-linke Studenten versuchten seit Gründung der SDAJ sie als Steinbruch für vermeintlich revolutionärere Zusammenhänge zu nutzen. Der damalige Trotzkist Peter Brandt, Sohn des damaligen Außenministers und späterem Bundeskanzler Willy Brandt und heute u.a. Autor für die ultra-rechte „junge Freiheit“ z.B. versuchte den SDAJ-Gründungskongress zu stören. Noch im Gründungsjahr bildete sich eine „Rote SDAJ-Opposition“ mit dem späteren Namen „Rebell“.</span></p>
<p><span>Viele von ihnen verschwanden in linken Sekten und später teilweise auf der Regierungsbank. Aber damals war für viele Ultra-Linke Studenten die Tätigkeit der SDAJ nur „Gartenzwergkommunismus“, wie es ein SDS-Aktivist im Magazin „Der Spiegel“ ausdrückte. Dies sowie der Antikommunismus von rechts trugen sicherlich auch dazu bei, dass die DKP sich nicht als gesellschaftlicher Wahlverein etablieren konnte, allerdings innerhalb der Arbeiterklasse durchaus: 1974 erlangte die DKP bei der Hamburger Bürgerschaftswahl ein paar Prozent, doch beispielsweise unter den männlichen Wählern zwischen 18 und 25 Jahren ganze 10%. In Hamburg stellte der Marxistische Studentenbund (MSB) Spartakus mit Beate Landefeld auch die AStA-Vorsitzende.</span></p>
<p>Kurz nach Gründung der SDAJ beschließt die Bundesregierung die Notstandsgesetze, 1971 folgt dann der „Radikalenerlass“: Berufsverbot für Kommunisten und Oppositionelle. Aus heutiger Sicht zu bedenken ist dabei: Die ersten 20 Jahre nach Gründung der SDAJ waren geprägt durch tiefgreifende gesellschaftliche Auseinandersetzungen, bei denen die sozialistischen Systeme v.a. in Osteuropa oft vormachten, dass es kein Profitsystem braucht, um zusammenzuleben. Sie propagierten eine Welt des Friedens und so wehrten sich in einer breiten Friedensbewegung unzählige Menschen gegen den NATO-Doppelbeschluss 1979. Die SDAJ hatte schon seit ihrer Gründung auch friedliebende Soldaten organisiert, es gab den Arbeitskreis demokratischer Soldaten (ADS) und die Plattform „Soldat 70“.</p>
<p><a href="/wp-content/uploads/2018/05/fdj.png"><img decoding="async" class="size-medium wp-image-8647 alignleft" src="/wp-content/uploads/2018/05/fdj-300x296.png" alt="" width="300" height="296" srcset="https://www.sdaj.org/wp-content/uploads/2018/05/fdj-300x296.png 300w, https://www.sdaj.org/wp-content/uploads/2018/05/fdj-100x100.png 100w, https://www.sdaj.org/wp-content/uploads/2018/05/fdj.png 739w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a>Zehn Jahre nach der SDAJ-Gründung im Jahr 1978 findet dann das erste „Festival der Jugend“ von SDAJ und MSB in Dortmund statt. Mit 180.000 BesucherInnen ist es die größte Massenveranstaltung, die die Ruhr-Metropole jemals gesehen hat. Neben bekannten Namen wie Udo Lindenberg spielen hunderte Musikgruppen. Regelmäßige Highlights werden auch die Delegationen zur befreundeten FDJ in der DDR und zur fortschrittlichen Jugend aus unzähligen Ländern bei den Weltfestspielen. Diesen Austausch innerhalb des Weltbundes der demokratischen Jugend pflegen wir auch heute noch, genauso wie wir den Austausch mit den kommunistischen Jugendorganisationen Europas intensiviert haben.</p>
<h1><b>50 Jahre SDAJ, 30 Jahre Neuaufbau?</b></h1>
<p>Mit ihnen wollen wir heute Erfahrungen austauschen, so wie wir uns auch mehr mit unserer eigenen Geschichte vertraut machen wollen. Denn die Auseinandersetzungen, die die SDAJ „damals“ geführt hat, sind hochaktuell: Friedensbewegung, gegen den Staatsumbau mit Vorschlägen der bayerischen CSU („Stoppt Strauß“), gegen Fahrpreis-Erhöhungen („Rote Punkt Aktion“) und kommunale Kürzungen. Mit den Erfahrungen aus unserem eigenen Verband lässt sich also viel für anstehende Kämpfe lernen. Denn lernen müssen wir viel: Heute ist die SDAJ kein Massenverband mehr, langsam aber stetig befindet sich die SDAJ im Neuaufbau.</p>
<p>Denn die Entwicklungen in den sozialistischen Staaten und v.a. in den Sowjetunion unter Michael Gorbatschow, in der in den Jahren 1989 bis 1991 die sozialistische Staatsverfasstheit preisgegeben wurde, überkam auch die SDAJ – im Doppelten Sinne: Zuerst in einer Welle an Euphorie über die neue Parole von „Offenheit“ um „Umgestaltung“, dann in einem desaströsen Verhalten des damaligen Bundesvorstandes, der auf dem Kongress 1989 keine Mehrheit für sein Vorhaben gewinnt, den Charakter der SDAJ als Arbeiterjugendorganisation zu verramschen. Doch der Verband wehrt sich nicht nur, er rettet sich: Personell, finanziell und organisatorisch geschwächt geht es an den Wiederaufbau. Ab Mitte der 1990er wird Fahrt aufgenommen, die POSITION erscheint als neues Verbandsmagazin, Gruppen nehmen Stück für Stück ihre Arbeit wieder auf. Vor knapp zehn Jahren geht die SDAJ dann bundesweit erste Schritte mit zentralen Kampagnenaktivitäten, gegen Zukunftskiller, gegen Bundeswehr an Schulen und noch mehr.</p>
<p>Mit dem neuen programmatischen Dokument, dem „Zukunftspapier“, nimmt die SDAJ im Jahr 2000 eine umfassende Bestimmung des Gegners der Arbeiterjugend, der zu erkämpfenden Rechte und der Strategie und Taktik vor. Vor allem der deutsche Imperialismus wird dabei als Hauptfeind jugendlicher Grundrechte ins Visier genommen. Mit der Neufassung des Zukunftspapiers 2011 können die wesentlichen Einschätzungen bestätigt werden. Dabei geht es nicht um Allgemeinplätze, sondern oft um inner-linke Streitthemen, z.B. zum imperialistischen und nicht-reformierbaren Charakter der EU.</p>
<h1><span><b>Die Lehrlingsbewegung in den 60’er/70’er-Jahren und die Septemberstreiks</b></span></h1>
<p><span>In den Protestjahren vor und nach 1968 waren nicht nur Studierende auf der Straße. Auch viele Lehrlinge, also Azubis, traten für ihre Rechte ein. Viele von ihnen finden den Weg in die neu-gegründete SDAJ. Proteste in den Ausbildungsstätten und auf der Straße und der Zusammenschluss in politischen Verbänden und in den DGB-Gewerkschaften verschaffen der Bewegung ein Druckpotential, welches 1969 den Bundestag dazu zwingt das Berufsbildungsgesetz (BBiG) zu verabschieden. Darin geregelt sind Errungenschaften, die wir bis heute in der Ausbildung kennen. Zum Beispiel der Ausbildungsrahmenplan und das Berichtsheft, mit denen vereinheitlicht werden soll was wir lernen und die Willkür der Chefs behoben werden soll. Doch damit war noch lange nicht alles gut. 1969 müssen Kanzler Brandt und IG-Metall-Chef Brenner ihre 1.-Mai-Reden unter dem lautstarken Protest von tausenden Lehrlingen vortragen. Ihre Forderungen nach ordentlicher Ausbildung und Mitbestimmung sind noch lange nicht erfüllt. Und nicht nur die Lehrlinge rebellierten, 1969 kommt es zu den Septemberstreiks. Denn die BRD hatte in den letzten Jahren eine Wirtschaftskrise erlebt und die Kosten zur Überwindung der Krise wurden auf die Arbeiterklasse abgewälzt und führte in vielen Betrieben zu höherem Arbeitsdruck und mehr Disziplinierung. Während 1967 die Industriebeschäftigung um 6,5% sinkt, steigt die industrielle Arbeitsproduktivität im gleichen Bereich um 8,1%. Nachdem die Tarifpolitik der DGB-Gewerkschaften viele Belegschaften nicht zufriedenstellte, brachen die Arbeiter des zweitgrößten Stahlbetriebs der BRD das Eis. Bei den Hoesch-Werken in Dortmund arbeiten 27.000 Beschäftigte, die Kommunisten sind hier gut verankert. Nachdem die Betriebsleitung eine Lohnerhöhung um 20 Pfennig ablehnt mobilisieren die Vertrauensleute die Arbeiter zum Streik und fordern jetzt 30 Pfennig. Am Tag drauf demonstrieren 10.000 Stahlarbeiter zur Hauptverwaltung und können schon mittags ihre Forderung durchsetzen. In der Woche darauf kommt es zu weiteren wilden Streiks in vielen Industriebetrieben, erst vorrangig im Ruhrgebiet, dann bundesweit. Oftmals wird in diesen Streiks – die direkt von den Belegschaften organisiert werden und von den Herrschenden als "illegal" gebrandmarkt werden – nicht nur die Arbeit niedergelegt und demonstriert, sondern der eigene Betrieb wie bei einer Besetzung dicht gemacht. Im Oktober 1969 sieht sich die Bundesregierung gezwungen eine Reform des Betriebsverfassungsgesetzes (BVerfG) von 1952 zuzusagen, welche 1972 in Kraft tritt. Weitere Erfolge können in den folgenden Jahren durchgesetzt werden. Vor allem 1974 wird wieder um betriebliche Mitbestimmung gekämpft. Den Kapitalisten passt die neue Berufsbildungsreform und die Mitbestimmungsrechte nicht, sie drohen mit dem Stopp der Lehrlingsausbildung. Nachdem der DGB in den Jahren massiven Druck ausgesetzt ist und oftmals nicht auf Seite der kämpfenden KollegInnen gestellt hat, geißelt nun der Chef des Gewerkschaftsbundes diese Drohungen als "Klassenkampf von oben". Seit 1974 gibt es die Übernahmegarantie, für Azubis, die als gewählte Mitglieder in der Interessenvertretung engagieren, Ende der 80er wird die heutige "Jugend- und Auszubildendenvertretung" (JAV) eingeführt. Zwar kann es im Betrieb keine Demokratie geben, wenn die Firma am Ende wenigen Privateigentümern gehört, doch konnten die von der Lehrlingsbewegung erkämpften Veränderungen mehr Mitbestimmungsmöglichkeiten schaffen. Auf dieser Grundlage kämpfen wir noch heute für unsere Rechte als arbeitende und lernende Jugend. Denn unsere Rechte fallen nicht vom Himmel, sondern wurden immer von uns selber erkämpft.</span></p>
<h1><span><b>Die Bildungsstreiks 2008-2012</b></span></h1>
<p><span>Während der bundesweiten Bildungsstreik-Bewegung sind zwischen 2008 und 2012 hunderttausende SchülerInnen und Studierende auf die Straße gegangen. Damit waren sie die größte Protestbewegung Jugendlicher seit 1990. Ihre Erfolge waren die Abschaffung der Kopfnoten in NRW sowie in allen Bundesländern die Abschaffung der Studiengebühren und in vielen Ländern die Abkehr vom achtjährigen Gymnasium G8.</span></p>
<p><span>Durch die Wirtschaftskrise hatten sich die Bedingungen an den Schulen verschlechtert. Dieser Angriff wurde in vielen Schulen diskutiert, in vielen Orten bildeten sich entsprechende Bündnisse. Maßgeblich dazu beigetragen haben auch die SDAJ-Gruppen, die oft schwerpunktmäßig an Schulen arbeiteten. Die Proteste entfaltete eine Massendynamik, auch bisher unpolitische Schülervertretungen entdeckten ihre Rechte: Es fanden vielerorts Schulvollversammlungen statt und Schülervertretungen mobilisierten zu Schulstreiks.</span></p>
<p><span>Mit Bildungsstreik-Bündnisses initiierte die SDAJ in vielen Städten Aktivitäten, organisierte die Demonstrationen mit, erstelle mit den Bündnispartnern Materialien und half bei Mobilisierungs-Touren. Die SDAJ konnte sowohl lokal aus auch auf bundesweiten Konferenzen mit Vorschlägen überzeugen, die dann auch in der Regel vor Ort aufgenommen wurde. Der Verband spielte in den meisten Städten eine wichtige, d.h. initiierende, vorwärtstreibende, aber auch organisatorisch tragende Rolle. SDAJlerInnen waren häufig aufgrund ihrer Rolle in den Bündnissen die öffentlichen Gesichter des Schulstreiks. Während die Herrschenden mit Schulverweisen, Zusperren der Schulen und aggressiven Auftreten der Polizei auf den Streiks antwortete, konnte die Bildungsstreik-Bewegung in ihrer Hochphase sogar 250.000 Jugendliche, vorwiegend SchülerInnen, für ihre Rechte auf die Straße mobilisieren. In den Folgejahren kommt es lokal bis heute immer wieder zu Schulstreiks, z.B. in Göttingen, Hannover oder Kassel.</span></p>
<h1><b>Bis heute treu geblieben</b></h1>
<p>Ob im Betriebs oder der Schule, ob in der Lehrlingsbewegung oder im Bildungsstreik, ob als Soldat oder als Punk: Seit 50 Jahren sammelt die SDAJ die revolutionären Jugendlichen in diesem Land und macht es sich zur Aufgabe Klassenbewusstsein zu verbreiten. Ob an der Seite einer 50.000-starken DKP und dem mitgliederstärksten Studierendenverband oder heute: Nie richten wir uns wie ein Fähnlein nach dem Wind, nehmen immer die Realität zum Kompass. Das gibt uns Sicherheit, auch für die nächsten 50 Jahre.</p>
<p>Denn was SDAJ und DKP, die trotz organisatorischer Unabhängigkeit in den folgenden Jahrzehnten ein politisches Kampfbündnis bilden, von anderen sozialistischen Organisationen in der BRD unterscheidet war und ist ihr klares marxistisches Profil.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3>Mark, München</h3></div>
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			</div>
				
				
				
				
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			</div>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.sdaj.org/2018/05/05/50-jahre-sdaj/">50 Jahre SDAJ</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.sdaj.org">SDAJ</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Unsere Solidarität für eure Forderungen</title>
		<link>https://www.sdaj.org/2018/01/08/unsere-solidaritaet-fuer-eure-forderungen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 08 Jan 2018 22:24:54 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktionen]]></category>
		<category><![CDATA[Betrieb und Gewerkschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Printmaterial]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeitszeitverkürzung]]></category>
		<category><![CDATA[IG Metall]]></category>
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		<category><![CDATA[Metall- und Elektroindustrie]]></category>
		<category><![CDATA[Solidarität]]></category>
		<category><![CDATA[Streik]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Unsere Solidaritätserklärung an die Kolleginnen und Kollegen aus der Metall- und Elektroindustrie: Liebe Kolleginnen und Kollegen, wir unterstützen eure Forderung nach sechs Prozent mehr Lohn, einem Anspruch auf Arbeitszeitverkürzung und die Jugendforderung nach mehr Zeit um für die Abschlussprüfung zu lernen. Die Metall- und Elektroindustrie steht mehr als gut da. Im Jahr 2016 machte die [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.sdaj.org/2018/01/08/unsere-solidaritaet-fuer-eure-forderungen/">Unsere Solidarität für eure Forderungen</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.sdaj.org">SDAJ</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Unsere Solidaritätserklärung an die Kolleginnen und Kollegen aus der Metall- und Elektroindustrie:</p>
<p>Liebe Kolleginnen und Kollegen,</p>
<p>wir unterstützen eure Forderung nach sechs Prozent mehr Lohn, einem Anspruch auf Arbeitszeitverkürzung und die Jugendforderung nach mehr Zeit um für die Abschlussprüfung zu lernen.</p>
<p>Die Metall- und Elektroindustrie steht mehr als gut da. Im Jahr 2016 machte die Branche insgesamt einen Umsatz von über einer Billionen Euro. Das heißt über 1000 Milliarden!<br />
Da klingen die sechs Prozent doch eigentlich noch recht bescheiden.</p>
<p>Doch in dieser Tarifrunde geht es um mehr als um eine bloße Lohnerhöhung.<br />
Das große Thema der aktuellen Auseinandersetzung ist Arbeitszeit, oder genauer gesagt Arbeitszeitverkürzung.<br />
Die IG Metall fordert einen individuellen Anspruch seine Arbeitszeit für bis zu zwei Jahre auf 28 Stunden zu reduzuieren. Danach soll es ein Rückkehrrecht zur Vollzeit geben. Beschäftigte die Kinder unter 14 Jahren haben oder Familienangehörige pflegen müssen, sollen einen Zuschuss von 200 Euro erhalten. Diejenigen die in Schichtarbeit oder anderen gesundheitlich belastenden Arbeitszeitmodellen arbeiten, sollen einen Zuschuss von 750 Euro im Jahr erhalten falls sie ihre Arbeitszeit reduzieren.<br />
Durch den technischen Fortschritt und die Produktivitätssteigerungen (Stichwort Industrie 4.0) wird insgesamt immer weniger menschliche Arbeit gebraucht um das gleiche zu produzieren. Immer mehr Arbeitsschritte werden automatisiert. Durch die Digitalisierung und den Ausbau der Robotertechnik verschwinden viele gut bezahlte Berufe, da zur Überwachung der Maschinen oft auch ungelernte Arbeiter ausreichen die dann auch noch weniger verdienen. Oder es führt dazu, dass Stellen gestrichen werden und wir und unsere Kolleginnen und Kollgen ihren Arbeitplatz verlieren. Die Unternehmen der Metall- und Elektroindustrie wollen so die Lohnkosten noch weiter senken um ihre Gewinne zu erhöhen. Diese Gewinne würde es aber ohne die tägliche arbeit von euch nicht geben.</p>
<p>Es kann nicht sein, dass Kolleginnen und Kollegen aufgrund der Profitinteressen der Unternehmer und Großaktionäre ihre Existenzgrundlage verlieren.<br />
Der technische Fortschritt muss euch, den Beschäftigten zugute kommen.</p>
<p>Die aktuelle Forderung die Arbeitszeit auf bis zu 28 Stunden reduzieren zu können ist ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Es muss allerdings darum gehen eine Forderung zu finden von der alle Kolleginnen und Kollegen profitieren, auch wenn sie keine Kinder oder pflegebedürftige Angehörige haben oder in Schicht arbeiten.<br />
Eine Forderung die alle Kolleginnen und Kollegen erreicht wäre noch durchsetzungsstärker.<br />
Wir brauchen eine kollektive Arbeitszeitverkürzung auf 30 Stunden pro Woche bei vollem Lohn- und Personalausgleich.<br />
Das würde Arbeitsplätze sichern und zwingt die Betriebe mehr auszubilden und dann auch zu übernehmen um genügend Fachkräfte zu haben.</p>
<p><em><strong>Diese Forderung kann nur gemeinsam mit allen Kolleginnen und Kollegen erkämpft werden!</strong></em></p>
<p><em><strong>Wir wünschen euch viel Erfolg und Kraft für euern Tarifkampf und sichern euch unsere vollste Unterstützung zu!</strong> </em></p>
<p><a href="/wp-content/uploads/2018/01/munde.pdf">Hier</a> zum Download und zur Verteilung beim der nächsten Soli-Aktion!</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Kahlschlag bei Siemens</title>
		<link>https://www.sdaj.org/2017/11/23/kahlschlag-bei-siemens/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 23 Nov 2017 15:59:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktionen]]></category>
		<category><![CDATA[Betrieb und Gewerkschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Printmaterial]]></category>
		<category><![CDATA[SDAJ in Aktion]]></category>
		<category><![CDATA[Siemens]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>6900 Stellen in Gefahr Diese Zahl nannte die Konzernleitung, als sie am 16. die Pläne offenlegte. 6900 Stellen, 3500 davon in Deutschland. Zwar sollen diese Streichungen nach Personalleiterin Janina Kugel „so sozialverträglich wie möglich“ ablaufen, jedoch bleibt abzuwarten wie das ganze umgesetzt werden soll. Manche Standorte sollen auch komplett gestrichen werden, wie Leipzig, Görlitz, Offenbach [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.sdaj.org/2017/11/23/kahlschlag-bei-siemens/">Kahlschlag bei Siemens</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.sdaj.org">SDAJ</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>6900 Stellen in Gefahr</strong></p>
<p>Diese Zahl nannte die Konzernleitung, als sie am 16. die Pläne offenlegte. 6900 Stellen, 3500 davon in Deutschland. Zwar sollen diese Streichungen nach Personalleiterin Janina Kugel „so sozialverträglich wie möglich“ ablaufen, jedoch bleibt abzuwarten wie das ganze umgesetzt werden soll. Manche Standorte sollen auch komplett gestrichen werden, wie Leipzig, Görlitz, Offenbach und das „Dynamo“ Werk in Spandau. Und auch sonst soll massiv abgebaut werden. Besonders davon betroffen sind die Bereiche der Energieversorgung (PG, PS) und der Antriebstechnik (PD). Wichtig hierbei ist auch, dass die Zahl 6900 sich auf Vollzeitstellen bezieht, sprich mehr Leute entlassen werden, wenn Teilzeitkräfte entlassen werden.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Geld ist da, halt nicht für die Belegschaft</strong></p>
<p>Doch warum wird überhaupt abgebaut? Der Grund hierfür liegt in der Prognose, dass die entsprechenden Bereiche 2018 weniger Gewinn erwirtschaften, als 2017 und man dementsprechend personell zurückstecken müsse. Die entsprechenden Bereiche hatten jedoch 2017 eine Marge von über 10%  und auch nach der neuen Prognose würden die Bereiche – selbst wenn man alle Mitarbeiter weiterbeschäftigt und alle Standorte aufrecht erhält – Gewinn machen. Hinzu kommt, dass Kaeser erst im Oktober auf der Jahreshauptversammlung einen Rekordgewinn für den Gesamtkonzern von 6,2 Mrd Euro verkündet hatte. Es werden also Leute entlassen um den Aktionären ein paar Euro mehr in die Kasse zu spielen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Wir sitzen alle im gleichen Boot</strong></p>
<p>Der erneute Stellenabbau bei Siemens kommt nicht überraschend. Er reiht sich in eine Reihe von Maßnahmen ein, die in den letzten Jahren ergriffen wurden, um das Unternehmen zu verschlanken. So wurden Bereiche, die man nicht mehr benötigt hat vor die Tür gesetzt, wie z.B. Healthcare (heute Healthineers), WindPower (heute Gamesa) oder jüngst Mobility (demnächst Siemens-Alstom). Und auch sonst sieht es bei Siemens alles andere als rosig für die Belegschaft aus. Die GS-IT kämpft seit Jahren gegen den Personalabbau, die Azubizahlen gehen seit Jahren zurück und tarifliche Instrumente wie Altersteilzeit werden in erster Linie dazu genutzt Stellen nicht mehr neu besetzen zu müssen. Es ist an der Zeit sich divisionsübergreifend zu wehren. Niemand weiß wo als nächstes gespart wird.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Solidarität endet nicht am Werkstor!</strong></p>
<p>Der Kampf um Arbeitsplätze bei Siemens endet nicht bei den Angestellten der Siemens AG. Überall auf der Welt sind Zulieferer und Dienstleister von Siemens abhängig. Stellenabbau bei Siemens bedeutet auch Stellenabbau bei diesen Firmen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Was kann man dagegen tun?</strong></p>
<p>Der erste Schritt ist immer: Sprich mit deinen Kolleginnen und Kollegen. Wenn du das getan hast, halte nach Aktionsmöglichkeiten Ausschau. Die lokalen Betriebsratsgremien der betroffenen Standorte laufen, unterstützt von der IG Metall, bereits Sturm gegen die geplanten Maßnahmen. In Berlin wurde eine Menschenkette um das von der Schließung bedrohte „Dynamo“ Werk gebildet und auch an anderen Orten fanden Aktionen gegen den Stellenabbau statt. Solche Aktionen sind eine gute Möglichkeit der Konzernleitung zu zeigen, was man vom Stellenabbau hält, zumal die Schlagkraft solcher Aktionen von der Anzahl der Beteiligten abhängt. Auch gibt es für solche Aktionen keinen Masterplan. Es ist sowohl möglich sie während der Arbeitszeit zu machen, wenn man in erster Linie das Management ansprechen will, als auch sie außerhalb der Arbeitszeit zu machen, wenn man einen Zeitpunkt wählt, zu dem die Öffentlichkeitswirksamkeit am höchsten ist.</p>
<p>Hier kannst du den Text als Flyer herunterladen, ihn ausdrucken und <a href="/wp-content/uploads/2017/11/kopiervorlage-Siemens-stellenabbau.pdf">Flyer Siemens Stellenabbau</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.sdaj.org/2017/11/23/kahlschlag-bei-siemens/">Kahlschlag bei Siemens</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.sdaj.org">SDAJ</a>.</p>
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		<title>Gemeinsam kämpfen! Raus zum 1. Mai!</title>
		<link>https://www.sdaj.org/2017/04/25/gemeinsam-kaempfen-raus-zum-1-mai/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 25 Apr 2017 08:43:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktionen]]></category>
		<category><![CDATA[Betrieb und Gewerkschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Printmaterial]]></category>
		<category><![CDATA[1. Mai]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeitszeitverkürzung]]></category>
		<category><![CDATA[Demonstration]]></category>
		<category><![CDATA[Flüchtlinge]]></category>
		<category><![CDATA[Industrie 4.0]]></category>
		<category><![CDATA[Refugees Welcome]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>30 Stunden sind genug! Der 1. Mai ist seit über 100 Jahren ein Tag an dem wir für unsere Rechte auf die Straße gehen. Wir, die Schülerinnen und Schüler, Studierende, Auszubildende und junge Beschäftigte können unsere Interessen nur gemeinsam gegen die der großen Banken und Konzerne durchsetzten. Angefangen hat das Ganze am 1. Mai 1886 [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h3><span style="font-size: medium">30 Stunden sind genug!</span></h3>
<p><span style="font-size: medium">Der 1. Mai ist seit über 100 Jahren ein Tag an dem wir für unsere Rechte auf die Straße gehen. Wir, die Schülerinnen und Schüler, Studierende, Auszubildende und junge Beschäftigte können unsere Interessen nur gemeinsam gegen die der großen Banken und Konzerne durchsetzten. Angefangen hat das Ganze am 1. Mai 1886 in den USA, mit dem Kampf um den 8-Stunden-Tag.</span></p>
<p><span style="font-size: medium">Aber auch heute spielt das Thema Arbeitszeit bzw. Arbeitszeitverkürzung (AZV) noch eine große Rolle. Die Produktivität in Deutschland nimmt stetig zu. Immer mehr Arbeitsschritte die früher von Menschen gemacht wurden, werden jetzt von Maschinen übernommen. Anstatt die Arbeit für uns zu erleichtern und die benötigte Arbeitszeit zu reduzieren, ersetzen sie häufig menschliche Arbeitskraft und Arbeitsplätze werden abgebaut.</span></p>
<h3><span style="font-size: medium">Stichwort Industrie 4.0.</span></h3>
<p><span style="font-size: medium">Mit dem Begriff Industrie 4.0 ist im Grunde die Digitalisierung und Automatisierung der Arbeit gemeint. Das heißt die Produktion wird immer mehr mit einander vernetzt. Viele Dinge die bisher manuell gemacht wurden, können jetzt automatisch durch PCs und Internet gesteuert werden. Dafür braucht man zwar immer qualifiziertere Arbeiter, aber viele der „einfachen“ Tätigkeiten müssen nicht mehr per Hand gemacht werden. Die logische Konsequenz wäre die Arbeitszeit zu verkürzen. Das wiederspricht aber dem Profitinteresse der und Konzerne.</span></p>
<p><span style="font-size: medium">Durch die Kriege die in aller Welt geführt werden und an denen sich auch Deutschland fleisig beteiligt, sind immer mehr Menschen dazu gezwungen zu fliehen. Viele kommen dabei auch nach Deutschland. Um die Menschen die hier her kommen richtig in die Gesellschaft zu integrieren ist Arbeit besonders wichtig. Auch um der Konkurrenz zwischen Geflüchteten und den schon hier lebenden Menschen entgegenzuwirken brauchen wir eine Arbeitszeitverkürzung. </span></p>
<p><span style="font-size: medium">In ihrer letzten Tarifrunde haben uns die Kolleginnen und Kollegen bei der Deutschen Bahn gezeigt, dass es auch heute noch möglich ist eine Arbeitszeitverkürzung durchzusetzten. Ab 2018 können sie entscheiden, ob sie eine Lohnerhöhung, 6 Tage mehr Urlaub oder eine Stunde weniger Arbeit pro Woche wollen.</span></p>
<p><span style="font-size: medium">Eins ist sicher. Von alleine werden die Unternehmer die Arbeitszeit nicht reduzieren. Wir müssen selbst für unsere Interessen aktiv werden und gemeinsam dafür Kämpfen.</span></p>
<p><span style="font-size: medium"><strong>Wir fordern:</strong></span></p>
<ul>
<li><span style="font-size: medium">eine 30-Stunden-Woche bei vollem Lohn- und Personalausgleich</span></li>
<li><span style="font-size: medium">Refugees welcome – Unsere Willkommenskultur heißt gemeinsam Kämpfen</span></li>
</ul>
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		<title>Jeder nach seinen Fähigkeiten, jedem nach seinen Bedürfnissen!</title>
		<link>https://www.sdaj.org/2017/04/12/jeder-nach-seinen-faehigkeiten-jedem-nach-seinen-bedu%cc%88rfnissen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 12 Apr 2017 05:00:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bildung und Schule]]></category>
		<category><![CDATA[Printmaterial]]></category>
		<category><![CDATA[Bildung]]></category>
		<category><![CDATA[Juri Gagarin]]></category>
		<category><![CDATA[SchülerInnenpolitik]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>„Vom Tellerwäscher zum Millionär? Jeder kann es schaffen, wenn er sich nur genug anstrengt!“ Das ist wahrscheinlich eine der beliebtesten Lügen des Kapitalismus. Der erste Mensch im Weltraum – Juri Gagarin – hat aber wohl genau das geschafft: vom Gießer zum Kosmonauten! Der kleine Haken bei der Sache? Gagarin hat in einer Gesellschaft gelebt in [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.sdaj.org/2017/04/12/jeder-nach-seinen-faehigkeiten-jedem-nach-seinen-bedu%cc%88rfnissen/">Jeder nach seinen Fähigkeiten, jedem nach seinen Bedürfnissen!</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.sdaj.org">SDAJ</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span>„Vom Tellerwäscher zum Millionär? Jeder kann es schaffen, wenn er sich nur genug anstrengt!“ Das ist wahrscheinlich eine der beliebtesten Lügen des Kapitalismus. Der erste Mensch im Weltraum – Juri Gagarin – hat aber wohl genau das geschafft: vom Gießer zum Kosmonauten! Der kleine Haken bei der Sache? Gagarin hat in einer Gesellschaft gelebt in der seine Bildung nicht vom Geldbeutel seiner Eltern abhängig war. Anlässlich des Tag der Kosmonauten zitieren wir ihn: "Als ich die Erde in der Raumkapsel umkreiste, habe ich gesehen, wie schön unser Planet ist. Lasst uns diese Schönheit erhalten und vergrößern, nicht zerstören!" – Grundbedingung dafür ist, ein Bildungssystem, dass uns nicht selektiert, in dem die Unterrichtsinhalte nicht von den Interessen der Wirtschaft abhängig sind und dem wir wirklich lernen und uns entwickeln können. Mehr zu dem Bildungssystem, dass wir uns vorstellen und das aus jedem von uns einen Gagarin werden lassen könnte lest ihr in diesem Ausschnitt aus unserer Broschüre "Bildung im Kapitalismus" oder <a href="https://issuu.com/sozialismus/docs/broschu__re_lehrinhalte" class="broken_link">hier </a></span></p>
<h3>Die Welt erkennen</h3>
<p>Wie können wir Bildung verwirklichen, die nicht bestimmt ist von wirtschaftlichen Interessen, also Bildung, die<br />
uns wirklich lernen lässt? Wir müssen uns einsetzen für eine Schule, in der echte Allgemeinbildung vermittelt wird. Denn auch, wenn wir uns Allgemeinbildung vor allem zu Hause, in der Familie oder bei Freunden aneignen, ist die Schule der zentrale und integrierende Ort dieses Wissens. Hier werden fast alle Lern- und Tätigkeitsbereiche in den<br />
einzelnen Fächern behandelt. Nur wollen wir nicht, dass dabei eine kleine Schicht an Fachidioten heranwächst, während der Großteil von uns aus den vorhin genannten Gründen abgehängt wird. Ziel von Bildung muss sein, dass wir in die Lage versetzt werden, selbstständig zu denken und zu handeln. Wir wollen nicht nur Fakten lernen,<br />
sondern die Fähigkeit erlangen, dieses Schulwissen zu durchdenken, zu beurteilen und zu übertragen.</p>
<p>Das heißt, wir wollen unser Wissen selbst anwenden. Dabei geht es nicht nur um die einzelnen Disziplinen oder Schulfächer. Sondern auch um die Welt und unser Leben im Ganzen. Klar ist, dass wir nicht erwarten können, jemals eine Schule zu besuchen, in der uns das ganze menschliche Wissen gelehrt wird. Worum geht es dann? Wir<br />
wollen die sozialen, politischen und ökologischen Probleme, die unser Leben bestimmen, lösen. Das passiert aber nicht über spontane Einfälle, sondern nur über das Anwenden fundierter wissenschaftlicher Herangehensweisen und Erkenntnisse. Also brauchen wir eine Schule, ein Bildungssystem, in dem wir verstehen lernen, wie die Welt funktioniert. Denn verändern kann die Welt nur, wer sie auch erkennt.</p>
<h3>Es geht um unsere Bildung</h3>
<p>Wenn es keine neutrale Bildung geben kann, ist sie also parteiisch. So wie im Hier und Jetzt unser Bildungs- und Schulsystem von den Interessen der Banken und Konzerne dominiert wird, so kann und muss<br />
unsere Bildung also von uns bestimmt sein. Das Bildungssystem, welches wir anstreben, steht im Interesse aller Menschen, die nicht auf Profit durch die Arbeit anderer aus sind. Arbeitende Menschen und lernende Jugendliche haben ein objektives Bedürfnis nach allgemeiner Bildung.</p>
<h3>Für eine polytechnische, allumfassende und ganztägige Gesamtschule!</h3>
<p>Wie sieht nun unser Gegenentwurf aus? In so einer Broschüre können wir nicht versuchen, eigene Lehrpläne zu entwickeln. Aber wir wollen aufzeigen, woran wir anknüpfen und wo wir hinwollen. Wir müssen wegkommen von der künstlichen und absoluten Trennung der Schulfächer voneinander und die Eigenschaften der Bereiche miteinander verknüpfen. Das bildet die Grundlage einer Allgemeinbildung, die uns in die Lage versetzt, eigenständiges Denken zu entwickeln. Der Schwerpunkt der Bereiche gestaltet sich wie folgt:</p>
<ol>
<li>Der mathematisch-naturwissenschaftlich-polytechnische Inhaltsbereich trägt wesentlich zur Herausbildung eines wissenschaftlichen Weltbildes bei und hat entscheidenden Einfluss auf die Gestaltung der Verhältnisse des Menschen zu seiner natürlichen Umwelt. Der Bereich fördert logisches Denken, Denken in Systemzusammenhängen usw.</li>
<li>Gesellschaftswissenschaftliche, geografische und historische Bildung vermittelt unersetzbare Kenntnisse über Ereignisse und Entwicklungen im Zusammenleben der Völker sowie in den sozialen Beziehungen der Menschen zueinander. Er ist u. a. für die Herausbildung politischer Standpunkte, Normen und  Wertvorstellungen entscheidend.</li>
<li>Die Bedeutung der muttersprachlichen und fremdsprachlichen Bildung steigt mit dem Anwachsen der internationalen Kommunikation und Kooperation. Muttersprachliche Bildung sollte ein Anliegen aller Unterrichtsfächer sein, fremdsprachliche Bildung möglichst frühzeitig beginnen.</li>
<li>Literaturkundliche, musische und künstlerische Bildung sollte in ihrer Bedeutung nicht unterschätzt werden, denn sie leistet ihren unverzichtbaren Beitrag zur Entwicklung eines reichen geistig-kulturellen Lebens in der Gesellschaft und zur Herausbildung der geistigen Haltung des Menschen.</li>
<li>Sportliche Betätigung sowie Erziehung und Befähigung zur Gesunderhaltung haben für den Menschen eine wesentliche physisch und psychisch stabilisierende Funktion. Sie tragen zur Herausbildung einer gesunden Lebensweise und einer sinnvollen Freizeitgestaltung bei.</li>
</ol>
<p>Wir wollen in eine Schule gehen, in der alle genannten Schwerpunkte in einen Zusammenhang gestellt werden. Geistiges Denken, praktische Arbeit und gesellschaftliches Handeln muss verknüpft verstanden werden. Dabei darf keiner auf der Strecke bleiben. Nur wenn der gesamte Unterricht verändert wird, können auch alle SchülerInnen<br />
ihre vollen Fähigkeiten entfalten. Dazu gehört gezielte individuelle Förderung beim gemeinsamen Lernen. Dazu gehört aber auch, dass der jeweilige soziale Hintergrund nicht einschränken darf. Es soll keine Rolle spielen, ob Geld für die Nachhilfe da ist oder nicht oder für ein warmes Mittagessen. Gemeinsames und umfassendes Lernen<br />
geht mit sozialer Gerechtigkeit einher. Konkret meint das: Wir wollen keine Selektion im Alter von 9-10 Jahren, sondern eine Schule für alle. Das bedingt auch eine ganztägige pädagogische Betreuung und Unterstützung von SchülerInnen. Die sieht natürlich nicht so aus, wie in der heutigen Schule. Statt Frontalunterricht bis 17:00 Uhr und Hausaufgaben danach müssen dazu auch sportliche, künstlerische und musische Teile gehören!</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.sdaj.org/2017/04/12/jeder-nach-seinen-faehigkeiten-jedem-nach-seinen-bedu%cc%88rfnissen/">Jeder nach seinen Fähigkeiten, jedem nach seinen Bedürfnissen!</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.sdaj.org">SDAJ</a>.</p>
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