Theorie

„Wir akzeptieren nicht das Ende der Geschichte“

Interview mit Carolus Wimmer, internationaler Sekratär der KP Venezuelas, zu taktischen Bündnissen und internationalem Widerstand POSITION: Die Verfechter einer multipolaren Welt sagen, es sei erstrebenswert mehrere, einander gegenüberstehende Machtblöcke auf der Welt zu haben, zwischen denen die Macht verteilt ist. Die Vorstellung ist, dass dies ein Kräftegleichgewicht mit sich bringt und die Welt friedlicher wird. Wie stehst du zu dieser… Read more →

K wie Konterrevolution

Theorie-Reihe „ABC des Kommunismus“ Für den Umbruch in Sowjetunion und DDR der Jahre 1989 bis 1991 gibt es in Medien und Politik verschiedenste Begriffe – Wende, Mauerfall oder gar friedliche Revolution. Konterrevolution gehört allerdings nicht dazu. Bestenfalls bestimmen bürgerliche Ideologen die Ereignisse auf der Erscheinungsebene, schlimmstenfalls wird das Geschehene einfach in sein Gegenteil verkehrt. Warum von einer Konterrevolution sprechen? Von… Read more →

P wie Parteilichkeit

„Fake-News“ – so lautet das neueste Reizwort in der deutschen Medienlandschaft. Die meisten Fake-News sind mit ein bisschen Recherche leicht als solche zu enttarnen. Diejenigen, die solche Nachrichten konsumieren und weiterverbreiten, scheinen gegen Fakten aber weitgehend resistent zu sein. Vor diesem Hintergrund werden Forderungen nach einer „Versachlichung“ der politischen Debatte und objektiver Berichterstattung lauter. Die bürgerlichen Leitmedien (also die großen… Read more →

Bedingungslose Gleichheit?

Die Forderung nach einem bedingungslosen Grundeinkommen vergisst die realen Machtverhältnisse Mindestens 1.000€ im Monat auf die Hand – das ist in Zeiten von Niedriglöhnen und Arbeitslosigkeit eine Traum. Große Teile der Partei Die Linke, von Attac aber auch der Grünen sprechen sich deswegen für ein bedingungsloses Grundeinkommen (BGE) aus. An ihrer Seite steht Götz Werner, der bekannte Milliardär von der… Read more →

Bourgeoi…what?

Über einen der wichtigsten Begriffe unserer Zeit „Bourgeoisie“ kommt aus dem Französischen und bedeutet Bürgertum. Im Mittelalter war dies ein Titel, den man mit Geld erwarb. Eingetragene Bürger hatten mehr Rechte als normale Stadtbewohner. Allerdings mussten sie besitzen und waren somit wohlhabender. In der Entwicklung der Gesellschaft und der Produktivität wurde die Klasse der Bourgeoisie einflussreicher. Sie war treibende Kraft… Read more →

Marxistischer Spickzettel: Novemberrevolution

Nach dem Ersten Weltkrieg wird im Geschichtsunterricht oft die Novemberrevolution 1918 behandelt. Sie beendete Deutschlands Kriegsbeteiligung, da Soldaten massenhaft ihren Dienst verweigerten und es im ganzen Land zu Streiks kam. Thema sind oft die zwei Ausrufungen eines neuen Staates am 9. November. Durch den rechten Sozialdemokraten Philipp Scheidemann wird die „demokratische Republik“ ausgerufen, während gleichzeitig die„sozialistische Republik“ durch Karl Liebknecht… Read more →

Stamokap – staatsmonopolistischer Kapitalismus

„Der Staat soll sich aus der Wirtschaft raushalten“ sagen viele. Real funktioniert Kapitalismus schon lange nicht mehr ohne Staatshilfe. Produktion findet in gesellschaftlichen Dimensionen, durch Zusammenwirken vieler Menschen statt; sie ist zunehmend vergesellschaftet. Massenhafte Erwerbstätigkeit erfordert Schul- und Berufsbildung, Gesundheitsversorgung, Alten- und Kinderbetreuung. Soziale Staatsfunktionen sichern das nötige Mindestmaß an Stabilität, dämpfen den Klassenkampf. Erzählungen von „sozialer Marktwirtschaft“ und „Sozialpartnerschaft“… Read more →

Akkumulation, Konzentration, Expansion

War früher alles besser? Ältere sagen, früher hätte man mit dem Chef noch reden können, aber heute hätte der Aktionäre und immer härtere Renditezwänge im Nacken. Der „Raubtierkapitalismus“ müsse gezähmt werden. Hat es je einen zahmen Kapitalismus gegeben? Kapital bedeutet, jemand setzt Geld ein, um mehr Geld zu bekommen, kauft Anlagen, Rohstoffe und Arbeitskraft. In der Produktion entstehen daraus Waren,… Read more →