Programm

Kulturprogramm

kick together! Fußballspielen für Freundschaft und Solidarität, gegen Rassismus!

Am Samstag, dem 26.05., findet auf dem Festival der Jugend ein antirassistisches Fußballturnier statt. Wir wollen an diesem Wochenende gemeinsam Fußballspielen, als Zeichen gegen Rassismus und für Fairplay, Völkerfreundschaft, Solidarität und Frieden!
Wir werden max. 10 Teams á 5 Feldspielern (inklusive Torwart) haben. Anmeldungen auf dem Festival am SDAJ-Infostand! Wir hoffen auf viele bunte Teams!
Zuhause bleiben dürfen alle, die während des Spielens auf rassistische oder chauvinistische Zurufe nicht verzichten können. Wir wollen nicht, dass Fußball die Plattform für Hetze wird. Sport sollte eine Begegnungsstätte des Friedens und Fairplays sein!
Aber nichtsdestoweniger heißt es auch bei uns: Das Runde muss in das Eckige!

Schernikau-Lesung: Ellen Schernikau liest aus den Werken ihres früh verstorbenen Sohnes, Ronald M. Schernikau.

Geboren in der DDR, aufgewachsen in der BRD, ist Schernikau der junge Homosexuelle, der nicht an der piefigen Kleinstadt scheitert, sondern sie an ihm. Konsequent in seinen Analysen, urteilt er stets mit einer zärtlichen Schärfe. Mit Passagen, die zum lauten und mehrfachen lesen verführen, schuf Schernikau Literatur in einem wiederzuentdeckenden Sinne: Literatur als Spiegel der Verhältnisse.

Poetry-Slam

Auf unserem Poetry-Slam kann jeder Dichter oder jede Dichterin ihre selbstgeschriebenen Texte vortragen. Diese Texte können alles sein, von Kurzgeschichten bis Gedichte. Es werden lokale, aber auch überregionale Slammer und Slammerinnen gegeneinander antreten.

Theaterworkshop: „Die Mutter“ von Berthold Brecht

Neben den bekannten Diskussionsrunden, Musik und Sport wird es dieses Mal einen ganz neuen Versuch geben: Einen Theaterworkshop! Und was für einen!
„Die Mutter“ von Bertolt Brecht, also ein echter Klassiker über revolutionäre Techniken und Menschen soll nämlich dort aufgeführt werden. Denn die Hauptfigur ist anfänglich nur eine gewöhnliche, alte Frau ohne Klassenbewusstsein vor der russischen Revolution. Erst durch die Aktivitäten ihres Sohnes als Revolutionär und der Repressalien, die er und sie deshalb durch den Staat erfahren, wechselt sie den Standpunkt und wird selbst zur Kommunistin, die keine Mühen scheut und sich selbst und andere Arbeiter bildet und aller Orten agitiert. Allerdings die Figur der „Mutter“ durch die eines Mädchens ersetzt werden, das durch ihren älteren Bruder zur Politik kommt – so wird die ganze Handlung des Stücks sich mehr an die Lebensrealität der Akteure und Zuschauer im Jahr 2012 anpassen. Vielleicht sollten wir’s dann lieber „Die Schwester“ nennen… 😉
Du findest die Idee cool und möchtest dich beteiligen? Hier findest du mehr Infos!

Gingold-Dokumentarfilm „Zeit für Zeugen“

Der Film erinnert an das Lebenswerk von Ettie und Peter Gingold, die beide als junge Erwachsene während der Okkupation des faschistischen Deutschland in der französischen Widerstandsbewegung Résistance kämpften. Sie leisteten entschiedenen Widerstand unter Einsatz ihres Lebens, waren 1944 an der Befreiung von Paris beteiligt und blieben ihr Leben lang als Kommunisten und Antifaschisten in der BRD aktiv im Einsatz für eine freie und demokratische Gesellschaft. Insbesondere engagierten sie sich gegen jede Tendenz von neuem Faschismus, Antisemitismus und Rassismus. Als Zeitzeugen traten sie vor Schulklassen, Jugendgruppen und auf Demonstrationen und Kundgebungen auf.
Der Film beinhaltet Interviews mit den Gingolds, historische Aufnahmen sowie Interviews mit 24 Weggefährten.

Politisches Programm

Zentrale Runden

1. Alles muss man selber machen – Was NSU-Terror, Extremismusklausel und die Diskussion ums NPD-Verbot für unsere antifaschistische Arbeit bedeuten
Der NSU/VS Skandal hat gezeigt, dass man sich mit Nichten auf staatliche Strukturen bei antifaschistischer Arbeit verlassen kann. AntifaschistInnen werden bei jeder Aktion, Demo oder Veranstaltung Steine in den Weg gelegt, sie müssen sich mit dem Vorwurf, sie seien „Extremisten“ auseinandersetzen und sind in ihrer politischen Arbeit immer von Repressionen bedroht. Gelder für antifaschistische Arbeit werden mit der „Extremismusklausel“ gekürzt, während der Verfassungsschutz den Aufbau rechter Strukturen mitfinanziert.
Die Schwerpunkte der Podiumsdiskussion sind die Analyse von Naziaktivitäten und ihre Propaganda und wie wir als AntifaschistInnen darauf reagieren können. Dabei soll es sowohl um allgemeine Fragen, wie die Diskussion um das NPD Verbot und die Extremismusdebatte als auch um unsere konkrete Strategie gehen. Wir diskutieren unter anderem mit Anna Conrads (MdL, Die LINKE).

2. Übernahme statt Leiharbeit! – Wie wirkt Leiharbeit und wie lässt sie sich zurück drängen?
Leiharbeit boomt nach wie vor – die Zahl der LeiharbeiterInnen liegt mittlerweile bei um die 900.000 – mit verheerenden Folgen. Welche Auswirkungen hat Leiharbeit – nicht nur für die Betroffenen, sondern für die gesamte Arbeiterklasse? Was sind die richtigen Forderungen im Kampf gegen Leiharbeit? Gleicher Lohn für gleiche Arbeit oder Leiharbeit verbieten? Ist die unbefristete Übernahme ein geeignetes Mittel, um Leiharbeit einzudämmen? Welche Möglichkeiten gibt es, Leiharbeit im Betrieb zurückzudrängen? Und vor allem: Wie können wir gemeinsam politisch gegen Leiharbeit kämpfen?
Diese und andere Fragen wollen wir mit jungen GewerkschafterInnen und betrieblichen Jugendvertretern diskutieren.

3. Strategien gegen die Krise – Wie kämpft die Jugend in Griechenland, Portugal und anderen europäischen Ländern?
Die Krise in Griechenland ist in aller Munde, aber auch in anderen Ländern werden rigorose Sparpakete gegen den Willen der Bevölkerung durchgedrückt. Und auch in diesen Ländern regt sich Widerstand, viele Dinge verbinden sie über Ländergrenzen hinweg manche unterscheiden sich.
Mit Vertretern der kommunistischen Jugenden von Griechenland, Belgien und Spanien wollen wir über die Kämpfe in ihren Ländern diskutieren & ihre Situation genauer beleuchten. Vor allem wollen wir erfahren was für Einschätzungen hinter den unterschiedlichen Strategien & Taktiken gegen die „Rettungsmaßnahmen“ der Bourgeoisie stecken.

4. Nazifreie Zonen schaffen! Multimediale Abschlussveranstaltung mit einem Mix aus Politik-, Kultur- und Spaßprogramm
Die Abschlussveranstaltung der Kampagne „Nazifreie Zonen schaffen!“ blickt auf Aktionen und Erfolge der letzten Monate zurück: Was ist gelaufen, was haben wir erreicht? Das Programm garantiert einen guten Mix aus Politik, Kultur und Spaß. Das Antifa-Quiz testet Demo-Skills, aktuelles historisches und theoretisches Know-How – alles, was gute AntifaschistInnen können müssen! Last but not least werden natürlich die SiegerInnen des Fußballturniers und des Fünf-Kampfes gefeiert.

Parallele Runden

5. Die DKP stellt sich vor – Wozu brauchen wir eine kommunistische Partei und warum sollten sich junge KommunistInnen in der DKP organisieren?
Was sind die Besonderheiten einer Kommunistischen Partei? Im welchen Verhältnis steht sie zu einem revolutionären Jugendverband? Und: Was können Jugendliche, die für ihre Interessen kämpfen, heute von der DKP erwarten? Diese und andere Fragen wollen wir zusammen mit einem prominenten Podium diskutieren – mit der Vorsitzenden der DKP, Bettina Jürgensen und der Verantwortlichen für den Bereich Jugendpolitik im Parteivorstand der DKP, Wera Richter.

6. Was ich schon immer über die SDAJ wissen wollte – Fragerunde mit einem ehemaligen und dem aktuellen Vorsitzenden der SDAJ
Wer ist eigentlich diese SDAJ und was macht sie sonst so außer diesem Festival? Mit dem Bundesvorsitzenden der SDAJ, Björn Schmidt, wollen wir die Arbeitsfelder der SDAJ beleuchten und herausfinden warum wir den Kapitalismus letztendlich überwinden müssen um unsere Rechte auf Bildung, Arbeit und Ausbildung umzusetzen. Wir klären welche Rolle der Marxismus-Leninismus für uns spielt und wie sich unsere Theorie in Kämpfen wie dem Bildungsstreik widerspiegelt? Mit dem ehemaligen Bundesvorsitzenden Patrik Köbele diskutieren wir um die Praxis und die Rolle der SDAJ in Tageskämpfen und politischen Bewegungen von der Gründung der SDAJ im Jahr 1968 über den Spaltungskongress von 1989 bis heute. Wir diskutieren über unser Organisationsverständnis und die Notwendigkeit sich zu organisieren. Neben spannenden Beiträgen von Björn Schmidt und Patrik Köbele geht es hier aber vor allem um euch! Eure Fragen, Kritik, und Diskussionsbeiträge sind erwünscht.

7. Und jährlich grüßt der Bildungsstreik – Was bringt die SchülerInnenbewegung weiter?
Seit einiger Zeit finden in Deutschland mindestens einmal pro Jahr bundesweite Bildungsstreiks statt. Im Kampf für ein besseres Bildungssystem tragen so viele Jugendliche ihre Wut auf die Straße wie nirgends sonst. Trotz einiger erkämpfter Verbesserungen hat sich durch die Bildungsproteste nichts wesentliches am deutschen Bildungssystem verändert. Unsere Bildung ist noch immer abhängig vom Geldbeutel der Eltern, unsere Einteilung auf verschiedene Schulformen entscheidet über unsere Zukunftschancen und der Leistungsdruck raubt uns Verstand und Freizeit. Während sich der Zustand unserer Schulen, Unis und Betriebe also weiter verschlechtert, erhalten die Bildungsstreiks immer weniger Zulauf. Auf einer bundesweiten Konferenz im Mai wurde daher u.a. beschlossen die Bildungsproteste stärker in der Basis zu verankern und mit konkreteren Kämpfen zu verbinden. Für kommenden Herbst ist dafür eine Aktionswoche für kostenfreie Bildung geplant. Wir wollen mit Aktiven aus Bildungsstreikbündnissen und Interessenvertretungen über die Aktionswoche, Perspektiven und Strategien der Bildungsstreikbewegung diskutieren.

8. Solidarität mit dem sozialistischen Cuba! – Welche Rolle spielt Cuba für die politische Arbeit in Deutschland?
Auf Cuba wurde in den letzten 2 Jahren das gesamte Wirtschadtssystem und die politischen Strukturen dem Volk zur Diskussion gestellt. Die SDAJ möchte im Jahr 2013 eine große Solidaritätsbrigade nach Cuba senden. Höchste Zeit diesem besonderen Staat verstärkte Aufmerksamkeit zu schenken. Zusammen mit aktiven aus der internationalen Solidaritätsarbeit wollen wir über die Situation der sozialistischen Karibikinsel sprechen. Wir wollen Informationen und Meinungen austauschen über die Lebensrealitäten von Jugendlichen auf Kuba und die aktuellen Veränderungen im politischen System und der Wirtschaft. Gemeinsam wollen wir diskutieren, wie wir dieser tapferen Insel Unterstützung bieten können und was wir noch von den Menschen dort lernen können. Besonders die Rolle von Gewerkschaften und anderen Interessensvertretungen ebenso wie die humanitäre Unterstützng durch, zum Beispiel, Cubanische Ärzte. Wir freuen uns auf eure Fragen, Meinungen und Anregungen…

9. Widerstand gegen den deutschen Faschismus – Zeitzeuge Lorenz Knorr berichtet aus seinen Erfahrungen
Lorenz Knorr hat ein außergewöhnlich aktives, bewusstes und kämpferisches Leben geführt und ist als Zeitzeuge für uns ein großer Gewinn. Gespannt sind wir auf Geschichten aus seinem Leben und Erfahrungen, die uns den antifaschistischen Widerstand näher bringen und uns für unseren heutigen Kampf lernen lassen. Lorenz Knorr wurde 1921 im deutschen teil Tschechiens als Sohn von Gewerkschaftsfuntionären geboren. Nach dem Münchener Diktat 1938 wurde der deutsche Teil Tschechiens an das Deutsche Reich angeschlossen. Lorenz Knorr beteiligte sich an der Verteilung von antifaschistischen Publikationen, trat der Wehrmacht bei und beteiligte sich an Sabotageakten an Rüstungstransporten, sowie der Sprengung von Munitionslagern und organisierte so auch den antifaschistischen Widerstand aus der Wehrmacht heraus. 1942 und 1944 stand er daher wegen “Wehrkraftzersetzung“ vor Gericht und wurde veruteilt.
Auch nach dem Faschismus blieb er dem Antifaschismus und der Friedensbewegung treu. Lorenz Knorr war u.a. Bundessekretär der Falken, Mitbegründer der Deutschen Friedens Union und Bundessprecher der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der AntifaschistInnen.

10. Stoppt ACTA! – Welche Interessen stehen hinter ACTA und warum müssen wir uns gemeinsam dagegen wehren?
Wir alle haben die Proteste der letzten Monate gegen das ACTA-Abkommen mitbekommen, ein Abkommen, das geheim in Hinterzimmern, ohne jegliche Beteiligung der Bevölkerung beschlossen wurde und das unseren Zugang zu Musik und anderer Unterhaltungskultur maßgeblich einschränken soll.
Aber da hört der Spaß nicht auf – und genau darüber wollen wir in unserer Runde zusammen mit euch reden. Welche anderen Konsequenzen hat ACTA für uns in Deutschland und speziell in Köln, einer Stadt, in der große Profiteure dieser Gesetzesvorlage direkt vor unserer Haustür sitzen (z.B. BAYER und Microsoft). Welche Interessen stecken hinter ACTA und welche Rolle spielen die großen Konzerne dabei?
Ziel dieser Runde ist zu herauszuarbeiten wieso ACTA unseren Interessen entgegensteht und eine gemeinsame Orientierung für die kommenden Proteste zu diskutieren.

11. Woher kommt die „Schuldenkrise“? – Workshop mit einem marxistischen Ökonom

12. Auf dem Weg zu einer Energiepolitik nach unseren Interessen? – Bestandsaufnahme und Perspektive der Umweltbewegung

13. Weniger Lohn, weniger Sicherheit, weniger Chancen – Die Erwerbssituation junger Frauen
„In unserer Gesellschaft gibt es nichts, was eine Frau nicht werden kann.“ Spätestens seit der Wahl Angela Merkels zur Bundeskanzlerin ist diese Meinung vorherrschend. Doch wie steht es wirklich um die Gleichberechtigung der Frau? Was für Chancen haben junge Frauen? In wieweit ist die Emanzipation der Frau im Kapitalismus überhaupt möglich? Was bedeutet der Kampf um die Befreiung der Frau für unsere konkrete politische Arbeit? Und sind es wirklich nur Frauen, die ein Interesse an der Verbesserung ihrer Situation haben?
Das und viel mehr wollen wir gemeinsam mit Erika Baum und einer erwerbstätigen Mutter diskutieren.

15. Hände weg von Iran & Syrien – Vortrag von Joachim Guillard zum Hintergrund der Kriegsdrohungen
Der Ton gegenüber dem Iran und Syrien verschärft sich. Die Kriegsrhetorik wird lauter und schärfer. Doch was steckt hinter den Kriegsdrohungen? Wie sind die Protagonisten vor Ort einzuschätzen? Wer hat ein Interesse an einem Krieg gegen Iran und Syrien und wie können wir gegen die drohenden Kriege aktiv werden? Diese und weitere Fragen werden wir gemeinsam mit unserem Referenten Joachim Guillard diskutieren.

16. Rassismus im Betrieb? Nicht mit mir! – Die Lage von KollegInnen mit Migrationshintergrund
Gibt es Probleme, die vor allem oder ausschließlich unsere KollegInnen mit migrantischem Hintergrund haben? Welche sind das? Nutzen Vorgesetzte das aus? Wenn ja, wie und mit welcher Absicht?
Diese und weitere Fragen rund um das Thema Rassismus im Betrieb werden wir mit VertreterInnen der DIDF-Jugend und der Gewerkschaft diskutieren. Zusammen wollen wir Handlungsoptionen entwickeln, wie man sich erfolgreich dagegen wehrt!

17. SchülerInnen- und Arbeiterjugendworkshops – Austausch über die eigenen Erfahrungen in der Schule / im Betrieb

18. Von Spitzeln und wie wir uns dagegen wehren können – Vortrag vom Arbeitskreis Spitzelklage zum Heidelberger Spitzelskandal „Simon Brenner“
Fast ein Jahr lang gewann der Verdeckte Ermittler Simon Bromma Einsicht in politische Aktivitäten und private Bereiche links orientierter Personenkreise in Heidelberg und Umgebung. Getarnt als ordentlich immatrikulierter Student „Simon Brenner“ sammelte er ab Winter 2009 umfangreiche Informationen über Strukturen und Einzelpersonen, bis er am 12.12.2010 zufällig enttarnt werden konnte. Das Vorgehen von LKA, baden-württembergischem Innenministerium und Heidelberger Polizeidirektion, die noch weitere, bisher unbekannte Verdeckte ErmittlerInnen in Heidelberg eingesetzt hatten, ist schockierend, aber Teil zunehmender Repression – vor allem gegen die außerparlamentarische Antifa-Szene, das eigentliche Einsatzziel der Spitzel.
Ein Bericht der ins polizeirechtsstaatliche Visier geratenen „Zielperson“ und über die von sieben Menschen angestrengte Fortsetzungsfeststellungsklage gegen den mit geheimdienstlichen Methoden widerrechtlich durchgeführten Einsatz.

Café K

»Soviel Zeit muß sein! Arbeitszeitverkürzung für mehr Ausbildung und Übernahme – gegen Massenarbeitslosigkeit und Prekarisierung«
Während die Arbeitszeit für diejenigen, die noch Vollzeit arbeiten, stetig verlängert und verdichtet wird, ist die Zahl junger Menschen, Männer wie Frauen, in regulärer Vollzeitbeschäftigung rückläufig. Sie finden sich immer häufiger in sogenannten atypisch Arbeitsverhältnissen wieder: unfreiwillige Kurzarbeit, Leiharbeit, Praktika, befristete Stellen und Mini- oder andere Jobs im Niedriglohnsektor. Arbeitszeitverkürzung bei vollem Lohn- und Personalausgleich ist wie für ältere Beschäftigte oder Erwerbslose auch für die Jugendlichen der Schlüssel gegen Arbeitslosigkeit und prekäre Beschäftigung, weil nur mit ihr mehr Ausbildungsplätze geschaffen und die unbefristete Übernahme im erlernten Beruf durchgesetzt werden kann.
Diskussion mit Pascal Annerfeld (Mitglied der IG-Metall-Jugend), Raja Bernard (Mitglied des Frauenarbeitskreises des PV der DKP) und Volker Metzroth (Sekretär des PV der DKP für Betriebs- und Gewerkschaftspolitik), moderiert von Wolfgang Scholz (DKP-Rheinland-Westfalen)
Am Samstag, 26. Mai von 11.00 bis 12.30 Uhr

»Das braune Netz. Naziterror – Hintergründe, Verharmloser, Förderer«, Buchvorstellung mit Markus Bernhardt
Markus Bernhardt ist Mitglied (DKP, VVN-BdA) lebt als freier Journalist und Autor in Berlin und arbeitet er für verschiedene Printmedien, unter anderem für die Tageszeitung junge Welt.
Als im November 2011 eine neofaschistische Terrorgruppe aufflog, die mehr als dreizehn Jahre lang ungehindert morden und bomben durfte, wurde ein Skandal ruchbar, der so mancher Verschwörungstheorie den Rang abläuft. Die Terroristen waren nicht etwa nur von den Strafverfolgungsbehörden nicht behelligt, sondern von den Inlandsgeheimdiensten auch noch gefördert worden. Während Regierungspolitiker den größten Geheimdienstskandal der BRD als technische Panne verharmlosen und sein wahres Ausmaß verschleiern, leuchtet Markus Bernhardt die Hintergründe des Zusammenwirkens der Geheimdienste und militanten Neonazis aus und nennt Verharmloser, Vertuscher und Förderer beim Namen.
Am Samstag, dem 26. Mai von 14.45 bis 16.00 Uhr

Sonstiges

Was es sonst noch gibt: Kicker, Slagline, Twister, Doppelkopfturnier, Bücherstände, Kinderbetreuung…
Infostände von DKP, Rote Hilfe, junge Welt, DKP-Queer, …
Verkaufsstände von Fire & Flames, Papyrossa-Verlag, Pahl-Rugenstein-Verlag, Fäustels Antiquariat
Internationale Gäste von der KNE (Griechenland), CJC (Spanien), JCL (Luxemburg), Comac (Belgien), KJÖ (Österreich)